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Jakob Assecuranzmakler GmbH Versicherungsbegriffe für Gewerbekunden

Thema dieser Seite

Erläuterungen zu den Leistungen

Wir wollen mit dieser Seite erreichen, dass Sie verstehen, was Ihnen die unterschiedlichen Versicherungstarife bieten können. Viele Begriffe aus der Versicherungsbranche können für einen verwirrend sein und zu Missverständnissen führen.

In den kommenden Akkordeons beschreiben wir daher die einzelnen Leistungspunkte zu verschiedenen Versicherungen und erklären diese Teilweise auch mit Videos um die Begriffe für Sie etwas anschaulicher zu machen.

(Manche Videos sind Produktvideos von Versicherern, die das Produkt zwar gut erklären aber nicht zwangsläufig von uns als Vertragspartner gewählt werden)

Sollten trotzdem noch Fragen offen bleiben, dann zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir sind sehr gerne als Ansprechpartner in allen Bereichen der Vorsorge für Sie da!


Cyberversicherung

Was ist eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung deckt die Straftaten welche über das Internet erfolgen ab.

Beispiele hierfür sind der Diebstahl von Kundendaten oder die Erpressung von Lösegeld durch die Übernahme Ihres Systems, wobei die Schäden schnell in die Tausende gehen können.

Dabei sind besonders kleine und mittelständische Firmen beliebte Ziele für Angriffe der Cyberkriminellen da hier die Daten schlechter oder gar nicht geschützt sind.


Wann ist eine Cyberversicherung sinnvoll? 

Sobald Sie mit dem Internet verbundene Geräte zum Arbeiten benutzen sind Sie ein potentielles Opfer von Cyberkriminellen. Denn 100%ige IT-Sicherheit gibt es nicht!

Dabei ist es auch gar nicht entscheident ob Ihr Unternehmen Groß genug oder Interessant genug für einen Cyberkriminellen ist. Jeden Tag werden 1000de indirekte Angriffe druch z. B. Phishing E-Mails verschickt ohne ein konkretes Ziel.

Zitat eines Cyber-Experten der alten Leipziger Versicherung:

"Im Zeitalter der Vernetzung gibt es nur zwei Arten von Unternehmen:

Diejenigen, die bereits Opfer einer Cyberattacke geworden sind, und jene, die es noch nicht gemerkt haben."

Wenn Sie also mit Kundendaten arbeiten oder Ihre Arbeit nicht nachgehen können wenn das System nicht funktioniert dann sollten Sie überlegen was im erntsfall passiert.

Dabei muss man unterscheiden zwischen Eigenschäden und Drittschäden.

Ein paar entscheidende Fragen wären zum Beispiel:

Was kostet eine komplette neu Installation der Systeme?

Welche rechtlichen Strafen erwarten mich wenn Kundendaten öffentlich werden?

Was hat das für Imagefolgen für mein Unternehmen?


Für weitere Informationen sowie Beispiele was alles zu einer Cyberversicherung gehört und einen kostenlosen Cyber-Schutzcheck finden Sie hier

Besuchen Sie:

www.cyberversicherung-jakob.de

Einfach auf den Link klicken!


Betriebshaftpflicht

Für was ist eine Betriebshaftpflicht Versicherung?

Generell ist die Betriebshaftpflicht ein Bestandteil der Existenzabsicherung und für den Unternehmer und Freiberufler genauso wichtig wie die private Haftpflichtversicherung für den Bürger als Privatperson.

Per Gesetzt ist jede Person und jedes Unternehmen verpflichtet, verursachte Schäden zu ersetzen. Eine Entschädigungsobergrenze gibt es dabei nicht. Wer also Schadenersatz leisten muss und nicht versichert ist, riskiert den finanziellen Bankrott.

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist daher eine der wichtigsten Versicherungen für Selbstständige, Freiberufler, mittelständische Unternehmen oder auch große Firmen mit vielen Angestellten.

Mit einer Betriebshaftpflichtversicherung sind Sie als Inhaber der Firma, das Unternehmen als juristische Person, alle Teilhaber und Gesellschafter und natürlich auch alle Mitarbeiter versichert. Kurz gesagt Ihr gesamter Unternehmen ist in einer Betriebshaftpflicht versichert.

Sie sind durch eine betriebliche Haftpflichtversicherung geschützt vor Schadenersatzansprüchen aus Personen- und Sachschäden die an Sie gestellt werden. Berechtigte Forderungen werden bis zur Höhe der Versicherungssumme entschädigt und unberechtigte Ansprüche für Sie abgewehrt durch den sogenannten passiven Rechtschutz.



Welche Schäden sind mit der Betriebshaftpflicht nicht versichert?

Keine Absicherung bietet die Betriebshaftpflichtversicherung für Vermögensschäden Dritter, die aus fehlerhaften Dienstleistungen resultieren.

So genannte „echte Vermögensschäden“ wenn ein rein finanzieller Verlust aus der fehlerhaften Dienstleistung resultiert und der finanzielle Schaden nicht durch eine zerstörte Sache entsteht.

Für solche Vermögensschäden gibt es die Vermögensschadenhaftpflicht oder auch Berufshaftpflicht die Sie vor Schäden durch z. B. Fehlberatung schützt.

Die Kombination von Betriebshaftpflicht und Vermögensschadenhaftplicht ist eine häufig gewählte Variante zum Rundum-Schutz.


Sie haben je nach Tätigkeitsbereich individuelle Risiken deshalb ist es wichtig, dass Ihre Betriebshaftpflicht optimal auf Sie zugeschnitten ist.

Download Kundenbroschüre für Handels- und Bürobetriebe

Download Kundenbroschüre fur Bauhaupt- und Baunebengewerbe

 

Im Folgenden werden wichtige Leistungen der Betriebshaftpflichtversicherung im Überblick für spezielle Branchen gezeigt

Download Kundenbroschüre für Ärzte

Download Kundenbroschüre für Heilnebenberufe

Betriebsgebäude

Für einBetriebsgebäude gelten grundsätzlich die selben Gefahren und Risiken wie für ein Wohngeäbude 

weiter Informationen zur Gebäudeversicherung


Geschäftsinhaltsversicherung

Was ist eine Geschäftsinhaltsversicherung?

Man kann die Geschäftsinhaltsversicherung mit der Hausratversicheurng vergleichen. Hier werden Ihre Büroeinrichtungen, Werkzeuge und Maschinen vor z. B. Feuer, Leitungswasser und Naturgewalten abgesichert um im Falle der Zerstörung den drohenden Existensverlust zu verhindern.



Unterversicherungsverzicht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme
auch dem tatsächlichen Versicherungswert (also dem Neuwert des Inventars, Vorräten, fertiger und halbfertiger Waren, usw.)
entsprechen. Ist der tatsächliche Wert des Inhaltes größer als die vereinbarte Summe, spricht man von einer Unterversicherung. Diese
Unterversicherung wir dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet. Beispiel: Die Versicherungssumme
wurde mit 100.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Neuwert des Inhalts beträgt 150.000 Euro. Damit ist die Versicherungssumme nur 2/3
der eigentlich benötigten Versicherungssumme (also dem Versicherungswert von 150.000 Euro). Damit wird auch jeder Schaden nur zu 2/3
erstattet. Ein Schaden in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 10.000 Euro erstattet. Um die Folgen dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“
zu vermeiden, gewähren Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen einen Verzicht auf die Prüfung der Unterversicherung.


Verzicht auf Kürzung bei grob fahrlässiger Schadensverursachung

Wurde ein Schaden durch Sie (mit-)verursacht, prüft der Versicherer, ob Sie evtl. grob fahrlässig gehandelt haben. Dies kann z.B. der Fall
sein, wenn ein brennender Adventskranz längere Zeit unbeobachtet bleibt und daraufhin das Gebäude ausbrennt. Oder auch wenn Fenster
geöffnet sind, aber das Haus verlassen wurde und so ein „erleichterter Einbruch“ ermöglicht wird. Wenn dies der Fall ist, kann der Versicherer
die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens anteilig kürzen. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und in welcher Höhe eine Kürzung
durch den Versicherer möglich ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit,
kann der Versicherer nur noch wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles die Leistung verweigern.


Verzicht auf Kürzung bei Obliegenheitsverletzung

Versicherer kalkulieren ihre Tarife nach der Berechenbarkeit eines Schadensrisikos. Ändern sich die Rahmenbedingungen, ändert sich auch
das Risiko. Damit der Versicherer jederzeit über die Risikohöhe informiert bleibt, werden mit dem Versicherungsnehmer sogenannte Obliegenheiten
vereinbart. In der gewerblichen Inhaltsversicherung sind dies z.B. Anzeigepflichten (z.B. wenn ein Gerüst am Haus installiert wird, da
dies das Einbruch-Risiko erhöht), Sicherheitsvorschriften (z.B. sämtliche gesetzliche und behördliche Vorschriften müssen beachtet werden)
oder auch Verhaltensvorschriften im Schadenfall (z.B. polizeiliche Anzeige eines Einbruchs, Aufbewahrung von beschädigten Gegenständen,
usw.). Ein Verstoß gegen derartige Obliegenheiten kann zur Kündigung und/oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Verstoß
grob fahrlässig erfolgt ist. Verzichtet der Versicherer auf dieses Recht, kann nur eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung zur Leistungsfreiheit
und/oder Kündigung führen.


Verzicht auf Kürzung bei unterlassener Anzeige von Gefahrerhöhungen

Die Rahmendaten rund um Ihren Betrieb ändern sich von Zeit zu Zeit: Neue Mieter ziehen in das Firmengebäude ein, ein Gerüst wird für
bevorstehende Malerarbeiten aufgebaut oder leicht entzündliche Materialien werden irgendwo kurzzeitig zwischengelagert. Diese und viele
andere Umstände können Gefahrerhöhungen sein, die einen Schadenfall wahrscheinlicher machen oder die Höhe eines Schadenfalls negativ
beeinflussen. Werden diese Gefahrerhöhungen nicht unverzüglich an den Versicherer gemeldet, ist dieser im Schadenfall zur Kürzung der Leistung
berechtigt. Durch den Verzicht auf Kürzung bei unterlassener Anzeige können Sie dem vorbeugen und Leistungskürzungen vermeiden.


Verzicht auf Kürzung bei Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften

Die in den Vertragsbedingungen vereinbarten Sicherheitsvorschriften sollen dafür sorgen, dass Schadenfälle vermieden oder zumindest minimiert
werden. Hierzu gehört z.B. die Verpflichtung alle Schlösser von Türen, Fenstern, Einbruchmeldeanlagen, usw. uneingeschränkt gebrauchsfähig
zu erhalten und zu betätigen, solange die Arbeit ruht. Aber auch während der kalten Jahreszeit alle Räume genügend zu beheizen
und dies zu kontrollieren. Werden diese Vorschriften nicht eingehalten ist der Versicherer je nach Schwere des Verschuldens berechtigt die
Leistung zu kürzen. Durch den Verzicht auf Kürzung bei Nichteinhaltung können Sie dem vorbeugen und Leistungskürzungen vermeiden.


Verzicht auf Leistungsfreiheit bei Nichtanwendung vorhandener Sicherungen

Gerade das Nichtanwenden von vorhandenen Sicherungen ist eine häufige Problematik bei Einbruch-Diebstahl-Fällen. Denn auch wenn der
Betrieb nur kurzfristig (z.B. über die Mittagszeit) ruht, müssen sämtliche vorhandene Sicherungen (z.B. Einbruchmeldeanlage) betätigt sein.
Wird dies vergessen, kann das schnell zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Versicherer dies nicht abweichend durch einen
Verzicht auf Leistungsfreiheit geregelt hat.


Verzicht auf 40 % Zeitwertklausel

Grundsätzlich wird in der Inhaltsversicherung der Neuwert ersetzt. Allerdings werden Gegenstände, die nur noch einen Wert von unter 40%
des Neuwertes haben, auch nur zum Zeitwert ersetzt. Gerade bei älteren Werkzeugen oder Mobiliar erreicht der tatsächliche Wert häufig weniger
als 40% des Neuwertes. Da aber trotzdem ein neues Werkzeug oder ein neuer Schreibtisch angeschafft werden muss, ist der Verzicht
auf die Zeitwertklausel im Schadenfall wertvoll.


Summen- und Konditionsdifferenzdeckung

Besteht ein Vorvertrag, bietet dieser stellenweise geringere Versicherungssummen oder auch weniger Deckungserweiterungen (Konditionen).
Der neue Vertrag wird in aller Regel erst zum Ablauf der bestehenden Versicherung abgeschlossen und wirksam. Ansonsten läge eine Doppelversicherung
vor und es würde dadurch auch zu einer doppelten Prämienbelastung kommen. Um dies zu vermeiden und um Ihnen trotzdem
rasch den verbesserten Versicherungsschutz zu bieten, werden Summen- und Konditionsdifferenzdeckungen angeboten. So werden Schäden,
die von der bestehenden Versicherung abgedeckt sind, bis zum Vertragsende über diese Versicherung reguliert. Tritt aber ein Schaden auf,
der nur oder zumindest stellenweise nur über die neue Inhaltsversicherung versichert ist, übernimmt die neue Versicherung den Schaden –
obwohl der wirkliche Vertragsbeginn erst in der Zukunft liegt. Sie übernimmt also die Differenz des neuen zum alten Vertrag.


GDV-Besserstellungsklausel

Jedes Versicherungsunternehmen kann eigene Bedingungen entwerfen und vermarkten.
Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) entwirft jedoch
Musterbedingungen, an denen sich die Versicherer und Verbraucher orientieren
können. Damit es nicht zu Überraschungen und unüblichen negativen Auswirkungen
beim Verbraucher kommt, bestätigen viele Versicherer mindestens den Standard der
GDV-Bedingungen abzubilden. Sollten die Bedingungen des Versicherers den Kunden
trotzdem schlechter stellen, als es der GDV vorsieht, gelten die Bedingungen des GDV.


Vorversicherung-Besserstellungsklausel

Sofern ein Vorvertrag zur Inhaltsversicherung besteht, kann es sein, dass neben den
vielen Verbesserungen des angebotenen Versicherungsschutzes, in den Details künftig
auch Verschlechterungen enthalten sind. Damit Sie einem Wechsel beruhigt zustimmen
können, bestätigen einige Versicherer, dass im Schadenfall die Bedingungen des Vorvertrages
gelten, sofern diese in der speziellen Situation besser sind.


Bedingungsweiterentwicklungs- und Innovationsklausel

Laufe der Zeit ändern und verbessern sich die Vertragsbedingungen. Durch die Mitversicherung der Bedingungsweiterentwicklung profitieren
vor allem Sie, denn dadurch unterliegt Ihr Vertrag immer aktuellen Bedingungen. Werden die Bedingungen zu Ihrem Vorteil geändert, so
gelten die neuen Bedingungen auch für Ihren Vertrag, soweit Sie einer etwaigen damit verbundenen Beitragserhöhung nicht widersprechen.


Überspannungsschäden durch Blitz

Überspannungsschäden durch Blitz verursachen häufig an mehreren Geräten (z.B. PC, Telefone, Drucker, usw.) gleichzeitig einen irreparablen
Schaden. Voraussetzung für eine Leistung ist, dass die Überspannung tatsächlich durch einen Blitz entstanden ist. Schwankungen im
Stromnetz (z.B. verursacht durch den Stromanbieter) und damit verbundene Überspannungsschäden sind nicht von dieser Klausel erfasst. Im
Schadenfall ist es daher wichtig, den Tag des Gewitters anzugeben - nur dann kann die Versicherung auch korrekt prüfen.


Vandalismus nach Einbruch

Ein Einbruch in die Firmenräume ist aus vielen Gründen ärgerlich: Einerseits werden eventuell wichtige Gerätschaften oder Daten entwendet,
andererseits findet man häufig verwüstete Räumlichkeiten vor. In vielen Fällen übersteigen die Vandalismusschäden sogar den Wert der
gestohlenen Gegenstände und sollten auf jeden Fall vom Versicherungsschutz erfasst sein.


Raub

Raub liegt vor, wenn einer Person Gegenstände, gegen deren Willen und unter Gewaltandrohung oder tatsächlicher Gewaltanwendung,
weggenommen werden. Da gerade Transporte von Waren ein erhöhtes Risiko für einen Raub darstellen, sind in den entsprechenden Versicherungsverträgen
oft die maximalen Leistungen begrenzt.


Entschädigungsgrenze „Bargeld ohne Verschluss“

Für Bargeld, das nicht separat verschlossen wird (z.B. in einem Tresor oder einer Geldkassette, usw.), gilt nicht immer ein Versicherungsschutz
außerhalb der Geschäftszeit Ihres Betriebes. Je nach Versicherer lässt sich dieses Risiko jedoch bis zu bestimmten Obergrenzen einschließen.


Sprinkleranlage

Der Bruch von Rohren einer Sprinkleranlage und die damit verbundenen Nässeschäden sind nicht automatisch vom Versicherungsschutz
erfasst. Sofern derartige Anlagen vorhanden sind, sollte ein entsprechender Einschluss vereinbart sein, da die Schäden beispielsweise durch
eine Fehlfunktion der Anlage enorm hoch sein können.


Klima-, Wärmepumpen und Solarheizungsanlagen

Sondereinbauten wie Wärmepumpen, Klima- und termische Solaranlagen werden stellenweise von den Versicherungsunternehmen als zusätzliche
Gefahrenquelle angesehen. Daher finden sich in einigen Bedingungswerken Ausschlüsse für Bruch- und Nässeschäden durch
austretendes Wasser aus diesen Anlagen.


Hagel

Schwere Unwetter bringen meist auch Hagel mit sich, der erhebliche Schäden anrichten kann. Daher sind Schäden durch die herunterfallenden
Eisklumpen in der Regel vom Versicherungsschutz erfasst.


Rückstauschäden

Bei Starkregen (oder Ausuferung oberirdischer Gewässer) kann es vorkommen, dass das überschüssige Wasser von der Kanalisation nicht
abgeführt werden kann. Es staut sich dann in der Kanalisation zurück und drückt über die Abwasserleitungen in die Gebäude herein. Die Folge
sind überlaufende Toiletten und Kellerabflüsse – mit entsprechenden Schäden.


Aufräumungs- und Abbruchkosten; Bewegungs- und Schutzkosten

Nachdem ein Sachschaden (Kosten für die Reparatur oder Neuanschaffung der beschädigten und zerstörten Sachen) entstanden ist, folgen
in vielen Fällen umfangreiche, häufig kostenintensive, Aufräumarbeiten. Gerade Aufräumungs- und Entsorgungskosten (Abbruchkosten) sind
höher, als dies oft vermutet wird. Grund hierfür ist, dass viele Sachen einer speziellen Entsorgung bedürfen wenn sie Feuer oder (Lösch-)
Wasser ausgesetzt wurden. Daher ist es dringend zu empfehlen bei den Kostenpositionen hohe Entschädigungsgrenzen zu vereinbaren.


Akten, Pläne, Geschäftsbücher, Datenträger

Der reine „Papierwert“ von Akten, Plänen, Geschäftsbüchern und Datenträgern ist vergleichsweise unwichtig. Der eigentliche Schaden liegt
in den Kosten für die Wiederherstellung der Informationen (=immaterieller Schaden). Diese Kosten müssen separat aufgeführt werden, da
immaterielle Schäden normalerweise nicht ersetzt werden.


Elektronikversicherung

Was ist eine Elektronikversicherung?

In den meisten Betrieben sind hochentwickelte, sensible und teure elektronische Geräte essentiell Notwendige Helfer um überhaupt wirtschaftlich arbeiten zu können.

Fragen Sie sich selber, können Sie das Risiko selber tragen wenn Ihr Gerät ausfällt und es nicht mehr nutzbar ist während Sie gleichzeitig ein Ersatzgerät anschaffen müssen?

 



Anlagegruppe 1 Daten-, Kommunikations- und Bürotechnik

Hierunter fällt z.B. die komplette EDV-Anlage eines Betriebes inklusive Telefaxgeräte, Kopiergeräte, Telefonanlage, Head-Sets, Tastaturen,
Laptops, Notebooks, Organizer, Digitalkameras, Gegen- und Wechselsprechanlagen, Alarm-, Brandmelde- und Zutrittskontrollanlagen,
Uhrenanlagen, Zeiterfassungsgeräte, Vortrags- und Demonstrationsgeräte, Beamer, Diktiergeräte, elektrische Schreib-, Rechenmaschinen,
Post- und Papierbearbeitungsgeräte, Aktenvernichter, usw.


Anlagegruppe 2 Mess- und Prüftechnik

In dieser Anlagengruppe finden sich z.B. Prüfautomaten, Geräte zur Materialprüfung, elektronische Kassen und Waagen, Prozessrechner,
Kfz-Mess- und Prüfeinrichtungen usw.


Anlagegruppe 3 Satz- und Reprotechnik

Darunter fallen Farbauszugsanlagen, Filmentwicklungsmaschinen, elektronische Graviereinrichtungen für Druckvorlagen, graphische Gestaltungssysteme,
Reprokameras, Foto- und Lichtsatzanlagen, usw.


Anlagegruppe 4 Bild- und Tontechnik

In dieser Anlagengruppe werden Fernseh- und Videoanlagen, Industriefernsehanlagen, Produktionstechnische Anlagen für Fernsehstudios,
Rundfunksender, Tonstudios, Antennenanlagen, und elektroakustische Anlagen zusammengefasst.


Anlagengruppe 5 Medizintechnik

In dieser Anlagengruppe werden medizintechnische Geräte zusammengefasst, z.B. Geräte für Diagnostik und Therapie, Physikalisch-medizinische
Geräte, Laborgeräte und Laborsysteme, Sterilisations- und Desinfektionsanlagen, Thermografieanlagen, Röntgengeräte, Ultraschallgeräte,
Medizintechnische Fernsehtechnik, Dentaleinrichtungen und Endoskopiegeräte.


Mobil eingesetzte Sachen

Grundsätzlich besteht für die versicherten Sachen nur am Versicherungsort Versicherungsschutz. Da aber immer mehr technische Geräte für
den mobilen Einsatz weiterentwickelt werden, wurde auch der Versicherungsschutz bei den meisten Versicherern entsprechend erweitert.
Je nach Versicherer werden jedoch üblicherweise Selbstbeteiligungen (insbesondere bei Diebstahl) und maximale Entschädigungsgrenzen
vereinbart.


Datenversicherung und Softwareversicherung (erw. Datenvers.)

Durch Schäden an elektronischen Anlagen kann es zum Verlust von unternehmenswichtigen Datenbeständen kommen. Die Wiederherstellung
dieser Daten kann unter Umständen teuer werden - besonders wenn das nur von Spezialisten bewerkstelligt werden kann. Eine Datenversicherung
übernimmt für Sie alle finanziellen Aufwendungen für die Wiederbeschaffung und Wiedereingabe von Daten, Programmen und
Datenträgern. Im Rahmen der weitergehenden Softwareversicherung sind auch Datenverluste z. B. durch Fehlbedienung mitversichert.


Mehrkostenversicherung

Diese Versicherung bietet sich an, wenn bei Ausfall einer wichtigen elektronischen Anlage zwar mittels anderer Anlagen weitergearbeitet
werden kann, dies jedoch nur mit Mehrkosten möglich ist (z.B. Kosten für ein Provisorium, die Anwendung anderer Arbeits- und Fertigungsverfahren,
die Inanspruchnahme von Lohndienstleistungen oder Lohnfertigungsleistungen oder der Bezug von Halb- oder Fertigfabrikaten,
sowie einmalige Umprogrammierungskosten).


Softwareschutzmodule (Dongle)

Kosten für den neuerlichen Erwerb von Softwareschutzmodulen (Dongles) sind nicht automatisch in der Elektronikversicherung mitversichert.
Die meisten Versicherer bieten diese Absicherung jedoch mit einer Selbstbeteiligung und einer maximalen Entschädigungsgrenze an.


Unterversicherungsverzicht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme
auch dem tatsächlichen Versicherungswert (also der Summe Ihrer Anlagen- und Geräte zum Neuwert) entsprechen. Ist der
tatsächliche Wert größer als die vereinbarte Summe, spricht man von einer Unterversicherung. Diese Unterversicherung wird dann im Schadenfall
entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet. Beispiel: Die Versicherungssumme wurde mit 100.000 Euro vereinbart.
Der tatsächliche Wert 150.000 Euro. Damit ist die Versicherungssumme nur 2/3 der eigentlich benötigten Versicherungssumme (also dem
Versicherungswert von 150.000 Euro). Damit wird auch jeder Schaden nur zu 2/3 erstattet (Vorsorge nicht berücksichtigt). Um die Folgen
dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“ zu vermeiden, gewähren Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen einen Verzicht
auf die Prüfung der Unterversicherung.


Aufräumungskosten

Aufräumungs- und Entsorgungskosten sind ein wesentlicher Leistungspunkt nach einem Schadensfall, da z. B. nach einem Brand Teile
und Reste beschädigter Sachen aufgeräumt, abtransportiert und nötigenfalls als „Sondermüll“ entsorgt werden müssen. Dies verursacht
mitunter erhebliche Kosten.


Bewegungs- und Schutzkosten

Bewegungs- und Schutzkosten entstehen immer dann, wenn Sachen zum Zweck der
Wiederherstellung bzw. Wiederbeschaffung bewegt, verändert oder geschützt werden
müssen. Hierunter fallen Kosten für De- und Remontage z. B. von Möbeln, Durchbruch,
Abriss oder Wiederaufbau von Gebäudeteilen wegen der Neuverkabelung der elektrischen
Anlagen oder um überhaupt fehlerhafte Elektronikteile erreichen zu können.


Vorsorgeversicherung

Die Ermittlung der exakten Versicherungssumme gestaltet sich in der Praxis häufig
schwierig. Insbesondere, weil elektrische Geräte kurzfristig angeschafft werden und gedanklich schnell in den Arbeitsalltag integriert
werden. Daher bieten viele Versicherer eine sogenannte Vorsorgeversicherung an, die die maximale Entschädigungsleistung zusätzlich
prozentual erhöht.


Maschinenversicherung

Was ist eine Maschinenversicherung?

Eine Maschinenversicherung dient als Erweiterung der Geschäftsinhaltsversicherung. Hier können alle stationären, fahrbaren, maschinellen und elektrischen Einrichtungen und sonstige technische Anlagen versichert werden.

Hier werden z. B. Technische Störungen, Produktfehler oder Menschliche Ursachen wie Bedienungsfehler abgesichert.



Pauschalversicherung

Pauschalversicherung bedeutet, dass alle Maschinen und maschinellen Einrichtungen eines Betriebes pauschal bis zu einer festgelegten
Versicherungssumme abgesichert sind, ohne dass ein explizites Maschinenverzeichnis (Einzelaufstellung aller zu versichernden Maschinen
und Geräte) erforderlich ist.


Selbstbehalte

Ein vertraglich vereinbarter Selbstbehalt beziffert die Höhe des eigenen Aufwandes je Schadensfall den der Versicherungsnehmer selbst
trägt. Durch einen Selbstbehalt wird eine geringere Versicherungsprämie erzielt, da der Versicherer nur die über den Selbstbehalt hinaus
gehende Summe regulieren muss. Die Höhe der Selbstbeteiligung im Schadensfall ist bei jedem Versicherer individuell geregelt und wird
meist prozentual von der Schadenshöhe und/oder in einer fixen Summe je Schadensfall vereinbart.


Erstes Risiko

„Auf erstes Risiko“ heißt, dass die entsprechenden Kosten bis zur jeweils vereinbarten Versicherungssumme vom Versicherer übernommen
werden und keine Prüfung auf eine eventuelle Unterversicherung erfolgt.


Feuer, Blitzschlag, Explosion

Bei stationären Maschinen sind diese Gefahren i.d.R. über eine bestehende Inhaltsversicherung abgedeckt. Deshalb leistet die Maschinenversicherung
in diesem Fall subsidiär, d.h., wenn keine andere Versicherung für den Schaden eintritt. Bei fahrbaren und transportablen
Maschinen ist die Zerstörung oder Beschädigung durch Brand, Blitzschlag oder Explosion häufig bereits mit eingeschlossen – kann jedoch,
wenn gewünscht, gegen Beitragsnachlass ausgeschlossen werden.


Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub

Diebstahl ist die Entwendung einer Sache z.B. von einer Baustelle oder aus einer offenstehenden Garage oder Lagerhalle. Beim Einbruchdiebstahl
muss erst eine verschlossene Lagerhalle oder Garage etc. aufgebrochen werden, bevor die Sache entwendet wird. Bei Raub
werden sich die entwendeten Sachen durch körperliche Gewalt oder Bedrohung verschafft. Das Abhandenkommen von mobilen Geräten
oder Maschinen ist i.d.R. nicht mitversichert, kann aber eingeschlossen werden. Abhängig vom Versicherer ist auch der Verlust bei einem
Transport sowie während der Zeit, in der sich das Gerät in einer Werkstatt befindet, mitversichert.


Erdbeben, Überschwemmung, Hochwasser

Versichert ist die Zerstörung oder Beschädigung von stationären oder fahrbaren und transportablen Maschinen durch Erdbeben, Überschwemmung
oder Hochwasser. Erdbeben ist eine naturbedingte Erschütterung des Erdbodens, die durch geophysikalische Vorgänge im
Erdinneren ausgelöst wird. Überschwemmung ist die Ansammlung von erheblichen Wassermengen auf Grund und Boden (Geländeoberfläche)
des Versicherungsortes aufgrund außerordentlicher Niederschläge, die die Kapazität der örtlichen Kanalisationssysteme überschreiten
und die nicht abfließen können. Hochwasser ist eine durch außerordentliche Niederschläge, Schneeschmelze oder Sturm verursachte, die
normale Höhe merklich übersteigende Wasserführung eines fließenden oder stehenden Gewässers.


Innere Unruhen, Streik und Aussperrung

Schäden durch Innere Unruhen und auch böswillige Beschädigung im Zuge eines Streikes oder einer Aussperrung sind, wie auch die Schäden
durch Kriegsereignisse, aufgrund des nicht kalkulierbaren Risikos in nahezu allen Versicherungen ausgeschlossen. Dieses Risiko kann
jedoch bei einigen Versicherern individuell gegen Mehrbeitrag eingeschlossen werden.


Neuwertentschädigung im Totalschadensfall

Hier ist festgelegt, bis wie lange nach der Anschaffung bei einem Totalschaden noch der Neupreis gezahlt wird. Nach Ablauf dieses Zeitraums
erfolgt die Entschädigung zum Zeitwert.


Zusatzgeräte, Reserveteile u. Fundamente

Zusatzgeräte, Reserveteile und Fundamente für die im Versicherungsschein bezeichneten stationären, fahrbaren und transportablen Maschinen
sind nur selten mitversichert. Ein Einschluss ist jedoch gegen Mehrbeitrag möglich.


Glasbruch

Glasbruch ist das Zerbrechen von versichertem Glas, wobei sich der Riss durch die komplette Dicke der Scheibe ziehen muss (Abplatzungen
und Muschelausbrüche gelten nicht als Glasbruch). Ähnlich der Glasversicherung bei Kfz fällt bei Austausch einer Scheibe i.d.R. ein Selbstbehalt
an, welcher aber entfällt, wenn die Scheibe ohne Austausch repariert werden kann.


Vorsorge

Die Ermittlung der exakten Versicherungssumme gestaltet sich in der Praxis häufig schwierig. Insbesondere, weil Maschinen kurzfristig
angeschafft werden und gedanklich schnell in den Arbeitsalltag integriert werden. Daher bieten manche Versicherer eine sogenannte
Vorsorgeversicherung an, die die maximale Entschädigungsleistung zusätzlich prozentual bis zur nächsten Hauptfälligkeit erhöht.


Repräsentantenklausel

Werden Obliegenheiten vom Versicherungsnehmer oder dessen Repräsentanten verletzt, so kann dies zur Leistungsfreiheit führen. Damit
der Versicherungsnehmer sich jedoch keine Fehler zurechnen lassen muss, die er nicht selbst begangen hat, sind bei einigen Versicherungsgesellschaften
sogenannte „Repräsentantenklauseln“ vereinbart. Durch diese Klausel wird klargestellt, wer Repräsentant des Versicherungsnehmers
ist und stellenweise auch, dass der Versicherungsnehmer das Verhalten des Repräsentanten nicht verantworten muss.


Vermiet-/ Verleihrisiko

Das Vermiet- und Verleihrisiko ist bei fahrbaren oder mobilen Maschinen oder Geräten meist zuschlagsfrei mitversichert, sofern die Verleihung
nicht gewerbsmäßig erfolgt. Gewerbsmäßige Vermietung ist i.d.R. gegen Beitragszuschlag versicherbar.


Versehensklausel

Werden Gefahrerhöhungen versehentlich nicht angezeigt oder vertragliche Obliegenheiten
versehentlich nicht beachtet, kann dies zum Verlust des Versicherungsschutzes
führen. Umfassende Tarife gestehen dem Versicherungsnehmer
jedoch eine gewisse „Unerfahrenheit“ zu und bieten bei einem versehentlichen
Fehlverhalten des Versicherungsnehmers weiterhin Versicherungsschutz.


Regressverzicht

Nach § 67 VVG und anderen Vorschriften gehen Schadenersatzansprüche des
Versicherungsnehmers gegen Dritte auf den Versicherer über, soweit dieser
dem Versicherungsnehmer den Schaden ersetzt. Dies ist aber vom Versicherten
oftmals nicht gewollt, z.B. wenn Familienmitglieder oder eigene Angestellte Ziel
der Regressansprüche sind. Auf diese Regressansprüche verzichten die Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen. Der Verzicht ist
meist summenmäßig begrenzt. Von dem Regressverzicht ausgenommen sind Schäden durch Vorsatz und/oder Schäden, für die Entschädigung
aus einer anderen Versicherung beansprucht werden kann.


Aufräum- und Entsorgungskosten

Aufräumungs- und Entsorgungskosten sind ein wesentlicher Leistungspunkt nach einem Schadensfall. Denn wenn die Maschine beispielsweise
durch Feuer zerstört wird, fällt der überwiegende Teil des Schutts unter die Rubrik „Sondermüll“ und dessen Entsorgung verursacht
erhebliche Kosten. Im Versicherungsvertrag müssen solche Positionen umfassend abgesichert sein, damit Sie die Neuanschaffung der
Maschine nicht aus Kostengründen verschieben müssen.


Dekontaminations- und Entsorgungskosten für Erdreich

Wenn z.B. durch einen Schaden Schmier- oder Betriebsstoffe in das Erdreich gelangen, erreichen die Kosten für die Entgiftung und den
Abtransport des verseuchten Materials schnell fünfstellige Bereiche. Diese Kosten werden je nach Versicherer in unterschiedlicher Höhe
übernommen.


Bewegungs- und Schutzkosten

Bewegungs- und Schutzkosten entstehen immer dann, wenn Sachen zum Zweck der Wiederherstellung bzw. Wiederbeschaffung bewegt,
verändert oder geschützt werden müssen. Hierunter fallen insbesondere Kosten für De- und Remontage von Maschinen, oder Durchbruch,
Abriss oder Wiederaufbau von Gebäudeteilen, weil beispielsweise eine Montagehalle um eine stationäre Maschine herum errichtet worden
ist oder weil Ab- und Wiederaufbau einer Maschine Umbauten am Gebäude notwendig macht.


Luftfrachtkosten

Kosten, die zur Behebung eines ersatzpflichtigen Schadens aufgewendet werden müssen, sind in der Regel versichert. Allerdings spielt bei
der Schadensbehebung nicht nur der Faktor „Kosten“ eine Rolle, sondern häufig auch der Faktor „Zeit“. Die Beschaffung von Maschinenteilen
oder einer neuen Maschinen auf dem Seeweg oder per Eisenbahn dauert oft mehrere Wochen und ist deshalb mitunter existenzbedrohend
für das Unternehmen. Ein Versand per Luftfracht ist oft deutlich schneller, aber eben auch wesentlich teurer – deshalb werden
Luftfrachtkosten (je nach Versicherer und Tarif) bis zu einem festgelegten Betrag „auf Erstes Risiko“ übernommen.


Eichkosten

Nach Reparaturen an Zapfanlagen, Abfüllmaschinen sowie Mess- und Prüftechnik müssen die Gerätschaften häufig neu geeicht werden.
Im Zusammenhang mit einem entschädigungspflichtigen Sachschaden an den versicherten Maschinen sind gegebenenfalls anfallende Eichkosten
einschließlich der Eichamtsgebühren üblicherweise nicht mitversichert.


Maklerklausel

Der betreuende Versicherungsmakler ist berechtigt, vertraglich obliegende Anzeigen und Willenserklärungen sowie Zahlungen des
Versicherungsnehmers für den Versicherer in Empfang zu nehmen. Diese Verpflichtungen gelten als erfüllt, wenn sie bei der Maklerfirma
eingegangen sind. Der Versicherungsmakler ist zur unverzüglichen Weitergabe verpflichtet.


Wiederherstellung von Daten und –trägern des Betriebssystems

Kosten für die Wiederherstellung von Daten des Betriebssystems, welche für die Grundfunktion der versicherten Sache notwendig sind, sind
in der Regel nicht mitversichert. Eine Versicherung für diese und/oder weitere Daten kann gesondert vereinbart werden.


Sachverständigenkosten

Für die genaue Feststellung eines Schadens ist das Gutachten eines Sachverständigen häufig unerlässlich. Aufgrund seiner Feststellungen
berechnen die Versicherer die jeweiligen Entschädigungen. Sofern nichts anderes vereinbart ist, trägt jede Partei die Kosten ihres oder ihrer
Sachverständigen selbst. Einige Versicherer bieten die Übernahme der Sachverständigenkosten ab einer bestimmten Schadenshöhe an.
Durch diese Kostenübernahme ergibt sich für den Versicherten die Möglichkeit, Gegengutachten bei einem anderen Sachverständigen in
Auftrag zu geben, ohne die Kosten dafür tragen zu müssen.


Mehrkostenversicherung

Dieser Versicherungsschutz greift bei stationären Maschinen. Es handelt sich um eine Versicherung zur Deckung von Mehrkosten, die
infolge eines versicherten Sachschadens notwendig werden, um eine Unterbrechung oder Beeinträchtigung des versicherten Betriebs
abzuwenden oder zu vermindern. Je nach Versicherung und Tarif werden die Kosten für ein Ersatzgerät erstattet. Häufig ist der Leistungszeitraum
begrenzt, betragsmäßig maximiert und/oder mit einem Selbstbehalt versehen. Die Gehälter von Hilfskräften werden ebenso ersetzt
wie Austauschmaschinen.


Betriebsunterbrechung (Klein-BU)

Wird der Betrieb des Versicherungsnehmers durch einen Sachschaden an der versicherten Maschine unterbrochen, so ersetzt der Versicherer
den dadurch entstehenden Unterbrechungsschaden. Die Betriebsunterbrechungsversicherung sichert entgangene Gewinne und
deckt laufende Betriebskosten wie Löhne, Gehälter, Mieten oder Zinsen. Dieser Baustein muss in Verbindung mit der Maschinendeckung
gesondert vereinbart und es müssen die unterschiedlichen Haftungszeiten beachtet werden.


GAP-Deckung bei geleasten oder finanzierten Maschinen

Genau wie in der Kfz-Versicherung tritt bei geleasten oder finanzierten Maschinen im Totalschadensfall folgendes Problem auf: der
tatsächliche Wert der Maschine ist wesentlich geringer (z.B. 90.000 €) als der kalkulierte Restwert laut Leasing-oder Finanzierungsvertrag
(z.B. 100.000 €). Der Totalschaden beträgt also in diesem Beispiel 10.000 € weniger als mit dem Kapitalgeber (Bank) vertraglich vereinbart.
Durch den Einschluss einer GAP-Deckungs-Versicherung wird das Problem gelöst und die Differenz zwischen tatsächlichem Wert der
Maschine und dem Restwert laut Leasingvertrag übernommen.


Veruntreuung, Unterschlagung

Veruntreuung ist die unberechtigte Aneignung einer Maschine, die jemandem anvertraut worden ist: Z. B. wenn ein angestellter Monteur
eine ihm vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Hilti einfach behält und nicht mehr an den Arbeitgeber zurück gibt. Unterschlagung ist die
rechtswidrige Zueignung einer Sache, bei der deutlich erkennbar ist, dass der Täter die Sache sich oder dem Eigentum einer dritten Person
zuführen will, z.B. wenn ein Lagermitarbeiter Fehler oder Rückstände in der Buchhaltung oder Inventarisierung ausnutzt, nicht erfasste
Geräte „mitgehen lässt“ und verkauft. Schäden, die dem Betrieb durch Veruntreuung oder Unterschlagung der versicherten Maschine(n)
entstehen, sind i.d.R. nicht versichert.


Versaufen, Verschlammen

Ein Bagger gerät bei Aushubarbeiten am Ufer aus dem Gleichgewicht und stürzt in den Flusslauf. In der Folge versinkt das schwere Gerät
auf der Seite liegend bis zur Hälfte im weichen Schlamm. Durch das Eindringen von Wasser und Schlamm in den Motorraum kommt es
zu Kurzschlüssen in der Elektrik und zu weiteren Schäden am Motor. Die Beschädigung oder Zerstörung der versicherten fahrbaren oder
transportablen Maschinen auf Wasserbaustellen durch den Einfluss von Wasser oder Schlamm ist i.d.R. nicht eingeschlossen, kann aber
optional mitversichert werden.


Werkverkehrsversicherung

Was ist eine Werkverkehrsversicherung?

Eine Werkverkehrsversicherung dient dazu Ihre Güter, Arbeitsgeräte und Arbeitsmittel abzusichern, wenn diese im Einsatz außerhalb ihres Firmengeländes sind.

z.B. bei einem Verkehrsunfall: Die Kosten für Reparatur bzw. Neuanschaffung sind über die Kaskodeckung abgesichert, die Waren und Werkzeuge dagegen nicht.



Genereller Selbstbehalt

Wenn Sie einen Selbstbehalt vereinbaren, z. B. in Höhe von 500 €, dann tragen Sie 500 € bei jedem Schadenfall selbst. Alle darüber hinausgehenden
Schäden übernimmt das Versicherungsunternehmen. Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung wirkt sich immer reduzierend auf
den zu zahlenden Beitrag aus.


Selbstbehalt bei Diebstahlschäden

Diebstahlschäden kommen relativ häufig vor, sind jedoch durch umsichtiges Verhalten oft vermeidbar. Daher werden für diese Schäden in
der Regel spezielle Selbstbehalte vereinbart. So können die Kosten des Vertrages gesenkt werden. Kunden, die sich umsichtig verhalten und
dadurch seltener von einem Diebstahl betroffen sind, profitieren daher von dieser Regelung.


Be- und Entladeschäden

Generell gehören Be- und Entladevorgänge eines Kfz zu dessen Verwendung. Daher werden solche Schäden am eigenen Kfz über die Vollkaskoversicherung
versichert und sind in der Werkverkehrsversicherung ausgeschlossen. Die Abwicklung über die Vollkaskodeckung führt jedoch
zu einer Höherstufung (und damit einer höheren Prämie im Folgejahr). Um eine solche Höherstufung zu vermeiden, sollte ein entsprechender
Einschluss der Be- und Entladeschäden in den Bedingungen erfolgen.


Werkzeuge (Erstattungswert)

Schäden an Werkzeugen, die im Fahrzeug mitgeführt und die bei einem Transport beschädigt oder zerstört werden, sind versichert und werden
erstattet. Manche Versicherer bieten eine Neuwertentschädigung für einen bestimmten Zeitraum (z.B. zwei Jahre), danach wird zum Zeitwert
erstattet.


Persönliches Eigentum der Fahrer

Neben dem versicherten Firmeneigentum nehmen Fahrer eines Firmenfahrzeugs oft auch persönlichen Gegenstände mit. Neben der Kleidung
kann das z.B. ein Handy, ein Laptop, Brotzeittasche, Geldbeutel usw. sein. Diese Gegenstände können bei einem Unfall natürlich auch beschädigt
werden oder abhanden kommen.


Transportmittelunfall

Bei einem Transportmittelunfall (z.B. aufgrund eines geplatzen Reifens oder eines Achsenbruchs) sind die beschädigten oder vernichteten
Güter und Waren nicht über die Kfz-Vollkasko abgesichert. Über die Werkverkehrsversicherung sind Schäden durch einen Transportmittelunfall
mitversichert.


Höhere Gewalt

Unter „höhere Gewalt“ versteht man Schäden an den versicherten Gütern, die durch ein betriebsfremdes, von außen durch Naturkräfte oder
durch Handlungen Dritter herbeigeführtes Ereignis eintreten. Solch ein Ereignis hätte auch durch äußerste Sorgfalt nicht verhindert werden
können. Naturkatastrophen wie z.B. Orkane, Erdbeben oder Überschwemmung sind bei den meisten unserer Anbieter mitversichert.


Schäden durch Ausweichmanöver / Notbremsung

Schäden an versicherten Sachen, die im Fahrzeug mitgeführt werden und durch ein notwendiges Ausweichmanöver oder eine Notbremsung
(z.B. wegen einem Tier auf der Fahrbahn) beschädigt oder zerstört werden, sind i.d.R. mitversichert. Der jeweilige individuelle Selbstbehalt
ist zu beachten.


Diebstahlschäden (Nachtzeitklausel)

Versicherungsschutz besteht für Schäden, die durch Diebstahl und Einbruchdiebstahl zwischen 22.00 und 6.00 Uhr passieren, auch wenn das
Fahrzeug nicht in einer abgeschlossenen Garage, auf einem bewachten Parkplatz oder Grundstück, usw. abgestellt war. Der Versicherungsnehmer
hat jedoch einen Selbstbehalt zu tragen.


Raub / räuberische Erpressung

Raub liegt vor, wenn einer Person Gegenstände gegen deren Willen und unter Gewaltandrohung oder tatsächlicher Gewaltanwendung weggenommen
werden. Da gerade bei höherwertigen Transporten ein erhöhtes Risiko für einen Raub gegeben ist, sind die maximalen Leistungen
oft begrenzt.


Güterfolgeschäden

Infolge eines versicherten Sachschadens an Transportgütern entsteht häufig ein zusätzlicher finanzieller Schaden. Wenn Sie z. B. eine einzeln
angefertigte Maschine an einen Kunden liefern und diese dann bei einem Unfall zerstört wird. Dadurch kommen auf den Kunden Kosten
aufgrund des Produktionsausfalles zu.


Bergungs-/Beseitigungs-/Aufräumkosten / Bewegungs- u. Schutzkosten

Nachdem ein Sachschaden (Kosten für die Reparatur oder Neuanschaffung der beschädigten und zerstörten Sachen) entstanden ist, folgen in
vielen Fällen umfangreiche und häufig kostenintensive Aufräumarbeiten. Gerade Aufräum- und Entsorgungskosten sind oft höher als vermutet.
Grund hierfür ist, dass viele Sachen einer speziellen Entsorgung bedürfen wenn sie Feuer oder (Lösch-)Wasser ausgesetzt wurden. Daher ist
es dringend zu empfehlen, bei den Kostenpositionen hohe Entschädigungsgrenzen zu vereinbaren.


Entfall Einzelfahrzeugaufstellung

In den meisten Fällen verlangen die Versicherungsunternehmen eine Einzelaufstellung aller für die Transporte genutzten Fahrzeuge. Es kann zu
Schwierigkeiten führen, wenn Fahrzeuge gewechselt werden und dies beim Versicherer nicht gemeldet wird. Für den Versicherungsnehmer ist
es daher wesentlich einfacher und praktikabler, wenn der Versicherer auf die Erstellung einer Einzelfahrzeugaufstellung verzichtet.


Baustellenrisiko

Versicherte Gegenstände, Werkzeuge oder Werkstoffe, die während der Lagerung auf einer Baustelle durch Brand, Blitzschlag, Explosion,
höhere Gewalt, Einbruchdiebstahl oder Vandalismus nach einem Einbruch beschädigt werden oder verloren gehen, sind i.d.R. nicht versichert
– manche Versicherer bieten jedoch Deckung für diese Fälle.


Fremde Fahrzeuge (z.B. private Mitarbeiterfahrzeuge)

Werden gelegentlich Fahrzeuge geliehen oder private Fahrzeuge von Mitarbeitern aus betrieblichen Gründen genutzt, sind Transportschäden
in diesem Fall i.d.R. nicht versichert. Je nach Versicherer können diese fremden Fahrzeuge jedoch eingeschlossen werden.


Verzicht auf Kürzung bei grob fahrlässiger Schadenverursachung

Menschen machen Fehler. Meist unabsichtlich oder fahrlässig. Im Schadenfall entsteht aber schnell ein Streit darüber, ob nun ein grob
fahrlässiger Fehler zum Schaden geführt hat oder nicht. Vorstellbar wäre dies zum Beispiel, wenn Sie Ihr Fahrzeug überladen, eine rote
Ampel überfahren oder während der Fahrt telefonieren und dadurch einen Unfall verursachen. Je nach Einschätzung der Situation kann der
Versicherer die Leistung dann möglicherweise kürzen. Verzichtet der Versicherer auf diesen Ausschluss, kann er nur bei einer vorsätzlichen
Beschädigung durch den Versicherungsnehmer die Leistung verweigern.


Verzicht auf Kürzung bei Obliegenheitsverletzung

Beim Abschluss des Versicherungsvertrages und auch im Leistungsfall müssen
Sie bestimmte Obliegenheiten erfüllen. Eine wichtige Obliegenheit ist es z.B.,
einen entstandenen Schaden unverzüglich zu melden, damit der Schadenhergang
prüfbar bleibt. Geschieht die Meldung des Schadens beispielsweise erst
nach erfolgter Reparatur, kann dies zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen,
sofern der Versicherer nicht auf sein Recht zur Kürzung der Leistung bei Obliegenheitsverletzungen
verzichtet.


Besserstellungsklausel

Sofern ein Vorvertrag zur Werkverkehrsversicherung besteht, kann es theoretisch
sein, dass neben den vielen Verbesserungen des angebotenen Versicherungsschutzes
in den Details künftig auch Verschlechterungen enthalten sind. Damit
Sie einem Wechsel beruhigt zustimmen können, bestätigen einige Versicherer, dass im Schadenfall die Bedingungen des Vorvertrages gelten,
sofern diese in der speziellen Situation einen höherwertigen Schutz darstellen.


Brand, Blitzschlag und Explosion

Brand, Blitzschlag und Explosion können sowohl die beförderte Ware, als auch das Fahrzeug selbst in Sekundenschnelle beschädigen oder
komplett vernichten. Der Schaden am Fahrzeug ist meist über die Kaskoversicherung abgedeckt, die beförderte Ware müssen Sie jedoch
gesondert absichern.


Vandalismus

Schäden durch Vandalismus können nicht nur am Fahrzeug selbst, sondern auch an der darin befindlichen Ladung entstehen. Dabei kann die
Beschädigung einer Zerstörung gleichkommen. Eine Absicherung gegen Vandalismus-Schäden ist deshalb nicht zu unterschätzen.


Rechtsschutz

Was ist eine gewerbliche Rechtsschutzversicherung?

Bei der gewerblichen Rechtsschutzversicherung werden alle FIrmen und Freiberufler, die sich vor den finanziellen Risiken eines Rechtsstreites schützen wollen abgesichert.

Dabei gehören auch Arbeitnehmer in Ausübung ihrer Tätigkeit zu den versicherten.

Welche Leistungen versichert sind hängt von dem vereinbarten Umfang und welche Interessen geschützt werden sollen ab.

Mögliche Leistungen sind u. a.:

Schadenersatz-Rechtsschutz,

Arbeits-Rechtsschutz,

Steuer-Rechtsschutz,

Sozialgerichts-Rechtsschutz,

Straf-Rechtsschutz,

Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz,

Rechtsschutz für Opfer von Gewaltstraftaten,

Daten-Rechtsschutz vor Gerichten

Für bestimmte Berufsgruppen ist es außerdem möglich einen Firmen-Vertrags-Rechtsschutz abzuschließen.

Die Aufzählung ist keinesfalls abschließend. Einige der oben genannte Punkte können jedoch, je nach Bedingungswerk, auch eingeschlossen sein bzw. mitversichert werden.



Deckungssumme

Ein Rechtsstreit kann sehr teuer werden – vor allem dann, wenn er durch mehrere Instanzen geht. Ausgehend vom Streitwert fallen Anwalts-
und Gerichtsgebühren an. Hinzu können ggf. noch weitere Kosten kommen (Zeugen, Gutachten, etc.). Ihre Rechtsschutzversicherung
zahlt dann maximal bis zur vereinbarten Deckungssumme. Allerdings beruhen viele alte Tarifen noch auf kalkulierten Deckungssummen, die
heute unzeitgemäß niedrig sind. Existenzbedrohende Prozesse gegen einen finanzstarken Gegner wie z. B. die Schadenersatzklage nach
einem Verkehrsunfall mit unklarer Schuldfrage, können die Summe schnell aufzehren. Auf eine ausreichend hohe Deckungssumme sollte
daher unbedingt geachtet werden.


Strafkaution

Wenn es Sie oder andere mitversicherte Personen einstweilen vor Strafverfolgungsmaßnahmen verschont, leistet der Versicherer innerhalb
der vertraglich vereinbarten Summe die Kaution (z. B. bei Untersuchungshaft oder beim Vorwurf einer Straftat im Ausland). Verfällt die Kaution
(z. B. bei Nichterscheinen des Beschuldigten zur Verhandlung), muss der Versicherungsnehmer die Kaution an den Versicherer zurück
zahlen. Dazu steht - je nach Vertrag - eine gesondert ausgewiesene Summe in der Rechtsschutzversicherung zur Verfügung.


Selbstbeteiligung

Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung, die Sie selbst bei jedem Rechtsschutzfall übernehmen, wirkt sich immer prämienmindert auf den
Beitrag aus, den Sie zahlen müssen. Führt eine Ursache zu mehreren Streitfällen, verzichten manche Versicherer darauf, die Selbstbeteiligung
mehr als einmal anzurechnen.


Wartezeiten

Erst wenn die vertraglich vereinbarte Wartezeit vorüber ist, beginnt die Leistungspflicht des Versicherers. Dadurch wird die Versichertengemeinschaft
vor den Auswirkungen geschützt, die durch Kunden entstehen, die nur deshalb eine Rechtsschutzversicherung abschließen, weil
„das Haus schon brennt“.


Geltungsbereich

Grundsätzlich gilt die Rechtsschutzversicherung in Deutschland und im restlichen geographischen Europa. Darüber hinaus gilt auch im
außereuropäischen Ausland Versicherungsschutz. Dort können jedoch die abgesicherten Summen und die zeitliche Geltung deutlich
eingeschränkt sein. Ebenso können einzelne Rechtsgebiete aus dem Versicherungspaket ausgeklammert werden. Bei einem bevorstehenden
längeren außereuropäischen Auslandsaufenthalt sollten Sie daher Ihren konkreten Einzelfall von Ihrem Versicherungsmakler beim
Versicherer abklären lassen.


Versicherter Personenkreis

Grundsätzlich sind alle Mitarbeiter Ihrers Unternehmens über den gewerblichen Rechtsschutzvertrag abgesichert, sofern es sich um Streitigkeiten
handelt, die aus der Tätigkeit für die Firma resultieren. Normalerweise bietet ein gewerblicher Rechtsschutzvertrag auch für mind.
eine namentlich zu benennende Person (z. B. Inhaber oder Geschäftsführer) auch im Privatbereich Deckung. Hier gilt außer dem Benannten
auch Versicherungsschutz für dessen Ehe-/ Lebenspartner und deren unverheiratete, minderjährige Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und
Pflegekinder) sowie volljährige Kinder, die sich noch in der Schulausbildung oder in der direkt anschließenden Berufsausbildung befinden.
Dieser Einschluss gilt, solange die häusliche Gemeinschaft besteht. Je nach gewähltem Versicherer und Tarif kann der Kreis mitversicherter
Personen noch umfangreicher sein (z. B. Eltern des Versicherungsnehmers, wenn im Ruhestand und in häuslicher Gemeinschaft, etc.).
Ob in einem versicherten Fall Versicherungsschutz gewährt wird, entscheidet letztlich der Versicherungsnehmer als Vertragspartner des
Versicherers.


Versicherte Rechtsgebiete / Rechtsschutz-Bausteine

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten eines Rechtsstreits nur dann, wenn auch das entsprechende Rechtsgebiet bzw.
der entsprechende Rechtsschutz-Baustein versichert ist. So fallen Streitigkeiten bzgl. des Garantieanspruchs eines Fahrzeugs zwar ins
versicherte Vertrags-Recht, Sie bräuchten jedoch eine Verkehrs- oder Fahrzeug-Rechtsschutzdeckung in Ihrem Vertrag. Auch Ihr Risiko als
Vermieter wird nicht automatisch über den Haus- und Grundstücks-Rechtsschutz mit abgedeckt, da z. B. die Kosten einer Wohnungsräumung
schnell den Rahmen sprengen können. Ihr Versicherungsmakler stimmt Ihren versicherbaren Bedarf gerne mit Ihnen ab.


Risikoausschlüsse

Damit Rechtsschutzversicherungsschutz dauerhaft bezahlbar bleiben kann, ist es nicht möglich, für wirklich alle Rechtsbereiche Versicherungsschutz
bieten zu können. Einige Rechtsstreitigkeiten, die erfahrungsgemäß sehr häufig auftreten oder unkalkulierbar hohe Kosten
verursachen, sind daher vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Unter diesen Ausschluss fallen regelmäßig z. B. alle Rechtsstreitigkeiten
aus der Neuerrichtung eines Gebäudes, aus Kapitalanlagegeschäften, aus dem Urheber-, Marken- und Personenrecht, sowie Studienplatzklagen
und das Vertragsrecht (im gewerblichen Bereich). Diese Aufzählung ist nicht abschließend und dient nur der Veranschaulichung.


Deckungszusage

Eine Rechtsschutzversicherung wird die Deckung für Ihren Fall immer nur dann übernehmen, wenn nach Schilderung des Sachverhalts auch
Aussicht auf Erfolg besteht. Manche gesetzlichen oder behördlichen Regelungen mögen Ihnen ungerecht vorkommen und Ihrer eigenen
Rechtsauffassung gänzlich zuwider laufen – das Begehen des Rechtswegs kann aber dennoch vom Start weg ohne jede Erfolgsaussicht
sein. Holen Sie daher vor dem ersten Gespräch mit Ihrem Anwalt immer erst eine Deckungszusage bei Ihrem Rechtsschutzversicherer ein.
Bedenken Sie dabei, dass Ihr Anwalt nicht wissen kann, welchen Umfang Ihr Rechtsschutzvertrag hat. Nur im vorherigen Gespräch mit dem
Versicherungsunternehmen können Sie vermeiden, ggf. auf den Kosten eines Rechtsstreits sitzen zu bleiben, der nicht versichert ist, bzw.
bei dem keine Deckungszusage erteilt wird.


Gerichtliches Verfahren

Nicht immer kommt ein Rechtsschutztarif für das komplette Verfahren auf. Gerade sehr preiswerte Tarife leisten zumindest in manchen
Bereichen erst ab dem Zeitpunkt, zu dem eine gerichtliche Verhandlung angestrebt wird. Die Kosten, die Ihnen im Vorfeld beim Anwalt
entstanden, müssen dann von Ihnen selbst getragen werden.


Beratungs-Rechtsschutz

Je nach Tarif und Rechtsgebiet kann auch nur die reine Erstberatung zu einem rechtlichen Sachverhalt versichert sein. Bringt Ihr Anwalt
dann mit weiteren Schritten die Sache voran, entfällt meist auch die Deckung für die Erstberatung, da diese dann in der Gesamtbetrachtung
hinfällig ist. Im Gegenzug erlassen Ihnen manche Rechtsschutzversicherer die Selbstbeteiligung, wenn sich eine Angelegenheit allein mit
der Erstberatung erledigen lässt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die meisten Anbieter inzwischen sehr kompetente Rechtsberatungs-
Hotlines anbieten, bei denen Sie Ihren Fall besprechen und auch auf den Prozesserfolg hin prüfen lassen können.


Erweiterter Beratungs-Rechtsschutz

Hier übernimmt der Rechtsschutzversicherer auch die Kosten, die über die reine Erstberatung hinaus gehen – zumindest bis zu einer vereinbarten
Obergrenze. Oft sind hier auch grundsätzlich nicht versicherbare Bereiche gedeckt, damit Sie als Kunde zumindest bei einfacheren
Fällen nicht allein gelassen werden.


Mediation

In vielen Fällen kommt es nur deshalb zum Rechtsstreit, weil beide Seiten unterschiedlicher
Rechtsauffassungen sind. Bei einer Mediation unternimmt man den Versuch,
unter der Moderation eines geschulten Mediators (oft ein Anwalt) gemeinsam eine
Lösung zu erarbeiten, mit der beide Seiten leben können.


Vergleich / Kostenbeschluss

Mit einem Urteil ergeht in der Regel auch ein Kostenbeschluss, welche Streitpartei
welche Kosten des Verfahrens zu übernehmen hat. Auch bei einem gerichtlich erzielten
Vergleich ergeht ein solcher Kostenbeschluss. Ihr Rechtsschutzversicherer übernimmt
die Kosten dieses Beschlusses –
sowohl bei Urteil wie auch beim Vergleich.


Kapitalanlage-Rechtsschutz

Für Streitigkeiten aus Kapitalanlagen wird grundsätzlich keine uneingeschränkte
Deckung mehr angeboten. Dieser Grundsatz wird insoweit jedoch wieder aufgeweicht,
als dass viele Versicherer zumindest „einfaches Anlagegeschäft“ wie z. B. Altersvorsorgeprodukte
oder VWL-Sparverträge trotz des allgemeinen Ausschlusses decken. Ganz vereinzelt wird auch für spekulativere Kapitalanlagen
Deckung geboten, wobei hier immer eine Obergrenze bei der Anlagesumme festgelegt wird.


Erweiterter Straf-RS (privat/beruf/ehrenamtlich)/Spezial-Straf-RS (gewerblich)

Ihr Rechtsschutzvertrag bietet bereits eine Deckung für strafrechtliche Probleme, die aus dem Vorwurf eines fahrlässig begangenen Vergehens
oder einer Ordnungswidrigkeit resultieren (hierunter fällt z. B. der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung durch einen von Ihnen
verursachten Verkehrsunfall). Ausdrücklich nicht versichert sind Straftaten, die nur vorsätzlich begangen werden können (z. B. Steuerhinterziehung
oder Mord). Bedenken Sie dabei bitte, dass der reine Tatverdacht ausreicht, um ein Ermittlungsverfahren zu beginnen und Sie
ggf. in Untersuchungshaft zu bringen. Mit einem erweiterten Straf-RS bzw. einem Spezial-Straf-RS werden Ihre Verteidigungskosten (inkl.
angemessener Honorarvereinbarungen mit Ihrem Strafverteidiger) auch beim Vorwurf von Vorsatzdelikten übernommen. Bei den am Markt
erhältlichen Tarifen kann es Unterschiede geben, ob der private, berufliche oder ehrenamtliche Bereich gedeckt ist.


Verzicht auf Einrede der Vorvertraglichkeit / Kausaltheorie / Folgeereignistheorie

Grundsätzlich besteht Versicherungsschutz nur für solche rechtlichen Streitigkeiten, die erst während der Vertragslaufzeit aufgetreten sind.
Bei der Feststellung, wann ein Fall begann, können jedoch zwei Theorien angesetzt werden: Ist die Schaffung eines neuen Umstands als
ursprünglicher Beginn des Streifalls anzusehen (z. B. der Kauf eines Neuwagens), oder erst der Zeitpunkt, an dem das eigentliche Problem
ersichtlich ist (z. B. Hinweis der Werkstatt, dass der Wagen schon einmal einen schweren Unfall gehabt haben muss, von dem Sie nichts
wussten)? Besteht Ihr Rechtsschutzvertrag seit mindestens fünf Jahren, verzichten viele Versicherer generell auf die Prüfung, ob ein Schaden
als vorvertraglich angesehen werden kann.


Forderungsmanagement

Die meisten Anbieter im Bereich der gewerblichen Rechtsschutzversicherung arbeiten mit einem Inkassodienstleister zusammen. Dessen
Dienste stehen den Kunden dann teils kostenfrei, teils stark preisgemindert zur Verfügung. Neben der Beitreibung unstrittiger offener
Forderungen können so z. B. vergünstigt Wirtschaftsauskünfte über potentielle Vertragspartner eingeholt werden. Diese Dienstleistung fängt
die Nichtversicherbarkeit eines „echten Vertrags-Rechtsschutzes“ in den meisten Fällen auf.


Hilfsgeschäfte/Investitionsgeschäfte/erworbene Dienstleistungen

Viele Verträge, die ein Unternehmen schließt, fallen unter einen dieser Begriffe. Gemeint sind hier Verträge, die geschlossen werden, um den
Geschäftsbetrieb Ihres Unternehmens zu unterstützen, ohne jedoch in direktem Zusammenhang mit Ihrem Unternehmenszweck zu stehen.
Beispiele verdeutlichen, was gemeint ist: die Anschaffung einer neuen Telefonanlage (Hilfsgeschäft), Servicevertrag mit einem IT-Dienstleister
(erworbene Dienstleistung), Erwerb einer neuen Druckmaschine für eine Druckerei (Investitionsgeschäft). Obacht: Investitionsgeschäfte
werden von den meisten Versicherern nicht mehr gedeckt!


Kollektives Arbeitsrecht

Hierunter versteht man das Recht der arbeitsrechtlichen Koalitionen (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände). Dazu gehören insbesondere
das Tarifvertragsrecht, das Arbeitskampfrecht (Streiks und Aussperrungen), das Mitbestimmungsrecht in Unternehmen und Betrieben
(Betriebsverfassungsrecht).


Regress-RS

Wirft Ihnen eine Krankenkasse die Überschreitung des Arzneimittelbudgets vor, folgt im Regelfall eine zeitnahe Verrechnung mit Ihren
Vergütungen über die Kassenärztliche Vereinigung. Liegen besondere Umstände vor, kann eine Budgetüberschreitung aber durchaus legitim
sein. Kann bzw. will man Ihren Begründungen nicht folgen, genießen Sie über den Regress-RS bereits im außergerichtlichen Verfahren Versicherungsschutz.
Die Leistung ist hier versichererabhängig pro Fall bzw. pro Quartal meist begrenzt. Muss ein Fall vor Gericht ausgetragen
werden, steht Ihnen die gesamte Versicherungssumme Ihres Rechtsschutzvertrags zur Verfügung.


Cross-Compliance

„Cross-Compliance“ - oder auch Auflagenbindung genannt - ist ein Instrument der EU,
das Landwirte durch Direktzahlungen dazu verpflichtet, Auflagen im Bereich Umweltschutz,
Lebensmittelsicherheit, Tier-, Pflanzengesundheit und Tierschutz einzuhalten.
Neben dem bewirten ihrer Flächen, müssen Landwirte somit auch Sorge dafür tragen,
dass Grundanforderungen an ihre Betriebsführung ordnungsgemäß eingehalten werden
und das Land in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand bleibt.
Hieraus können u.a. verwaltungsrechtliche Streitigkeiten entstehen. Denn werden die
Auflagen nicht oder teilweise nicht erfüllt, werden Fördergelder reduziert oder gänzlich
gestrichen. Viele Rechtsschutzversicherer bieten hiergegen Versicherungsschutz im
Verwaltungsbereich


D & O Versicherung (Directors & Officers-Versicherung)

Was ist eine D & O Versicherung?

Führungskräfte müssen Tag für Tag weitreichende Entscheidungen treffen. Ist die Entscheidung falsch, kann der Schaden fürs Unternehmen enorm sein. Geschäftsführer (auch Gesellschafter-Geschäftsführer), Aufsichtsräte, Vorstände aber auch Vereinsvorstände oder Entscheider in Stiftungen haften dann persönlich mit ihrem gesamten Privatvermögen.


Was ist bei einer D & O Versicherung versichert?

Die Directors & 0fficers (D&O) Versicherung gewährt Versicherungsschutz für den Fall, dass Sie oder eine andere versicherte Person für einen Vermögensschaden (Achtung! weder Personen- noch Sachschaden) ersatzpflichtig gemacht werden, der in einem Zusammenhang mit der jeweiligen versicherten Tätigkeit steht.

Versichert ist dabei sowohl die Haftung im Innen- wie auch im Außenverhältnis. So können Schadenersatzansprüche vom eigenen Unternehmen an den Entscheider herangetragen werden, aber auch beispielsweise von Geschäftspartnern oder Behörden, die nicht nur die Firma sondern auch den tatsächlichen Schadenverursacher mit ihren Ansprüchen angehen.

Beachten Sie bitte auch, dass Eigentum an der Firma nicht vor der persönlichen Haftung schützt, weshalb auch Gesellschafter-Geschäftsführer z. B. von einem Insolvenzverwalter direkt in Haftung genommen werden können. Laut Gesetzesbeschluss zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) tragen seit 01.07.2010 Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften, unabhängig von deren Größe, amtlicher Notierung oder Aktionärszusammensetzung, einen persönlichen Pflicht-Selbstbehalt von 10 %, max. 1,5-fach des Jahresbruttofestbezuges.

 

 



Versicherter Personenkreis

Der Kreis der Personen, die unter den Versicherungsschutz einer Firmen-D&O fallen, ist inzwischen bei den meisten Tarifen am Markt sehr
weit gefasst. Je nach Gesellschaftsform deckt sie z. B. alle Geschäftsführer (auch Gesellschaftergeschäftsführer), Vorstände, Aufsichtsräte,
Verwaltungsräte, Prokuristen, leitende Angestellte, Interimsmanager, Compliance-Beauftragte, etc.


Außenhaftung

Unter der Außenhaftung werden Haftungsansprüche gegenüber Dritten verstanden. Dies können beispielsweise Aktionäre, Gesellschafter
des Unternehmens, Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Wettbewerber oder der Staat sein. Neben allgemeinen Haftungsregelungen können
auch spezialgesetzliche Haftungsnormen herangezogen werden. Neben dem Manager haftet in der Regel auch das Unternehmen. Die
Bedeutung der Außenhaftung zeigt sich daher meist nur im Insolvenzfall des Unternehmens. Die Verjährung von Schadensersatzansprüchen
Dritter richtet sich nach maßgeblichen Regelungen für die diversen Haftungsgrundlagen. Sie können im Zeitraum zwischen drei und dreißig
Jahre liegen


Innenhaftung

Bei der Innenhaftung handelt es sich um die Haftung des Entscheiders gegenüber dem eigenen Unternehmen. Mehr als zwei Drittel aller
Ansprüche betreffen die Innenhaftung.


Gesamtschuldnerische Haftung

Mehrere Geschäftsführer haften gesamtschuldnerisch für einen Schaden. Der Schadenersatz kann daher komplett oder teilweise bei jedem
davon eingetrieben werden. Bestimmte Ressortverantwortlichkeiten haben hierbei keine Auswirkung auf die Haftung.


Claims-Made-Prinzip und Rückwärtsversicherung

Das Claims-Made-Prinzip wird auch als Anspruchserhebungsprinzip bezeichnet und definiert den Zeitpunkt des Versicherungsfalls. Das
Claims-Made-Prinzip bedeutet, dass die Leistungspflicht des Versicherers erst durch die Geltendmachung von Haftpflichtansprüchen
gegenüber dem Manager und nicht bereits durch die Pflichtverletzung des Managers ausgelöst wird. Vom Versicherungsschutz erfasst sind
also alle Ansprüche die während der Vertragslaufzeit erhoben werden. Unabhängig davon, ob die Schadenursache evtl. bereits vor Vertragsschluss
bestanden hat. Bitte beachten: Den versicherten Personen bereits bekannte Pflichtverletzungen sind vom Versicherungsschutz
jedoch ausgeschlossen und beim Erwerb von Tochtergesellschaften gelten evtl. besondere Regelungen.


Verstoßprinzip

Das Verstoßprinzip bezeichnet das genaue Gegenteil des Claims-Made-Prinzips. Hier wird als Zeitpunkt des Schadeneintritts nicht erst die
Geltendmachung von Haftpflichtansprüchen gegenüber dem Manager als Schadentag ausgelegt, sondern bereits die Pflichtverletzung in der
Vergangenheit. Die meisten D&O-Versicherer verzichten jedoch darauf und regulieren nach dem Claims-Made-Prinzip.


Aktiver Rechtsschutz (negative Feststellungsklage)

Die sogenannte negative Feststellungsklage lässt sich auch als umgekehrte Leistungsklage beschreiben. Durch Sie kann gerichtlich
festgestellt werden, dass ein Rechtsverhältnis nicht besteht, obwohl dies ein Dritter behauptet. So kann man z. B. die Berechtigung einer
Abmahnung gerichtlich prüfen lassen. Man wartet hier also nicht ab, bis man selbst verklagt wird, sondern ergreift seinerseits bereits
die Initiative. Die Feststellungsklage wird als negativ bezeichnet, da man damit beweisen möchte, dass es keine Anspruchsgrundlage der
Gegenpartei gibt.


Eigenschadendeckung bei Eingreifen der Haftungsprivilegierung

Generell genießt man als Arbeitnehmer bei Schäden gegenüber dem Arbeitgeber ein sogenanntes Privileg. Im Prinzip haftet man für den
Schaden nur voll, wenn man diesen grob fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt hat. Bei mittlerer oder nur leichter Fahrlässigkeit haftet
man gar nicht oder nur zum Teil. In den meisten D&O-Versicherungen sind diese Schäden jedoch mit abgedeckt unabhängig vom Verschulden
des Versicherten.


Nachmeldefrist

Sollte Ihre Versicherungssumme nach einem Versicherungsfall für das bestehende Jahr aufgebraucht sein, bieten einige Versicherer gegen
Zahlung einer Einmalprämie die Möglichkeit an, die Versicherungssumme wieder aufzufüllen. Dies bedeutet, dass Sie für einen weiteren
Leistungsfall im gleichen Versicherungsjahr noch einmal die komplette Versicherungssumme zur Verfügung haben. Die wiederaufgefüllte
Versicherungssumme kann jedoch nicht für den Versicherungsfall hergenommen werden, durch den die bisherige Versicherungssumme
bereits aufgebraucht wurde.


Pflichtverletzung, Bedingter Vorsatz (dolus eventualis)

Beim bedingten Vorsatz (dolus eventualis) wird ein möglicher erkannter rechtswidriger Erfolg billigend in Kauf genommen. Zusätzlichen
gelten bei manchen Tarifen am Markt auch die Pflichtverletzungen auf Unternehmensebene mitversichert, bei denen die versicherte Person
unter objektiver Abwägung aller Umstände annehmen durfte, zum Wohle der Gesellschaft zu handeln. So sind nur noch „echte Vorsatzdelikte“
vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


Fremdmandate

Werden eigene Mitarbeiter in Organe fremder Unternehmen für Leitungs- oder Aufsichtstätigkeiten entsendet, so können diese Fremdmandate
auch im Rahmen einer D&O-Versicherung eingeschlossen werden.


Erweiterter Vermögensschadenbegriff

Generell gilt Vermögensschäden folgendes: Vermögensschaden ist jeder Schaden, der weder in der Tötung, Körperverletzung oder Gesundheitsbeeinträchtigung
von Personen (Personenschaden) noch in der Vernichtung, Beschädigung oder dem Abhandenkommen von Sachen
(Sachschaden) besteht, noch sich aus solchen Schäden herleitet (Folgeschaden). Als erweiterter Vermögensschaden gelten dann aber auch
manche Folgeschäden aus Personen- oder Sachschäden mitversichert.


Freistellungsklausel (Company Reimbursement)

Bei dieser Klausel steht der Versicherungsanspruch aus der Versicherungsleistung
dem Unternehmen als Versicherungsnehmer zu und nicht der versicherten Person. Die
versicherte Person wird im Rahmen von Außenhaftungsansprüchen durch das Unternehmen
freigestellt. Ein vorhandener Schaden verlagert sich dann auf die Versicherungsnehmerin
(das Unternehmen). Der Manager wird nicht in Anspruch genommen,
das Unternehmen erhält die Versicherungsleistung.


Reputationsschäden

Leidet durch einen Versicherungsfall das Ansehen der versicherten Person, so können
erforderliche Gegenmaßnahmen zur Wiederherstellung des Ansehens ergriffen werden.
Die notwendigen Aufwendungen z.B. für externe Public-Relations-Berater sind in der
Regel bis zu einem Höchstbetrag im Rahmen der D&O-Versicherung mitversichert. Die
Beauftragung ist jedoch oft mit dem Versicherer abzustimmen.


Abwehrkostenzusatzlimit nach Verbrauch der Versicherungssumme

Ähnlich wie bei der Wiederauffüllung der Versicherungssumme greift diese Klausel erst, wenn durch einen Schadenfall die Versicherungssumme
für die laufende Versicherungsperiode aufgebraucht ist. Unterschied ist, dass das Zusatzlimit nicht mit einem Mehrbeitrag verbunden
ist und dass dieses nur zweckgebunden für Kosten zur Abwehr drohender oder erhobener Haftpflichtansprüche zur Verfügung steht.


Gehaltsfortzahlung

Die dienstvertraglichen Gehaltsansprüche der versicherten Person werden häufig aufgrund behaupteter Ansprüche durch das Unternehmen
aufgerechnet. Die Versicherungsgesellschaft erbringt für einen bestimmten Zeitraum bis zu einer vereinbarten Höhe die monatlichen
Zahlungen für die versicherte Person.


Kosten für einen Konfliktmanager oder einen Mediator

Sollte es bei einem Schadenfall im Innenverhältnis zu Streitigkeiten zwischen der Versicherungsnehmerin (Firma) und der versicherten
Person (Organ) kommen und die Lage scheint zu eskalieren, übernimmt der Versicherer die Kosten bis zu einer bestimmten Höhe für einen
Konfliktmanager oder einen Mediator.


Restrukturierungsversicherung

Sollten Sie oder eines Ihrer Tochterunternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, aber noch nicht insolvenzreif sein, stellt Ihnen
der Versicherer einen sogenannten Spezialisten für Restrukturierung und Sanierung (ReCo-Spezialist) zum Zweck der situationsbezogenen
Beratung zur Verfügung. Dies wäre z. B. der Fall, wenn ein finanzierendes Kreditinstitut Ihre Kreditlinien einseitig kürzt.


Inanspruchnahmen gem. § 64 Satz 1 GmbHG

Bei einigen Versicherern ist auch eine Inanspruchnahme nach § 64 Satz 1 GmbHG mitversichert. Hierbei handelt es sich um den Ersatz
von Zahlungen, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet werden.
Für diese ist der Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft zum Ersatz verpflichtet, sollten diese nicht mit der Sorgfalt eines ordentlichen
Geschäftsmanns vereinbar sein.


Anwaltliche Beratung vor Einleitung eines Straf-, Ordnungswidrigkeiten- oder sonstigen behördlichen
Verfahren

Manche Versicherer bieten Ihnen die Möglichkeit einer anwaltlichen Beratung, bevor ein Verfahren gegen Sie eingeleitet wurde.


Faute non separable des fonctions
Sollten Sie oder eines Ihrer Tochterunternehmen einen Firmensitz in Frankreich, besteht über Ihre D&O auch Versicherungsschutz für
Haftpflichtansprüche nach französischem Recht.


Abwehrkosten bei Sach- und Personenschäden

Reine Sach- und Personenschäden sind über die D&O nicht versichert. Jedoch bieten die meisten Versicherer Versicherungsschutz für die
gerichtliche und außergerichtliche Anspruchsabwehr.


Vorsorgliche Umstandsmeldung nach Vertragsende

Werden Ihnen auch nach Vertragsende Umstände bekannt, die zu einem Schadenfall führen könnten, melden Sie diese unbedingt vorsorglich
an den Versicherer bevor ein Anspruch entstanden ist. Denn nur so kann der Versicherungsschutz für diesen Fall aufrechterhalten
werden. Hier sollten Sie auf die unterschiedlichen Zeiträume und Voraussetzungen der einzelnen Versicherer achten.


Bedingungsweiterentwicklung

Wird der Tarif oder die Bedingungen des Versicherers zum Wohle des Kunden angepasst, gelten die neuen Bedingungen ebenfalls
mitversi¬chert, sofern kein Mehrbeitrag erhoben werden muss.


Verzicht auf Rücktritt bei vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung (Obliegenheitsverletzung)

Unter Obliegenheiten versteht man besondere Pflichten, die der Versicherungsnehmer erfüllen muss, damit Versicherungsschutz besteht.
Dazu zählt beispielsweise die pünktliche Zahlung der Beiträge oder eine wahrheitsgetreue Auskunft über den Hergang eines Schadensfalls.
Kommen Sie diesen Pflichten nicht oder nicht im vereinbarten Umfang nach, kann das Versicherungsunternehmen die Leistung kürzen oder
gar verweigern. Um die Folgen dieser Obliegenheitsverletzungen zu minimieren, verzichten einige Versicherer darauf, Obliegenheitsverletzungen
zu sanktionieren. Hier verzichten die Versicherer auf Ihr Recht, vom Vertrag zurückzutreten, wenn Sie vor Vertragsschluss unrichtige
oder unvollständige Angaben gemacht haben.


Kontinuitätsgarantie

Wird der Vertrag unter Bedingungseinschränkungen fortgesetzt, so gelten diese Beschränkungen nicht für Pflichtverletzungen, die vor der
Wirksamkeit der Bedingungseinschränkungen eingetreten sind. D. h. Sie haben für diese Schäden den gleichen Versicherungsschutz wie vor
der Umstellung des Vertrags bzw. der Bedingungen.


Summen- und Konditionsdifferenzdeckung

Oft besteht bereits eine Versicherung, die aber geringere Versicherungssummen oder auch weniger Deckungserweiterungen (Konditionen)
bietet. Der neue Vertrag wird in aller Regel erst zum Ablauf der bestehenden Versicherung abgeschlossen und wirksam. Ansonsten läge eine
Doppelversicherung vor und es würde dadurch auch zu einer doppelten Prämienbelastung kommen. Um dies zu vermeiden und um Ihnen
trotzdem rasch den verbesserten Versicherungsschutz zu bieten, werden Summen- und Konditionsdifferenzdeckungen angeboten. So werden
Schäden, die von der bestehenden Versicherung abgedeckt sind, bis zum Vertragsende über diese Versicherung reguliert. Tritt aber ein
Schaden auf, der nur oder zumindest stellenweise nur über die neue Hausratversicherung versichert ist, übernimmt die neue Versicherung
den Schaden – obwohl der wirkliche Vertragsbeginn erst in der Zukunft liegt. Sie übernimmt also die Differenz des neuen zum alten Vertrag.


Gruppenunfallversicherung

Was ist eine Gruppenunfallversicherung?

Die Basis für den geschäftlichen Erfolg einer Firma sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Mit einer betrieblichen Gruppen-Unfallversicherung können Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und gleichzeitig sich und Ihre Mitarbeiter vor den wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls schützen.



Der Unfallbegriff - was ist ein versicherter Unfall?

Für einige der Leistungspunkte ist es wichtig, den Unfallbegriff im versicherungstechnischen Sinn zu kennen:

Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.
Wichtig bei dieser Definition sind die folgenden fünf Merkmale: unfreiwillig, Gesundheitsschädigung, von außen, Ereignis und plötzlich. Fehlt
eines oder mehrere dieser Merkmale, ist kein Unfall im Sinn der Bedingungen gegeben.


Erhöhte Kraftanstrengung

Durch die entsprechende Klausel können die durch die erhöhte Kraftanstrengung verursachten Bauch-, Unterleibs- und Knochenbrüche und
alle Schädigungen an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule und auch Gelenksverrenkungen, Zerrungen oder Zerreißungen von Muskeln, Sehnen,
Bändern, Kapseln oder Menisken versichert werden. Nicht versichert sind Schädigungen der Bandscheiben.


Verletzungen durch Eigenbewegung

Eigenbewegungen sind Bewegungen ohne erhöhte Kraftanstrengung. Als Eigenbewegungen bezeichnet man Reflexbewegungen/-handlungen
oder typische Bewegungen eines Menschen bzw. seines Körpers, die ohne ein gleichzeitiges, direkt und von außen auf den Körper einwirkendes
Ereignis durchgeführt wurde. Typische Beispiele einer Eigenbewegung sind das Umknicken beim Gehen oder Joggen, körperliche
Drehbewegungen beim Sport oder Erschrecken mit unmittelbarem Sturz.


24-Stunden-Deckung (auch Freizeitunfälle)

In der Gruppenunfallversicherung kann teilweise gewählt werden, ob der Versicherungsschutz nur bei Unfällen während der Arbeit (sowie
dem direkten Hin- und Rückweg) greift oder auch im privaten Bereich der versicherten Personen. Wenn der private Bereich mitversichert gilt,
erhalten die mitversicherten Personen auch Leistungen für Freizeitunfälle.


Tod

Eine Todesfallleistung ist nicht generell mitversichert und muss meist gesondert beantragt werden. Die Leistung wird fällig, wenn die Folgen
eines Unfalles so schwer sind, dass die versicherte Person innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (z.B. 1 Jahr) aufgrund der Unfallfolgen
verstirbt. Mit der Leistung können dann z.B. die Bestattungskosten abgedeckt werden.


Anrechnung von Vorschäden (Mitwirkungsanteil)

Der Mitwirkungsanteil legt fest, ab welchem Grad der Miteinwirkung bereits vorhandener Schäden, Krankheiten und Gebrechen ohne Vorinvalidität
an Körperteilen und Sinnesorganen eine Kürzung der Invaliditätsentschädigungsleistung vorgenommen wird. Beispiel: Durch einen Unfall
muss der rechte Fuß amputiert werden. Während der Untersuchung stellt sich heraus, dass ein früherer Kreuzbandriss an der Gesundheitsschädigung
bzw. Ihrem Umfang mitgewirkt hat. Der Arzt im Krankenhaus bemisst den Mitwirkungsanteil auf 60 %. Im Falle einer Anrechnung
der Vorschäden ab 50 % wird der damalige Kreuzbandriss auf die Invaliditätsleistung angerechnet (die Invaliditätsleistung wird gekürzt). Sofern
der Tarif aber Vorschäden erst ab einem höheren Mitwirkungsanteil berücksichtigt, wird der Invaliditätsgrad des gesamten Fußes berechnet.


Behinderungsbedingter Mehraufwand

Wenn nach einem Unfall eine dauerhafte Invalidität verbleibt, führt dies oft zu einer Behinderung. Die zusätzlichen Kosten für Umbaumaßnahmen
(z.B. Umbau des PKW, der Wohnung, Blindenhund usw.) können über diese Position zusätzlich abgesichert werden.


Sofortleistung bei schweren Verletzungen

Generell erhalten Sie aus der Unfallversicherung erst eine Leistung, wenn eine gewisse Karenzzeit (z.B. 15 Monate) verstrichen ist, da die Höhe
der Invalidität erst dann festgestellt werden kann. Die Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird sofort fällig. Bei welchen Verletzungen
(teilweise auch Krebserkrankungen) die Leistung fällig wird, ist in den Vertragsbedingungen geregelt.


Übergangsleistung

Nicht immer ist eine durch Unfall erworbene Invalidität dauerhaft. Dennoch können in der Phase der Gesundung teuere Hilfsmittel nötig
werden oder andere Kosten anfallen. Liegt etwa sechs Monate nach dem Unfall noch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Leistungsfähigkeit von 50 % vor, kommt die Übergangsleistung zur Auszahlung, sofern eine solche vereinbart wurde.


Unfallrente

Eine Unfallrente ist nicht generell mitversichert und muss gesondert beantragt werden. Grundsätzlich erhalten Sie aus der Unfallversicherung
eine Leistung in Form einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Unfallrente wird monatlich in vereinbarter Höhe ausgezahlt, wenn durch einen
Unfall ein Invaliditätsgrad von z.B. mind. 50 % verbleibt. Die Höhe der monatlichen Rente (z.B. 250 -2.500 € sowie der entsprechende Invaliditätsgrad
(z.B. 25 - 90 %) kann innerhalb bestimmter Grenzen gewählt werden.


Unfall-Krankenhaustagegeld

Das Unfall-Krankenhaustagegeld kann optional in die Unfallversicherung eingeschlossen werden und leistet, wenn der stationäre Aufenthalt
in einem Krankenhaus aufgrund eines Unfalls notwendig ist. Die vereinbarte Leistung wird für jeden Tag gezahlt, an dem sich die versicherte
Person in der medizinisch notwendigen stationären Behandlung befindet. Ambulante Behandlungen führen nicht zur Leistungspflicht.


Genesungsgeld

Das Genesungsgeld wird im Anschluss an das Unfall-Krankenhaustagegeld für die Zeit der Genesung gezahlt. Meist ist das Genesungsgeld
auf 100 Tage und die Anzahl an Tagen in der stationären Behandlung beschränkt.


Unfalltagegeld

Diese Leistung kann ebenfalls gegen Mehrbeitrag eingeschlossen werden. Beruht eine Arbeitsunfähigkeit auf einem Unfall leistet der Versicherer
das Unfalltagegeld in entsprechender Höhe.


Bergungskosten

Unter Bergungskosten versteht man die Kosten für erforderliche Such- und Rettungsmaßnahmen sowie Transportkosten ins nächste Krankenhaus.
So sind hierüber z.B. auch die hohen Kosten für eine Bergung mittels Hubschrauber abgesichert.


Kosmetische Operationen

Die Kostenübernahme kosmetischer Operationen bezieht sich auf kosmetische Korrekturen, die infolge eines Unfalls entstehen. Es werden
z.B. die Kosten für die Entfernung entstellender Narben (vor allem im Gesicht) übernommen, die man sich z.B. nach einem Sturz in eine
Glasscheibe zugezogen hat.


Bauch- und Unterleibsbrüche

Bauch- und Unterleibsbrüche entstehen meist spontan (oft bei schwerem Heben), ohne
dass ein Unfallereignis vorgelegen hat. Deshalb lösen solche Brüche auch keine Leistungen
der privaten Unfallversicherung aus, es sei denn, dies ist explizit mitversichert.


Zahnersatz-/Zahnbehandlungskosten

Die Übernahme von Zahnersatz- / Zahnbehandlungskosten bezieht sich auf Behandlungen,
die infolge eines Unfalls entstehen. Es werden z.B. die Kosten für die Behandlung
übernommen, wenn man bei einem Sturz die Zähne beschädigt oder sich diese komplett
ausschlägt.


Bewusstseinsstörung durch Medikamente/Alkohol/Herzinfarkt/
Schlaganfall

Grundsätzlich sind Unfälle, die im ursächlichen Zusammenhang mit Geistes- oder Bewusstseinsstörungen
entstehen, ausgeschlossen. Dazu zählen Alkohol- und drogenbedingte
Bewusstseinsstörungen ebenso wie Schlaganfälle, epileptische Anfälle usw.


Ersticken/Ertrinken/Erfrieren

Ob der Tod durch Ertrinken unter Wasser, Ersticken oder Erfrieren immer den Unfallbegriff erfüllt, wurde in der Vergangenheit unterschiedlich
ausgelegt. Es wurde diskutiert, ob das Ertrinken unter Wasser, Ersticken oder Erfrieren als „plötzlich“ angesehen werden kann. Damit Klarheit
für den Kunden geschaffen wird, haben viele Versicherer die genannten Punkte als Unfallursache in den Bedingungen aufgenommen.


Infektion durch Insekten- oder Tierbisse /-stiche (z. B. Zecken) + Infektion von Wunden + Impfschäden

Generell liegt bei Infektionen, Insekten- oder Tierbisse/-stiche kein Unfall im Sinne der Bedingungen vor, da viele Gerichte eine einfache,
geringfügige Hautverletzung durch einen Stich nicht als Unfall ansehen. Folglich gäbe es auch keine Leistung, wenn dadurch eine Invalidität
verbleibt. Viele Versicherer bieten für derartige Schäden durch Aufnahme der entsprechenden Klausel dennoch Versicherungsschutz. Ein
Beispiel hierfür wäre, wenn Sie durch einen Zeckenbiss eine Borreliose oder eine Infektion in Folge einer Impfung erleiden.


Rettung von Personen und Sachen

Grundsätzlich begibt man sich bei der Rettung von Menschen oder Sachen bewusst in eine Gefahrensituation. Somit ist die nötige „Unfreiwilligkeit“
in der Unfalldefinition nicht gegeben. Nur über den Einschluss der Klausel kann dann eine Leistung aus der Unfallversicherung
erfolgen.


Strahlenschäden (außer Kernenergie)

Gesundheitsschäden durch Strahlen sind generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Gerade für Menschen die beruflich, z.B. im
Krankenhaus, Strahlen ausgesetzt sind oder mit Strahlen behandelt werden, ist der Einschluss derartiger Schäden wichtig. Schäden durch
Kernenergie sind aktuell nicht versicherbar.


Tauchtypische Gesundheitsschäden

Beim Tauchen können Gesundheitsschäden entstehen, die nicht die Merkmale eines Unfalles aufweisen. Oft fehlt es an der „Plötzlichkeit des
Ereignisses“, das den Schaden auslöst. Dies ist jedoch Voraussetzung für die Anerkennung als Unfall. Die meisten tauchtypischen Gesundheitsschäden
entstehen aber durch den längeren Aufenthalt in tiefem Wasser. Diese Schäden können beispielsweise sein:


• Lungenüberdruck
• Caissonkrankheit
• Tiefenrausch
• Trommelfellverletzungen
• Blaukommen
• Barotrauma
• Hyperventilation


Diese Lücken schließen verschiedene Unfallversicherungen durch die Gewährung von Leistungen bei solchen Gesundheitsschäden. Die
Kosten für eine Behandlung in der Dekompressionskammer sind sehr hoch und werden von den Versicherern unterschiedlich behandelt.
Tauchern empfehlen wir daher dringend einen genauen Blick in die Bedingungen.


Vergiftung durch Gase oder Dämpfe

Vergiftungen, die durch Gase oder Dämpfe entstehen, wirken nicht „von außen“ auf den Körper ein. Daher ist der explizite Einschluss derartiger
Gesundheitsschädigungen nötig.


Vergiftung durch Nahrungsmittel

Genau wie die Vergiftung durch Gase oder Dämpfe wirken diese Vergiftungen nicht „von außen“ auf den Körper. Daher ist auch hier der Einsatz
einer separaten Klausel nötig.


Kurkostenbeihilfe

Wenn im Anschluss an die Heilbehandlung nach einem Unfall eine Kur-/Reha-Maßnahme erforderlich ist, müssen Sie oft einen Teil dieser
Kosten selbst tragen, falls die gesetzliche Krankenkasse nicht alle anfallenden Kosten übernimmt. Diese Differenz kann mit der Leistung aus
der Unfallversicherung teilweise oder komplett abgesichert werden.


Assistance-Leistungen

Assistance-Leistungen bieten viele Versicherer optional gegen Mehrbeitrag an. Assistance-Leistungen sind z.B. Beratungs-, Hilfs- und organisatorische
Leistungen (wie z.B. Service-Hotlines, Besorgungen, Einkäufe, Überführungen, Pflegeplatzgarantie…) usw. Der Umfang der
versicherten Leistungen ist je nach gewähltem Versicherer sehr unterschiedlich.


Kriegs-/ Bürgerkriegsereignisse

Unfälle, die durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht werden, sind vom
Versicherungsschutz ausgeschlossen. Dadurch hätten Sie als Urlauber keinen Versicherungsschutz,
wenn Sie während eines Urlaubes von einem Krieg oder Bürgerkrieg
überrascht würden.


Meldefrist für Ansprüche bei Invalidität (Eintritt/Meldung)

Bei den meisten Unfallversicherungen ist der Versicherte verpflichtet, unverzüglich den
Eintritt eines Unfallereignisses zu melden. Wird dies nicht beachtet, kann dies zu Leistungskürzungen
führen. Längere Meldefristen verhindern derartige Fehler.


Meldefrist für Ansprüche bei Unfalltod nach Kenntnisnahme

Auch bei Unfalltod gelten entsprechende Meldefristen. Die Verlängerung dieser Meldefristen schafft für Sie und Ihre Hinterbliebenen zusätzliche
Sicherheit bei der Geltendmachung von Ansprüchen.


Ertragsausfall- / Betriebsunterbrechungversicherung

Was ist eine Ertragsausfallversicherung?

Eine Ertragsausfall oder auch Betriebsunterbrechungsversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgeschäden nach einem Sachschaden. Sollte beispielsweise eine Produktionsmaschine durch Feuer zerstört werden, können Sie keine Waren mehr ausliefern.

Ihr Unternehmen steht für einige Zeit still oder der Betriebsablauf ist gestört. Während Ihre Umsätze ausfallen, müssen Sie weiterhin Fixkosten wie Löhne und Gehälter, Pacht und Miete oder Zinsen an die Bank bezahlen.

Die Ertragsausfallversicherung ersetzt die laufenden Kosten bis zu 36 Monate nach der Betriebsunterbrechung durch einen Sachschaden.



Welche Kosten sind durch die Ertragsausfallversicherung versichert?

Zu den versicherten Kosten in der Ertragsausfallversicherung gehören alle fortlaufenden, betrieblichen Kosten wie Löhne, Gehälter, Mieten oder weiterlaufende Zinsen, die infolge der Betriebsunterbrechung nicht mehr erwirtschaftet werden. Zusätzlich werden nicht realisierte Betriebsgewinne ersetzt.

Die Übernahme von Kosten zur Schadenabwendung oder Minderung wie z. B. Anmietung von Fremdräumen, Zukauf von Waren oder zusätzliche Werbeaktionen, um den Schadenverlauf so gering wie möglich zu halten.

Wechselwirkungsschäden – bei Unterbrechungsschäden auf verschieden Betriebsstellen Ihres Unternehmens

Sofern vereinbart, leistet die Ertragsausfallversicherung bei sog. „Rückwirkungsschäden“ wenn Ihr Betrieb einen Unterbrechungsschaden erleidet, weil zum Beispiel einer Ihrer Lieferanten aufgrund eines versicherten Sachschadens keine Produkte mehr an Sie ausliefern kann.

betriebliche Krankenversicherung (bKV)

Was ist eine betriebliche Krankenversicherung?

Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine private Krankenzusatzversicherung für Ihre Mitarbeiter die Versorgungslücken zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung schließt. Von der Kostenerstattung für Zahnersatz, über die Chefarztbehandlung im Krankenhaus bis hin zur Stressprävention.

Ihre Mitarbeiter profitieren von verschiedenen leistungsstarken Bausteinen – ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten! Selbst Vorerkrankungen sind abgesichert.

Steigern Sie mit einer betrieblichen Krankenversicherung Ihre Attraktivität als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt und binden Sie zusätzlich Ihre Mitarbeiter langfristig.


Welche Leistungen gibt es in der betrieblichen Krankenversicherung?

 Sie entscheiden als Arbeitgeber, welche Bausteine am besten zu Ihrem Unternehmen passen.

 

Die Bausteine können Sie als Arbeitgeber frei kombinieren – ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten. Ergänzen Sie zum Wohle Ihrer Mitarbeiter die Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkasse.


Welche Vorteile hat eine betriebliche Krankenversicherung?

Für Arbeitgeber

Positionieren Sie sich als attraktiver sozialer Arbeitgeber und steigern so die Mitarbeiterzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft.

Bereits ab einer Unternehmensgröße von 5 Mitarbeitern erhalten Sie Gruppenkonditionen was eine effiziente und kostengünstige Personalzusatzleistung und sinnvolle Alternative zur Gehaltserhöhung darstellt. Die übernommenen Beitragszahlungen zu den Vorsorgeleistungen können Sie dann als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen.

Geringer Verwaltungsaufwand für Sie: Werden Leistungen von den Mitarbeitern beansprucht, kümmern wir uns darum – wir sind der Ansprechpartner für Ihre Angestellten und berücksichtigen dabei selbstverständlich auch die datenschutzrechtlichen Belange Ihres Unternehmens.

 

Für Arbeitnehmer

Ihre Arbeitnehmer profitieren von leistungsstarken Vorsorgebausteine ohne einer Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten. Das heißt ab dem ersten Tag besteht Versicherungsschutz für die Mitarbeiter auch bei Vorerkrankungen.

Zudem kann die gesamte Familie zu vorteilhafteren Konditionen als bei reinen privaten Tarifen mit abgesichert werden.

Kfz-Versicherung / Flotten-Versicherung

Was ist eine Kfz-Flotten-Versicherung?

Mit einem einheitlichen Beitragssatz für alle Fahrzeuge, können Sie Ihren Fuhrpark einfach und günstig versichern.

Ohne Einschränkungen bei Fahrerkreis, Kilometerleistung und nächtlichem Abstellplatz werden alle Fahrzeuge Ihres Fuhrparks, abhängig von Ihrem bisherigen Schadenverlauf, mit einem einheitlichen Beitragssatz eingestuft.

Das tolle daran ist, alle Fahrzeuge werden gleich eingestuft, auch komplett neu hinzukommende Fahrzeuge.


Bild von Thomas B. auf Pixabay

Welche Voraussetzungen gibt es für eine Flottenversicherung?

Es müssen mindestens 2 Fahrzeuge aktiv sein und auf die Firma zugelassen sein. 


Für wen ist eine Flottenversicherung?

Besonders geeignet ist die Kfz-Flotten-Versicherung für Unternehmen, die auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind. Dazu gehöen u. a.:

- Handwerker und Handelsflotten ohne Zugmaschinen

- Unternehmen, deren Mitarbeiter im Außendienst mit einem Firmenwagen unterwegs sind.

- Unternehmen, die Fahrzeuge im Werksverkerh und außerhalb einsetzen

Vertrauensschadenversicherung

Was ist eine Vertrauensschadenversicherung?

Eine Vertrauensschadenversicherung schützt Sie und Ihr Unternehmen gegen Vermögensschäden durch vorsätzliche kriminelle Handlungen von außenstehenden Dritten oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sogenannte „Vertrauenspersonen“.


Für wen ist eine Vertrauensschadenversicherung sinnvoll?

Es kommt immer häufiger vor, dass Mitarbeiter in die eigene Tasche wirtschaften. Selbst die besten Kontroll- und Vorsorgemaßnahmen können Unternehmen nicht vollständig vor Veruntreuungen schützen.

Insgesamt entstehen jedes Jahr für deutsche Unternehmen Schäden in Höhe von ca. 53 Milliarden Euro durch eigene Mitarbeiter.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: Veränderte Organisationsstrukturen, moderne Informationstechnologien sowie die Dezentralisierung in der EDV erleichtern nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch den Zugriff auf Finanzen, Waren und Daten.

So sind auch langjährige und zuverlässige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht davor gefeit, sich in schwierigen Situationen zu Verzweiflungstaten verleiten zu lassen

So können auch langjährige und zuverlässige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in schwierigen Situationen zu Verzweiflungstaten verleitet werden.

Die finanziellen Folgen tragen am Ende Sie als Unternehmer und sollten deshalb nicht unterschätzt welche existenziellen Schadenhöhen möglich sind.


Schadenbeispiele aus der Vertrauensschadenversicherung

Eine Kassiererin stellte Leergutbons aus, ohne dass tatsächlich eine Leergutrückgabe erfolgte. Da die Kasse immer „stimmte“ konnte der Schwindel über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden. Der Schaden belief sich auf 2.000 €

 

Die Leiterin einer Baumarktfiliale entnahm regelmäßig den Warenbeständen Materialien für den eigenen Hausbau sowie für Dritte um sich selber zu bereichern ohne dafür zu bezahlen. Die Geschäftsleitung bemerkte zwar die fehlenden Warenbestände in der Filiale, konnte aber die Ursache nicht finden. Erst als nach einer vorübergehenden Versetzung der Filialleiterin das Manko schlagartig geringer wurde und an der neuen Wirkungsstätte erhöhte, konnte die Täterin überführt werden. Der entstandene Schaden belief sich auf 15.000 €.

 

Der Vorstandsvorsitzende Ihres Vereins fliegt in den Luxusurlaub und zahlt mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen, die für eigentlich für einen guten Zweck bestimmt waren. Der Vorfall kommt an die Öffentlichkeit und Ihr Verein wird verklagt. Der entstandene Imageschaden ist enorm.

 

In einer großen Rechtsanwaltskanzlei besserte die Personalsachbearbeiterin durch Tricks und Ausnutzung ihrer Vertrauensstellung ihr eigenes Gehalt auf. Sie verbuchte Sonderzahlungen für die Mitarbeiter auf ihr eigenes Konto. Es entstand ein Schaden von 50.000 €


Schwere Krankheiten Absicherung von Schlüsselpersonen (Keyman-Police)

FÜR WEN IST EINE SCHWERE-KRANKHEITENABSICHERUNG SINNVOLL?

Bei der Keyman-Police geht es nicht um den grippalen Infekt der zur 14-tägigen Arbeitsunfähigkeit führ. Es geht darum vor allem schwere Krankheiten, die zu einem längerfristigen Ausfall von Führungskräften führt abzusichern.

Nur in den wenigsten Fällen trifft nämlich die Aussage zu, dass „ein gutes Unternehmen auch ohne Chef läuft“. In der Praxis stehen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen vor dem Existenzaus wenn die Schlüsselperson längerfristig ausfällt.

 

 



Wie funktioniert eine Keyman-Police?

Eine Schwere-Krankheiten-Absicherung (Keyman-Police) soll das Unternehmen vor den finanziellen Folgen eines krankheitsbedingten Ausfalls eines oder mehrerer wichtiger Mitarbeiter schützen.

Dazu schließt das Unternehmen auf das Leben einer oder mehrerer wichtiger Schlüsselpersonen eine Schwere-Krankheiten-Versicherung ab.

Das Unternehmen ist dabei Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter der Versicherungssumme im Todes- und Erlebensfall zu gleich.

Die Versicherungsleistung kann dann dazu verwendet werden, durch den Ausfall bedingte Kosten aufzufangen.

Kosten können z. B. entstehen durch:

- Finden und einarbeiten einer Ersatzperson,

- Verluste durch entgangene Aufträge,

- Laufende Kosten des Geschäftsbetriebs,

- Konventionalstrafen, weil z.B. Liefertermine nicht eingehalten werden können.

 


Eine Schwere Krankheit kann jeden treffen

Neuerkrankungen

Jährlich erkranken nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts fast eine Million Menschen.

Dank des medizinischen Fortschritts sind die Überlebenschancen zwar sehr hoch, doch wie geht es im Ernstfall finanziell weiter?

Können Sie es sich als Geschäftsführer beispielsweise leisten, beruflich kürzer zu treten?

Was passiert, wenn Kosten entstehen, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden - z.B. für spezielle Behandlungen, Reha-Maßnahmen oder den Umbau von Haus, Wohnung oder Auto?


Steuerliche Behandlung der Schweren-Krankheiten-Absicherung wenn der Versicherungsnehmer eine Kapitalgesellschaft ist

- Die Beiträge für die Schwere-Krankheiten-Absicherung sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.

- Versicherte Person kann sowohl ein Arbeitnehmer als auch ein Vorstand einer AG oder ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH sein.

- Eventuell entstehende Rückkaufswerte müssen in der Bilanz aktiviert werden.

- Die fällige Versicherungsleistung ist eine Betriebseinnahme.


Steuerliche Behandlung der Schweren-Krankheiten-Absicherung wenn der Versicherungsnehmer eine Personengesellschaft ist

Die versicherte Person ist ein Gesellschafter:

- Die Beiträge sind nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig.

- Eventuell bestehende Rückkaufswerte müssen nicht aktiviert werden.

- Die Versicherungsleistung ist keine Betriebseinnahme.

Die versicherte Person ist ein „fremder Dritter“, z.B. ein Arbeitnehmer:

- Die Beiträge sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.

- Eventuell bestehende Rückkaufswerte sind aktivierungspflichtig.

- Die Versicherungsleistung stellt eine Betriebseinnahme dar.


0 9369 / 9061 0 (keine Hotline)

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