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Jakob Assecuranzmakler GmbH Haus & Wohnen

Hausratversicherung

Was ist eine Hausrat­versicherung?

Zu Ihrem Hausrat gehören alle Einrichtungs- Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände sowie Wertsachen und Bargeld, Hausrat außerhalb der Wohnung ist im Rahmen der Außenversicherung mitversichert.

Bildlich gesprochen ist alles was rausfällt, wenn man das Haus auf den Kopf drehen würde und schüttelt, mitversichert.

Schäden entstehen z. B. durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahl.



Für wen ist eine Hausrat­versicherung sinnvoll?

Gegenfragen: Für wen ist eine Hausratversicherung unnötig? 

Jeder der sein Hab und Gut finanziell ohne Problem morgen neu kaufen kann.

Dazu gehören:

  • Einrichtungsgegenstände (z. B. Möbel, Teppiche)
  • Gebrauchsgegenstände (z. B. Haushaltsgeräte, Fernseher, Kleidung)
  • Verbrauchsgegenstände (z. B. Lebensmittel)
  • Wertsachen (z. B. Bargeld, Schmuck, Urkunden) 

Wer alles problemlos ersetzen kann der benötigt keine Hausratversicherung, für alle anderen ist es sinnvoll eine zu haben.


Spezielle Versicherungs­begriffe zur Hausrat­versicherung

Ab hier werden wichtige Begriffe zur Hausratversicherung erklärt.


Grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls

Wurde ein Schaden durch Sie (mit-)verursacht, prüft der Versicherer, ob Sie evtl. grob fahrlässig gehandelt haben. Wenn dies der Fall ist, kann er die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens anteilig kürzen.

Dies kann z. B. der Fall sein, wenn ein brennender Adventskranz längere Zeit unbeobachtet bleibt und daraufhin die Wohnung ausbrennt. Aber auch wenn eine Badewanne überläuft, weil Sie wegen eines Telefonates vergessen das Wasser wieder abzudrehen, kann dies als grob fahrlässig gewertet werden.

Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und in welcher Höhe eine Kürzung durch den Versicherer möglich ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, kann der Versicherer nur noch wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles die Leistung verweigern.


Grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheiten

Versicherer kalkulieren ihre Tarife nach der Berechenbarkeit eines Schadensrisikos. Ändern sich die Rahmenbedingungen, ändert sich auch das Risiko. Damit der Versicherer jederzeit über die Risikohöhe informiert bleibt, werden mit dem Versicherungsnehmer sogenannte Obliegenheiten vereinbart.

In der Hausratversicherung sind dies z. B. Anzeigepflichten (z. B. wenn ein Gerüst am Haus installiert wird, da dies das Einbruch-Risiko erhöht), Sicherheitsvorschriften (z.B. sämtliche gesetzliche und behördliche Vorschriften müssen beachtet werden) oder auch Verhaltensvorschriften im Schadenfall (z. B. polizeiliche Anzeige eines Einbruchs, Aufbewahrung von beschädigten Gegenständen, usw.).

Ein Verstoß gegen derartige Obliegenheiten kann zur Kündigung und/oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Verstoß grob fahrlässig erfolgt ist. Verzichtet der Versicherer auf dieses Recht, kann nur eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung zur Leistungsfreiheit und/oder Kündigung führen.


Unterversicherungsverzicht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Versicherungswerte (also der Summe Ihrer Haushaltsgegenstände zum Neuwert) entsprechen. Ist der tatsächliche Wert des Hausrates größer als die vereinbarte Summe, spricht man von einer Unterversicherung. Diese Unterversicherung wird dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet.

Beispiel: Die Versicherungssumme wurde mit 100.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Neuwert des Hausrates beträgt 150.000 Euro. Damit beträgt die Versicherungssumme nur 2/3 der eigentlich benötigten Versicherungssumme (also dem Versicherungswert von 150.000 Euro). Somit wird auch jeder Schaden nur zu 2/3 erstattet.

Ein Schaden in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 10.000 Euro erstattet. Um die Folgen dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“ zu vermeiden, gewähren Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen einen Verzicht auf die Prüfung der Unterversicherung.


Summen- und Konditionsdifferenzdeckung

Oft besteht bereits eine Hausratversicherung, die aber geringere Versicherungssummen oder auch weniger Deckungserweiterungen (Konditionen) bietet. Der neue Vertrag wird in aller Regel erst zum Ablauf der bestehenden Versicherung abgeschlossen und wirksam. Ansonsten läge eine Doppelversicherung vor und es würde dadurch auch zu einer doppelten Prämienbelastung kommen.

Um dies zu vermeiden und um Ihnen trotzdem rasch den verbesserten Versicherungsschutz zu bieten, werden Summen- und Konditionsdifferenzdeckungen angeboten. So werden Schäden, die von der bestehenden Versicherung abgedeckt sind, bis zum Vertragsende über diese Versicherung reguliert.

Tritt aber ein Schaden auf, der nur oder zumindest stellenweise nur über die neue Hausratversicherung versichert ist, übernimmt die neue Versicherung den Schaden – obwohl der wirkliche Vertragsbeginn erst in der Zukunft liegt. Sie übernimmt also die Differenz des neuen zum alten Vertrag.


Leistungsupgrade

Im Laufe der Zeit ändern und verbessern sich die Vertragsbedingungen. Durch die Mitversicherung der Bedingungsweiterentwicklung (Leistungsupgrade) profitieren vor allem Sie, denn dadurch unterliegt Ihr Vertrag immer den aktuellsten Bedingungen. Werden die Bedingungen zu Ihrem Vorteil geändert, so gelten die neuen Bedingungen auch für Ihren Vertrag, soweit Sie einer etwaigen damit verbundenen Beitragserhöhung nicht widersprechen.


Vorversicherung-Besserstellungsklausel

Beim Wechsel einer Versicherung gibt es einiges zu beachten – mit dieser Klausel stellen Sie sich nicht schlechter als bisher!

Konkret bedeutet dies: Ist eine Leistung schlechter, als diese im direkten Vorvertrag, so ersetzt der Versicherer nach den Bedingungen des Vorversicherers.


Opfer einer polizeilich angezeigten Straftat

Egal ob es sich um eine Sachbeschädigung, einen (Trick-) Diebstahl, Vandalismus, Unterschlagung oder eine andere Straftat handelt:

Wird dadurch ihr Hausrat zerstört, beschädigt oder kommt er abhanden, können Sie vom Versicherer eine Leistung verlangen. So ist z. B. der berühmte Handtaschendiebstahl auch mitversichert. Für diese sehr weitreichende Klausel ist es jedoch unbedingt notwendig, dass Sie die Straftat polizeilich anzeigen! Die bloße Behauptung gegenüber dem Versicherer, dass z.B. Ihr Handy gestohlen wurde, ist nicht ausreichend!


Schäden durch Verkehrs- bzw. Transportmittelunfall

Auch in Ihrem Auto, im Taxi oder einem sonstigen Transportmittel führen Sie Hausratgegenstände mit sich. Neben Ihrer Kleidung kann das z. B. Ihr Handy, Ihr Laptop, Ihre Handtasche, Ihr Geldbeutel, Ihr weiteres Reisegepäck usw. sein. Diese Gegenstände können bei einem Unfall natürlich auch beschädigt werden oder abhanden kommen.


Rückreise-/ Reiseabbruchkosten

Auch wenn Sie im Urlaub sind, kann Ihr Hausrat beschädigt werden. Sei es durch einen übergreifenden Brand im Nachbarhaus, einen Rohrbruch in der Wohnung oder auch einen Einbruchdiebstahl. Nur wenigen gelingt es mit diesem Wissen am Urlaubsort zu verweilen und zu entspannen.

Damit Sie sich schnell ein Bild von der Lage daheim verschaffen können und nicht zusätzlich durch ungeplante Rückreise-/ Reiseabbruchkosten belastet werden, bieten viele Versicherer zwischenzeitlich entsprechende Klauseln an.


Kosten für Hotelunterbringung

Ein Leitungswasserschaden, ein Einbruch, ein Sturm oder auch ein Brand kann sehr schnell dazu führen, dass Ihre Wohnung nicht mehr bewohnbar ist und Sie sich im Hotel einquartieren müssen. Die Möglichkeit bei Freunden, Bekannten oder Nachbarn unterzukommen ist zwar in der Theorie oft gegeben, in der Praxis nagt dies jedoch oft am Nervenkostüm aller Beteiligten. Wesentlich besser lassen sich die nötigen Aufräumarbeiten in Ruhe in einem Hotel oder einer Pension planen – vor allem wenn diese Kosten dann vom Versicherer übernommen werden.


Außenversicherung

Nicht der komplette Hausrat befindet sich ständig innerhalb Ihrer Wohnung. Gerade wenn es um Ihr Hobby und Ihre Freizeitaktivitäten geht, werden Hausratgegenstände oft außerhalb genutzt und stellenweise auch kurzfristig ausgelagert.

Je nach Tarif werden Ihnen vom Versicherer unterschiedliche Zeiträume zugestanden währenddessen Ihr Hausrat auch außerhalb der Wohnung versichert ist. Bitte beachten Sie jedoch, dass der Hausrat weiterhin nur gegen die vereinbarten Gefahren und unter den vereinbarten Voraussetzungen versichert ist. So sind z. B. Gartenmöbel außerhalb von Gebäuden nicht gegen Sturmschäden versichert.


Erweiterung beruflicher Hausrat auf sämtliche Sachen (inkl. Handelsware)

Üblicherweise gelten Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände, die dem Beruf oder Gewerbe des Versicherungsnehmers oder einer in häuslicher Gemeinschaft lebenden Person dienen, als mitversichert.

Nicht mitversichert ist hierbei Handelsware. Dieser Ausschluss kann stellenweise jedoch wieder aufgehoben werden, sodass auch Handelsware mitversichert ist.


Deckungserweiterungen Wertsachen

Zu den Wertsachen zählen unter anderem: Bargeld, Geldkarten, Sparbücher und sonstige Wertpapiere, Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken und sonstige Sammlungen, Edelmetalle, Kunstgegenstände, Antiquitäten, usw.. Zwar wird ein gewisser Wertsachenanteil für jeden Hausrat angenommen (üblich ist eine maximale Entschädigungsgrenze von 20%), ein höherer Wertsachenanteil muss jedoch auch mit einer entsprechend höheren Entschädigungsgrenze abgesichert werden.

Je nach Gesamtwert lassen sich separate Sicherungen mit dem Versicherer vereinbaren. Bitte
beachten Sie außerdem, dass, neben der meist prozentualen Entschädigungsgrenze für Wertsachen, auch für bestimmte Positionen (z. B. Bargeld, Sparbücher, Edelmetalle, usw.) nochmals separate Entschädigungsgrenzen gelten.


Überspannungsschäden durch Blitz

Überspannungsschäden durch Blitz verursachen oft an mehreren Geräten (z. B. Fernseher, PC, Telefone, Backofen, usw.) gleichzeitig einen irreparablen Schaden.

Voraussetzung für eine Leistung ist, dass die Überspannung tatsächlich durch einen Blitz entstanden ist. Schwankungen im Stromnetz (z. B. verursacht durch den Stromanbieter) und damit verbundene Überspannungsschäden sind nicht von dieser Klausel erfasst. Im Schadenfall ist es daher wichtig, den Tag des Gewitters anzugeben - nur dann kann die Versicherung auch korrekt prüfen.


Nutzwärmeschäden

Beim Nutzwärmeschaden wird der Hausratgegenstand bewusst einer Wärmequelle ausgesetzt (z. B. Kleidung, die zum Trocknen auf den Ofen gelegt) und versehentlich beschädigt. Da bei diesem Vorgang kein bedingungsgemäßer Brand (u.a. keine Flammenbildung, kein Ausbreiten des Feuers) ursächlich für den Schaden sind, wird für derartige Schäden der Einschluss von Nutzwärmeschäden nötig.


Seng-, Schmor-, Rauch- und Rußschäden

Diese Schäden tauchen häufig als Folge eines Brandes auf. In diesem Fall sind sie auch unproblematisch als Folgeschäden mitversichert.

Für einen Brand im versicherungsrechtlichen Sinne müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen vorliegen (sichtbare Flammenbildung, entsteht ohne eigenen Herd oder hat diesen verlassen und breitet sich aus eigener Kraft aus).

Typisches Beispiel eines Sengschadens ist daher die glühende Zigarette, die ein Loch in die Couch brennt (keine Flammenbildung, keine Ausbreitung).

Ein Schmorschaden ist häufig in elektrischen Geräten zu finden, bei denen die Elektroleitungen zu stark erhitzen.

Rauch und Rußschäden sind oft Folge dieser nicht versicherten Seng und Schmorschäden. Da die Schadenursache nicht versichert ist, ist auch die Folge (Rauch und Ruß) nicht versichert, sofern nicht die entsprechende Klausel vereinbart wurde.


Fahrraddiebstahl

In der Hausratversicherung ist grundsätzlich das Risiko eines Einbruch-Diebstahls versichert. Für einen Einbruch-Diebstahl muss jedoch in ein Gebäude eingebrochen werden. Da sich Fahrräder jedoch oft auch außerhalb von Gebäuden befinden, trifft bei der Entwendung der Einbruch-Diebstahlbegriff nicht zu. Daher können Fahrräder separat gegen den einfachen Diebstahl versichert werden. Die Fahrräder müssen selbstverständlich abgesperrt sein.

In diesem Zusammenhang muss auch die sogenannte „Nachtzeitklausel“ erläutert werden: Ist die Nachtzeitklausel vereinbart, gilt der Versicherungsschutz nur, wenn sich der Diebstahl in der Zeit von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr ereignet. Während der „Nacht“ besteht also kein Versicherungsschutz, wenn die Nachtzeitklausel nicht gestrichen wird.


Einfacher Diebstahl (Trickdiebstahl)

Beim Trickdiebstahl wird das Opfer abgelenkt und bestohlen. Es findet keine Gewaltanwendung statt (dies wäre als Raub in den Standardbedingungen bereits mitversichert) und es wird nicht in ein Gebäude oder in ein Behältnis in einem Gebäude eingebrochen (auch dies wäre als Einbruch-Diebstahl bereits in den Standardbedingungen mitversichert). Daher ist der Trickdiebstahl (oder auch einfacher Diebstahl) nur versichert, wenn er gesondert vereinbart ist.


Diebstahl aus Kraftfahrzeugen

Auch hier ist das Grundproblem, dass der Diebstahl von Hausratgegenständen aus Fahrzeugen nicht unter die Definition eines Einbruch-Diebstahls fällt. Für den Einbruch-Diebstahl ist das Eindringen in ein Gebäude Voraussetzung. Ein Kfz ist jedoch kein Gebäude und daher wird eine spezielle Deckungserweiterung benötigt, wenn man Ersatz für den Diebstahl von Hausratgegenständen aus dem Kfz wünscht.


Diebstahl aus Wasserfahrzeugen, Schiffskabinen und Zugabteilen

In Erweiterung zu Diebstählen aus Kraftfahrzeugen wird hier auch dann geleistet, wenn Hausratgegenstände aus Wasserfahrzeugen, Schiffskabinen und Zugabteilen gestohlen werden – beachten Sie jedoch die Einschränkungen insbesondere für Wertgegenstände und Elektronik!


Einfacher Diebstahl von Sachen auf dem Versicherungsgrundstück

Auch hier ist das Problem der nicht erfüllte Begriff des Einbruch-Diebstahls (kein Einbruch in ein Gebäude), denn Gartenmöbel, Kinderwagen, Wäsche auf der Leine, usw. sind frei zugänglich und können relativ einfach weggenommen werden. Da jedoch immer stärker ein Trend zu hochwertigen Gartenmöbeln stattfindet, werden auch immer mehr derartige Diebstähle verübt.


Schlossänderungskosten bei einfachem Diebstahl von Schlüsseln

Der Diebstahl von Schlüsseln ist oft ein „Nebeneffekt“ von z. B. Handtaschendiebstählen oder Kfz-Diebstählen. Zwar ist der Täter meist nicht an Ihren Wohnungsschlüsseln interessiert, trotzdem bleibt ein gewisses Restrisiko und vor allem ein sehr ungutes Gefühl. Da es sich bei den genannten Beispielen nicht um Einbruch-Diebstahl handelt, werden die nötigen Schlossänderungskosten auch nicht als Folgekosten ersetzt, sofern nicht eine entsprechende Deckungserweiterung vereinbart wurde.


Verlust von Wasser oder Gas infolge von Rohrbruch

Über die Gefahr „Leitungswasser“ werden Schäden an den Hausratgegenständen ersetzt, die durch die Einwirkung von Leitungswasser entstehen. Ein unbemerkter Rohrbruch kann jedoch neben den „Nässeschäden“ auch einen nicht unerheblichen Wasserverbrauch bedeuten, der selbstverständlich bezahlt werden will. Diese Kosten können Teil der Entschädigung der Hausratversicherung sein.


Wasser aus Aquarien, Wasserbetten oder ähnlichen Sachen ist
Leitungswasser gleichgestellt

Leitungswasser ist Wasser, das aus den Zu- und Ableitung der Wasserrohre z. B. durch einen Rohrbruch austritt. Aber auch in Aquarien und Wasserbetten usw. befinden sich große Mengen Wasser, die zwar nicht unter den Leitungswasserbegriff fallen, aber trotzdem enormen Schaden verursachen können.

Zusätzlich ist das Wasser meist durch Chemikalien (Wasserbett) oder Steine und Pflanzen (Aquarium) verunreinigt, was zu einem erhöhten Reinigungsaufwand von Teppichböden und anderen Hausratgegenständen führt.


Sturm ab Windstärke 8

Von einem Sturm spricht man in der Versicherungssprache erst, wenn nachweislich eine Windstärke von mindestens 8 auf der Beaufort-Skala erreicht wird – also ab gut 63 km/h. Einige Versicherer verzichten mittlerweile auf diese Begrenzung und leisten auch ohne eine Mindestwindstärke.


Sturmschäden auf dem versicherten Grundstück

Bei Sturmschäden gilt normalerweise Hausrat nur versichert, sofern sich dieser am sogenannten Versicherungsort befindet – also innerhalb der Wohnung. Für Gartenmöbel, Wäschespinnen und ähnliches im Garten greift nach einem Sturmschaden die Versicherung nicht, außer diese werden explizit im Versicherungsschutz genannt.


Rückstau

Bei Starkregen (oder Ausuferung oberirdischer Gewässer) kann es vorkommen, dass das überschüssige Wasser von der Kanalisation nicht abgeführt werden kann. Es staut sich dann in der Kanalisation zurück und drückt über die Abwasserleitungen in die Gebäude herein. Die Folge sind überlaufende Toiletten und Kellerabflüsse.


Glasbruchversicherung

Durch die Glasbruchversicherung sind Bruchschäden an der Gebäudeverglasung (Fenster, Balkon- und/ oder Terrassentür oder Verglasungen von Zimmertüren) sowie des Mobiliars versichert. Besonders Mietern ist der Abschluss einer Glasbruchversicherung zu empfehlen. Bei Bruchschäden an der Gebäudeverglasung haftet u. U. der Mieter, sofern der Schadenverursacher unbekannt ist. Oft ist es auch eigenes Verschulden, wenn eine Scheibe zu Bruch geht (z. B. ein Fenster oder eine Tür schlägt  wegen Durchzug zu oder beim Aufhängen bzw. Abnehmen von Gardinen kippt die Leiter um).

Viele denken in diesem Fall an ihre Privathaftpflichtversicherung, die dann in Anspruch genommen werden soll.

Doch dann folgt die böse Überraschung:
Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht, weil diese Art von Schäden ausdrücklich ausgeschlossen sind. Dagegen schützt nur der Abschluss einer Glasbruchversicherung, die heutzutage schon für einen geringen Beitrag (oft nicht mehr als 20 bis 30 EUR pro Jahr) als Ergänzung der
Hausratversicherung abgeschlossen werden kann.


Aquarien/Terrarien

Aquarien und Terrarien sind üblicherweise nicht vom Versicherungsschutz der Glasbruchversicherung erfasst. Über die entsprechende Klausel können Sie jedoch auch für diese, oft hochwertigen, Glasscheiben Versicherungsschutz beantragen.


Glaskeramikkochflächen

Auch Glaskeramikkochflächen sind nur über eine spezielle Vereinbarung von der Glasbruchversicherung erfasst. Hier ist jedoch nochmals speziell zu prüfen ob nur die Glasscheibe versichert ist oder auch die Elektronik.


Kunststoffscheiben

Die Absicherung der Bruchschäden an Kunststoffscheiben spielt schon immer eine wichtige Rolle. Egal ob in Türen, Wintergärten, Wetterschutzvorbauten und Duschkabinen in und um das Gebäude sind sie oft zu sehen. Nicht unter den Versicherungsschutz fallen allerdings alle einfachen Hohlgläser, wie zum Beispiel Trinkgläser etc..


Glasbausteine

Glasbausteine werden überall dort eingesetzt, wo man einen zusätzlichen Lichteinfall wünscht. Typische Einsatzbereiche sind das Treppenhaus, der Flur, die Küche, als Raumteiler oder für Duschabtrennungen. Zu beachten ist das die Bruchschäden, an den aufwendig eingearbeitet Glasbausteinen, nur durch den Einschluss in der Glasversicherung abgedeckt sind.


Blinde bzw. undichte Mehrscheiben-Isolierverglasungen

Energetische Einspareffekte haben im Laufe der Jahre dazu geführt, dass Fensterscheiben nicht mehr nur aus einer Glasscheibe bestehen, sondern dort mehrere Scheiben zusammengefügt werden. Zwischen den Glasscheiben befindet sich z.B. Kunststofffolien, Kleber oder auch Gase. Dringt hier durch undichte Randverbindungen Feuchtigkeit bzw. Sauerstoff ein, kann es sein, dass diese Scheiben „blind werden“ – diese also nicht mehr durchsichtig sind. Dies stellt zumeist keinen versicherten Schaden in der Glasversicherung dar.


Muschelausbrüche

Muschelausbrüche sind reine Kantenbeschädigungen an Glasscheiben. Auch dies stellt zumeist keinen versicherten Schaden in der Glasversicherung dar.


Unbenannte Gefahren

Die Versicherungsbedingungen regeln, welche Schäden und welche Sachen versichert sind und welche nicht. Beweisen muss man als Kunde, dass ein Schaden durch eine benannte Gefahr wie Feuer, Einbruchdiebstahl, Beraubung, Leitungswasser, Sturm / Hagel oder, falls vereinbart, durch einen Elementarschaden eingetreten ist. Alles, was konkret geregelt ist, wird auf dieser Grundlage entschädigt.

Es geht aber auch besser: Will man mehr Sicherheit, gibt es die Möglichkeit, sogenannte „unbenannte Gefahren“ in die Hausratversicherung einzuschließen. Wird der Hausrat durch eine plötzliche, unvorhergesehene und von außen einwirkende Ursache zerstört oder beschädigt, muss die Versicherung beweisen, dass sie nicht zahlen muss. In den Klauseln für unbenannte Gefahren sind nur noch wenige Schäden nicht mitversichert.

In der Regel sind es Schäden:

  •  durch Kriegsereignisse, Kernenergie oder radioaktive Strahlung
  •  durch Haustiere (Folgeschäden sind jedoch versichert)
  •  durch Abnutzung, Verschleiß, Alterung, Reißen, Verfall, Rost, Schimmel, Schwamm, Fäulnis, inneren Verderb, Insekten oder Schädlinge
  •  durch Verfügungen von hoher Hand
  •  durch Verwitterung von Sachen im Freien
  •  an Tieren und Pflanzen


Bei den relativ wenigen Versicherungen, die unbenannte Gefahren mitversichern, ist noch darauf zu achten, welche Sachen gegebenenfalls nicht mitversichert sind. Für Schäden durch unbenannte Gefahren gilt i. d. R. eine Selbstbeteiligung (meist 250 EUR). Damit wird erreicht, dass nicht jede geringfügige Beschädigung oder Zerstörung von Sachen reguliert werden muss.


Wohngebäudeversicherung

Was ist eine Wohn­gebäude­versicherung?

Empfehlenswert für alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften.

Denn jedes noch so solides Haus kann stark beschädigt werden durch Unwetter, Erdbeben, Brände, korrodierte Rohne, Überschwemmungen und vieles mehr. 

Sichern Sie sich gegen den Verlust des Gebäudes und die finanziellen Folgen ab.



Wie viele Natur­gefahren gibt es bei Ihnen in der Region?

Machen Sie den Naturgefahren-Check um zu erfahren:

  • Wie viele Schäden im Jahr durch Naturgefahren entstehen.
  • Wie Hoch die Schäden durch Starkregen bei Ihnen in der Region sind.
  • Welche Schäden Sturm / Hagel in Ihrer Region anrichten.
  • Welches Hochwasser Risiko für Ihre PLZ besteht.

Was ist der Unterschied zwischen einer Wohn­gebäude­versicherung und einer Hausrat­versicherung?

Grundsätzlich das Wohngebäude an sich und was fest darin verbaut ist wie z. B. Heizungsanlagen oder Einbauküchen.

Alles was beweglich ist, muss über eine Hausratversicherung abgesichert werden.


Besondere Klauseln für die Gebäude­versicherung!

Welche Versicherungsbegriffe sind bei der Wohngebäudeversicherung besonders wichtig? Nachfolgend werden diese erläutert.


Unterversicherungsverzicht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert Ihres Wohngebäudes inklusive aller Nebengebäude (z. B. Garage) entsprechen. Ist der tatsächliche Wert des Gebäudes jedoch größer als die vereinbarte Versicherungssumme, spricht man von einer Unterversicherung.Diese Unterversicherung wird dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet.

Ein Beispiel hierzu:

Die Versicherungssumme wurde mit 200.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Neuwert des Gebäudes beträgt 400.000 Euro. Die Versicherungssumme beträgt also nur die Hälfte der eigentlich benötigten Versicherungssumme. Damit wird auch jeder Schaden nur zur Hälfte erstattet. Ein Schaden in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 7.500 Euro erstattet.

Um die Folgen dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“ zu vermeiden, kann mit dem Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen ein Unterversicherungsverzicht vereinbart werden. Dann verzichtet der Versicherer auf die Prüfung der Höhe der Unterversicherung.


Grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls

Wurde ein Schaden durch Sie (mit-)verursacht, prüft der Versicherer, ob Sie evtl. grob fahrlässig gehandelt haben. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn ein brennender Adventskranz längere Zeit unbeobachtet bleibt und daraufhin das Gebäude ausbrennt.

Aber auch wenn eine Badewanne überläuft, weil Sie wegen eines Telefonates vergessen das Wasser wieder abzudrehen. Oder auch wenn Fenster geöffnet sind, aber das Haus verlassen wurde und so ein „erleichterter Einbruch“ ermöglicht wird.

Wenn dies der Fall ist, kann der Versicherer die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens anteilig kürzen. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und in welcher Höhe eine Kürzung durch den Versicherer möglich ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, kann der Versicherer nur noch wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles die Leistung verweigern.


Grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheiten

Versicherer kalkulieren ihre Tarife nach der Berechenbarkeit eines Schadensrisikos. Ändern sich die Rahmenbedingungen, ändert sich auch das Risiko. Damit der Versicherer jederzeit über die Risikohöhe informiert bleibt, werden mit dem Versicherungsnehmer sogenannte Obliegenheiten vereinbart.

In der Wohngebäudeversicherung sind dies z. B. Anzeigepflichten (z. B. wenn am Gebäude Baumaßnahmen durchgeführt werden in deren Verlauf das Dach ganz oder teilweise entfernt wird, wodurch die Gefahr eines Sturmschadens steigt), Sicherheitsvorschriften (z. B. in der kalten Jahreszeit alle Gebäude und Gebäudeteile zu beheizen und dies genügend häufig zu kontrollieren) oder auch Verhaltensvorschriften im Schadenfall (z. B. für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen usw.).

Ein Verstoß gegen derartige Obliegenheiten kann zur Kündigung und / oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Verstoß grob fahrlässig erfolgt ist. Verzichtet der Versicherer auf dieses Recht, kann nur eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung zur Leistungsfreiheit und / oder Kündigung
führen.


Opfer einer polizeilich angezeigten Straftat

Egal ob es sich um eine Sachbeschädigung, einen Diebstahl, Vandalismus oder eine andere Straftat handelt: Wird dadurch ihr Gebäude zerstört, beschädigt oder kommen Gebäudebestandteile abhanden, können Sie vom Versicherer eine Leistung verlangen. So ist z. B. der Diebstahl der Kupfer-Dachrinnen, oder auch Vandalismus an Halloween mitversichert. Für diese sehr weitreichende Klausel ist es jedoch unbedingt notwendig, dass Sie die Straftat polizeilich anzeigen! Die bloße Behauptung gegenüber dem Versicherer ist nicht ausreichend!


Schäden durch Graffiti

Für die einen sind Graffiti Kunst, für andere nur ärgerliche Schmierereien. Wenn Ihre Fassade mit einem solchen „Kunstwerk“ besprüht wurde, zahlt die Versicherung für die Beseitigung. Zwar gibt es bereits spezielle Wandfarben auf denen Graffiti schlecht haftet, aber diese sind sehr teuer und technisch noch nicht vollständig ausgereift. Auch werden leider immer wieder auch Fensterscheiben beschmiert.

Ein weiteres Problem ist, dass die „Künstler“ in den allermeisten Fällen nicht auffindbar sind und damit nicht haftbar gemacht werden können. Übrigens kann für Vermieter ein weiterer finanzieller Verlust entstehen. Denn wenn die Schmierereien nicht innerhalb einer angemessenen Frist entfernt werden, können die Mieter sogar die Mietzahlungen kürzen.


Unbenannte Gefahren

Die Klausel „unbenannte Gefahren“ bietet Versicherungsschutz, wenn das Gebäude durch ein unvorhersehbares Schadenereignis zerstört oder beschädigt wird (Sachschaden).

Unvorhergesehen sind Schadenereignisse, die Sie weder vorhergesehen haben noch hätten vorhersehen müssen. Über die zusätzliche Absicherung der unbenannten Gefahren verfügen Sie also über zusätzlichen Versicherungsschutz für all das, was nicht zu den üblicherweise versicherten Gefahren (Brand, Leitungswasser, Sturm / Hagel, Elementarschäden) zählt.

Nicht versichert sind ausschließlich die in den Bedingungen genannten Ausschlüsse. Übliche Ausschlüsse sind, z. B. Schäden durch Abnutzung, Verschleiß, Alterung, Verfall, Verfügungen hoher Hand (Maßnahmen der Staatsgewalt, wie z. B. Beschlagnahme), usw..


Neuwerterstattung auch wenn kein Wiederaufbau erfolgt

Generell haben Sie nach einem Totalschaden (z. B. nach einem Feuer) nur Anspruch auf die Neuwerterstattung, wenn die tatsächlich beschädigte Sache (z. B. ein selbstgenutztes Wohngebäude) in gleicher Art und Güte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wieder an der gleichen Stelle aufgebaut wird.

Andernfalls bleibt nur der Anspruch auf die Zeitwertentschädigung. Wenn Sie kein Haus mehr bauen möchten oder ein hochwertigeres Haus mit einer anderen Nutzung (z. B. als Wohn- und Geschäftsgebäude) bauen möchten, wird ohne die Klausel nur der Zeitwert des Gebäudes erstattet.


Mietausfall

Für Vermieter kann ein Leitungswasserschaden, ein Sturm oder auch ein Brand sehr schnell dazu führen, dass vermieteten Wohnungen zeitweise nicht mehr bewohnbar sind. Bis die Schadenursache behoben ist, müssen Mieter auch keine Miete zahlen.

Ziehen sich Aufräumarbeiten nach einem Sturm hin, oder verzieht sich der Geruch nach einem Brand über längere Zeit nicht, drohen dem Vermieter große finanzielle Verluste. Mit der Klausel „Mietausfall“ können Sie diese finanzielle Lücke schließen.


Unterbringungskosten im versicherten Schadenfall

Was für den Mieter gilt, kann auch Ihre eigenen vier Wände betreffen: Ein Wohngebäudeschaden kann dazu führen, dass Ihre eigene Wohnung für mehrere Wochen nicht bewohnbar ist und Sie sich im Hotel einquartieren müssen.

Die Möglichkeit bei Freunden, Bekannten oder Nachbarn unterzukommen ist zwar in der Theorie oft gegeben, in der Praxis nagt dies jedoch oft am Nervenkostüm aller Beteiligten. Wesentlich besser lassen sich die nötigen Aufräumarbeiten in Ruhe in einem Hotel oder einer Pension planen – vor allem wenn diese Kosten dann vom Versicherer übernommen werden.


Aufräumungs-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzkosten

Aufräumungskosten und Abbruchkosten sind ein wesentlicher Teil der Gebäudeversicherung. Denn neben den eigentlichen Aufräumungs- und Abbruchkosten ist auch die Entsorgung des Schuttes mitversichert. Der fällt besonders nach einem Brand unter die Rubrik „Sondermüll“ und verursacht erhebliche Kosten.

Bewegungs- und Schutzkosten entstehen immer dann, wenn Sachen zum Zweck der Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung bewegt, verändert oder geschützt werden müssen. Hierunter fallen z. B. die Kosten für die Demontage einer Einbauküche, um an die schadhafte Stelle eines Rohres zu gelangen.


Sonstiges weiteres Grundstückszubehör / -bestandteile

Klingel- und Briefkastenanlagen, Müllboxen sowie Terrassen, Carports, Gewächs- und Gartenhäuser, Hundehütten, Hof- und Gehwegbefestigungen fallen unter den Posten „sonstige/s, weitere/s Grundstückszubehör / -bestandteile.

Diese Dinge sind über die Gebäudeversicherung normalerweise nicht versichert, da sie auf dem Grundstück stehen und nicht im Haus untergebracht sind. Da die oben genannten Positionen jedoch regelmäßig in keiner anderen Versicherung (z. B. Hausratversicherung) mitversichert sind, ermöglichen einige Versicherer den Einschluss in die Wohngebäudeversicherung. Oftmals sind hier die Leistungen auf eine prozentuale Grenze – ausgehend von der Versicherungssumme – beschränkt.


Anpassung an neue Bedingungen (Leistungsverbesserungen)

Die Versicherungskonzepte in der Wohngebäudeversicherung werden ständig überarbeitet. In regelmäßigen Abständen werden neue, verbesserte Produkte entwickelt. Damit Sie beim gewählten Versicherer immer den aktuellsten Tarif besitzen, können oft automatische Leistungs-Upgrades vereinbart werden.

So entsteht im Schadenfall kein Ärger darüber, dass mal ein Schaden nur im neuen Tarif versichert ist und man den Vertrag nicht selbstständig aktualisiert hat.


Feuerrohbauversicherung

Bereits ab Baubeginn ist es wichtig, dass Ihr im Bau befindliches Wohngebäude gegen Brand, Blitzschlag oder Explosion versichert ist.

Dies kann auch über eine Bauleistungsversicherung abgesichert werden, allerdings ist dort dann – im Gegensatz zu Feuerrohbauversicherung – ein gesonderter Beitrag nötig. Versichert gilt der Betrag der aufgewendet werden muss, um das Gebäude, so wie es geplant war, wieder errichten zu können.

Wenn z. B. bei einem Schaden durch Blitzschlag der Dachstuhl ausbrennt und das Löschwasser zu Feuchtigkeitsschäden führt, muss das im Bau befindliche Haus abgerissen und neu aufgebaut werden. Die Feuerrohbauversicherung ersetzt sämtliche anfallenden Kosten. Die Feuerrohbauversicherung gilt ab Baubeginn beitragsfrei und geht ab Fertigstellung / Einzug in das Haus in eine normale (beitragspflichtige) Wohngebäudeversicherung über. Einige wenige Versicherer bieten die beitragsfreie Rohbauversicherung auch für Schäden durch Leitungswasser und Sturm an.


Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit

Damit Sie im Schadenfall Versicherungsschutz genießen und einen entstandenen Schaden ersetzt bekommen, muss natürlich die Prämie Ihres Vertrages bezahlt sein. Wenn Sie unverschuldet arbeitslos werden und daher aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sind Ihre Gebäudeversicherung aufrecht zu erhalten, verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz.

Gerade in der dann wirtschaftlich angespannten Situation ist ein Schaden am Gebäude finanziell extrem schwierig zu beheben. Viele Schäden verursachen jedoch noch wesentlich höhere Kosten, wenn sie nicht rasch behoben werden.

Aus diesem Grund sollte gerade im Fall der Arbeitslosigkeit Versicherungsschutz bestehen. Die Beitragsbefreiung bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit muss beim Versicherer beantragt werden und ist meist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt.


Rauch, Überschallknall, Implosion

Rauch- oder Verrußungsschäden am Gebäude sind als Folgeschaden eines Brandes selbstverständlich versichert. Was aber, wenn die Rauchentwicklung ohne eine Flammenbildung geschieht - z. B. bei einem Schmorschaden? Genau hier greift die Deckungserweiterung für Rauchschäden.

Ein Überschallknall durch z.B. zu tief fliegende Militärmaschinen, kann die Glasscheiben Ihres Gebäudes beschädigen. Ein Schadenersatz gegen den Flugzeugeigentümer mag möglich sein, einfacher ist jedoch sicherlich die Abwicklung über den Gebäudeversicherer. Ein weiterer Vorteil: Hier bekommen Sie den Neuwert ersetzt. Bei Durchsetzung Ihres Haftpflichtanspruches nur den Zeitwert.


Sengschäden

Bei Sengschäden wird das Gebäude oder deren Bestandteile durch z. B. eine glimmende Zigarettenkippe, glühende Kohlestücke des Kaminofens oder auch durch die Hitze von Beleuchtungskörpern beschädigt.

Da bei diesem Vorgang kein bedingungsgemäßer Brand (u.a. keine Flammenbildung, kein Ausbreiten des Feuers) ursächlich für den Schaden ist, wird für derartige Schäden der Einschluss von Sengschäden nötig.


Überspannungsschäden durch Blitz

Überspannungsschäden durch Blitz verursachen oft an mehreren Geräten (z. B. Heizungssteuerung, Hausklingel usw.) gleichzeitig einen irreparablen Schaden. Voraussetzung für eine Leistung ist, dass die Überspannung durch einen Blitz entstanden ist.

Schwankungen im Stromnetz (z. B. verursacht durch den Stromanbieter) und damit verbundene Überspannungsschäden sind nicht von dieser Klausel erfasst. Im Schadenfall ist es daher wichtig, den Tag des Gewitters anzugeben. Der direkte Blitzeinschlag in das Gebäude ist übrigens über die Gefahr „Feuer“ mitversichert.


Aufräumungskosten für Bäume

Bäume, die durch einen Sturm im Garten umstürzen, sind kein Bestandteil des versicherten Gebäudes. Daher werden die Aufräumungskosten
hierzu auch nur übernommen, wenn dies separat vereinbart wurde. Derartige Kosten können verhältnismäßig hoch werden, wenn
durch den Sturm mehrere Bäume entwurzelt werden und diese sich ineinander verkeilen. Dies ist dann besser ein Fall für professionelle
Waldarbeiter – das Unfallrisiko ist in diesen Fällen einfach zu hoch für Laien. Wenn ein Baum durch den Sturm auf Ihr Gebäude stürzt, sind
die Schäden am Haus übrigens über die Sturmversicherung mit gedeckt.


Rohrverstopfung

In der Leitungswasserversicherung sind Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser versichert. Also auch wenn es
durch eine Verstopfung austritt und zu einem Schaden führt. Die Kosten für notwendige Beseitigung der Rohrverstopfung werden allerdings
nur mit dieser Klausel übernommen. Da Rohrverstopfungen oft auch erst nach einigen Metern im Abfluss auftreten, ist die Behebung oft
nicht einfach und entsprechend teuer.


Wasserverlust infolge von Rohrbruch

Über die Gefahr „Leitungswasser“ werden Schäden am Gebäude ersetzt, die durch die Einwirkung von Leitungswasser entstehen. Ein
unbemerkter Rohrbruch kann jedoch neben den „Nässeschäden“ auch einen nicht unerheblichen Wasserverbrauch bedeuten, der selbstverständlich
bezahlt werden will. Diese Kosten können Teil der Entschädigung der Gebäudeversicherung sein.


Ableitungsrohre auf dem Grundstück

Der Rohrbruch von Ableitungsrohren ist zunächst nur versichert, wenn sich die Ableitungsrohre innerhalb des Gebäudes befinden. Aber auch
außerhalb (auf dem Grundstück) können die Rohre natürlich brechen. Zwar ist der Schaden durch das austretende Leitungswasser nicht so
relevant, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Rohrbruches höher: Wurzeln die in die Rohre einwachsen und diese „sprengen“ sind
häufig die Ursache. Vor allem wenn die Ableitungsrohre unterhalb von Terrasse, Hofeinfahrt oder ähnlichem verlaufen, können die Kosten für
die Reparatur und Wiederherstellung in die Höhe schnellen.


Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Je nach Stadt- bzw. Gemeindesatzung trägt der Grundstücksbesitzer auch die Verantwortung für die Abwasserrohre außerhalb des Grundstückes
bis zum Anschluss an den Sammelkanal. Immer weniger Städte und Gemeinden sehen diese Verpflichtung bei sich und wälzen die
Kosten an die Grundstückseigentümer ab.


Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstückes

Was für die Abwasserrohre gilt, gilt auch für die Zuleitungsrohre. In den meisten
Städten und Gemeinden ist der Gebäudeeigentümer für diese Rohre bis zum Hauptanschluss
verantwortlich. Zuleitungsrohre sind zwar noch innerhalb des Grundstücks
mitversichert, aber nach der Grundstücksgrenze endet die Mitversicherung. Da die
Zuleitungsrohre unter Druck stehen, muss bei einem Rohrbruch schnell gehandelt
werden, wenn Bürgersteige und Straßen unterspült wurden. Evtl. Arbeitszuschläge für
Sonn- und Feiertagsarbeiten kommen daher nicht selten vor.


Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung ist der Teil eines Schadens, den Sie als Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst übernehmen müssen. Er wird
als absoluter oder prozentualer Anteil festgelegt und vertraglich vereinbart. Wenn Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben, werden nur
darüber hinausgehende Summen von der Versicherung bezahlt. Für eine Selbstbeteiligung können Sie sich entscheiden, wenn Sie Ihre
Versicherungsprämie reduzieren wollen oder „Kleinschäden“ selbst tragen wollen. Auch wenn Sie sich in Ihrem Vertrag gegen eine generell
geltende Selbstbeteiligung entschieden haben, können gewisse Bausteine (z. B. Elementarschäden) mit einem Eigenanteil versehen sein.


Leistung ohne Rückstauklappe

In der Elementarschadenversicherung ist auch der Rückstau von Gewässern mitversichert.
Allerdings verlangen die meisten Versicherer eine funktionierende Rückstauklappe.
Wenn diese nicht vorhanden ist oder nicht funktioniert, entfällt die Leistungspflicht
des Versicherers für die Schäden die durch den Rückstau entstehen.


Leistung auch bei Hochwasser / Überschwemmung

Hochwasser und Überschwemmungen haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen
und sind damit zum hauptsächlichen Kostentreiber der Elementarschadenversicherung
geworden. Neben den nötigen Trocknungsarbeiten am Gebäude kommen
oft weitere Kosten hinzu: Schlamm und Unrat, der in die Gebäude geschwemmt wird,
muss entsorgt, Wände neu gestrichen und Böden ausgetauscht werden. Einige Versicherer sind daher dazu übergegangen, Schäden durch
Hochwasser und Überschwemmung aus dem Leistungskatalog heraus zu nehmen und die Elementarschadenversicherung ohne diese
Gefahren anzubieten.


Frostbedingte Schäden an Armaturen

Aufgrund starker Frosteinwirkung platzt der Wasserhahn, der sich außerhalb des Gebäudes befindet und zur Bewässerung des Gartens
dient. Hierbei handelt es sich um einen versicherten Frostschaden an einer Armatur. Durch den Einschluss dieser Leistung in Ihren Versicherungsbedingungen
erbringt Ihr Versicherer in diesem Fall Leistung.


Nässeschäden

Haben Sie in Ihrer Wohngebäudeversicherung Nässeschäden mitversichert, so leistet Ihr Versicherer Ihnen Entschädigung, wenn versicherte
Sachen durch bestimmungswidrig austretendes Wasser zerstört oder beschädigt werden, bzw. abhanden kommen. Als Wasser wird Leitungswasser,
Wasserdampf, aber auch Sole, Öle, Kühl- und Kältemittel gewertet.


Kunststoffscheiben

Die Absicherung der Bruchschäden an Kunststoffscheiben spielt schon immer eine wichtige Rolle. Egal ob in Türen, Wintergärten, Wetterschutzvorbauten und Duschkabinen in und um das Gebäude sind sie oft zu sehen. Nicht unter den Versicherungsschutz fallen allerdings alle einfachen Hohlgläser, wie zum Beispiel Trinkgläser etc..


Glasbruchversicherung

Durch die Glasbruchversicherung sind Bruchschäden an der Gebäudeverglasung (Fenster, Balkon- und/oder Terrassentür oder Verglasungen von Zimmertüren) sowie des Mobiliars versichert.
Besonders Mietern ist der Abschluss einer Glasbruchversicherung zu empfehlen. Bei Bruchschäden an der Gebäudeverglasung haftet u.U. der Mieter, sofern der Schadenverursacher unbekannt ist.

Oft ist es auch eigenes Verschulden, wenn eine Scheibe zu Bruch geht (z.B. ein Fenster oder eine Tür schlägt zu wegen Durchzug, oder beim Aufhängen bzw. Abnehmen von Gardinen kippt die Leiter um). Viele denken in diesem Fall an ihre Privathaftpflichtversicherung, die dann in Anspruch genommen werden soll.

Doch dann folgt die böse Überraschung:

Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht, weil diese Art von Schäden ausdrücklich ausgeschlossen sind. Dagegen schützt nur der Abschluss einer Glasbruchversicherung, die heutzutage schon für einen geringen Beitrag (oft nicht mehr als 20 bis 30 EUR pro Jahr) als Ergänzung der Hausratversicherung abgeschlossen werden kann.


Glasbausteine

Glasbausteine werden überall dort eingesetzt, wo man einen zusätzlichen Lichteinfall wünscht. Typische Einsatzbereiche sind das
Treppenhaus, der Flur, die Küche, als Raumteiler oder für Duschabtrennungen. Zu beachten ist das die Bruchschäden, an den aufwendig
eingearbeitet Glasbausteinen, nur durch den Einschluss in der Glasversicherung abgedeckt sind.


Fotovoltaikversicherung

Was ist eine Fotovoltaik­versicherung?

Foto von Carl Attard

Geeignet für alle Solar- und Fotovoltaikanlagenbetreiber, insbesondere dann, wenn die Anlage kreditfinanziert ist. 

Denn auch wenn die Kraftwerke sich selbstfinanzieren, so kann z. B. die Natur das erreichen Ihrer Rentabilität mit Stürmen oder Hagel auf unbestimmte Zeit verschieben oder sogar ganz verhindern.


Fotovoltaik über die Gebäude­versicherung mitversichern oder eine gesonderte Fotovoltaik­versicherung absichern?

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Fotovoltaik oder Solaranlage abzusichern. 

1. Möglichkeit: Einschluss in eine Gebäudeversicherung

Hier ist die Fotovoltaikanlage mit denselben Risiken wie die Gebäudeversicherung versichert. Dazu zählen je nach Vertragsumfang beispielsweise Schäden für Feuer, Sturm, Hagel oder Blitzschlag.

Problem an der 1. Möglichkeit ist, dass entscheidende Lücken im Versicherungsschutz bestehen.

2. Möglichkeit: Eine gesonderte Fotovoltaik oder Solaranlagenversicherung

In einer extra Fotovoltaikanlagenversicherung sind wichtige Leistungen wie:

  • Ertragsausfall,
  • Kurzschluss,
  • Bedienungsfehler
  • oder Tierbiss

zusätzlich mitversichert.


Wichtige Versicherungs­begriffe in der Fotovoltaik­versicherung

Welche besonderen Klauseln und Begrifflichkeiten sind in der Fotovoltaikversicherung wichtig?


Gesamte Fotovoltaikanlage

Soll Ihre gesamte Fotovoltaikanlage versichert sein, oder nur bestimmte? Diese Frage sollten Sie sich unbedingt stellen. Denn manche Versicherer zählen alle versicherten Teile der Fotovoltaikanlage explizit auf, was zur Folge hat, dass die nicht genannten Bestandteile in diesen Tarifen auch nicht versichert sind – auch wenn Sie zur Anlage gehören.


Sonstige Sachen

Stellenweise können über die Tarife bei Bedarf auch weitere Energie- und Haustechnik (wie beispielsweise Klima-, Beschattungs und Heizungsanlagen) versichert werden.


Verzicht auf Sicherheitsvorschriften wie Diebstahlsicherung, Blitzschutz, Begehungsanlagen

Die Fotovoltaikanlagenversicherung leistet, wenn ein Sachschaden durch eine von außen einwirkende Gefahr entstanden ist und das Schadenereignis nicht explizit in den Bedingungen ausgeschlossen ist.

Daher sind auch Schäden durch Blitzschlag, Diebstahl oder das versehentliche Zerbrechen der Module bei Reinigungsarbeiten versichert. Damit derartige Schäden vermieden werden, bestehen manche Versicherer auf die Einhaltung von bestimmten Sicherheitsvorschriften und Sicherungen.


Verzicht auf Leistungskürzung bei grob fahrlässig verursachten Schäden

Menschen machen Fehler. Meist unabsichtlich bzw. fahrlässig. Im Schadenfall entsteht aber schnell ein Streit darüber, ob nun ein grob fahrlässiger Fehler zum Schaden geführt hat oder nicht. Vorstellbar wäre dies zum Beispiel, wenn Sie einen Baum im Garten fällen und dieser auf Ihre Fotovoltaikanlage stürzt.

Je nach Situation kann der Versicherer die Leistung dann evtl. kürzen, wenn Sie beim Fällen des Baumes grob fahrlässig gehandelt haben. Verzichtet der Versicherer auf diesen Ausschluss, kann er nur bei einer vorsätzlichen Beschädigung durch Sie die Leistung verweigern.


Innere Betriebsschäden an Wechselrichtern

Wechselrichter gehören zu den schadenanfälligeren Bauteilen einer Fotovoltaikanlage. Die Fotovoltaikanlagenversicherung leistet, wenn ein Sachschaden durch eine von außen einwirkende Gefahr entstanden ist.

Nicht jedoch, wenn der Wechselrichter einfach so, ohne eine äußere Einwirkung, defekt ist. Hier spricht man von „inneren Betriebsschäden“, welche nur mittels einer separaten Klausel mitversichert sind. Je nach Versicherer sind auch die daraus resultierenden Ertragsausfälle mitversichert.


Montagerisiko mitversichert

Mit der Montageversicherung sind alle Lieferungen und Leistungen zur Errichtung der Fotovoltaikanlage versichert. Hierunter fallen Sachschäden, die z. B. durch Diebstahl, Ungeschicklichkeit oder höherer Gewalt entstehen.

Sofern Sie die Anlage selbst montieren, sollten Sie diese Deckung auf jeden Fall vorhalten, um beim Umgang mit den empfindlichen Bauteilen finanziell abgesichert zu sein.


Schäden durch innere Unruhen

„Schäden durch innere Unruhen“ entstehen dann, wenn große Teile der Bevölkerung die öffentliche Ruhe und Ordnung stören und dabei Gewalt gegen Personen oder Sachen anwenden. Das kann dann der Fall sein, wenn beispielsweise bei Demonstrationen rivalisierende Gruppen aneinander geraten und es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt.

Da in solchen Fällen häufig Steine und andere Gegenstände u. a. gegen Häuser geworfen werden, sind derartige Gewaltausbrüche sehr schnell mit hohen Schäden an Fotovoltaikanlagen verbunden.


Schäden durch Erdbeben

Auch wenn Erdbeben in Deutschland normalerweise recht unspektakulär verlaufen, ist zumindest die Möglichkeit von schweren Schäden an der empfindlichen Elektronik von Fotovoltaikanlagen gegeben.


Unterversicherungsverzicht wenn die Versicherungssumme dem Neuwert einer neuen Anlage mit gleicher Leistung entspricht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Versicherungswert (also dem Wert einer neuen Anlage) entsprechen. Ist der tatsächliche Wert der Anlage größer als die vereinbarte Summe, spricht man von einer Unterversicherung. Diese Unterversicherung wird dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet.

Beispiel: Die Versicherungssumme wurde mit 100.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Neuwert der Anlage beträgt 150.000 Euro. Damit entspricht die Versicherungssumme nur 2/3 der eigentlich benötigten Versicherungssumme (also dem Versicherungswert von 150.000 Euro). In der Folge wird auch jeder Schaden nur zu 2/3 erstattet. Ein Schaden in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 10.000 Euro vom Versicherer reguliert. Um die Folgen dieser Fehleinschätzung der Versicherungssumme vorzubeugen, gewähren Versicherer den Verzicht auf die Prüfung der Unterversicherung – sofern die Versicherungssumme dem Neuwert einer neuen Fotovoltaikanlage mit gleicher Leistung entspricht.


GAP-Deckung (Leasingdifferenz)

Wenn keine GAP-Deckung (von engl. gap = Lücke) eingeschlossen ist, übernimmt die Versicherung bei Totalschaden oder Diebstahl nur den Wiederbeschaffungswert der Anlage. Dieser ist in der Regel niedriger als die noch offenen Leasingraten.

Der Versicherungsnehmer müsste den Differenzbetrag dann selbst übernehmen. Bei einer Fotovoltaikanlage, die zum Beispiel eine Leasingablöse von 70.000 Euro, aber nur einen Wiederbeschaffungswert von 65.000 Euro hat, würde die GAP-Deckung die Differenz von 5.000 Euro übernehmen.


Neuwertentschädigung - auch wenn serienmäßig hergestellte Ersatzteile nicht mehr lieferbar

In den letzten Jahren ist die Zahl der Fotovoltaikanlagenhersteller stark gestiegen. Immer mehr Unternehmen haben sich dem massiven
Wettbewerb ausgesetzt. Viele konnten sich am Markt nicht nachhaltig durchsetzen und mussten daher die Produktion einstellen. Serienmäßig
hergestellte Ersatzteile sind daher oft nicht mehr lieferbar. Allerdings ist dies in vielen Bedingungswerken der Fotovoltaikanlagenversicherung
eine Voraussetzung für die Erstattung des Neuwertes. Sofern also serienmäßig hergestellte Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind, erfolgt – ohne
besondere Klausel – nur die wesentlich geringere Erstattung zum Zeitwert.


Begrenzung Selbstbeteiligung bei Tierverbissschäden

Schäden durch Tierbiss, z. B. durch einen Marder, an den Kabeln der Fotovoltaikanlagen, sind nicht unüblich. Versicherungsschutz wird hierfür normalerweise unproblematisch geboten. Allerdings kommt auch in aller Regel ein Selbstbehalt zum Tragen. Werden mehrere Kabel zerbissen, kommt normalerweise auch die Selbstbeteiligung mehrmals in Abzug und führt somit zu einer verminderten Schadenszahlung durch den Versicherer.

Eine wesentlich höhere Versicherungsleistung lässt sich jedoch dann realisieren, wenn der Versicherer eine Begrenzung der
Selbstbeteiligung für derartige Fälle ermöglicht.


Aufräumungs- und Entsorgungskosten

Aufräumungs- und Entsorgungskosten sind ein wesentlicher Leistungspunkt nach einem Schadensfall. Denn wenn die Fotovoltaikanlage beispielsweise abbrennt, fällt der überwiegende Teil des Schutts unter die Rubrik „Sondermüll“ und dessen Entsorgung verursacht erhebliche Kosten. Im Versicherungsvertrag müssen solche Positionen umfassend abgesichert sein, damit Sie die Neuanschaffung der Anlage nicht aus Kostengründen verschieben müssen.


Bewegungs- und Schutzkosten

Bewegungs- und Schutzkosten entstehen immer dann, wenn Sachen zum Zweck der Wiederherstellung bzw. Wiederbeschaffung bewegt, verändert oder geschützt werden müssen. Hierunter fallen z. B. Kosten für den Auf- und Abbau wegen Dachreparaturen oder die Demontage einzelner Module, um an die schadhafte Stelle einer Leitung zu gelangen.


Gerüstgestellung

Nach einem Schaden an der Fotovoltaikanlage ist häufig eine umfassende Demontage der Anlage nötig. In vielen Fällen muss dazu das Gebäude eingerüstet werden. Die Übernahme dieser Kosten wird je nach Versicherer in unterschiedlicher Höhe übernommen.


Schadensuchkosten

Nicht immer ist offensichtlich erkennbar, warum Ihre Fotovoltaikanlage nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktioniert. Die Suche nach der Schadenursache durch den Handwerker / Spezialisten kann einige Zeit und damit auch Geld in Anspruch nehmen. Grundsätzlich werden in der Elektronikversicherung jedoch nur die Reparaturen der beschädigten Bauteile versichert. Schadensuchkosten sind daher nur über eine entsprechende Klausel versicherbar.


Sachschäden

Sachschäden sind Schäden an den Bauteilen, die durch Reparatur oder Austausch der Bauteile behoben werden können. Die Selbstbeteiligung ist der Teil eines Schadens, den Sie als Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst übernehmen müssen. Er wird meist als Eurobetrag festgelegt und vertraglich vereinbart.

Wenn Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben, werden nur darüber hinausgehende Summen von der Versicherung bezahlt. Selbstbeteiligungen sind in der Fotovoltaikanlagenversicherung üblich, um die Prämie zu reduzieren und eine kostenintensive Bearbeitung von „Kleinschäden“ zu vermeiden.


Zeitlicher Selbstbehalt bei Ertragsausfall

Auch für den Ertragsausfall ist eine Selbstbehaltsregelung üblich. Hier wird jedoch statt eines konkreten Eurobetrages eine zeitliche Selbstbeteiligung nach Tagessätzen vereinbart. Die konkrete Selbstbeteiligung berechnet sich dann durch die vereinbarte Anzahl von Tagen, multipliziert mit dem vereinbarten Ertragsausfall, multipliziert mit der Anlagenleistung.

Beispiel: Die im Hochsommer ausgefallene Anlage hat eine Leistung von 20 kWp. Für jeden Tag des Ausfalls werden pro kWp 2,50 € vergütet. Die Selbstbeteiligung beträgt 3 Tage. Die Selbstbeteiligung
beträgt also: 20 kWp x 2,50 € x 3 T = 150 €


Ertragsausfall pro kWp

Um den Ertragsausfall einer Fotovoltaikanlage zu entschädigen, wird in den allermeisten Fällen ein pauschaler Eurobetrag pro Tag vereinbart. Je nach Tarif werden zusätzlich unterschiedliche Tagessätze je nach Jahreszeit festgelegt. So wird eine höhere Entschädigung bei Ausfall der Fotovoltaikanlage in den Sommermonaten erreicht.

Der Ausfall einer Anlage mit 20 kWp über 15 Tage wird bei einer Tagesentschädigung von 2,50 € also mit 750 € entschädigt (20 kWp x 15 Tage x 2,50 €). Eine evtl. vereinbarte Selbstbeteiligung ist hier noch in Abzug zu bringen.


Ertragsausfall längstens

Der Ertragsausfall wird nur über eine begrenzte Dauer gezahlt. Üblich sind 3-6 Monate, je nach Versicherer können auch längere Zeiten gegen Beitragszuschlag versichert werden.


Einschluss Minderertragsdeckung möglich

Scheint die Sonne mal nicht, so kann mit diesem Deckungseinschluss der Ausfall aufgefangen
werden. Die Minderertragsdeckung greift, wenn der Jahresertrag der Anlage einmal unter der Prognose liegt.

Auch ohne Sachschaden, bei unberechenbaren Einflüssen von außen, wie z.B. einem extrem verregneten Jahr oder anderen Ursachen, wird so der geplante Ertrag der Anlage beinahe ausgeglichen. Minderertragsdeckungen sehen in aller Regel eine Selbstbeteiligung vor.


Feuerlöschkosten

Hierzu zählen Kosten, die der Versicherungsnehmer zur Brandbekämpfung für geboten halten durfte. Auch Aufwendungen für Leistungen der Feuerwehr oder anderer im öffentlichen Interesse zur Hilfeleistung Verpflichteter zählen dazu.


Schadenbedingte Arbeiten am Gebäude

Als Folge eines versicherten Schadens an der Photovoltaikanlage kann auch ein Schaden am Gebäude (Dach oder Fassade) entstehen. Je nach Versicherer sind auch diese Reparaturarbeiten mitversichert.


Bauleistung

Was ist eine Bau­leistung - Versicherung?

Für alle Bauherren oder Bauträger / Bauunternehmer.

Versichert sind alle Lieferungen und Leistungen die für den Neu- oder Umbau des versicherten Gebäudes sind. 

Schadenursache können extreme Unwetter, Überschwemmungen, Vandalismus oder Ungeschicklichkeit sein.


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Versicherte Kosten

Zu Vertragsbeginn wird in der Bauleistungsversicherung eine Versicherungssumme bestimmt. Diese soll der Bausumme entsprechen und bildet die Höchstentschädigungssumme des Versicherers. Da neben den Kosten für den Wiederaufbau oft zusätzliche Kosten (z. B. für Aufräumarbeiten, Eil- und Expressfrachten, Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit) entstehen, ist die Versicherungssumme im Schadenfall nicht unbedingt ausreichend. Daher bieten viele Versicherer zusätzliche Entschädigungsgrenzen für derartige Kosten an.


Schadensuchkosten

Nicht immer ist offensichtlich, wo die Schadenursache liegt. Z. B. kann die Tatsache, dass eine Wand nass ist, verschiedenste Ursachen haben. Die Suche, nach der Schadenursache durch den Handwerker/Spezialist kann einige Zeit in Anspruch nehmen und verursacht deshalb hohe Kosten.

Grundsätzlich werden in der Bauleistungsversicherung jedoch nur die Reparaturen der beschädigten Bauteile versichert. Schadensuchkosten sind daher nur über eine entsprechende Klausel versicherbar.


Sachen im Gefahrenbereich

Generell, gelten im Rahmen der Bauleistungsversicherung, als versicherte Sachen, alle Lieferungen und Leistungen für das versicherte Bauvorhaben.
Auf einer Baustelle (im Gefahrenbereich) können sich jedoch auch Sachen befinden, die selbst nicht Teil des Bauvorhabens sind (z. B. Eigentum der Handwerker / Bauarbeiter).

Werden diese Sachen infolge eines entschädigungspflichtigen Schadens beschädigt oder zerstört, besteht über diesen Punkt auch hierfür Versicherungsschutz. Zu beachten sind die Ausschlüsse der einzelnen Versicherer.


Diebstahlrisiko

In der Bauphase sind viele - stellenweise hochwertige Gebäudebestandteile (z. B. Heizkörper, Kupferdachrinnen, usw.) für Fremde leicht zugängig. Gerade in Neubaugebieten fehlt es zudem an Anwohnern, die eine gewisse Abschreckung für Kriminelle sind. Daher ist das Diebstahlrisiko verhältnismäßig hoch.

Hier bietet die Bauleistungsversicherung in aller Regel Versicherungsschutz für Gebäudebestandteile, die mit dem Gebäude fest verbunden sind. Einige Versicherer bieten auch Versicherungsschutz für Gebäudebestandteile, die vorübergehend
abgebaut wurden.


Glasbruchrisiko

Schäden an der Gebäudeverglasung sind grundsätzlich zunächst nicht vom Versicherungsschutz erfasst. Da aber gerade während der Bauphase
das Risiko einer Beschädigung der Scheiben relativ hoch ist, ermöglichen viele Versicherer den Einschluss von Glasbruch in den
Bedingungswerken.


Baugrund und Bodenmassen

Bei einem Bauvorhaben sind Kosten für den Austausch oder die Verfüllung von Baugruben in aller Regel nicht berücksichtigt, da hierfür der Aushub genutzt wird. Daher werden diese Kosten auch bei der Festlegung der Versicherungssumme normalerweise nicht berücksichtigt. Viele Versicherer schließen diese Kostenposition jedoch (mit unterschiedlichen Maximalentschädigungen) ein.


Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe

Auch Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe sind Positionen, die bei der Planung des Gebäudes nicht berücksichtigt werden und daher nicht in die Versicherungssumme eingerechnet werden. Man rechnet mit einem unproblematischen und planmäßigen Bau. Nach einem Schaden (z. B. einem Starkregen mit Erdrutsch) sind jedoch häufig Hilfsbauten nötig um das geplante Gebäude fertig zu stellen.


Nachhaftung

Der Versicherungsschutz aus der Bauleistungsversicherung endet mit Bezugsfertigkeit, Bauabnahme oder Ende des versicherten Zeitraumes. Auch nach diesem Zeitpunkt können noch Schäden auftreten, die ihre Ursache während der Bauphase hatten. Im Regelfall wird die Versicherungsgesellschaft die Kosten für die Schadenbeseitigung übernehmen, auch wenn der Schaden erst nach Ende der Versicherung bemerkt wurde. Mögliche Folgeschäden sind aber nicht gedeckt.


Ein Beispiel hierfür kann eine durch Baustoffe verstopfte Grundleitung sein. Die Versicherung wird zwar die Reinigung der Leitung übernehmen, nicht aber eine mögliche Überflutung der Kellerräume nach Beendigung des Bauleistungsvertrages. Denn dies ist ein weiteres Schadenereignis, dass außerhalb des versicherten Zeitraumes geschehen ist. Abhilfe schafft die Nachversicherung, die derartige Schäden für einen gewissen Zeitraum abdeckt.


Gewässergefährdung

Das Ansteigen des Grundwassers oder Wassereinbrüche bei Nachbarn können eine Folge eines Schadens am versicherten Gebäude sein.
Z. B. kann dies der Fall sein, wenn bei einem Unwetter Gebäudeteile einstürzen und die Abwasserkanäle verstopfen. Kommt es dann zu einem Wassereinbruch beim Nachbarn, so ist dieser Schaden in einigen Bedingungswerken versicherbar. Bitte beachten Sie, dass hierfür jedoch regelmäßig Obliegenheiten zu beachten sind.


Altbauten gegen Sachschäden infolge Schadens an Neubauleistung infolge Leitungswasser, Sturm / Hagel (Klausel TK 5180) versichern

Die Bauleistungsversicherung bezieht sich in erster Linie auf Schäden an der neu gebauten Sache. Aber auch Schäden am Altbau (bei Umoder Anbauten), können versichert werden. Über die Klausel TK 5180 werden Schäden abgesichert, die als Folge eines Schadens am Neubau entstehen. Auch Schäden durch Leitungswasser oder Sturm / Hagel sind dabei versichert.


Altbauten gegen Sachschäden für unvorhersehbar eintretende

Beschädigungen / Zerstörungen (Klausel TK 5181) versichern

Eine umfassende Absicherung der Altbauten ist bei An- und Umbauten empfehlenswert. Denn der Altbau bildet in vielen Fällen einen großen Bestandteil eines Anbaus und befindet sich damit im direkten Bereich der Baustelle. Eine unvorhergesehene Beschädigung - z. B. durch herunterfallende Werkzeuge oder durch Arbeitsmaschinen - ist relativ hoch.


Mitversicherung von Altbauten gegen Einsturz (Klausel TK 5155)

Bedingt durch die Veränderung der Bodenbeschaffenheit im Zuge eines Anbaus (Ausschachtungen, Betonarbeiten, usw.) oder auch fehlerhafte Annahmen zur Statik eines Gebäudes, ist das Einsturzrisiko eines Altbaus durchaus gegeben. Eine separate Klausel bietet Schutz vor einer drohenden zusätzlichen finanziellen Belastung.


Feuerrisiko

Die Möglichkeit eines Brandes besteht natürlich auch bei Roh- und Ausbauten. Je nach Versicherungsunternehmen kann der Versicherungsschutz über die Bauleistung versichert werden. Eine Alternative dazu bietet auch die Feuerrohbauversicherung beim jeweiligen Gebäudeversicherer.


Verzicht auf Rückgriff gegen versicherte Unternehmer

Werden einzelne Gewerke an Subunternehmer vergeben, so haften diese grundsätzlich für Schäden, die sie verursacht haben. Zwar leistet der Bauleistungsversicherer in diesem Fall zunächst, versucht jedoch in der Folge den Subunternehmer in Regress zu nehmen und sich den Schaden von diesem ersetzen zu lassen. Da unter Umständen sehr hohe Schadenersatzforderungen auf den Subunternehmer zukommen können und dessen Existenz damit gefährdet ist, verzichten einige Tarife auf diese Regressmöglichkeit zu Gunsten Ihres Subunternehmers.


Versehensklausel

Werden Gefahrerhöhungen versehentlich nicht angezeigt oder vertragliche Obliegenheiten versehentlich nicht beachtet, kann dies zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Umfassende Tarife gestehen dem Versicherungsnehmer jedoch eine gewisse „Unerfahrenheit“ zu und bieten bei einem versehentlichen Fehlverhalten des Versicherungsnehmers weiterhin Versicherungsschutz.


Gefahrerhöhung

Z. B. besondere Baumaßnahmen, Abdichtungsmaßnahmen (Berliner Verbau, Spundwände, Sperrbeton usw.).


Repräsentantenklausel

Werden Obliegenheiten vom Versicherungsnehmer oder dessen Repräsentanten verletzt, so kann dies zur Leistungsfreiheit führen. Damit der Versicherungsnehmer sich jedoch keine Fehler zurechnen lassen muss, die er nicht selbst begangen hat, sind bei einigen Versicherungsgesellschaften sogenannte „Repräsentantenklauseln“ vereinbart.

Durch diese Klausel wird klargestellt, wer Repräsentant des Versicherungsnehmers ist und stellenweise auch, dass der Versicherungsnehmer das Verhalten des Repräsentanten nicht verantworten muss.


0 9369 / 9061 0 (keine Hotline)

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