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JAKOB ASSECURANZMAKLER GMBH Existenzabsicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung / Dienstunfähigkeitsversicherung

Was ist eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung(BU)?

Ursachen für die Berufsunfähigkeit

Wird man berufsunfähig und kann seinem Beruf nicht mehr ausüben, fallen die Einnahmen aus Lohn und Gehalt weg. Meistens kommen auch noch weitere finanzielle Belastungen wie z. B. medizinische Versorgung oder Betreuung hinzu. Besonders schwierig ist das für Familien mit Alleinverdiener, Singles oder junge Leute mit nur geringen finanziellen Rücklagen.

Besonders hoch ist das Risiko berufsunfähig zu werden für viele handwerkliche Berufe. Aber auch Menschen, die nicht körperlich arbeiten, haben das Risiko berufsunfähig zu werden, beispielsweise durch psychische Erkrankungen was mittlerweile die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit ist.

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Form einer Erwerbsminderungsrente reichen dabei selten aus die finanzielle Lücke zu schließen. Abhilfe kann die BU-Versicherung schaffen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt daher zu der Existenzabsicherung. Denn praktisch jeder, der auf sein Einkommen nicht verzichten kann, wird um eine zusätzliche Absicherung nicht herumkommen, um seinen gewohnten Lebensstandard auch im Fall seiner Berufsunfähigkeit weiter halten zu können.



Brauchen Sie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?


Was leistet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt einem berufstätigen Versicherten eine monatliche BU-Rente, wenn er wegen einer Krankheit oder eines Unfalls zu mindestens 50 % berufsunfähig ist. Zudem werden pflegebedürftige ab Pflegestufe 1 häufig als berufsunfähig eingestuft, je nach vertraglicher Vereinbarung.

Aber Achtung: Die Versicherer verwenden in ihren Verträgen unterschiedliche Definitionen was eine Berufsunfähigkeit ausmacht.


Der Gesetzgeber hat die Berufsunfähigkeit im Versicherungsvertragsgesetz folgendermaßen definiert:

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.

Als weitere Voraussetzung (…) kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Unter den Versicherern welche Berufsunfähigkeitsversicherungen anbieten, gibt es allerdings keine einheitliche Definition des Begriffs.


Die selbst­ständige Berufs­unfähigkeits­versicherung

Hierbei handelt es sich um einen eigenständigen Risikovertrag. Dabei wird mit den biometrischen Daten (Alter, BMI, Vorerkrankungen, etc.) das individuelle Berufsunfähigkeitsrisiko ermittelt. Daraus, sowie der gewünschten Laufzeit (z. B. bis zum 67 Lebensjahr) und der versicherten monatlichen BU-Rente errechnet sich der erforderliche Beitrag.

 

Eintritt der Berufsunfähigkeit:

Die Versicherung zahlt die vereinbarte monatliche BU-Rente, solange der versicherte Berufsunfähig ist. Jedoch nicht länger als bis zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit.

 

Kein Eintritt der Berufsunfähigkeit:

Wenn die vereinbarte Vertragslaufzeit zu Ende ist (z. B. 67. Lebensjahr) wird nur in seltenen Fällen eine Schlusszahlung (wie bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung) erfolgen, da der Versicherte während der Vertragslaufzeit keinen Sparanteil, sondern einen reinen Risikobeitrag bezahlt.


Die Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung (BUZ)

Eine BUZ kann nur in Kombination mit einer Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen werden. Die Berufsunfähigkeitsrente dient in solchen Fällen dazu, dass die Beiträge zur Altersvorsorge des Versicherten, weiterhin bezahlt werden. So kann zumindest die private Altersvorsorge gesichert werden.

Eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung kann darüber hinaus auch vereinbart werden.


Die wichtige Dynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer eine dauerhaft ausreichende Berufsunfähigkeitsrente sichern will, sollte darauf achten, dass die vereinbarte BU-Rente nicht dauerhaft von der Inflation entwertet wird. Es ist also wichtig die Berufsunfähigkeitsrente regelmäßig anzupassen. Damit eine Anpassung nicht jedes Jahr neu erfolgen muss, erhöht eine Dynamik die Leistung und den Beitrag in vorher vereinbarter Höhe. Sollte die finanzielle Situation eine Erhöhung nicht zulassen, ist es auch möglich Erhöhungen komplett auszusetzen und erst die nächste wieder anzunehmen.


Was ist die Risikoprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Der entscheidende Punkt bei der Gestaltung der Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer die Frage: Wie groß ist das Risiko des Antragstellers, berufsunfähig zu werden? Ob und zu welchen Bedingungen man Versicherungsschutz erhält, ist vor allem deshalb abhängig von:

 

  1. Gesundheitszustand, aktuellen Krankheiten bzw. Vorerkrankungen
  2. Alter
  3. ausgeübtem Beruf (häufig haben die Versicherungsunternehmen „Berufskataloge“, die das Risiko der Tätigkeiten berücksichtigen.)
  4. risikoreichen Hobbys

 

Um diese ganz individuellen Lebensumstände richtig zu bewerten, erfolgt vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung einmalig die sogenannte Risikoprüfung. Dabei wird man von den Versicherern aufgefordert, schriftlich verschiedene Fragen zum Gesundheitszustand und zur Krankheitsvorgeschichte zu beantworten. Diese Fragen beziehen sich in der Regel auf fünf bis zehn Jahre vor Antragstellung. Liegen risikorelevante Einschränkungen vor, zum Beispiel Allergien, müssen darüber auf einem zusätzlichen Fragebogen weitere Angaben gemacht werden.

 

Durch die einmalige Risikoprüfung ist es deshalb empfehlenswert besonders in jungen Jahren, wenn man noch fit und gesund ist, eine BU-Versicherung abzuschließen und so den Beitrag niedrig zu halten und die Gesundheitsfragen „einzufrieren“.

 

Anhand dieser Angaben wird das Risikoprofil des Kunden ermittelt. Basierend darauf legt der Versicherer einen Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung fest.

 

 


Wie wird festgestellt ob man Berufsunfähig ist?

Wer wegen eines Unfalls oder durch eine Krankheit nicht mehr arbeiten kann und ohne Einkommen dasteht, hat mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gut vorgesorgt. Doch die Versicherung zahlt nicht automatisch: Zunächst muss ein Facharzt feststellen, ob beim Versicherten tatsächlich eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Diese Diagnose kann der Versicherer durch Melde- oder Fragebögen an den Versicherten selbst oder an dessen Hausarzt überprüfen. Gegebenenfalls kann auch ein anderer Arzt mit der Prüfung beauftragt werden.

 

Kommt dieser zu dem Ergebnis, dass keine Berufsunfähigkeit vorliegt, kann der Versicherte einen Gutachter einschalten: Das Versicherungsunternehmen schlägt zum Beispiel drei Ärzte vor, die in der Nähe des Betroffenen praktizieren. Der Versicherte wählt einen aus und der erstellt dann ein Gutachten.

 


Gibt es Weitere Möglichkeiten seine Arbeitskraft zu schützen?

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus und die Berufsunfähigkeitsversicherung als Absicherung ist nicht die ideale Option (z. B. zu Teuer, Risikoausschlüsse): Für diesen Fall gibt es andere Alternativen. Je nach Beruf und individuellem Bedürfnis kommen auch verschiedene private Versicherungen in Frage, wie Arbeitnehmer das Risiko des Einkommensverlustes abdecken können. Dazu zählen unter anderem die folgenden Versicherungen:

 

  • Die Grundfähigkeitsversicherung: Bei der Grundfähigkeitsversicherung werden bestimmte grundlegende Fähigkeiten versichert. Dazu zählen zum Beispiel das Sehen, Sprechen, Gehen, Autofahren oder Treppensteigen. Wer Fähigkeiten verliert, die im Vertrag bestimmt wurden, bekommt von der Versicherung eine vertraglich vereinbarte monatliche Rente ausgezahlt.
  • Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann etwa für Personen in körperlich anstrengenden Berufen sinnvoll sein.
  • Auch die Leistungen einer privaten Unfallversicherung helfen Arbeitnehmern weiter, sollten sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten können (u. a. auch mit monatlichen Renten).
  • Die Anbieter von Dread-Disease-Versicherungen leisten, wenn eine schwere Krankheit wie etwa Krebs oder Multiple Sklerose die Ursache einer Berufsunfähigkeit ist.
  • Multi-Risk-Versicherungen sorgen für einen Rundumschutz gegen Erkrankungen und Unfälle, indem sie verschiedene Bausteine aus den anderen Versicherungen kombinieren.

 


Schwere Krankheiten Absicherung (Dread Disease)

Was ist eine Schwere-Krankheiten-Absicherung oder auch Dread Diseas genannt?

Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt bei schwerer Krankheit sofort die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe.

Welche Krankheiten versichert sind, ist je nach Versicherer unterschiedlich und kann von Ihnen gewählt werden.

Im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen können die Beiträge abgesetzt werden. Die Auszahlung im Leistungsfall ist dabei für Privatpersonen in der Regel steuerfrei



Für wen ist eine Schwere-Krankheiten-Absicherung Sinnvoll?

Besonders zu empfehlen ist diese Art der Versicherung dann, wenn Sie finanziell auf Ihre Arbeitskraft angewiesen sind und z. B.

  • Einen Hauskredit abzahlen,
  • den Partner oder die Familie absichern,
  • notwendige Umbaumaßnahmen (Haus, Auto, etc.) finanzieren oder
  • spezielle Behandlungen, Reha Maßnahmen oder eine Facharztbehandlung im Ausland finanzieren möchten.

Die finanzielle Unabhängigkeit im Leistungsfall bietet dabei vielfache Möglichkeiten, sich auf die Genesung oder die Familie zu konzentrieren.


Wie wahrscheinlich ist es, schwer zu erkranken?

Neuerkrankungen

In Deutschland erleiden ca. 270.000 Menschen jedes Jahr einen Schlaganfall, ca. 220.000 Menschen einen Herzinfarkt und ca. 482.400 Menschen erkranken an Krebs. Hinzu kommen noch seltenere Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose.

Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich über 1 Millionen Menschen schwer. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken, liegt bei Männern bei 50,7 % und für Frauen bei 42,8 %.

(Quelle: Robert-Koch-Institut, Stand 11/2016; Deutsche Herzstiftung, Jahresbericht 2017; Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, 2018)


Kinderabersicherung

Was genau ist Kinder­vorsorge?

Wie bei einem Baukasten können Sie den Schutz des Kindes auf seine Bedürfnisse abstimmen und individuell erweitern.

Der Grundbaustein ist dabei die finanzielle Vorsorge oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dazu kann dann je nach Ihren Wünschen ein zusätzlicher Versicherungsschutz für Krankheiten und/oder Unfälle dazu gebaut werden.

Übrigens gibt es auch sinnvolle Möglichkeiten für Großeltern und Onkel/Tante, sich für die Absicherung bzw. Zukunftsvorsorge finanziell zu engagieren durch „Spar-mit-Optionen“.



Warum sollte ich mein Kind heute schon absichern?

 Aus finanzieller Sicht:

 

Die hier genannten Zahlen haben nur beispielhaften Charakter

Die Zukunftsaussichten der Kinder sehen alles andere als rosig aus: Immer weniger Berufstätige finanzieren immer mehr Rentner und deren längere Renten­zeiten, Thema demographischer Wandel. Dies hat zur Folge, dass die Beitragssätze weiter ansteigen, während die Alterseinkünfte sinken.

Jetzt kommt es also auf die Eigenvorsorge an: Je früher Sie damit beginnen, umso günstiger wird es. Aus Ihren Monats­beiträgen kann im Lauf der Zeit durch den Zinseszinseffekt eine stattliche Summe entstehen.

Der Zinseszinseffekt ist der beste Freund jeden Kindes. Gerade weil es noch so viele Jahre bis zum Ruhestand vor sich hat, mausern sich auch kleine Sparraten zu beachtlichen Auszahlungen (siehe Grafik).


Die übliche Idee der Ausbildungsversicherung

 

Die hier genannten Zahlen haben nur beispielhaften Charakter

Es ist der Klassiker: Mit der Geburt eines Kindes macht man sich schon Gedanken, wie man bis zu dessen Volljährigkeit etwas ansparen kann. Meist hat man hier den Führerschein und ein erstes Auto im Sinn, für das die Summe eingesetzt werden kann. Kommt das Geld zur Auszahlung, ist der Vertrag beendet. Das viel größere Problem der Altersarmut, das bereits heute ein greifbares Schreckgespenst ist, geht man so jedoch nicht an.


Warum sollte ich mein Kind heute schon absichern?

 Zur Vorsorge im Alltag:

Mit jedem Lebensmonat wird Ihr Kind mobiler und experimentierfreudiger. Gelegentlich wird es auch einmal krank sein oder kleinere harmlose Unfälle erleiden. Dies alles gehört zum Wachsen und Werden dazu und ist für eine gute Entwicklung auch unabdingbar.

Als neugebackene verantwortungsbewusste Eltern wissen Sie aber auch, dass Sie Ihr Kind nicht in jeder Sekunde seines jungen Lebens vor allen Risiken schützen und bewahren können. Vor einer plötzlich auftretenden, schweren Krankheit oder eines unvorhersehbaren schweren Unfalls beispielsweise ist leider niemand geschützt.

Gegen die finanziellen Folgen eines solchen Schicksalsschlags können Sie sich und Ihr Kind dagegen weitgehend absichern. So können wir Ihnen die ein oder andere Befürchtung und Sorge abnehmen - damit Sie den Kopf frei haben und Ihr Elternglück in vollen Zügen und ungetrübt genießen können.

 


Unfallversicherung

Was ist eine private Unfall­versicherung?

Eine private Unfallversicherung sichert Sie gegen die finanziellen Folgen einer dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung durch einen schwerwiegenden Unfall ab. Aber auch bei Tod oder Unfallfolgen, die nicht dauerhaft sind, leistet die Unfallversicherung.

Der Versicherungsschutz gilt Weltweit und rund um die Uhr und kann zum Beispiel dafür genutzt werden, Krankenhausaufenthalte, Arztkosten oder wenn nötig den behindertengerechten Umbau Ihres Zuhauses zu bezahlen.



Erklärungsvideo Mitwirkungsanteil


Der Unfall­begriff - was ist ein ver­sicherter Unfall?

Für einige der Leistungspunkte ist es wichtig den Unfallbegriff im versicherungstechnischen Sinn zu kennen:

Ein Unfall liegt vor, wenn der
Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.


Wichtig bei dieser Definition sind die folgenden fünf Merkmale:

  • unfreiwillig,
  • Gesundheitsschädigung,
  • von außen,
  • Ereignis
  • und plötzlich.

Fehlt eines oder mehrere dieser Merkmale, ist kein Unfall im Sinn der Bedingungen gegeben.


Spezielle Begriffe der Unfall­versicherung!

Nachfolgend werden für die Unfallversicherung spezielle Klauseln erklärt.


Erhöhte Kraftanstrengung

Durch die entsprechende Klausel können die durch die erhöhte Kraftanstrengung verursachten Bauch-, Unterleibs- und Knochenbrüche und
alle Schädigungen an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule und auch Gelenksverrenkungen, Zerrungen oder Zerreißungen von Muskeln, Sehnen,
Bändern, Kapseln oder Menisken versichert werden. Nicht versichert sind Schädigungen der Bandscheiben.


Verletzungen durch Eigenbewegung

Eigenbewegungen sind Bewegungen ohne erhöhte Kraftanstrengung. Als Eigenbewegungen bezeichnet man Reflexbewegungen/-handlungen
oder typische Bewegungen eines Menschen bzw. seines Körpers, die ohne ein gleichzeitiges, direkt und von außen auf den Körper einwirkendes
Ereignis durchgeführt wurde. Typische Beispiele einer Eigenbewegung sind das Umknicken beim Gehen oder Joggen, körperliche
Drehbewegungen beim Sport oder Erschrecken mit unmittelbarem Sturz.


Tod

Eine Todesfallleistung ist nicht generell mitversichert und muss meist gesondert beantragt werden. Die Leistung wird fällig, wenn die Folgen
eines Unfalles so schwer sind, dass die versicherte Person innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (z.B. 1 Jahr) aufgrund der Unfallfolgen
verstirbt. Mit der Leistung können dann z.B. die Bestattungskosten abgedeckt werden.


Anrechnung von Vorschäden (Mitwirkungsanteil)

Der Mitwirkungsanteil legt fest, ab welchem Grad der Miteinwirkung bereits vorhandener Schäden, Krankheiten und Gebrechen ohne Vorinvalidität
an Körperteilen und Sinnesorganen eine Kürzung der Invaliditätsentschädigungsleistung vorgenommen wird. Beispiel: Durch einen Unfall
muss der rechte Fuß amputiert werden. Während der Untersuchung stellt sich heraus, dass ein früherer Kreuzbandriss an der Gesundheitsschädigung
bzw. Ihrem Umfang mitgewirkt hat. Der Arzt im Krankenhaus bemisst den Mitwirkungsanteil auf 60 %. Im Falle einer Anrechnung
der Vorschäden ab 50 % wird der damalige Kreuzbandriss auf die Invaliditätsleistung angerechnet (die Invaliditätsleistung wird gekürzt). Sofern
der Tarif aber Vorschäden erst ab einem höheren Mitwirkungsanteil berücksichtigt, wird der Invaliditätsgrad des gesamten Fußes berechnet.


Behinderungsbedingter Mehraufwand

Wenn nach einem Unfall eine dauerhafte Invalidität verbleibt, führt dies oft zu einer Behinderung. Die zusätzlichen Kosten für Umbaumaßnahmen
(z.B. Umbau des PKW, der Wohnung, Blindenhund usw.) können über diese Position zusätzlich abgesichert werden.


Sofortleistung bei schweren Verletzungen

Generell erhalten Sie aus der Unfallversicherung erst eine Leistung, wenn eine gewisse Karenzzeit (z.B. 15 Monate) verstrichen ist, da die Höhe
der Invalidität erst dann festgestellt werden kann. Die Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird sofort fällig. Bei welchen Verletzungen
(teilweise auch Krebserkrankungen) die Leistung fällig wird, ist in den Vertragsbedingungen geregelt.


Übergangsleistung

Nicht immer ist eine durch Unfall erworbene Invalidität dauerhaft. Dennoch können in der Phase der Gesundung teurere Hilfsmittel nötig
werden oder andere Kosten anfallen. Liegt etwa sechs Monate nach dem Unfall noch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Leistungsfähigkeit von 50 % vor, kommt die Übergangsleistung zur Auszahlung, sofern eine solche vereinbart wurde.


Unfallrente

Eine Unfallrente ist nicht generell mitversichert und muss gesondert beantragt werden. Grundsätzlich erhalten Sie aus der Unfallversicherung
eine Leistung in Form einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Unfallrente wird monatlich in vereinbarter Höhe ausgezahlt, wenn durch einen
Unfall ein Invaliditätsgrad von z.B. mind. 50 % verbleibt. Die Höhe der monatlichen Rente (z.B. 250 -2.500 € sowie der entsprechende Invaliditätsgrad
(z.B. 25 - 90 %) kann innerhalb bestimmter Grenzen gewählt werden.


Unfall-Krankenhaustagegeld

Das Unfall-Krankenhaustagegeld kann optional in die Unfallversicherung eingeschlossen werden und leistet, wenn der stationäre Aufenthalt
in einem Krankenhaus aufgrund eines Unfalls notwendig ist. Die vereinbarte Leistung wird für jeden Tag gezahlt, an dem sich die versicherte
Person in der medizinisch notwendigen stationären Behandlung befindet. Ambulante Behandlungen führen nicht zur Leistungspflicht.


Genesungsgeld

Das Genesungsgeld wird im Anschluss an das Unfall-Krankenhaustagegeld für die Zeit der Genesung gezahlt. Meist ist das Genesungsgeld
auf 100 Tage und die Anzahl an Tagen in der stationären Behandlung beschränkt.


Unfalltagegeld

Diese Leistung kann ebenfalls gegen Mehrbeitrag eingeschlossen werden. Beruht eine Arbeitsunfähigkeit auf einem Unfall leistet der Versicherer
das Unfalltagegeld in entsprechender Höhe.


Bergungskosten

Unter Bergungskosten versteht man die Kosten für erforderliche Such- und Rettungsmaßnahmen sowie Transportkosten ins nächste Krankenhaus.
So sind hierüber z.B. auch die hohen Kosten für eine Bergung mittels Hubschrauber abgesichert.


Kosmetische Operationen

Die Kostenübernahme kosmetischer Operationen bezieht sich auf kosmetische Korrekturen, die infolge eines Unfalls entstehen. Es werden
z.B. die Kosten für die Entfernung entstellender Narben (vor allem im Gesicht) übernommen, die man sich z.B. nach einem Sturz in eine
Glasscheibe zugezogen hat.


Bauch- und Unterleibsbrüche

Bauch- und Unterleibsbrüche entstehen meist spontan (oft bei schwerem Heben), ohne dass ein Unfallereignis vorgelegen hat. Deshalb lösen
solche Brüche auch keine Leistungen der privaten Unfallversicherung aus, es sei denn, dies ist explizit mitversichert.


Zahnersatz-/Zahnbehandlungskosten

Die Übernahme von Zahnersatz- / Zahnbehandlungskosten bezieht sich auf Behandlungen,
die infolge eines Unfalls entstehen. Es werden z.B. die Kosten für die Behandlung
übernommen, wenn man bei einem Sturz die Zähne beschädigt oder sich diese komplett
ausschlägt.


Bewusstseinsstörung durch Medikamente/Alkohol/Herzinfarkt/
Schlaganfall

Grundsätzlich sind Unfälle, die im ursächlichen Zusammenhang mit Geistes- oder Bewusstseinsstörungen
entstehen, ausgeschlossen. Dazu zählen Alkohol- und drogenbedingte
Bewusstseinsstörungen ebenso wie Schlaganfälle, epileptische Anfälle usw.


Ersticken/Ertrinken/Erfrieren

Ob der Tod durch Ertrinken unter Wasser, Ersticken oder Erfrieren immer den Unfallbegriff
erfüllt, wurde in der Vergangenheit unterschiedlich ausgelegt. Es wurde diskutiert,
ob das Ertrinken unter Wasser, Ersticken oder Erfrieren als „plötzlich“ angesehen werden
kann. Damit Klarheit für den Kunden geschaffen wird, haben viele Versicherer die genannten
Punkte als Unfallursache in den Bedingungen aufgenommen.


Infektion durch Insekten- oder Tierbisse /-stiche (z. B. Zecken) + Infektion von Wunden + Impfschäden

Generell liegt bei Infektionen, Insekten- oder Tierbisse/-stiche kein Unfall im Sinne der Bedingungen vor, da viele Gerichte eine einfache,
geringfügige Hautverletzung durch einen Stich nicht als Unfall ansehen. Folglich gäbe es auch keine Leistung, wenn dadurch eine Invalidität
verbleibt. Viele Versicherer bieten für derartige Schäden durch Aufnahme der entsprechenden Klausel dennoch Versicherungsschutz. Ein
Beispiel hierfür wäre, wenn Sie durch einen Zeckenbiss eine Borreliose oder eine Infektion in Folge einer Impfung erleiden.


Rettung von Personen und Sachen

Grundsätzlich begibt man sich bei der Rettung von Menschen oder Sachen bewusst in eine Gefahrensituation. Somit ist die nötige „Unfreiwilligkeit“
in der Unfalldefinition nicht gegeben. Nur über den Einschluss der Klausel kann dann eine Leistung aus der Unfallversicherung
erfolgen.


Strahlenschäden (außer Kernenergie)

Gesundheitsschäden durch Strahlen sind generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Gerade für Menschen die beruflich, z.B. im
Krankenhaus, Strahlen ausgesetzt sind oder mit Strahlen behandelt werden, ist der Einschluss derartiger Schäden wichtig. Schäden durch
Kernenergie sind aktuell nicht versicherbar.


Tauchtypische Gesundheitsschäden

Beim Tauchen können Gesundheitsschäden entstehen, die nicht die Merkmale eines Unfalles aufweisen. Oft fehlt es an der „Plötzlichkeit des
Ereignisses“, das den Schaden auslöst. Dies ist jedoch Voraussetzung für die Anerkennung als Unfall. Die meisten tauchtypischen Gesundheitsschäden
entstehen aber durch den längeren Aufenthalt in tiefem Wasser. Diese Schäden können beispielsweise sein:

  • Lungenüberdruck
  • Caissonkrankheit
  • Tiefenrausch
  • Trommelfellverletzungen
  • Blaukommen
  • Barotrauma
  • Hyperventilation

Diese Lücken schließen verschiedene Unfallversicherungen durch die Gewährung von Leistungen bei solchen Gesundheitsschäden. Die
Kosten für eine Behandlung in der Dekompressionskammer sind sehr hoch und werden von den Versicherern unterschiedlich behandelt.
Tauchern empfehlen wir daher dringend einen genauen Blick in die Bedingungen.


Vergiftung durch Gase oder Dämpfe

Vergiftungen, die durch Gase oder Dämpfe entstehen, wirken nicht „von außen“ auf den Körper ein. Daher ist der explizite Einschluss
derartiger Gesundheitsschädigungen nötig.


Vergiftung durch Nahrungsmittel

Genau wie die Vergiftung durch Gase oder Dämpfe wirken diese Vergiftungen nicht „von außen“ auf den Körper. Daher ist auch hier der
Einsatz einer separaten Klausel nötig.


Kurkostenbeihilfe

Wenn im Anschluss an die Heilbehandlung nach einem Unfall eine Kur-/Reha-Maßnahme erforderlich ist, müssen Sie oft einen Teil dieser
Kosten selbst tragen, falls die gesetzliche Krankenkasse nicht alle anfallenden Kosten übernimmt. Diese Differenz kann mit der Leistung aus
der Unfallversicherung teilweise oder komplett abgesichert werden.


Assistance-Leistungen

Assistance-Leistungen bieten viele Versicherer optional gegen Mehrbeitrag an. Assistance-Leistungen sind z.B. Beratungs-, Hilfs- und organisatorische
Leistungen (wie z.B. Service-Hotlines, Besorgungen, Einkäufe, Überführungen, Pflegeplatzgarantie…) usw. Der Umfang der
versicherten Leistungen ist je nach gewähltem Versicherer sehr unterschiedlich.


Kriegs-/ Bürgerkriegsereignisse

Unfälle, die durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht werden, sind vom
Versicherungsschutz ausgeschlossen. Dadurch hätten Sie als Urlauber keinen Versicherungsschutz,
wenn Sie während eines Urlaubes von einem Krieg oder Bürgerkrieg
überrascht würden.


Mitversicherung von Neugeborenen

Eltern denken sicher nach der Geburt ihres Babys nicht zuerst an dessen Unfallversicherungsschutz.
Da aber ein Unfall besonders in ganz jungen Jahren das Leben nachhaltig
beeinflussen kann ist es wichtig, dass hier automatisch zumindest eine Grundabsicherung besteht.


Beitragsfreie Weiterführung der Kinderunfallversicherung bei Tod des Versicherungsnehmers

Verstirbt der Versicherungsnehmer, verstirbt damit oft auch der Hauptversorger. Damit die finanziellen Folgen nicht zu Lasten des Versicherungsschutzes
der Kinder gehen müssen, führen manche Versicherer die bestehende Unfallversicherung für die Kinder beitragsfrei weiter.


Beitragsfreie Weiterführung bei Arbeitslosigkeit

Auch hier soll ein finanzieller Engpass nicht zwangsläufig dazu führen, dass die Unfallversicherung gekündigt wird. Bei einer unverschuldeten
Arbeitslosigkeit wird der Vertrag über einen gewissen Zeitraum beitragsfrei fortgeführt (stellenweise mit reduzierten Leistungen).


Meldefrist für Ansprüche bei Invalidität (Eintritt/Meldung)

Bei den meisten Unfallversicherungen ist der Versicherte verpflichtet, unverzüglich den Eintritt eines Unfallereignisses zu melden. Wird dies
nicht beachtet, kann dies zu Leistungskürzungen führen. Längere Meldefristen verhindern derartige Fehler.


Meldefrist für Ansprüche bei Unfalltod nach Kenntnisnahme

Auch bei Unfalltod gelten entsprechende Meldefristen. Die Verlängerung dieser Meldefristen schafft für Sie und Ihre Hinterbliebenen zusätzliche
Sicherheit bei der Geltendmachung von Ansprüchen.


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