Navigation überspringenSitemap anzeigen
Jakob Assecuranzmakler GmbH - Logo

0 9369 / 9061 0 (keine Hotline) Rufen Sie uns an

Birkenfelder Str. 1, 97280 RemlingenBesuchen Sie uns

Jakob Assecuranzmakler GmbH Versicherungsbegriffe für Privatkunden

Was ist Thema dieser Seite?

Zur Orientierung!

Die nachfolgenden Akkordeons sind im Prinzip einer Bedarfspyramide aufgebaut.

Am Anfang kommen Versicherungen zur Existensabsicherung,

danach kommen Versicherungen zur Vermögensabsicherung,

und als letztes kommen Versicherungen zum Vermögensaufbau.


Erläuterungen zu den Leistungen

Wir wollen mit dieser Seite erreichen, dass Sie verstehen, was Ihnen die unterschiedlichen Versicherungstarife bieten können. Viele Begriffe aus der Versicherungsbranche können für einen verwirrend sein und zu Missverständnissen führen.

In den kommenden Akkordeons beschreiben wir daher die einzelnen Leistungspunkte zu verschiedenen Versicherungen und erklären diese Teilweise auch mit Videos um die Begriffe für Sie etwas anschaulicher zu machen.

(Manche Videos sind Produktvideos von Versicherern, die das Produkt zwar gut erklären aber nicht zwangsläufig von uns als Vertragspartner gewählt werden)

Sollten trotzdem noch Fragen offen bleiben, dann zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir sind sehr gerne als Ansprechpartner in allen Bereichen der Vorsorge für Sie da!


Privathaftpflichtversicherung

Für wen ist eine Privathaftpflichtversicherung sinnvoll?

Eine private Haftpflichtversicherung gehört zu der existenziellen Mindestabsicherung und ist daher für Jeden eine wichtige und sinnvolle Basisversicherung und wird von uns dringendst empfohlen.

Ohne eine Privathaftpflichtversicherung haften Sie mit Ihrem gesamten privaten Vermögen, wenn jemand durch Ihre Schuld zu Schaden kommt auch wenn es nur ein unachtsamer Moment oder Missgeschick war.



Welche Schäden deckt eine Privathaftpflichtversicherung grundsätzlich ab?

Die private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten bei begründeten Ansprüchen für:

-          Die Kosten für die Reparatur beschädigter Sachen oder für den gleichwertigen Ersatz,

-          entstandene Folgeschäden (Nutzungsausfall),

-          die Bergung und Versorgung verletzter Personen,

-          Verdienstausfall, Schmerzensgeld und Kosten für lebenslange Renten bei bleibenden Schäden (Größter Schadensanspruch)


Versicherte Personen (nicht bei Singletarifen)

Generell genießen außer dem Versicherungsnehmer auch dessen Ehe-/ Lebenspartner und deren unverheiratete, minderjährige Kinder Versicherungsschutz.

Volljährige Kinder, die sich noch in der Schulausbildung oder in einer direkt anschließenden Berufsausbildung befinden, sind auch mitversichert.

Gegenseitige Ansprüche sind aber vom Versicherungsschutz ausgenommen. Je nach Versicherer kann es aber Abweichungen geben. In manchen Fällen sind Einschränkungen in diversen Tarifvarianten zu beachten (z.B. Single, Senioren).

Manche Versicherer betrachten zudem Eltern/Großeltern als versicherte Personen, sofern diese mit Ihnen in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Weitere im Haushalt lebende Personen, wie Haushaltskräfte, können ebenfalls versichert gelten. Dies variiert allerdings je Versicherer.


Für Interessierte Leser an speziellen Klauseln zur Privathaftpflicht

Nachfolgend werden spezielle Versicherungsbegriffe bzw. Klauseln zur Privathaftpflichtversicherung beschrieben und erklärt und sind eine eher "trockene Kost" welche nicht benötigt wird um das Produkt grundsätzlich zu verstehen.


Sachschaden an gemieteten, beweglichen Sachen

Generell sind Schäden an gemieteten, gepachteten, geliehenen oder geleasten Sachen nicht versichert (z.B. eine geliehene Leiter, Werkzeug vom Baumarkt…). Oft können Schäden an geliehenen mobilen Sachen jedoch in der Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen werden.

Eine Begrenzung der Versicherungssumme und gegebenenfalls auch eine Selbstbeteiligung ist üblich.


Schäden beim Öffnen der Kfz-Tür

Fahren Sie in einem fremden Kfz eines guten Bekannten mit und verursachen einen Schaden, indem Sie die Kfz-Tür beim Öffnen an das parkende Fahrzeug nebenan schlagen, kann dieser Schaden durch entsprechende Dellen oder Kratzer im Lack teuer werden.

Dies ist grundsätzlich ein Fall für die Kfz-Haftpflichtversicherung, da der Schaden beim Gebrauch des Kfz entstanden ist.

Ist es einem allerdings unwohl, die Kfz-Haftpflichtversicherung des guten Bekannten in Anspruch zu nehmen und dabei eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts und damit eine Beitragserhöhung zu riskieren, ermöglichen manche Versicherer den Einschluss über die Privathaftpflichtversicherung.


Schäden durch deliktunfähige Kinder

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres (im Straßenverkehr auch teilweise bis zum 10. Lebensjahr)
nicht selbst haftbar gemacht werden können. Liegt auch keine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern/Aufsichtspflichtigen vor, hat der Geschädigte
auch keinen Anspruch auf Schadensersatz. Was bleibt, ist die „moralische Verpflichtung“ gegenüber dem Geschädigten, wie z.
B. Freunden oder den Nachbarn, wenn sie auf „dem Schaden sitzen bleiben“. Durch den Einschluss der entsprechenden Klausel leistet der
Versicherer auch für diese „moralischen Verpflichtungen“.


Schäden durch deliktunfähige (erwachsene) Personen

Auch Erwachsene können unter bestimmten Umständen als deliktunfähig eingestuft werden. Dies ist z.B. der Fall, wenn eine geistige Beeinträchtigung
(auf Grund Alter oder Krankheit) vorliegt. Auch hier ist der Schadenersatzanspruch per Gesetz nicht gegeben. Die „moralische
Verpflichtung“ gegenüber dem Geschädigten lässt sich aber mit Einschluss der entsprechenden Klausel über den Versicherer absichern.


Personenschäden mitversicherter Personen untereinander (Schmerzensgeld)

Grundsätzlich sind Schäden, die Sie mitversicherten Personen (Ehe-/Lebenspartner, Kinder…) zufügen, ausgeschlossen. Durch diese besondere
Klausel sind Personenschäden untereinander mitversichert. So können Schmerzensgeldforderungen oder Verdienstausfall bis hin zu
einer monatlichen Invaliditätsrente bei der eigenen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden. Auch eventuelle Regressforderungen von
Sozialversicherungsträgern, z.B. für die Behandlungskosten, gelten als mitversichert.


Sachschäden mitversicherter Personen untereinander (Sachschäden)

Grundsätzlich sind Sachschäden, die Sie mitversicherten Personen (Ehe-/Lebenspartner, Kinder…) zufügen, ausgeschlossen. Mit dieser
Klausel können solche Sachschäden, zum Beispiel ein beschädigter Fernseher, jedoch wieder mitversichert werden.


Neuwertentschädigung über die gesetzliche Haftpflicht hinaus

Grundsätzlich zahlt die Haftpflichtversicherung nur den Zeitwert einer beschädigten Sache an den Geschädigten. Dies führt besonders bei
technischen Geräten (aber auch Kleidung usw.) in der Regel zu hohen Differenzen zwischen Neuwert bzw. Wiederbeschaffungskosten und
Zeitwert (=Entschädigung des Versicherers). Einige Versicherer bieten im Rahmen Ihrer Privathaftpflichtversicherung an, dass Sie als Versicherungsnehmer
entscheiden können, ob der Geschädigte den Neuwert der beschädigten Sache erhalten soll.


Verzicht auf Leistungskürzung bei Obliegenheitsverletzung

Unter Obliegenheiten versteht man besondere Pflichten, die der Versicherungsnehmer erfüllen muss, damit Versicherungsschutz besteht.
Dazu zählt beispielsweise die pünktliche Zahlung der Beiträge oder eine wahrheitsgetreue Auskunft über den Hergang eines Schadensfalls.
Kommen Sie diesen Pflichten nicht oder nicht im vereinbarten Umfang nach, kann das Versicherungsunternehmen die Leistung kürzen oder
gar verweigern. Um die Folgen dieser Obliegenheitsverletzungen zu minimieren, verzichten einige Versicherer darauf, Obliegenheitsverletzungen
zu sanktionieren.


Forderungsausfalldeckung

Unter Forderungsausfall versteht man die Absicherung eigener Schadenersatzforderungen für den Fall, dass der Schuldige nicht zahlen kann.
Dies kann z. B. der Fall sein, wenn der Schadenverursacher keine Privathaftpflichtversicherung besitzt und für den Schaden auch nicht anderweitig
aufkommen kann (Sozialhilfeempfänger). Dies ist schnell passiert, da nur etwa 70% der Bevölkerung eine Privat-Haftpflichtversicherung
haben und gerade bei Personenschäden schnell hohe Schadenersatzforderungen möglich sind. Voraussetzung für die Leistung ist meist ein
rechtskräftiger gerichtlicher Titel.


Erweiterte Forderungsausfalldeckung

In der erweiterten Forderungsausfalldeckung gelten zusätzlich zu den Leistungen im vorher genannten Punkt auch Ansprüche gegenüber dem
Schädiger (nach erwirkten Titel) mitversichert, die in der Privathaftpflicht nicht versichert gelten oder versicherbar sind. Beispielsweise, wenn
Sie einen Schaden durch ein nicht versichertes Kraftfahrzeug oder ein nicht versichertes Tier erleiden.


Heizöl-/Gastanks

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung wird zwischenzeitlich in vielen Privathaftpflichtversicherungen eingeschlossen. In der Regel werden
allerdings Begrenzungen hinsichtlich des Fassungsvermögens der Tanks vereinbart.


Privat genutzte Kleinkläranlagen

Bei erlaubtem privatem Besitz und Betrieb einer Kleinkläranlage für häusliche Abwässer kann diese, häufig mit einer Auslegung begrenzt auf
wenige Einwohner oder eine bestimmte Menge Abwasser pro Tag, mitversichert werden. Selbiges gilt für privat genutzte Abwassergruben.


Besitzstandsgarantie

Stellt sich im Schadensfall heraus, dass die Bedingungen des Vorversicherers für den Versicherungsnehmer besser gewesen wären als die
aktuellen, reguliert der Versicherer nach den Bedingungen des Vorversicherers.


Beste Leistungen

Hat ein am deutschen Markt frei zugänglicher Versicherer bessere Bedingungen als der aktuelle Versicherer, reguliert der aktuelle Versicherer
im Schadensfall nach den besseren Bedingungen des Mitbewerbers.


Opferhilfe

Wird eine versicherte Person Opfer einer Gewaltstraftat und erhält Versorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz, zahlt der Versicherer
eine zusätzliche Summe an die versicherte Person.


Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit

Wird der VN während der Vertragslaufzeit arbeitslos, leistet der Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen vollen Versicherungsschutz,
ohne dass hierfür ein Beitrag entrichtet werden muss. Die Versicherer hinterlegen teilweise unterschiedlich lange beitragsfreie Zeiträume.


Konditionsdifferenzdeckung

Sie genießen bis zum Ablauf Ihres bestehenden Vertrages bereits alle Leistungserweiterungen des neu abgeschlossenen Vertrages ab dem
Tag der Antragstellung. In der Praxis bedeutet dies, dass der Schaden zunächst dem alten Versicherer gemeldet wird. Lehnt dieser wegen
einer Deckungslücke die Regulierung ab, die aber beim neuen Versicherer mitversichert ist, übernimmt der neue Versicherer den Schaden. So
profitieren Sie ab Antragstellung bereits von den verbesserten Bedingungen.


Abhandenkommen bzw. Verlust geliehener oder gemieteter Sachen

Im Rahmen des oben genannten Leistungspunkts ist der Verlust bzw. das Abhandenkommen an geliehenen oder gemieteten beweglichen
Sachen nochmal speziell zu betrachten. Stellenweise wird von den Versicherern nur die Beschädigung, jedoch nicht der Verlust der Sachen im
Bedingungswerk dargestellt. Meist gibt es auch hierzu spezielle Höchstersatzleistungen und Selbstbehalte


Beschädigung/Abhandenkommen/Verlust von gemieteten Fahrrädern und E-Bikes

Ein üblicher Ausschluss im Rahmen der Klausel für Schäden an gemieteten beweglichen Sachen ist die Beschädigung, das Abhandenkommen
und der Verlust von Landfahrzeugen. Somit gilt z. B. das Abhandenkommen eines geliehenen Fahrrades oder E-Bikes für einen Tagesausflug
nicht mitversichert. Einige Versicherer bieten hiervon abweichend Versicherungsschutz, sofern keine Zulassung des E-Bikes, Pedelecs etc. als
Kraftfahrzeug vorliegt oder verzichten gänzlich auf diesen Ausschluss


Verlust privater, fremder Schlüssel/Codekarten

Ein Schlüsselverlust kann zu hohen Schadenersatzansprüchen führen. Gerade dann, wenn Generalschlüssel verloren werden. Die gesetzliche
Haftpflicht aus dem Verlust von privat genutzten Schlüsseln, die sich rechtmäßig in Ihrem Besitz befunden haben, lässt sich jedoch versichern.
Der Versicherungsschutz beschränkt sich in der Regel auf die Kosten für die Auswechselung von Schlössern und Schließanlagen sowie für
ein vorübergehendes Notschloss. Auch hier ist die Begrenzung der Versicherungssumme und die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung üblich.


Verlust beruflicher, fremder Schlüssel/Codekarten

Während über die oben genannte Klausel nur private Schlüssel versichert sind, bieten einige Versicherungen auch Schutz beim Verlust von
beruflich genutzten Schlüsseln, sofern der Arbeitnehmer dafür haftet. Diese Klausel ist in jedem Fall wichtig, wenn Sie beruflich genutzte
Schlüssel besitzen, da diese Schlüssel oft zu sehr großen Schließanlagen gehören. Ein Austausch sämtlicher Schlösser kann daher sehr
kostspielig sein.


Folgeschäden Schlüsselverlust

Neue Schlösser können immense Kosten verursachen. Darüber hinaus sind auch Folgeschäden denkbar, wenn beispielsweise mit dem verloren
gegangenen Schlüssel ein Einbruchdiebstahl begangen wird. Die Privathaftpflichtversicherung schließt solche Folgeschäden üblicherweise
aus. Die Mitversicherung ist bei einigen Versicherern über den Einschluss einer entsprechenden Klausel aber möglich


Glasschäden

Die Verglasung der Wohnungstüre in der Mietwohnung des Versicherungsnehmers wird beschädigt. Üblicherweise sind Glasschäden an
Mietwohnungen ausgeschlossen, da der Versicherungsnehmer sich hiergegen über eine Glasversicherung speziell versichern könnte. Einige
Versicherer verweisen jedoch nur dann auf eine Glasversicherung, wenn eine solche besteht und auch tatsächlich leistungspflichtig ist, anderenfalls
wird der Glasschaden von der Privathaftpflichtversicherung übernommen.


Einschluss KFZ-Schäden

Generell gehört der Be- und Entladevorgang eines fremden KFZ zu dessen Verwendung (sogenannte „Benzinklausel“) und ist in der Privathaftpflichtversicherung
ausgeschlossen. Der Besitzer des KFZ ist meist nicht gewillt, den Schaden über die evtl. bestehende Vollkaskoversicherung
zu regulieren (Rückstufung). Damit Sie den Schaden nicht aus eigener Tasche zahlen müssen, bieten einige wenige Versicherer einen
entsprechenden Einschluss in den Bedingungen an.


Falsches Betanken fremder, nicht zum regelmäßigen Gebrauch, überlassener Kfz

In der privaten Haftpflichtversicherung sind prinzipiell Schäden ausgeschlossen, die in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Gebrauch eines
Kfz stehen. Dies trifft auch auf den Betankungsvorgang zu, so dass die private Haftpflichtversicherung keinen Ersatz leisten wird. Manche
Versicherer bieten allerdings einen Einschluss hierfür an.


Vermögensschäden aus SFR-Rückstufung bei KH-Schäden

Verursachen Sie einen Schaden, indem Sie mit dem geliehenen Kfz eines Freundes ein anderes Kfz beschädigen, greift grundsätzlich dessen
Kfz-Haftpflichtversicherung. Dann ist allerdings mit einer Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts und dementsprechend mit einer Beitragserhöhung
zu rechnen. Manche Versicherer versichern den ihm entstandenen Vermögensschaden


Vermögensschäden aus SFR-Rückstufung bei Kasko-Schäden

Verursachen Sie einen Schaden, indem Sie mit dem geliehenen Kfz eines Freundes irgendwo dagegen fahren, greift grundsätzlich dessen Kfz-
Kaskoversicherung. Dann ist allerdings mit einer Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts und dementsprechend mit einer Beitragserhöhung
zu rechnen. Manche Versicherer versichern den ihm entstandenen Vermögensschaden.


„Mallorca-Deckung“ für im europäischen Ausland gemietete Kfz

Bei der „Mallorca-Deckung“ handelt es sich um einen gesonderten Schutz, falls Sie einen Mietwagen im Ausland mieten und dort einen Unfall
verursachen. Meistens umfasst der Versicherungsschutz der Mietwagenanbieter nur eine im jeweiligen Land gültige Mindestdeckungssumme.
Diese kann im Schadensfall unter Umständen nicht ausreichen und für Sie daher eine erhebliche Eigenbeteiligung bedeuten. In solchen Fällen
greift die „Mallorca-Deckung“ und übernimmt den Differenzbetrag. Falls sie nicht über Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung mitversichert werden
kann, ist dies bei manchen Versicherern im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung möglich.


Gebrauch von versicherungspflichtigen Luftfahrzeugen

Grundsätzlich sind über die Privathaftpflichtversicherung nur Schäden aus dem Gebrauch von nicht versicherungspflichtigen Luftfahrzeugen
versichert. Manche Versicherer weiten dies aber aus auf versicherungspflichtige Luftfahrzeuge wie kleine Flugmodelle oder Drachen. Bis zu
einem bestimmten Gewicht müssen diese dann nicht separat versichert werden. Die Voraussetzungen unterscheiden sich allerdings je nach
Versicherer.


Gebrauch von Wasserfahrzeugen

Grundsätzlich erfordert das Halten, der Besitz und der Gebrauch von Wasserfahrzeugen zur privaten Verwendung eine separate Haftpflichtversicherung.
Schließlich bringt dies einige Gefahren und Tücken mit sich, die weitreichende Folgen haben können, wenn z. B. ein Schwimmer
verletzt wird. Der Gebrauch von kleinen Wasserfahrzeugen wie Windsurfbretter oder kleine Segelboote ist jedoch üblicherweise in der Privathaftpflichtversicherungen
enthalten, wobei die versicherten Wasserfahrzeuge je Versicherer variieren können.


Ehrenamt

Wenn Sie Schäden bei einer unentgeltlichen Freiwilligenarbeit aufgrund eines sozialen Engagements verursachen, sind diese im Rahmen
Ihrer Privathaftpflichtversicherung versichert. Dazu gehört z.B. die Mitarbeit in der Kranken und Altenpflege, in der Behinderten-/Kirchen-/Jugendarbeit,
in Vereinen/Bürgerinitiativen/Parteien und Interessenverbänden, bei der Freizeitgestaltung (z.B. Sportverein, Musik, Pfadfinder…).
Versicherungsschutz für ehrenamtliche Tätigkeiten in öffentlichen/hoheitlichen Bereichen (Bürgermeister, Freiwillige Feuerwehr, usw.) müssen
stellenweise separat vereinbart werden.


Auslandsaufenthalte

Grundsätzlich besteht in der privaten Haftpflicht auch eine Auslandsdeckung. Schadenfälle im Ausland werden also grundsätzlich auch von
Ihrem Versicherer übernommen. Allerdings ist dies je nach Versicherer zeitlich begrenzt. Längere Auslandsaufenthalte (z.B. länger als ein
Jahr) müssen separat versichert werden. Zusätzlich unterscheiden die Versicherer teilweise zwischen europäischem und nicht-europäischem
Ausland.


Kaution (weltweit)

Verursachen Sie einen Schaden im Ausland und müssen durch behördliche Anordnung eine Kaution hinterlegen, stellen Ihnen manche
Versicherer den erforderlichen Betrag bis zur angegebenen Höhe zur Verfügung und gehen in Vorleistung. Dieser Betrag wird dann auf die
zu leistende Schadenersatzzahlung angerechnet. Ist die Kaution höher als der zu leistende Schadenersatz, müssen Sie den Differenzbetrag
rückerstatten. Ist allerdings der zu leistende Schadenersatz höher, stockt der Versicherer bis zum vereinbarten Limit auf.


Private Haltung von wilden Tieren (z.B. Schlangen, Spinnen, Skorpione)

Die Haltung wilder Tiere ist in der Privathaftpflicht-Versicherung grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen kann es in bestimmten Versicherungstarifen
geben. Eventuell muss eine Sondervereinbarung mit dem Versicherer getroffen werden


Tierhaltung – Hüten fremder Tiere

Wer auf einen fremden Hund oder ein Pferd „aufpasst“, übernimmt automatisch das sogenannte „Tierhüterrisiko“ und ist damit zu einem gewissen
Grad dafür verantwortlich, wenn das Tier eine andere Person schädigt. Dieses Tierhüterrisiko kann in der Privathaftpflichtversicherung
mitversichert werden, solange kein gewerbsmäßiges Hüten fremder Tiere stattfindet. Ausgeschlossen bleiben in der Regel Schäden an den
zu beaufsichtigten Tieren selbst.


Selbstständige gewerbliche Nebentätigkeiten

Grundsätzlich muss eine gewerbliche Tätigkeit mit einer separaten Betriebshaftpflicht abgesichert werden. Einige Versicherer bieten für eine
selbstständige Nebentätigkeit jedoch auch Versicherungsschutz im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung. Allerdings muss hier darauf
geachtet werden, ob das ausgeübte Gewerbe mitversichert ist und ob Begrenzungen z.B. hinsichtlich des Jahresumsatzes nicht überschritten
werden. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Tätigkeiten meist nur auf Basis der Allgemeinen Haftpflichtbedingungen mitversichert sind. Die
hier aufgeführten Deckungserweiterungen greifen daher in der Regel nicht für Schäden aus der gewerblichen Tätigkeit. Wir empfehlen daher
immer den Abschluss einer separaten Betriebshaftpflichtversicherung.


Haftpflichtansprüche des Arbeitgebers/Dienstherren

Für Sachschäden, die Sie Ihrem Arbeitgeber während der Arbeitszeit zufügen, haften Sie nur bedingt. Grob kann man sagen, dass der Arbeitnehmer
bei Schäden durch leichte Fahrlässigkeit nicht haftet. Jedoch muss er bei mittlerer Fahrlässigkeit bereits damit rechnen, zu 50 %
haftbar gemacht zu werden. Bei grob fahrlässig zugefügten Schäden haftet man als Arbeitnehmer voll. Wenn eine Haftung besteht, übernimmt
die Privathaftpflicht diesen Teil – sofern das im jeweiligen Tarif mitversichert ist. Unberechtigte Ansprüche wehrt der Versicherer ab.


Gefälligkeitshandlungen

Anspruch auf Schadensersatz besteht nicht, wenn eine Person einer anderen Person bei einer unentgeltlichen Tätigkeit hilft (=Gefälligkeitsschäden).
Zumindest wurde in mehreren Gerichtsurteilen in der Vergangenheit festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Leider bleibt dabei ein
unschöner Beigeschmack: Man wollte ja eigentlich z.B. beim Umzug helfen und den Freund jetzt nicht auf den Kosten für die zerbrochene
Lampe sitzen lassen. Damit dies vermieden wird, bieten immer mehr Versicherer einen Einschluss für Gefälligkeitsschäden an.


Einschluss Diensthaftpflichtversicherung

Die Diensthaftpflicht ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Beamte und Angestellte oder Arbeiter des öffentlichen Dienstes. Anders
als bei normalen Angestellten können Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst schneller in Regress genommen werden. Je nach Ihrer
Tätigkeit in den Bereichen Verwaltung, Bildung und Sicherheit (Polizei, Bundeswehr…) sollte der Versicherungsschutz die entsprechenden
Erweiterungen bieten.


Berufsunfähigkeitsversicherung / Dienstunfähigkeitsversicherung

Was ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ursachen für die Berufsunfähigkeit

Wird man berufsunfähig und kann seinem Beruf nicht mehr ausüben, fallen die Einnahmen aus Lohn und Gehalt weg. Meistens kommen auch noch weitere finanzielle Belastungen wie z. B. medizinische Versorgung oder Betreuung hinzu. Besonders schwierig ist das für Familien mit Alleinverdiener, Singles oder junge Leute mit nur geringen finanziellen Rücklagen.

Besonders hoch ist das Risiko berufsunfähig zu werden für viele handwerkliche Berufe.  Aber auch Menschen, die nicht körperlich arbeiten, haben das Risiko berufsunfähig zu werden, beispielsweise durch psychische Erkrankungen was mittlerweile die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit ist.

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Form einer Erwerbsminderungsrente reichen dabei selten aus die finanzielle Lücke zu schließen. Abhilfe kann die BU-Versicherung schaffen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt daher zu der Existenzabsicherung. Denn praktisch jeder, der auf sein Einkommen nicht verzichten kann, wird um eine zusätzliche Absicherung nicht herumkommen, um seinen gewohnten Lebensstandard auch im Fall seiner Berufsunfähigkeit weiter halten zu können.



Brauchen Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung?


Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt einem berufstätigen Versicherten eine monatliche BU-Rente, wenn er wegen einer Krankheit oder eines Unfalls zu mindestens 50 % berufsunfähig ist. Zudem werden pflegebedürftige ab Pflegestufe 1 häufig als berufsunfähig eingestuft, je nach vertraglicher Vereinbarung.

Aber Achtung: Die Versicherer verwenden in ihren Verträgen unterschiedliche Definitionen was eine Berufsunfähigkeit ausmacht.


Der Gesetzgeber hat die Berufsunfähigkeit im Versicherungsvertragsgesetz folgendermaßen definiert:

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.

Als weitere Voraussetzung (…) kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Unter den Versicherern welche Berufsunfähigkeitsversicherungen anbieten, gibt es allerdings keine einheitliche Definition des Begriffs.


Die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

Hierbei handelt es sich um einen eigenständigen Risikovertrag. Dabei wird mit den biometrischen Daten (Alter, BMI, Vorerkrankungen, etc.) das individuelle Berufsunfähigkeitsrisiko ermittelt. Daraus, sowie der gewünschten Laufzeit (z.B. bis zum 67 Lebensjahr) und der versicherten monatlichen BU-Rente errechnet sich der erforderliche Beitrag.

 

Eintritt der Berufsunfähigkeit:

Die Versicherung zahlt die vereinbarte monatliche BU-Rente, solange der versicherte Berufsunfähig ist. Jedoch nicht länger als bis zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit.

 

Kein Eintritt der Berufsunfähigkeit:

Wenn die vereinbarte Vertragslaufzeit zu Ende ist (z.B. 67. Lebensjahr) wird nur in selten Fällen eine Schlusszahlung (wie bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung) erfolgen, da der Versicherte während der Vertragslaufzeit keinen Sparanteil sondern einen reinen Risikobeitrag bezahlt.


Die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ)

Eine BUZ kann nur in Kombination mit einer Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen werden. Die Berufsunfähigkeitsrente dient in solchen Fällen dazu, dass die Beiträge zur Altersvorsorge des Versicherten, weiterhin bezahlt werden. So kann zumindest die private Altersvorsorge gesichert werden.

Eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung kann darüber hinaus auch vereinbart werden.


Die wichtige Dynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer eine dauerhaft ausreichende Berufsunfähigkeitsrente sichern will, sollte darauf achten, dass die vereinbarte BU-Rente nicht dauerhaft von der Inflation entwertet wird. Es ist also wichtig die Berufsunfähigkeitsrente regelmäßig anzupassen. Damit eine Anpassung nicht jedes Jahr neu erfolgen muss, erhöht eine Dynamik die Leistung und den Beitrag in vorher vereinbarter Höhe. Sollte die finanzielle Situation eine Erhöhung nicht zulassen, ist es auch möglich Erhöhungen komplett auszusetzen und erst die nächste wieder anzunehmen.


Was ist die Risikoprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Der entscheidende Punkt bei der Gestaltung der Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer die Frage: Wie groß ist das Risiko des Antragstellers, berufsunfähig zu werden? Ob und zu welchen Bedingungen man Versicherungsschutz erhält, ist vor allem deshalb abhängig von:

 

  1. Gesundheitszustand, aktuellen Krankheiten bzw. Vorerkrankungen
  2. Alter
  3. ausgeübtem Beruf (häufig haben die Versicherungsunternehmen „Berufskataloge“, die das Risiko der Tätigkeiten berücksichtigen.)
  4. risikoreichen Hobbys

 

Um diese ganz individuellen Lebensumstände richtig zu bewerten, erfolgt vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung einmalig die sogenannte Risikoprüfung. Dabei wird man von den Versicherern aufgefordert, schriftlich verschiedene Fragen zum Gesundheitszustand und zur Krankheitsvorgeschichte zu beantworten. Diese Fragen beziehen sich in der Regel auf fünf bis zehn Jahre vor Antragstellung. Liegen risikorelevante Einschränkungen vor, zum Beispiel Allergien, müssen darüber auf einem zusätzlichen Fragebogen weitere Angaben gemacht werden.

 

Durch die einmalige Risikoprüfung ist es deshalb empfehlenswert besonders in jungen Jahren, wenn man noch fit und gesund ist, eine BU-Versicherung abzuschließen und so den Beitrag niedrig zu halten und die Gesundheitsfragen „einzufrieren“.

 

Anhand dieser Angaben wird das Risikoprofil des Kunden ermittelt. Basierend darauf legt der Versicherer einen Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung fest.

 

 


Wie wird festgestellt ob man Berufsunfähig ist?

Wer wegen eines Unfalls oder durch einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann und ohne Einkommen dasteht, hat mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gut vorgesorgt. Doch die Versicherung zahlt nicht automatisch: Zunächst muss ein Facharzt feststellen, ob beim Versicherten tatsächlich eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Diese Diagnose kann der Versicherer durch Melde- oder Fragebögen an den Versicherten selbst oder an dessen Hausarzt überprüfen. Gegebenenfalls kann auch ein anderer Arzt mit der Prüfung beauftragt werden.

 

Kommt dieser zu dem Ergebnis, dass keine Berufsunfähigkeit vorliegt, kann der Versicherte einen Gutachter einschalten: Das Versicherungsunternehmen schlägt zum Beispiel drei Ärzte vor, die in der Nähe des Betroffenen praktizieren. Der Versicherte wählt einen aus und der erstellt dann ein Gutachten.

 


Gibt es Weitere Möglichkeiten seine Arbeitskraft zu schützen?

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus und die Berufsunfähigkeitsversicherung als Absicherung ist nicht die ideale Option (z.B. zu Teuer, Risikoausschlüsse): Für diesen Fall gibt es andere Alternativen. Je nach Beruf und individuellem Bedürfnis kommen auch verschiedene private Versicherungen in Frage, wie Arbeitnehmer das Risiko des Einkommensverlustes abdecken können. Dazu zählen unter anderem die folgenden Versicherungen:

 

  • Die Grundfähigkeitsversicherung: Bei der Grundfähigkeitsversicherung werden bestimmte grundlegende Fähigkeiten versichert. Dazu zählen zum Beispiel das Sehen, Sprechen, Gehen, Autofahren oder Treppensteigen. Wer Fähigkeiten verliert, die im Vertrag bestimmt wurden, bekommt von der Versicherung eine vertraglich vereinbarte monatliche Rente ausgezahlt.
  • Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann etwa für Personen in körperlich anstrengenden Berufen sinnvoll sein.
  • Auch die Leistungen einer privaten Unfallversicherung helfen Arbeitnehmern weiter, sollten sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten können (u.a. auch mit monatlichen Renten).
  • Die Anbieter von Dread-Disease-Versicherungen leisten, wenn eine schwere Krankheit wie etwa Krebs oder Multiple Sklerose die Ursache einer Berufsunfähigkeit ist.
  • Multi-Risk-Versicherungen sorgen für einen Rundumschutz gegen Erkrankungen und Unfälle, indem sie verschiedene Bausteine aus den anderen Versicherungen kombinieren.

 


Schwere Krankheiten Absicherung (Dread Disease)

Was ist eine Schwere-Krankheiten-Absicherung oder auch Dread Diseas genannt?

Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt bei schwerer Krankheit sofort die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe.

Welche Krankheiten versichert sind ist je nach Versicherer unterschiedlich und kann von Ihnen gewählt werden.

Im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen können die Beiträge abgesetzt werden. Die Auszahlung im Leistungsfall ist dabei für Privatpersonen in der Regel steuerfrei



Für wen ist eine Schwere-Krankheiten-Absicherung Sinnvoll?

Besonders zu empfehlen ist diese Art der Versicherung dann, wenn Sie finanziell auf Ihre Arbeitskraft angewiesen sind und z. B.

- Einen Hauskredit abzahlen,

- den Partner oder die Familie absichern,

- notwendige Umbaumaßnahmen (Haus, Auto, etc.) finanzieren oder

- spezielle Behandlungen, Reha Maßnahmen oder eine Facharztbehandlung im Ausland finanzieren möchten.

Die finanzielle Unabhängigkeit im Leistungsfall bietet dabei vielfache Möglichkeiten, sich auf die Genesung oder die Familie zu konzentrieren.


Wie wahrscheinlich ist es, schwer zu erkranken?

Neuerkrankungen

In Deutschland erleiden ca. 270.000 Menschen jedes Jahr einen Schlaganfall, ca. 220.000 Menschen einen Herzinfarkt und ca. 482.400 Menschen erkranken an Krebs. Hinzu kommen noch seltenere Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose.

Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich über 1 Millionen Menschen schwer. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken, liegt bei Männern bei 50,7 % und für Frauen bei 42,8 %.

(Quelle: Robert-Koch-Institut, Stand 11/2016; Deutsche Herzstiftung, Jahresbericht 2017; Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, 2018)

Kinderabersicherung

Was genau ist Kindervorsorge?

Wie bei einem Baukasten können Sie den Schutz des Kindes auf seine Bedürfnisse abstimmen und individuell erweitern.

Der Grundbaustein ist dabei die finanzielle Vorsorge oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dazu kann dann je nach Ihren Wünschen ein zusätzlicher Versicherungsschutz für Krankheiten und/oder Unfälle dazu gebaut werden.

Übrigens gibt es auch sinnvolle Möglichkeiten für Großeltern und Onkel/Tante, sich für die Absicherung bzw. Zukunftsvorsorge finanziell zu engagieren durch „Spar-mit-Optionen“.



Warum sollte ich mein Kind heute schon absichern?

 Aus finanzieller Sicht:

 

Die hier genannten Zahlen haben nur beispielhaften Charakter

Die Zukunftsaussichten der Kinder sehen alles andere als rosig aus: Immer weniger Berufstätige finanzieren immer mehr Rentner und deren längere Renten­zeiten, Thema demographischer Wandel. Dies hat zur Folge, dass die Beitragssätze weiter ansteigen, während die Alterseinkünfte sinken.

Jetzt kommt es also auf die Eigenvorsorge an: Je früher Sie damit beginnen, umso günstiger wird es. Aus Ihren Monats­beiträgen kann im Lauf der Zeit durch den Zinseszinseffekt eine stattliche Summe entstehen.

Der Zinseszinseffekt ist der beste Freund jeden Kindes. Gerade weil es noch so viele Jahre bis zum Ruhestand vor sich hat, mausern sich auch kleine Sparraten zu beachtlichen Auszahlungen (siehe Grafik).


Die übliche Idee der Ausbildungsversicherung

 

Die hier genannten Zahlen haben nur beispielhaften Charakter

Es ist der Klassiker: Mit der Geburt eines Kindes macht man sich schon Gedanken, wie man bis zu dessen Volljährigkeit etwas ansparen kann. Meist hat man hier den Führerschein und ein erstes Auto im Sinn, für das die Summe eingesetzt werden kann. Kommt das Geld zur Auszahlung, ist der Vertrag beendet. Das viel größere Problem der Altersarmut, das bereits heute ein greifbares Schreckgespenst ist, geht man so jedoch nicht an.


Warum sollte ich mein Kind heute schon absichern?

 Zur Vorsorge im Alltag:

Mit jedem Lebensmonat wird Ihr Kind mobiler und experimentierfreudiger. Gelegentlich wird es auch einmal krank sein oder kleinere harmlose Unfälle erleiden. Dies alles gehört zum Wachsen und Werden dazu und ist für eine gute Entwicklung auch unabdingbar.

Als neugebackene verantwortungsbewusste Eltern wissen Sie aber auch, dass Sie Ihr Kind nicht in jeder Sekunde seines jungen Lebens vor allen Risiken schützen und bewahren können. Vor einer plötzlich auftretenden, schweren Krankheit oder eines unvorhersehbaren schweren Unfalls beispielsweise ist leider niemand geschützt.

Gegen die finanziellen Folgen eines solchen Schicksalsschlags können Sie sich und Ihr Kind dagegen weitgehend absichern. So können wir Ihnen die ein oder andere Befürchtung und Sorge abnehmen - damit Sie den Kopf frei haben und Ihr Elternglück in vollen Zügen und ungetrübt genießen können.

 

Unfallversicherung

Was ist eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung sichert Sie gegen die finanziellen Folgen einer dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung durch einen schwerwiegenden Unfall ab. Aber auch bei Tod oder Unfallfolgen, die nicht dauerhaft sind, leistet die Unfallversicherung.

Der Versicherungsschutz gilt Weltweit und rund um die Uhr und kann zum Beispiel dafür genutzt werden, Krankenhausaufenthalte, Arztkosten oder wenn nötig den behindertengerechten Umbau Ihres Zuhauses zu bezahlen.



Erklärungsvideo Mitwirkungsanteil


Der Unfallbegriff - was ist ein versicherter Unfall?

Für einige der Leistungspunkte ist es wichtig den Unfallbegriff im versicherungstechnischen Sinn zu kennen:

Ein Unfall liegt vor, wenn der
Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.


Wichtig bei dieser Definition sind die folgenden fünf Merkmale:

unfreiwillig,

Gesundheitsschädigung,

von außen,

Ereignis

und plötzlich.

Fehlt eines oder mehrere dieser Merkmale, ist kein Unfall im Sinn der Bedingungen gegeben.

Spezielle Begriffe der Unfallversicherung!

Nachfolgend werden für die Unfallversicherung spezielle Klauseln erklärt.


Erhöhte Kraftanstrengung

Durch die entsprechende Klausel können die durch die erhöhte Kraftanstrengung verursachten Bauch-, Unterleibs- und Knochenbrüche und
alle Schädigungen an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule und auch Gelenksverrenkungen, Zerrungen oder Zerreißungen von Muskeln, Sehnen,
Bändern, Kapseln oder Menisken versichert werden. Nicht versichert sind Schädigungen der Bandscheiben.


Verletzungen durch Eigenbewegung

Eigenbewegungen sind Bewegungen ohne erhöhte Kraftanstrengung. Als Eigenbewegungen bezeichnet man Reflexbewegungen/-handlungen
oder typische Bewegungen eines Menschen bzw. seines Körpers, die ohne ein gleichzeitiges, direkt und von außen auf den Körper einwirkendes
Ereignis durchgeführt wurde. Typische Beispiele einer Eigenbewegung sind das Umknicken beim Gehen oder Joggen, körperliche
Drehbewegungen beim Sport oder Erschrecken mit unmittelbarem Sturz.


Tod

Eine Todesfallleistung ist nicht generell mitversichert und muss meist gesondert beantragt werden. Die Leistung wird fällig, wenn die Folgen
eines Unfalles so schwer sind, dass die versicherte Person innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (z.B. 1 Jahr) aufgrund der Unfallfolgen
verstirbt. Mit der Leistung können dann z.B. die Bestattungskosten abgedeckt werden.


Anrechnung von Vorschäden (Mitwirkungsanteil)

Der Mitwirkungsanteil legt fest, ab welchem Grad der Miteinwirkung bereits vorhandener Schäden, Krankheiten und Gebrechen ohne Vorinvalidität
an Körperteilen und Sinnesorganen eine Kürzung der Invaliditätsentschädigungsleistung vorgenommen wird. Beispiel: Durch einen Unfall
muss der rechte Fuß amputiert werden. Während der Untersuchung stellt sich heraus, dass ein früherer Kreuzbandriss an der Gesundheitsschädigung
bzw. Ihrem Umfang mitgewirkt hat. Der Arzt im Krankenhaus bemisst den Mitwirkungsanteil auf 60 %. Im Falle einer Anrechnung
der Vorschäden ab 50 % wird der damalige Kreuzbandriss auf die Invaliditätsleistung angerechnet (die Invaliditätsleistung wird gekürzt). Sofern
der Tarif aber Vorschäden erst ab einem höheren Mitwirkungsanteil berücksichtigt, wird der Invaliditätsgrad des gesamten Fußes berechnet.


Behinderungsbedingter Mehraufwand

Wenn nach einem Unfall eine dauerhafte Invalidität verbleibt, führt dies oft zu einer Behinderung. Die zusätzlichen Kosten für Umbaumaßnahmen
(z.B. Umbau des PKW, der Wohnung, Blindenhund usw.) können über diese Position zusätzlich abgesichert werden.


Sofortleistung bei schweren Verletzungen

Generell erhalten Sie aus der Unfallversicherung erst eine Leistung, wenn eine gewisse Karenzzeit (z.B. 15 Monate) verstrichen ist, da die Höhe
der Invalidität erst dann festgestellt werden kann. Die Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird sofort fällig. Bei welchen Verletzungen
(teilweise auch Krebserkrankungen) die Leistung fällig wird, ist in den Vertragsbedingungen geregelt.


Übergangsleistung

Nicht immer ist eine durch Unfall erworbene Invalidität dauerhaft. Dennoch können in der Phase der Gesundung teuere Hilfsmittel nötig
werden oder andere Kosten anfallen. Liegt etwa sechs Monate nach dem Unfall noch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Leistungsfähigkeit von 50 % vor, kommt die Übergangsleistung zur Auszahlung, sofern eine solche vereinbart wurde.


Unfallrente

Eine Unfallrente ist nicht generell mitversichert und muss gesondert beantragt werden. Grundsätzlich erhalten Sie aus der Unfallversicherung
eine Leistung in Form einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Unfallrente wird monatlich in vereinbarter Höhe ausgezahlt, wenn durch einen
Unfall ein Invaliditätsgrad von z.B. mind. 50 % verbleibt. Die Höhe der monatlichen Rente (z.B. 250 -2.500 € sowie der entsprechende Invaliditätsgrad
(z.B. 25 - 90 %) kann innerhalb bestimmter Grenzen gewählt werden.


Unfall-Krankenhaustagegeld

Das Unfall-Krankenhaustagegeld kann optional in die Unfallversicherung eingeschlossen werden und leistet, wenn der stationäre Aufenthalt
in einem Krankenhaus aufgrund eines Unfalls notwendig ist. Die vereinbarte Leistung wird für jeden Tag gezahlt, an dem sich die versicherte
Person in der medizinisch notwendigen stationären Behandlung befindet. Ambulante Behandlungen führen nicht zur Leistungspflicht.


Genesungsgeld

Das Genesungsgeld wird im Anschluss an das Unfall-Krankenhaustagegeld für die Zeit der Genesung gezahlt. Meist ist das Genesungsgeld
auf 100 Tage und die Anzahl an Tagen in der stationären Behandlung beschränkt.


Unfalltagegeld

Diese Leistung kann ebenfalls gegen Mehrbeitrag eingeschlossen werden. Beruht eine Arbeitsunfähigkeit auf einem Unfall leistet der Versicherer
das Unfalltagegeld in entsprechender Höhe.


Bergungskosten

Unter Bergungskosten versteht man die Kosten für erforderliche Such- und Rettungsmaßnahmen sowie Transportkosten ins nächste Krankenhaus.
So sind hierüber z.B. auch die hohen Kosten für eine Bergung mittels Hubschrauber abgesichert.


Kosmetische Operationen

Die Kostenübernahme kosmetischer Operationen bezieht sich auf kosmetische Korrekturen, die infolge eines Unfalls entstehen. Es werden
z.B. die Kosten für die Entfernung entstellender Narben (vor allem im Gesicht) übernommen, die man sich z.B. nach einem Sturz in eine
Glasscheibe zugezogen hat.


Bauch- und Unterleibsbrüche

Bauch- und Unterleibsbrüche entstehen meist spontan (oft bei schwerem Heben), ohne dass ein Unfallereignis vorgelegen hat. Deshalb lösen
solche Brüche auch keine Leistungen der privaten Unfallversicherung aus, es sei denn, dies ist explizit mitversichert.


Zahnersatz-/Zahnbehandlungskosten

Die Übernahme von Zahnersatz- / Zahnbehandlungskosten bezieht sich auf Behandlungen,
die infolge eines Unfalls entstehen. Es werden z.B. die Kosten für die Behandlung
übernommen, wenn man bei einem Sturz die Zähne beschädigt oder sich diese komplett
ausschlägt.


Bewusstseinsstörung durch Medikamente/Alkohol/Herzinfarkt/
Schlaganfall

Grundsätzlich sind Unfälle, die im ursächlichen Zusammenhang mit Geistes- oder Bewusstseinsstörungen
entstehen, ausgeschlossen. Dazu zählen Alkohol- und drogenbedingte
Bewusstseinsstörungen ebenso wie Schlaganfälle, epileptische Anfälle usw.


Ersticken/Ertrinken/Erfrieren

Ob der Tod durch Ertrinken unter Wasser, Ersticken oder Erfrieren immer den Unfallbegriff
erfüllt, wurde in der Vergangenheit unterschiedlich ausgelegt. Es wurde diskutiert,
ob das Ertrinken unter Wasser, Ersticken oder Erfrieren als „plötzlich“ angesehen werden
kann. Damit Klarheit für den Kunden geschaffen wird, haben viele Versicherer die genannten
Punkte als Unfallursache in den Bedingungen aufgenommen.


Infektion durch Insekten- oder Tierbisse /-stiche (z. B. Zecken) + Infektion von Wunden + Impfschäden

Generell liegt bei Infektionen, Insekten- oder Tierbisse/-stiche kein Unfall im Sinne der Bedingungen vor, da viele Gerichte eine einfache,
geringfügige Hautverletzung durch einen Stich nicht als Unfall ansehen. Folglich gäbe es auch keine Leistung, wenn dadurch eine Invalidität
verbleibt. Viele Versicherer bieten für derartige Schäden durch Aufnahme der entsprechenden Klausel dennoch Versicherungsschutz. Ein
Beispiel hierfür wäre, wenn Sie durch einen Zeckenbiss eine Borreliose oder eine Infektion in Folge einer Impfung erleiden.


Rettung von Personen und Sachen

Grundsätzlich begibt man sich bei der Rettung von Menschen oder Sachen bewusst in eine Gefahrensituation. Somit ist die nötige „Unfreiwilligkeit“
in der Unfalldefinition nicht gegeben. Nur über den Einschluss der Klausel kann dann eine Leistung aus der Unfallversicherung
erfolgen.


Strahlenschäden (außer Kernenergie)

Gesundheitsschäden durch Strahlen sind generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Gerade für Menschen die beruflich, z.B. im
Krankenhaus, Strahlen ausgesetzt sind oder mit Strahlen behandelt werden, ist der Einschluss derartiger Schäden wichtig. Schäden durch
Kernenergie sind aktuell nicht versicherbar.


Tauchtypische Gesundheitsschäden

Beim Tauchen können Gesundheitsschäden entstehen, die nicht die Merkmale eines Unfalles aufweisen. Oft fehlt es an der „Plötzlichkeit des
Ereignisses“, das den Schaden auslöst. Dies ist jedoch Voraussetzung für die Anerkennung als Unfall. Die meisten tauchtypischen Gesundheitsschäden
entstehen aber durch den längeren Aufenthalt in tiefem Wasser. Diese Schäden können beispielsweise sein:
• Lungenüberdruck
• Caissonkrankheit
• Tiefenrausch
• Trommelfellverletzungen
• Blaukommen
• Barotrauma
• Hyperventilation
Diese Lücken schließen verschiedene Unfallversicherungen durch die Gewährung von Leistungen bei solchen Gesundheitsschäden. Die
Kosten für eine Behandlung in der Dekompressionskammer sind sehr hoch und werden von den Versicherern unterschiedlich behandelt.
Tauchern empfehlen wir daher dringend einen genauen Blick in die Bedingungen.


Vergiftung durch Gase oder Dämpfe

Vergiftungen, die durch Gase oder Dämpfe entstehen, wirken nicht „von außen“ auf den Körper ein. Daher ist der explizite Einschluss
derartiger Gesundheitsschädigungen nötig.


Vergiftung durch Nahrungsmittel

Genau wie die Vergiftung durch Gase oder Dämpfe wirken diese Vergiftungen nicht „von außen“ auf den Körper. Daher ist auch hier der
Einsatz einer separaten Klausel nötig.


Kurkostenbeihilfe

Wenn im Anschluss an die Heilbehandlung nach einem Unfall eine Kur-/Reha-Maßnahme erforderlich ist, müssen Sie oft einen Teil dieser
Kosten selbst tragen, falls die gesetzliche Krankenkasse nicht alle anfallenden Kosten übernimmt. Diese Differenz kann mit der Leistung aus
der Unfallversicherung teilweise oder komplett abgesichert werden.


Assistance-Leistungen

Assistance-Leistungen bieten viele Versicherer optional gegen Mehrbeitrag an. Assistance-Leistungen sind z.B. Beratungs-, Hilfs- und organisatorische
Leistungen (wie z.B. Service-Hotlines, Besorgungen, Einkäufe, Überführungen, Pflegeplatzgarantie…) usw. Der Umfang der
versicherten Leistungen ist je nach gewähltem Versicherer sehr unterschiedlich.


Kriegs-/ Bürgerkriegsereignisse

Unfälle, die durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht werden, sind vom
Versicherungsschutz ausgeschlossen. Dadurch hätten Sie als Urlauber keinen Versicherungsschutz,
wenn Sie während eines Urlaubes von einem Krieg oder Bürgerkrieg
überrascht würden.


Mitversicherung von Neugeborenen

Eltern denken sicher nach der Geburt ihres Babys nicht zuerst an dessen Unfallversicherungsschutz.
Da aber ein Unfall besonders in ganz jungen Jahren das Leben nachhaltig
beeinflussen kann ist es wichtig, dass hier automatisch zumindest eine Grundabsicherung besteht.


Beitragsfreie Weiterführung der Kinderunfallversicherung bei Tod des Versicherungsnehmers

Verstirbt der Versicherungsnehmer, verstirbt damit oft auch der Hauptversorger. Damit die finanziellen Folgen nicht zu Lasten des Versicherungsschutzes
der Kinder gehen müssen, führen manche Versicherer die bestehende Unfallversicherung für die Kinder beitragsfrei weiter.


Beitragsfreie Weiterführung bei Arbeitslosigkeit

Auch hier soll ein finanzieller Engpass nicht zwangsläufig dazu führen, dass die Unfallversicherung gekündigt wird. Bei einer unverschuldeten
Arbeitslosigkeit wird der Vertrag über einen gewissen Zeitraum beitragsfrei fortgeführt (stellenweise mit reduzierten Leistungen).


Meldefrist für Ansprüche bei Invalidität (Eintritt/Meldung)

Bei den meisten Unfallversicherungen ist der Versicherte verpflichtet, unverzüglich den Eintritt eines Unfallereignisses zu melden. Wird dies
nicht beachtet, kann dies zu Leistungskürzungen führen. Längere Meldefristen verhindern derartige Fehler.


Meldefrist für Ansprüche bei Unfalltod nach Kenntnisnahme

Auch bei Unfalltod gelten entsprechende Meldefristen. Die Verlängerung dieser Meldefristen schafft für Sie und Ihre Hinterbliebenen zusätzliche
Sicherheit bei der Geltendmachung von Ansprüchen.


Hausratversicherung

Was ist eine Hausratversicherung?

Zu Ihrem Hausrat gehören alle Einrichtungs- Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände sowie Wertsachen und Bargeld, Hausrat außerhalb der Wohnung ist im Rahmen der Außenversicherung mitversichert.

Bildlich gesprochen ist alles was rausfällt wenn man das Haus auf den Kopf drehen würde und schüttelt mitversichert.

Schäden entstehen z. B. durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahlt.



Für wen ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Gegenfragen: Für wen ist eine Hausratversicherung unnötig?

 

Jeder der sein Hab und Gut finanziell ohne Problem morgen neu kaufen kann.

Dazu gehören:

-          Einrichtungsgegenstände (z. B. Möbel, Teppiche)

-          Gebrauchsgegenstände (z. B. Haushaltsgeräte, Fernseher, Kleidung)

-          Verbrauchsgegenstände (z. B. Lebensmittel)

-          Wertsachen (z. B. Bargeld, Schmuck, Urkunden)

 

Wer alles problemlos ersetzen kann der benötigt keine Hausratversicherung, für alle anderen ist es sinnvoll eine zu haben.

Spezielle Versicherungsbegriffe zur Hausratversicherung

Ab hier werden wichtige Begriffe zur Hausratversicherung erklärt die besonders wichtig sind.


Grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls

Wurde ein Schaden durch Sie (mit-)verursacht, prüft der Versicherer, ob Sie evtl. grob fahrlässig gehandelt haben. Wenn dies der Fall ist, kann
er die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens anteilig kürzen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn ein brennender Adventskranz
längere Zeit unbeobachtet bleibt und daraufhin die Wohnung ausbrennt. Aber auch wenn eine Badewanne überläuft, weil Sie wegen eines
Telefonates vergessen das Wasser wieder abzudrehen, kann dies als grob fahrlässig gewertet werden. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und in
welcher Höhe eine Kürzung durch den Versicherer möglich ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Verzichtet der Versicherer auf die Einrede
der groben Fahrlässigkeit, kann der Versicherer nur noch wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles die Leistung verweigern.


Grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheiten

Versicherer kalkulieren ihre Tarife nach der Berechenbarkeit eines Schadensrisikos. Ändern sich die Rahmenbedingungen, ändert sich auch
das Risiko. Damit der Versicherer jederzeit über die Risikohöhe informiert bleibt, werden mit dem Versicherungsnehmer sogenannte Obliegenheiten
vereinbart. In der Hausratversicherung sind dies z.B. Anzeigepflichten (z.B. wenn ein Gerüst am Haus installiert wird, da dies das
Einbruch-Risiko erhöht), Sicherheitsvorschriften (z.B. sämtliche gesetzliche und behördliche Vorschriften müssen beachtet werden) oder auch
Verhaltensvorschriften im Schadenfall (z.B. polizeiliche Anzeige eines Einbruchs, Aufbewahrung von beschädigten Gegenständen, usw.). Ein
Verstoß gegen derartige Obliegenheiten kann zur Kündigung und/oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Verstoß grob
fahrlässig erfolgt ist. Verzichtet der Versicherer auf dieses Recht, kann nur eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung zur Leistungsfreiheit und/
oder Kündigung führen.


Unterversicherungsverzicht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme
auch dem tatsächlichen Versicherungswerte (also der Summe Ihrer Haushaltsgegenstände zum Neuwert) entsprechen. Ist der
tatsächliche Wert des Hausrates größer als die vereinbarte Summe, spricht man von einer Unterversicherung. Diese Unterversicherung wird
dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet. Beispiel: Die Versicherungssumme wurde mit 100.000 Euro
vereinbart. Der tatsächliche Neuwert des Hausrates beträgt 150.000 Euro. Damit beträgt die Versicherungssumme nur 2/3 der eigentlich
benötigten Versicherungssumme (also dem Versicherungswert von 150.000 Euro). Somit wird auch jeder Schaden nur zu 2/3 erstattet. Ein
Schaden in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 10.000 Euro erstattet. Um die Folgen dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“
zu vermeiden, gewähren Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen einen Verzicht auf die Prüfung der Unterversicherung.


Summen- und Konditionsdifferenzdeckung

Oft besteht bereits eine Hausratversicherung, die aber geringere Versicherungssummen oder auch weniger Deckungserweiterungen (Konditionen)
bietet. Der neue Vertrag wird in aller Regel erst zum Ablauf der bestehenden Versicherung abgeschlossen und wirksam. Ansonsten
läge eine Doppelversicherung vor und es würde dadurch auch zu einer doppelten Prämienbelastung kommen. Um dies zu vermeiden und um
Ihnen trotzdem rasch den verbesserten Versicherungsschutz zu bieten, werden Summen- und Konditionsdifferenzdeckungen angeboten. So
werden Schäden, die von der bestehenden Versicherung abgedeckt sind, bis zum Vertragsende über diese Versicherung reguliert. Tritt aber
ein Schaden auf, der nur oder zumindest stellenweise nur über die neue Hausratversicherung versichert ist, übernimmt die neue Versicherung
den Schaden – obwohl der wirkliche Vertragsbeginn erst in der Zukunft liegt. Sie übernimmt also die Differenz des neuen zum alten Vertrag.


Leistungsupgrade

Im Laufe der Zeit ändern und verbessern sich die Vertragsbedingungen. Durch die Mitversicherung der Bedingungsweiterentwicklung (Leistungsupgrade)
profitieren vor allem Sie, denn dadurch unterliegt Ihr Vertrag immer den aktuellsten Bedingungen. Werden die Bedingungen
zu Ihrem Vorteil geändert, so gelten die neuen Bedingungen auch für Ihren Vertrag, soweit Sie einer etwaigen damit verbundenen Beitragserhöhung
nicht widersprechen.


Vorversicherung-Besserstellungsklausel

Beim Wechsel einer Versicherung gibt es einiges zu beachten – mit dieser Klausel stellen Sie sich nicht schlechter als bisher! Konkret bedeutet
dies: Ist eine Leistung Schadenfall des neuen Vertrages schlechter, als diese im direkten Vorvertrag gewesen ist, so ersetzt der Versicherer
nach den Bedingungen des Vorversicherers.


Opfer einer polizeilich angezeigten Straftat

Egal ob es sich um eine Sachbeschädigung, einen (Trick-) Diebstahl, Vandalismus, Unterschlagung oder eine andere Straftat handelt: Wird
dadurch ihr Hausrat zerstört, beschädigt oder kommt er abhanden, können Sie vom Versicherer eine Leistung verlangen. So ist z.B. der
berühmte Handtaschendiebstahl auch mitversichert. Für diese sehr weitreichende Klausel ist es jedoch unbedingt notwendig, dass Sie die
Straftat polizeilich anzeigen! Die bloße Behauptung gegenüber dem Versicherer, dass z.B. Ihr Handy gestohlen wurde, ist nicht ausreichend!


Schäden durch Verkehrs- bzw. Transportmittelunfall

Auch in Ihrem Auto, im Taxi oder einem sonstigen Transportmittel führen Sie Hausratgegenstände mit sich. Neben Ihrer Kleidung kann das z.B.
Ihr Handy, Ihr Laptop, Ihre Handtasche, Ihr Geldbeutel, Ihr weiteres Reisegepäck usw. sein. Und diese Gegenstände können bei einem Unfall
natürlich auch beschädigt werden oder abhanden kommen.


Rückreise-/ Reiseabbruchkosten

Auch wenn Sie im Urlaub sind, kann Ihr Hausrat beschädigt werden. Sei es durch einen übergreifenden Brand im Nachbarhaus, einen
Rohrbruch in der Wohnung oder auch einen Einbruchdiebstahl. Nur wenigen gelingt es mit diesem Wissen am Urlaubsort zu verweilen und
zu entspannen. Damit Sie sich schnell ein Bild von der Lage daheim verschaffen können und nicht zusätzlich durch ungeplante Rückreise-/
Reiseabbruchkosten belastet werden, bieten viele Versicherer zwischenzeitlich entsprechende Klauseln an.


Kosten für Hotelunterbringung

Ein Leitungswasserschaden, ein Einbruch, ein Sturm oder auch ein Brand kann sehr schnell dazu führen, dass Ihre Wohnung nicht mehr
bewohnbar ist und Sie sich im Hotel einquartieren müssen. Die Möglichkeit bei Freunden, Bekannten oder Nachbarn unterzukommen ist zwar
in der Theorie oft gegeben, in der Praxis nagt dies jedoch oft am Nervenkostüm aller Beteiligten. Wesentlich besser lassen sich die nötigen Aufräumarbeiten
in Ruhe in einem Hotel oder einer Pension planen – vor allem wenn diese Kosten dann vom Versicherer übernommen werden.


Außenversicherung

Nicht der komplette Hausrat befindet sich ständig innerhalb Ihrer Wohnung. Gerade wenn es um Ihr Hobby und Ihre Freizeitaktivitäten geht,
werden Hausratgegenstände oft außerhalb genutzt und stellenweise auch kurzfristig ausgelagert. Je nach Tarif werden Ihnen vom Versicherer
unterschiedliche Zeiträume zugestanden währenddessen Ihr Hausrat auch außerhalb der Wohnung versichert ist. Bitte beachten Sie jedoch,
dass der Hausrat weiterhin nur gegen die vereinbarten Gefahren und unter den vereinbarten Voraussetzungen versichert ist. So sind z.B.
Gartenmöbel außerhalb von Gebäuden nicht gegen Sturmschäden versichert.


Erweiterung beruflicher Hausrat auf sämtliche Sachen (inkl. Handelsware)

Üblicherweise gelten Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände, die dem Beruf oder
Gewerbe des Versicherungsnehmers oder einer in häuslicher Gemeinschaft lebenden
Person dienen, als mitversichert. Nicht mitversichert ist hierbei Handelsware. Dieser Ausschluss
kann stellenweise jedoch wieder aufgehoben werden, sodass auch Handelsware
mitversichert ist.


Deckungserweiterungen Wertsachen

Zu den Wertsachen zählen unter anderem: Bargeld, Geldkarten, Sparbücher und sonstige
Wertpapiere, Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken und sonstige
Sammlungen, Edelmetalle, Kunstgegenstände, Antiquitäten, usw. Zwar wird ein gewisser Wertsachenanteil für jeden Hausrat angenommen
(üblich ist eine maximale Entschädigungsgrenze von 20%), ein höherer Wertsachenanteil muss jedoch auch mit einer entsprechend höheren
Entschädigungsgrenze abgesichert werden. Je nach Gesamtwert lassen sich separate Sicherungen mit dem Versicherer vereinbaren. Bitte
beachten Sie außerdem, dass, neben der meist prozentualen Entschädigungsgrenze für Wertsachen, auch für bestimmte Positionen (z.B.
Bargeld, Sparbücher, Edelmetalle, usw.) nochmals separate Entschädigungsgrenzen gelten.


Überspannungsschäden durch Blitz

Überspannungsschäden durch Blitz verursachen oft an mehreren Geräten (z.B. Fernseher, PC, Telefone, Backofen, usw.) gleichzeitig einen
irreparablen Schaden. Voraussetzung für eine Leistung ist, dass die Überspannung tatsächlich durch einen Blitz entstanden ist. Schwankungen
im Stromnetz (z.B. verursacht durch den Stromanbieter) und damit verbundene Überspannungsschäden sind nicht von dieser Klausel erfasst.
Im Schadenfall ist es daher wichtig, den Tag des Gewitters anzugeben - nur dann kann die Versicherung auch korrekt prüfen.


Nutzwärmeschäden

Beim Nutzwärmeschaden wird der Hausratgegenstand bewusst einer Wärmequelle ausgesetzt (z.B. Kleidung, die zum Trocknen auf den Ofen
gelegt) und versehentlich beschädigt. Da bei diesem Vorgang kein bedingungsgemäßer Brand (u.a. keine Flammenbildung, kein Ausbreiten
des Feuers) ursächlich für den Schaden sind, wird für derartige Schäden der Einschluss von Nutzwärmeschäden nötig.


Seng-, Schmor-, Rauch- und Rußschäden

Diese Schäden tauchen häufig als Folge eines Brandes auf. In diesem Fall sind sie auch unproblematisch als Folgeschäden mitversichert. Für
einen Brand im versicherungsrechtlichen Sinne müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen vorliegen (sichtbare Flammenbildung, entsteht
ohne eigenen Herd oder hat diesen verlassen und breitet sich aus eigener Kraft aus). Typisches Beispiel eines Sengschadens ist daher die
glühende Zigarette, die ein Loch in die Couch brennt (keine Flammenbildung, keine Ausbreitung). Ein Schmorschaden ist häufig in elektrischen
Geräten zu finden, bei denen die Elektroleitungen zu stark erhitzen. Rauch und Rußschäden sind oft Folge dieser nicht versicherten
Seng und Schmorschäden. Da die Schadenursache nicht versichert ist, ist auch die Folge (Rauch und Ruß) nicht versichert, sofern nicht die
entsprechende Klausel vereinbart wurde.


Fahrraddiebstahl

In der Hausratversicherung ist grundsätzlich das Risiko eines Einbruch-Diebstahls versichert. Für einen Einbruch-Diebstahl muss jedoch
in ein Gebäude eingebrochen werden. Da sich Fahrräder jedoch oft auch außerhalb von Gebäuden befinden, trifft bei der Entwendung der
Einbruch-Diebstahlbegriff nicht zu. Daher können Fahrräder separat gegen den einfachen Diebstahl versichert werden. Die Fahrräder müssen
selbstverständlich abgesperrt sein.
In diesem Zusammenhang muss auch die sogenannte „Nachtzeitklausel“ erläutert werden: Ist die Nachtzeitklausel vereinbart, gilt der Versicherungsschutz
nur, wenn sich der Diebstahl in der Zeit von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr ereignet. Während der „Nacht“ besteht also kein
Versicherungsschutz, wenn die Nachtzeitklausel nicht gestrichen wird.


Einfacher Diebstahl (Trickdiebstahl)

Beim Trickdiebstahl wird das Opfer abgelenkt und bestohlen. Es findet keine Gewaltanwendung statt (dies wäre als Raub in den Standardbedingungen
bereits mitversichert) und es wird nicht in ein Gebäude oder in ein Behältnis in einem Gebäude eingebrochen (auch dies wäre
als Einbruch-Diebstahl bereits in den Standardbedingungen mitversichert). Daher ist der Trickdiebstahl (oder auch einfacher Diebstahl) nur
versichert, wenn er gesondert vereinbart ist.


Diebstahl aus Kraftfahrzeugen

Auch hier ist das Grundproblem, dass der Diebstahl von Hausratgegenständen aus Fahrzeugen nicht unter die Definition eines Einbruch-
Diebstahls fällt. Für den Einbruch-Diebstahl ist das Eindringen in ein Gebäude Voraussetzung. Ein Kfz ist jedoch kein Gebäude und daher wird
eine spezielle Deckungserweiterung benötigt, wenn man Ersatz für den Diebstahl von Hausratgegenständen aus dem Kfz wünscht.


Diebstahl aus Wasserfahrzeugen, Schiffskabinen und Zugabteilen

In Erweiterung zu Diebstählen aus Kraftfahrzeugen wird hier auch dann geleistet, wenn Hausratgegenstände aus Wasserfahrzeugen, Schiffskabinen
und Zugabteilen gestohlen werden – beachten Sie jedoch die Einschränkungen insbesondere für Wertgegenstände und Elektronik!


Einfacher Diebstahl von Sachen auf dem Versicherungsgrundstück

Auch hier ist das Problem der nicht erfüllte Begriff des Einbruch-Diebstahls (kein Einbruch in ein Gebäude), denn Gartenmöbel, Kinderwagen,
Wäsche auf der Leine, usw. sind frei zugänglich und können relativ einfach weggenommen werden. Da jedoch immer stärker ein Trend zu
hochwertigen Gartenmöbeln stattfindet, werden auch immer mehr derartige Diebstähle verübt.


Schlossänderungskosten bei einfachem Diebstahl von Schlüsseln

Der Diebstahl von Schlüsseln ist oft ein „Nebeneffekt“ von z.B. Handtaschendiebstählen oder Kfz-Diebstählen. Zwar ist der Täter meist nicht
an Ihren Wohnungsschlüsseln interessiert, trotzdem bleibt ein gewisses Restrisiko und vor allem ein sehr ungutes Gefühl. Da es sich bei den
genannten Beispielen nicht um Einbruch-Diebstahl handelt, werden die nötigen Schlossänderungskosten auch nicht als Folgekosten ersetzt,
sofern nicht eine entsprechende Deckungserweiterung vereinbart wurde.


Verlust von Wasser oder Gas infolge von Rohrbruch

Über die Gefahr „Leitungswasser“ werden Schäden an den Hausratgegenständen ersetzt,
die durch die Einwirkung von Leitungswasser entstehen. Ein unbemerkter Rohrbruch
kann jedoch neben den „Nässeschäden“ auch einen nicht unerheblichen Wasserverbrauch
bedeuten, der selbstverständlich bezahlt werden will. Diese Kosten können Teil
der Entschädigung der Hausratversicherung sein.


Wasser aus Aquarien, Wasserbetten oder ähnlichen Sachen ist
Leitungswasser gleichgestellt

Leitungswasser ist Wasser, das aus den Zu- und Ableitung der Wasserrohre z.B. durch
einen Rohrbruch austritt. Aber auch in Aquarien und Wasserbetten usw. befinden sich
große Mengen Wasser, die zwar nicht unter den Leitungswasserbegriff fallen, aber trotzdem
enormen Schaden verursachen können. Zusätzlich ist das Wasser meist durch Chemikalien (Wasserbett) oder Steine und Pflanzen
(Aquarium) verunreinigt, was zu einem erhöhten Reinigungsaufwand von Teppichböden und anderen Hausratgegenständen führt.


Sturm ab Windstärke 8

Von einem Sturm spricht man in der Versicherungssprache erst, wenn nachweislich eine Windstärke von mindestens 8 auf der Beaufort-Skala
erreicht wird – also ab gut 63 km/h. Einige Versicherer verzichten mittlerweile auf diese Begrenzung und leisten auch ohne eine Mindestwindstärke.


Sturmschäden auf dem versicherten Grundstück

Bei Sturmschäden gilt normalerweise Hausrat nur versichert, sofern sich dieser am sogenannten
Versicherungsort befindet – also innerhalb der Wohnung. Für Gartenmöbel,
Wäschespinnen und ähnliches im Garten greift nach einem Sturmschaden die Versicherung
nicht, außer diese werden explizit im Versicherungsschutz genannt.


Rückstau

Bei Starkregen (oder Ausuferung oberirdischer Gewässer) kann es vorkommen, dass das
überschüssige Wasser von der Kanalisation nicht abgeführt werden kann. Es staut sich
dann in der Kanalisation zurück und drückt über die Abwasserleitungen in die Gebäude
herein. Die Folge sind überlaufende Toiletten und Kellerabflüsse.


Glasbruchversicherung

Durch die Glasbruchversicherung sind Bruchschäden an der Gebäudeverglasung (Fenster, Balkon- und/oder Terrassentür oder Verglasungen
von Zimmertüren) sowie des Mobiliars versichert.
Besonders Mietern ist der Abschluss einer Glasbruchversicherung zu empfehlen. Bei Bruchschäden an der Gebäudeverglasung haftet u.U. der
Mieter, sofern der Schadenverursacher unbekannt ist. Oft ist es auch eigenes Verschulden, wenn eine Scheibe zu Bruch geht (z.B. ein Fenster
oder eine Tür schlägt zu wegen Durchzug, oder beim Aufhängen bzw. Abnehmen von Gardinen kippt die Leiter um). Viele denken in diesem
Fall an ihre Privathaftpflichtversicherung, die dann in Anspruch genommen werden soll. Doch dann folgt die böse Überraschung:
Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht, weil diese Art von Schäden ausdrücklich ausgeschlossen sind. Dagegen schützt nur der Abschluss
einer Glasbruchversicherung, die heutzutage schon für einen geringen Beitrag (oft nicht mehr als 20 bis 30 EUR pro Jahr) als Ergänzung der
Hausratversicherung abgeschlossen werden kann.


Aquarien/Terrarien

Aquarien und Terrarien sind üblicherweise nicht vom Versicherungsschutz der Glasbruchversicherung erfasst. Über die entsprechende Klausel
können Sie jedoch auch für diese oft hochwertigen Glasscheiben Versicherungsschutz beantragen.


Glaskeramikkochflächen

Auch Glaskeramikkochflächen sind nur über eine spezielle Vereinbarung von der Glasbruchversicherung erfasst. Hier ist jedoch nochmals
speziell zu prüfen, ob nur die Glasscheibe versichert ist, oder auch die Elektronik.


Kunststoffscheiben

Die Absicherung der Bruchschäden an Kunststoffscheiben spielt schon immer eine wichtige Rolle. Egal ob in Türen, Wintergärten, Wetterschutzvorbauten
und Duschkabinen in und um das Gebäude sind sie oft zu sehen. Nicht unter den Versicherungsschutz fallen allerdings alle
einfachen Hohlgläser, wie zum Beispiel Trinkgläser etc.


Glasbausteine

Glasbausteine werden überall dort eingesetzt, wo man einen zusätzlichen Lichteinfall wünscht. Typische Einsatzbereiche sind das Treppenhaus,
der Flur, die Küche, als Raumteiler oder für Duschabtrennungen. Zu beachten ist das die Bruchschäden, an den aufwendig eingearbeitet
Glasbausteinen, nur durch den Einschluss in der Glasversicherung abgedeckt sind.


Blinde bzw. undichte Mehrscheiben-Isolierverglasungen

Energetische Einspareffekte haben im Laufe der Jahre dazu geführt, dass Fensterscheiben nicht mehr nur aus einer Glasscheibe bestehen,
sondern dort mehrere Scheiben zusammengefügt werden. Zwischen den Glasscheiben befindet sich z.B. Kunststofffolien, Kleber oder auch
Gase. Dringt hier durch undichte Randverbindungen Feuchtigkeit bzw. Sauerstoff ein, kann es sein, dass diese Scheiben „blind werden“ –
diese also nicht mehr durchsichtig sind. Dies stellt zumeist keinen versicherten Schaden in der Glasversicherung dar.


Muschelausbrüche

Muschelausbrüche sind reine Kantenbeschädigungen an Glasscheiben. Auch dies stellt zumeist keinen versicherten Schaden in der Glasversicherung
dar.


Unbenannte Gefahren

Die Versicherungsbedingungen regeln, welche Schäden und welche Sachen versichert sind und welche nicht. Beweisen muss man als Kunde,
dass ein Schaden durch eine benannte Gefahr wie Feuer, Einbruchdiebstahl, Beraubung, Leitungswasser, Sturm/Hagel oder, falls vereinbart,
durch einen Elementarschaden eingetreten ist. Alles, was konkret geregelt ist, wird auf dieser Grundlage entschädigt.
Es geht aber auch besser: Will man mehr Sicherheit, gibt es die Möglichkeit, sogenannte „unbenannte Gefahren“ in die Hausratversicherung
einzuschließen. Wird der Hausrat durch eine plötzliche, unvorhergesehene und von außen einwirkende Ursache zerstört oder beschädigt,
muss die Versicherung beweisen, dass sie nicht zahlen muss. In den Klauseln für unbenannte Gefahren sind nur noch wenige Schäden nicht
mitversichert. In der Regel sind es Schäden:
- durch Kriegsereignisse, Kernenergie oder radioaktive Strahlung
- durch Haustiere (Folgeschäden sind jedoch versichert)
- durch Abnutzung, Verschleiß, Alterung, Reißen, Verfall, Rost, Schimmel, Schwamm, Fäulnis, inneren Verderb, Insekten oder Schädlinge
- durch Verfügungen von hoher Hand
- durch Verwitterung von Sachen im Freien
- an Tieren und Pflanzen
Bei den relativ wenigen Versicherungen, die unbenannte Gefahren mitversichern, ist noch darauf zu achten, welche Sachen gegebenenfalls
nicht mitversichert sind.
Für Schäden durch unbenannte Gefahren gilt i.d.R. eine Selbstbeteiligung (meist 250 EUR). Damit wird erreicht, dass nicht jede geringfügige
Beschädigung oder Zerstörung von Sachen reguliert werden muss.


Wohngebäudeversicherung

Was ist eine Wohngebäudeversicherung?

Empfehlenswert für alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften.

Denn jedes noch so solides Haus kann stark beschädigt werden durch Unwetter, Erdbeben, Brände, korrodierte Rohne, Überschwemmungen und vieles mehr. 

Sichern Sie sich gegen den Verlust des Gebäudes und die finanziellen Folgen ab.



Wie viele Naturgefahren gibt es bei Ihnen in der Region?

Machen Sie den Naturgefahren-Check um zu erfahren:

Wie viele Schäden im Jahr durch Naturgefahren entstehen.

Wie Hoch die Schäden durch Starkregen bei Ihnen in der Region sind.

Welche Schäden Sturm/Hagel in Ihrer Region anrichten

Welches Hochwasser Risiko für Ihre PLZ besteht.

Was ist der Unterschied zwischen einer Wohngebäudeversicherung und einer Hausratversicherung?

Grundsätzlich das Wohngebäude an sich und was fest darin verbaut ist wie z. B. Heizungsanlagen oder Einbauküchen.

Alles was beweglich ist, muss über eine Hausratversicherung abgesichert werden.

Besondere Klauseln für die Gebäudeversicherung!

Welche Versicherungsbegriffe sind bei der Wohngebäudeversicherung besonders wichtig? Nachfolgend werden diese erläutert.


Unterversicherungsverzicht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme
auch dem tatsächlichen Wert Ihres Wohngebäudes inklusive aller Nebengebäude (z.B. Garage) entsprechen. Ist der
tatsächliche Wert des Gebäudes jedoch größer als die vereinbarte Versicherungssumme, spricht man von einer Unterversicherung. Diese
Unterversicherung wird dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet. Ein Beispiel hierzu: Die Versicherungssumme
wurde mit 200.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Neuwert des Gebäudes beträgt 400.000 Euro. Die Versicherungssumme
beträgt also nur die Hälfte der eigentlich benötigten Versicherungssumme. Damit wird auch jeder Schaden nur zur Hälfte erstattet. Ein Schaden
in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 7.500 Euro erstattet. Um die Folgen dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“ zu
vermeiden, kann mit dem Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen ein Unterversicherungsverzicht vereinbart werden. Dann verzichtet
der Versicherer auf die Prüfung der Höhe der Unterversicherung.


Grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls

Wurde ein Schaden durch Sie (mit-)verursacht, prüft der Versicherer, ob Sie evtl. grob fahrlässig gehandelt haben. Dies kann z.B. der Fall
sein, wenn ein brennender Adventskranz längere Zeit unbeobachtet bleibt und daraufhin das Gebäude ausbrennt. Aber auch wenn eine
Badewanne überläuft, weil Sie wegen eines Telefonates vergessen das Wasser wieder abzudrehen. Oder auch wenn Fenster geöffnet sind,
aber das Haus verlassen wurde und so ein „erleichterter Einbruch“ ermöglicht wird. Wenn dies der Fall ist, kann der Versicherer die Leistung
entsprechend der Schwere des Verschuldens anteilig kürzen. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und in welcher Höhe eine Kürzung durch den
Versicherer möglich ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, kann der
Versicherer nur noch wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles die Leistung verweigern.


Grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheiten

Versicherer kalkulieren ihre Tarife nach der Berechenbarkeit eines Schadensrisikos. Ändern sich die Rahmenbedingungen, ändert sich auch
das Risiko. Damit der Versicherer jederzeit über die Risikohöhe informiert bleibt, werden mit dem Versicherungsnehmer sogenannte
Obliegenheiten vereinbart. In der Wohngebäudeversicherung sind dies z.B. Anzeigepflichten (z.B. wenn am Gebäude Baumaßnahmen
durchgeführt werden in deren Verlauf das Dach ganz oder teilweise entfernt wird, wodurch die Gefahr eines Sturmschadens steigt),
Sicherheitsvorschriften (z.B. in der kalten Jahreszeit alle Gebäude und Gebäudeteile zu beheizen und dies genügend häufig zu kontrollieren)
oder auch Verhaltensvorschriften im Schadenfall (z.B. für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen usw.). Ein Verstoß gegen
derartige Obliegenheiten kann zur Kündigung und/oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Verstoß grob fahrlässig erfolgt
ist. Verzichtet der Versicherer auf dieses Recht, kann nur eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung zur Leistungsfreiheit und/oder Kündigung
führen.


Opfer einer polizeilich angezeigten Straftat

Egal ob es sich um eine Sachbeschädigung, einen Diebstahl, Vandalismus oder eine andere Straftat handelt: Wird dadurch ihr Gebäude
zerstört, beschädigt oder kommen Gebäudebestandteile abhanden, können Sie vom Versicherer eine Leistung verlangen. So ist z.B. der
Diebstahl der Kupfer-Dachrinnen, oder auch Vandalismus an Halloween mitversichert. Für diese sehr weitreichende Klausel ist es jedoch
unbedingt notwendig, dass Sie die Straftat polizeilich anzeigen! Die bloße Behauptung gegenüber dem Versicherer ist nicht ausreichend!


Schäden durch Graffiti

Für die einen sind Graffiti Kunst, für andere nur ärgerliche Schmierereien. Wenn Ihre Fassade mit einem solchen „Kunstwerk“ besprüht
wurde, zahlt die Versicherung für die Beseitigung. Zwar gibt es bereits spezielle Wandfarben auf denen Graffiti schlecht haftet, aber diese
sind sehr teuer und technisch noch nicht vollständig ausgereift. Auch werden leider immer wieder auch Fensterscheiben beschmiert. Ein
weiteres Problem ist, dass die „Künstler“ in den allermeisten Fällen nicht auffindbar sind und damit nicht haftbar gemacht werden können.
Übrigens kann für Vermieter ein weiterer finanzieller Verlust entstehen. Denn wenn die Schmierereien nicht innerhalb einer angemessenen
Frist entfernt werden, können die Mieter sogar die Mietzahlungen kürzen.


Unbenannte Gefahren

Die Klausel „unbenannte Gefahren“ bietet Versicherungsschutz, wenn das Gebäude durch ein unvorhersehbares Schadenereignis zerstört
oder beschädigt wird (Sachschaden). Unvorhergesehen sind Schadenereignisse, die Sie weder vorhergesehen haben noch hätten vorhersehen
müssen. Über die zusätzliche Absicherung der unbenannten Gefahren verfügen Sie also über zusätzlichen Versicherungsschutz für all
das, was nicht zu den üblicherweise versicherten Gefahren (Brand, Leitungswasser, Sturm/Hagel, Elementarschäden) zählt. Nicht versichert
sind ausschließlich die in den Bedingungen genannten Ausschlüsse. Übliche Ausschlüsse sind, z.B. Schäden durch Abnutzung, Verschleiß,
Alterung, Verfall, Verfügungen hoher Hand (Maßnahmen der Staatsgewalt, wie z.B. Beschlagnahme), usw.


Neuwerterstattung auch wenn kein Wiederaufbau erfolgt

Generell haben Sie nach einem Totalschaden (z.B. nach einem Feuer) nur Anspruch auf die Neuwerterstattung, wenn die tatsächlich
beschädigte Sache (z.B. ein selbstgenutztes Wohngebäude) in gleicher Art und Güte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wieder an
der gleichen Stelle aufgebaut wird. Andernfalls bleibt nur der Anspruch auf die Zeitwertentschädigung. Wenn Sie kein Haus mehr bauen
möchten oder ein hochwertigeres Haus mit einer anderen Nutzung (z.B. als Wohn- und Geschäftsgebäude) bauen möchten, wird ohne die
Klausel nur der Zeitwert des Gebäudes erstattet.


Mietausfall

Für Vermieter kann ein Leitungswasserschaden, ein Sturm oder auch ein Brand sehr schnell dazu führen, dass vermieteten Wohnungen
zeitweise nicht mehr bewohnbar sind. Bis die Schadenursache behoben ist, müssen Mieter auch keine Miete zahlen. Ziehen sich Aufräumarbeiten
nach einem Sturm hin, oder verzieht sich der Geruch nach einem Brand über längere Zeit nicht, drohen dem Vermieter große
finanzielle Verluste. Mit der Klausel „Mietausfall“ können Sie diese finanzielle Lücke schließen.


Unterbringungskosten im versicherten Schadenfall

Was für den Mieter gilt, kann auch Ihre eigenen vier Wände betreffen: Ein Wohngebäudeschaden kann dazu führen, dass Ihre eigene
Wohnung für mehrere Wochen nicht bewohnbar ist und Sie sich im Hotel einquartieren müssen. Die Möglichkeit bei Freunden, Bekannten
oder Nachbarn unterzukommen ist zwar in der Theorie oft gegeben, in der Praxis nagt dies jedoch oft am Nervenkostüm aller Beteiligten.
Wesentlich besser lassen sich die nötigen Aufräumarbeiten in Ruhe in einem Hotel oder einer Pension planen – vor allem wenn diese
Kosten dann vom Versicherer übernommen werden.


Aufräumungs-, Abbruch-, Bewegungs- u. Schutzkosten

Aufräumungskosten und Abbruchkosten sind ein wesentlicher Teil der Gebäudeversicherung. Denn neben den eigentlichen Aufräumungs und
Abbruchkosten ist auch die Entsorgung des Schuttes mitversichert. Der fällt besonders nach einem Brand unter die Rubrik „Sondermüll“
und verursacht erhebliche Kosten. Bewegungs- und Schutzkosten entstehen immer dann, wenn Sachen zum Zweck der Wiederherstellung
oder Wiederbeschaffung bewegt, verändert oder geschützt werden müssen. Hierunter fallen z.B. die Kosten für die Demontage
einer Einbauküche, um an die schadhafte Stelle eines Rohres zu gelangen.


Sonstiges weiteres Grundstückszubehör/-bestandteile

Klingel- und Briefkastenanlagen, Müllboxen sowie Terrassen, Carports, Gewächs- und
Gartenhäuser, Hundehütten, Hof- und Gehwegbefestigungen fallen unter den Posten
„sonstige/s, weitere/s Grundstückszubehör/-bestandteile. Diese Dinge sind über die
Gebäudeversicherung normalerweise nicht versichert, da sie auf dem Grundstück stehen
und nicht im Haus untergebracht sind. Da die oben genannten Positionen jedoch
regelmäßig in keiner anderen Versicherung (z.B. Hausratversicherung) mitversichert
sind, ermöglichen einige Versicherer den Einschluss in die Wohngebäudeversicherung.
Oftmals sind hier die Leistungen auf eine prozentuale Grenze – ausgehend von der
Versicherungssumme – beschränkt.


Anpassung an neue Bedingungen (Leistungsverbesserungen)

Die Versicherungskonzepte in der Wohngebäudeversicherung werden ständig überarbeitet. In regelmäßigen Abständen werden neue,
verbesserte Produkte entwickelt. Damit Sie beim gewählten Versicherer immer über aktuellsten Tarif besitzen, können oft automatische
Leistungs-Upgrades vereinbart werden. So entsteht im Schadenfall kein Ärger darüber, dass mal ein Schaden nur im neuen Tarif versichert
ist und man den Vertrag nicht selbstständig aktualisiert hat.


Feuerrohbauversicherung

Bereits ab Baubeginn ist es wichtig, dass Ihr im Bau befindliches Wohngebäude gegen Brand, Blitzschlag oder Explosion versichert ist. Dies
kann auch über eine Bauleistungsversicherung abgesichert werden, allerdings ist dort dann – im Gegensatz zu Feuerrohbauversicherung
– ein gesonderter Beitrag nötig. Versichert gilt der Betrag der aufgewendet werden muss, um das Gebäude, so wie es geplant war, wieder
errichten zu können. Wenn z.B. bei einem Schaden durch Blitzschlag der Dachstuhl ausbrennt und das Löschwasser zu Feuchtigkeitsschäden
führt, muss das im Bau befindliche Haus abgerissen und neu aufgebaut werden. Die Feuerrohbauversicherung ersetzt sämtliche
anfallenden Kosten. Die Feuerrohbauversicherung gilt ab Baubeginn beitragsfrei und geht ab Fertigstellung/Einzug in das Haus in eine
normale (beitragspflichtige) Wohngebäudeversicherung über. Einige wenige Versicherer bieten die beitragsfreie Rohbauversicherung auch
für Schäden durch Leitungswasser und Sturm an.


Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit

Damit Sie im Schadenfall Versicherungsschutz genießen und einen entstandenen Schaden ersetzt bekommen, muss natürlich die Prämie
Ihres Vertrages bezahlt. Wenn Sie unverschuldet arbeitslos werden und daher aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sind Ihre
Gebäudeversicherung aufrecht zu erhalten, verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz. Gerade in der dann wirtschaftlich angespannten
Situation ist ein Schaden am Gebäude finanziell extrem schwierig zu beheben. Viele Schäden verursachen jedoch noch wesentlich höhere
Kosten, wenn sie nicht rasch behoben werden. Aus diesem Grund sollte gerade im Fall der Arbeitslosigkeit Versicherungsschutz bestehen.
Die Beitragsbefreiung bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit muss beim Versicherer beantragt werden und ist meist auf einen bestimmten
Zeitraum begrenzt.


Rauch, Überschallknall, Implosion

Rauch- oder Verrußungsschäden am Gebäude sind als Folgeschaden eines Brandes selbstverständlich versichert. Was aber, wenn die
Rauchentwicklung ohne eine Flammenbildung geschieht - Z.B. bei einem Schmorschaden? Genau hier greift die Deckungserweiterung für
Rauchschäden. Ein Überschallknall durch z.B. zu tief fliegende Militärmaschinen, kann die Glasscheiben Ihres Gebäudes beschädigen. Ein
Schadenersatz gegen den Flugzeugeigentümer mag möglich sein, einfacher ist jedoch sicherlich die Abwicklung über den Gebäudeversicherer.
Ein weiterer Vorteil: Hier bekommen Sie den Neuwert ersetzt. Bei Durchsetzung Ihres Haftpflichtanspruches nur den Zeitwert.


Sengschäden

Bei Sengschäden wird das Gebäude oder deren Bestandteile durch z.B. eine glimmende Zigarettenkippe, glühende Kohlestücke des Kaminofens
oder auch durch die Hitze von Beleuchtungskörpern beschädigt. Da bei diesem Vorgang kein bedingungsgemäßer Brand (u.a. keine
Flammenbildung, kein Ausbreiten des Feuers) ursächlich für den Schaden ist, wird für derartige Schäden der Einschluss von Sengschäden
nötig.


Überspannungsschäden durch Blitz

Überspannungsschäden durch Blitz verursachen oft an mehreren Geräten (z.B. Heizungssteuerung, Hausklingel usw.) gleichzeitig einen
irreparablen Schaden. Voraussetzung für eine Leistung ist, dass die Überspannung durch einen Blitz entstanden ist. Schwankungen im
Stromnetz (z.B. verursacht durch den Stromanbieter) und damit verbundene Überspannungsschäden sind nicht von dieser Klausel erfasst.
Im Schadenfall ist es daher wichtig, den Tag des Gewitters anzugeben. Der direkte Blitzeinschlag in das Gebäude ist übrigens über die
Gefahr „Feuer“ mitversichert.


Aufräumungskosten für Bäume

Bäume, die durch einen Sturm im Garten umstürzen, sind kein Bestandteil des versicherten Gebäudes. Daher werden die Aufräumungskosten
hierzu auch nur übernommen, wenn dies separat vereinbart wurde. Derartige Kosten können verhältnismäßig hoch werden, wenn
durch den Sturm mehrere Bäume entwurzelt werden und diese sich ineinander verkeilen. Dies ist dann besser ein Fall für professionelle
Waldarbeiter – das Unfallrisiko ist in diesen Fällen einfach zu hoch für Laien. Wenn ein Baum durch den Sturm auf Ihr Gebäude stürzt, sind
die Schäden am Haus übrigens über die Sturmversicherung mit gedeckt.


Rohrverstopfung

In der Leitungswasserversicherung sind Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser versichert. Also auch wenn es
durch eine Verstopfung austritt und zu einem Schaden führt. Die Kosten für notwendige Beseitigung der Rohrverstopfung werden allerdings
nur mit dieser Klausel übernommen. Da Rohrverstopfungen oft auch erst nach einigen Metern im Abfluss auftreten, ist die Behebung oft
nicht einfach und entsprechend teuer.


Wasserverlust infolge von Rohrbruch

Über die Gefahr „Leitungswasser“ werden Schäden am Gebäude ersetzt, die durch die Einwirkung von Leitungswasser entstehen. Ein
unbemerkter Rohrbruch kann jedoch neben den „Nässeschäden“ auch einen nicht unerheblichen Wasserverbrauch bedeuten, der selbstverständlich
bezahlt werden will. Diese Kosten können Teil der Entschädigung der Gebäudeversicherung sein.


Ableitungsrohre auf dem Grundstück

Der Rohrbruch von Ableitungsrohren ist zunächst nur versichert, wenn sich die Ableitungsrohre innerhalb des Gebäudes befinden. Aber auch
außerhalb (auf dem Grundstück) können die Rohre natürlich brechen. Zwar ist der Schaden durch das austretende Leitungswasser nicht so
relevant, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Rohrbruches höher: Wurzeln die in die Rohre einwachsen und diese „sprengen“ sind
häufig die Ursache. Vor allem wenn die Ableitungsrohre unterhalb von Terrasse, Hofeinfahrt oder ähnlichem verlaufen, können die Kosten für
die Reparatur und Wiederherstellung in die Höhe schnellen.


Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Je nach Stadt- bzw. Gemeindesatzung trägt der Grundstücksbesitzer auch die Verantwortung für die Abwasserrohre außerhalb des Grundstückes
bis zum Anschluss an den Sammelkanal. Immer weniger Städte und Gemeinden sehen diese Verpflichtung bei sich und wälzen die
Kosten an die Grundstückseigentümer ab.


Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstückes

Was für die Abwasserrohre gilt, gilt auch für die Zuleitungsrohre. In den meisten
Städten und Gemeinden ist der Gebäudeeigentümer für diese Rohre bis zum Hauptanschluss
verantwortlich. Zuleitungsrohre sind zwar noch innerhalb des Grundstücks
mitversichert, aber nach der Grundstücksgrenze endet die Mitversicherung. Da die
Zuleitungsrohre unter Druck stehen, muss bei einem Rohrbruch schnell gehandelt
werden, wenn Bürgersteige und Straßen unterspült wurden. Evtl. Arbeitszuschläge für
Sonn- und Feiertagsarbeiten kommen daher nicht selten vor.


Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung ist der Teil eines Schadens, den Sie als Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst übernehmen müssen. Er wird
als absoluter oder prozentualer Anteil festgelegt und vertraglich vereinbart. Wenn Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben, werden nur
darüber hinausgehende Summen von der Versicherung bezahlt. Für eine Selbstbeteiligung können Sie sich entscheiden, wenn Sie Ihre
Versicherungsprämie reduzieren wollen oder „Kleinschäden“ selbst tragen wollen. Auch wenn Sie sich in Ihrem Vertrag gegen eine generell
geltende Selbstbeteiligung entschieden haben, können gewisse Bausteine (z. B. Elementarschäden) mit einem Eigenanteil versehen sein.


Leistung ohne Rückstauklappe

In der Elementarschadenversicherung ist auch der Rückstau von Gewässern mitversichert.
Allerdings verlangen die meisten Versicherer eine funktionierende Rückstauklappe.
Wenn diese nicht vorhanden ist oder nicht funktioniert, entfällt die Leistungspflicht
des Versicherers für die Schäden die durch den Rückstau entstehen.


Leistung auch bei Hochwasser / Überschwemmung

Hochwasser und Überschwemmungen haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen
und sind damit zum hauptsächlichen Kostentreiber der Elementarschadenversicherung
geworden. Neben den nötigen Trocknungsarbeiten am Gebäude kommen
oft weitere Kosten hinzu: Schlamm und Unrat, der in die Gebäude geschwemmt wird,
muss entsorgt, Wände neu gestrichen und Böden ausgetauscht werden. Einige Versicherer sind daher dazu übergegangen, Schäden durch
Hochwasser und Überschwemmung aus dem Leistungskatalog heraus zu nehmen und die Elementarschadenversicherung ohne diese
Gefahren anzubieten.


Frostbedingte Schäden an Armaturen

Aufgrund starker Frosteinwirkung platzt der Wasserhahn, der sich außerhalb des Gebäudes befindet und zur Bewässerung des Gartens
dient. Hierbei handelt es sich um einen versicherten Frostschaden an einer Armatur. Durch den Einschluss dieser Leistung in Ihren Versicherungsbedingungen
erbringt Ihr Versicherer in diesem Fall Leistung.


Nässeschäden

Haben Sie in Ihrer Wohngebäudeversicherung Nässeschäden mitversichert, so leistet Ihr Versicherer Ihnen Entschädigung, wenn versicherte
Sachen durch bestimmungswidrig austretendes Wasser zerstört oder beschädigt werden, bzw. abhanden kommen. Als Wasser wird Leitungswasser,
Wasserdampf, aber auch Sole, Öle, Kühl- und Kältemittel gewertet.


Kunststoffscheiben

Die Absicherung der Bruchschäden an Kunststoffscheiben spielt schon immer eine wichtige Rolle. Egal ob in Türen, Wintergärten, Wetterschutzvorbauten
und Duschkabinen in und um das Gebäude sind sie oft zu sehen. Nicht unter den Versicherungsschutz fallen allerdings alle
einfachen Hohlgläser, wie zum Beispiel Trinkgläser etc.


Glasbruchversicherung

Durch die Glasbruchversicherung sind Bruchschäden an der Gebäudeverglasung (Fenster, Balkon- und/oder Terrassentür oder Verglasungen
von Zimmertüren) sowie des Mobiliars versichert.
Besonders Mietern ist der Abschluss einer Glasbruchversicherung zu empfehlen. Bei Bruchschäden an der Gebäudeverglasung haftet u.U.
der Mieter, sofern der Schadenverursacher unbekannt ist. Oft ist es auch eigenes Verschulden, wenn eine Scheibe zu Bruch geht (z.B. ein
Fenster oder eine Tür schlägt zu wegen Durchzug, oder beim Aufhängen bzw. Abnehmen von Gardinen kippt die Leiter um). Viele denken in
diesem Fall an ihre Privathaftpflichtversicherung, die dann in Anspruch genommen werden soll. Doch dann folgt die böse Überraschung:
Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht, weil diese Art von Schäden ausdrücklich ausgeschlossen sind. Dagegen schützt nur der Abschluss
einer Glasbruchversicherung, die heutzutage schon für einen geringen Beitrag (oft nicht mehr als 20 bis 30 EUR pro Jahr) als Ergänzung der
Hausratversicherung abgeschlossen werden kann.


Glasbausteine

Glasbausteine werden überall dort eingesetzt, wo man einen zusätzlichen Lichteinfall wünscht. Typische Einsatzbereiche sind das
Treppenhaus, der Flur, die Küche, als Raumteiler oder für Duschabtrennungen. Zu beachten ist das die Bruchschäden, an den aufwendig
eingearbeitet Glasbausteinen, nur durch den Einschluss in der Glasversicherung abgedeckt sind.


Fotovoltaikversicherung

Was ist eine Fotovoltaikversicherung?

Foto von Carl Attard

Geeignet für alle Solar- und Fotovoltaikanlagenbetreiber, insbesondere dann, wenn die Anlage kreditfinanziert ist.

 

Denn auch wenn die Kraftwerke sich selbstfinanzieren, so kann z. B. die Natur das erreichen Ihrer Rentabilität mit Stürmen oder Hagel auf unbestimmte Zeit verschieben oder sogar ganz verhindern.


Fotovoltaik über die Gebäudeversicherung mitversichern oder eine gesonderte Fotovoltaikversicherung absichern?

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Fotovoltaik oder Solaranlage abzusichern.

 

1. Möglichkeit: Einschluss in eine Gebäudeversicherung

Hier ist die Fotovoltaikanlage mit denselben Risiken wie die Gebäudeversicherung versichert. Dazu zählen je nach Vertragsumfang beispielsweise Schäden für Feuer, Sturm, Hagel oder Blitzschlag.

Problem an der 1. Möglichkeit ist, dass entscheidende Lücken im Versicherungsschutz bestehen.

2. Möglichkeit: Eine gesonderte Fotovoltaik oder Solaranlagenversicherung

In einer extra Fotovoltaikanlagenversicherung sind wichtige Leistungen wie:

-       Ertragsausfall,

-       Kurzschluss,

-       Bedienungsfehler

-       oder Tierbiss

zusätzlich mitversichert.

Wichtige Versicherungsbegriffe in der Fotovoltaikversicherung

welche besonderen Klauseln und Begrifflichkeiten sind in der Fotovoltaikversicherung wichtig?


Gesamte Fotovoltaikanlage

Soll Ihre gesamte Fotovoltaikanlage versichert sein, oder nur bestimmte, in den Bedingungen genannte Bauteile? Diese Frage sollten Sie sich
unbedingt stellen. Denn manche Versicherer zählen alle versicherten Teile der Fotovoltaikanlage explizit auf, was zur Folge hat, dass die nicht
genannten Bestandteile in diesen Tarifen auch nicht versichert sind –
auch wenn Sie zur Anlage gehören.


Sonstige Sachen

Stellenweise können über die Tarife bei Bedarf auch weitere Energie- und Haustechnik (wie beispielsweise Klima-, Beschattungs-, Heizungsanlagen)
versichert werden.


Verzicht auf Sicherheitsvorschriften wie Diebstahlsicherung, Blitzschutz, Begehungsanlagen

Die Fotovoltaikanlagenversicherung leistet, wenn ein Sachschaden durch eine von außen einwirkende Gefahr entstanden ist und das Schadenereignis
nicht explizit in den Bedingungen ausgeschlossen ist. Daher sind auch Schäden durch Blitzschlag, Diebstahl oder das versehentliche
Zerbrechen der Module bei Reinigungsarbeiten versichert. Damit derartige Schäden vermieden werden, bestehen manche Versicherer auf die
Einhaltung von bestimmten Sicherheitsvorschriften und Sicherungen.


Verzicht auf Leistungskürzung bei grob fahrlässig verursachten Schäden

Menschen machen Fehler. Meist unabsichtlich bzw. fahrlässig. Im Schadenfall entsteht aber schnell ein Streit darüber, ob nun ein grob fahrlässiger
Fehler zum Schaden geführt hat oder nicht. Vorstellbar wäre dies zum Beispiel, wenn Sie einen Baum im Garten fällen und dieser
auf Ihre Fotovoltaikanlage stürzt. Je nach Situation kann der Versicherer die Leistung dann evtl. kürzen, wenn Sie beim Fällen des Baumes
grob fahrlässig gehandelt haben. Verzichtet der Versicherer auf diesen Ausschluss, kann er nur bei einer vorsätzlichen Beschädigung durch
Sie die Leistung verweigern.


Innere Betriebsschäden an Wechselrichtern

Wechselrichter gehören zu den schadenanfälligeren Bauteilen einer Fotovoltaikanlage. Die Fotovoltaikanlagenversicherung leistet, wenn ein
Sachschaden durch eine von außen einwirkende Gefahr entstanden ist. Nicht jedoch, wenn der Wechselrichter einfach so, ohne eine äußere
Einwirkung, defekt ist. Hier spricht man von „inneren Betriebsschäden“, welche nur mittels einer separaten Klausel mitversichert sind. Je nach
Versicherer sind auch die daraus resultierenden Ertragsausfälle mitversichert.


Montagerisiko mitversichert

Mit der Montageversicherung sind alle Lieferungen und Leistungen zur Errichtung der Fotovoltaikanlage versichert. Hierunter fallen Sachschäden,
die z. B. durch Diebstahl, Ungeschicklichkeit oder höherer Gewalt entstehen. Sofern Sie die Anlage selbst montieren, sollten Sie diese
Deckung auf jeden Fall vorhalten, um beim Umgang mit den empfindlichen Bauteilen finanziell abgesichert zu sein.


Schäden durch innere Unruhen

„Schäden durch innere Unruhen“ entstehen dann, wenn große Teile der Bevölkerung die öffentliche Ruhe und Ordnung stören und dabei Gewalt
gegen Personen oder Sachen anwenden. Das kann dann der Fall sein, wenn beispielsweise bei Demonstrationen rivalisierende Gruppen
aneinander geraten und es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt. Da in solchen Fällen häufig Steine und andere Gegenstände u.a. gegen
Häuser geworfen werden, sind derartige Gewaltausbrüche sehr schnell mit hohen Schäden an Fotovoltaikanlagen verbunden.


Schäden durch Erdbeben

Auch wenn Erdbeben in Deutschland normalerweise recht unspektakulär verlaufen, ist zumindest die Möglichkeit von schweren Schäden an
der empfindlichen Elektronik von Fotovoltaikanlagen gegeben.


Unterversicherungsverzicht wenn die Versicherungssumme dem Neuwert einer neuen Anlage mit gleicher
Leistung entspricht

Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme
auch dem tatsächlichen Versicherungswert (also dem Wert einer neuen Anlage) entsprechen. Ist der tatsächliche Wert der
Anlage größer als die vereinbarte Summe, spricht man von einer Unterversicherung. Diese Unterversicherung wird dann im Schadenfall
entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet. Beispiel: Die Versicherungssumme wurde mit 100.000 Euro vereinbart. Der
tatsächliche Neuwert der Anlage beträgt 150.000 Euro. Damit entspricht die Versicherungssumme nur 2/3 der eigentlich benötigten Versicherungssumme
(also dem Versicherungswert von 150.000 Euro). In der Folge wird auch jeder Schaden nur zu 2/3 erstattet. Ein Schaden in Höhe
von 15.000 Euro wird also nur mit 10.000 Euro vom Versicherer reguliert. Um die Folgen dieser Fehleinschätzung der Versicherungssumme
vorzubeugen, gewähren Versicherer den Verzicht auf die Prüfung der Unterversicherung – sofern die Versicherungssumme dem Neuwert einer
neuen Fotovoltaikanlage mit gleicher Leistung entspricht.


GAP-Deckung (Leasingdifferenz)

Wenn keine GAP-Deckung (von engl. gap = Lücke) eingeschlossen ist, übernimmt die Versicherung bei Totalschaden oder Diebstahl nur den
Wiederbeschaffungswert der Anlage. Dieser ist in der Regel niedriger als die noch offenen Leasingraten. Der Versicherungsnehmer müsste
den Differenzbetrag dann selbst übernehmen. Bei einer Fotovoltaikanlage, die zum Beispiel eine Leasingablöse von 70.000 Euro, aber nur
einen Wiederbeschaffungswert von 65.000 Euro hat, würde die GAP-Deckung die Differenz von 5.000 Euro übernehmen.


Neuwertentschädigung auch wenn serienmäßig hergestellte Ersatzteile nicht mehr lieferbar

In den letzten Jahren ist die Zahl der Fotovoltaikanlagenhersteller stark gestiegen. Immer mehr Unternehmen haben sich dem massiven
Wettbewerb ausgesetzt. Viele konnten sich am Markt nicht nachhaltig durchsetzen und mussten daher die Produktion einstellen. Serienmäßig
hergestellte Ersatzteile sind daher oft nicht mehr lieferbar. Allerdings ist dies in vielen Bedingungswerken der Fotovoltaikanlagenversicherung
eine Voraussetzung für die Erstattung des Neuwertes. Sofern also serienmäßig hergestellte Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind, erfolgt – ohne
besondere Klausel – nur die wesentlich geringere Erstattung zum Zeitwert.


Begrenzung Selbstbeteiligung bei Tierverbissschäden

Schäden durch Tierbiss, z. B. durch einen Marder, an den Kabeln der Fotovoltaikanlagen sind nicht unüblich. Versicherungsschutz wird hierfür
normalerweise unproblematisch geboten. Allerdings kommt auch in aller Regel ein Selbstbehalt zum Tragen. Werden mehrere Kabel zerbissen,
kommt normalerweise auch die Selbstbeteiligung mehrmals in Abzug und führt somit zu einer verminderten Schadenszahlung durch
den Versicherer. Eine wesentlich höhere Versicherungsleistung lässt sich jedoch dann realisieren, wenn der Versicherer eine Begrenzung der
Selbstbeteiligung für derartige Fälle ermöglicht.


Aufräumungs- und Entsorgungskosten

Aufräumungs- und Entsorgungskosten sind ein wesentlicher Leistungspunkt nach einem Schadensfall. Denn wenn die Fotovoltaikanlage
beispielsweise abbrennt, fällt der überwiegende Teil des Schutts unter die Rubrik „Sondermüll“ und dessen Entsorgung verursacht erhebliche
Kosten. Im Versicherungsvertrag müssen solche Positionen umfassend abgesichert sein, damit Sie die Neuanschaffung der Anlage nicht aus
Kostengründen verschieben müssen.


Bewegungs- und Schutzkosten

Bewegungs- und Schutzkosten entstehen immer dann, wenn Sachen zum Zweck der
Wiederherstellung bzw. Wiederbeschaffung bewegt, verändert oder geschützt werden
müssen. Hierunter fallen z.B. Kosten für den Auf- und Abbau wegen Dachreparaturen oder
die Demontage einzelner Module, um an die schadhafte Stelle einer Leitung zu gelangen.


Gerüstgestellung

Nach einem Schaden an der Fotovoltaikanlage ist häufig eine umfassende Demontage
der Anlage nötig. In vielen Fällen muss dazu das Gebäude eingerüstet werden. Die Übernahme
dieser Kosten wird je nach Versicherer in unterschiedlicher Höhe übernommen.


Schadensuchkosten

Nicht immer ist offensichtlich erkennbar, warum Ihre Fotovoltaikanlage nicht mehr oder
nur noch eingeschränkt funktioniert. Die Suche nach der Schadenursache durch den
Handwerker/Spezialisten kann einige Zeit und damit auch Geld in Anspruch nehmen.
Grundsätzlich werden in der Elektronikversicherung jedoch nur die Reparaturen der beschädigten
Bauteile versichert. Schadensuchkosten sind daher nur über eine entsprechende Klausel versicherbar.


Sachschäden

Sachschäden sind Schäden an den Bauteilen, die durch Reparatur oder Austausch der Bauteile behoben werden können. Die Selbstbeteiligung
ist der Teil eines Schadens, den Sie als Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst übernehmen müssen. Er wird meist als Eurobetrag
festgelegt und vertraglich vereinbart. Wenn Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben, werden nur darüber hinausgehende Summen von der
Versicherung bezahlt. Selbstbeteiligungen sind in der Fotovoltaikanlagenversicherung üblich, um die Prämie zu reduzieren und eine kostenintensive
Bearbeitung von „Kleinschäden“ zu vermeiden.


Zeitlicher Selbstbehalt bei Ertragsausfall

Auch für den Ertragsausfall ist eine Selbstbehaltsregelung üblich. Hier wird jedoch statt eines konkreten Eurobetrages eine zeitliche Selbstbeteiligung
nach Tagessätzen vereinbart. Die konkrete Selbstbeteiligung berechnet sich dann durch die vereinbarte Anzahl von Tagen, multipliziert
mit dem vereinbarten Ertragsausfall, multipliziert mit der Anlagenleistung. Beispiel: Die im Hochsommer ausgefallene Anlage hat eine
Leistung von 20 kWp. Für jeden Tag des Ausfalls werden pro kWp 2,50 € vergütet. Die Selbstbeteiligung beträgt 3 Tage. Die Selbstbeteiligung
beträgt also: 20 x 2,50 € x 3 = 150 €


Ertragsausfall pro kWp

Um den Ertragsausfall einer Fotovoltaikanlage zu entschädigen, wird in den allermeisten Fällen ein pauschaler Eurobetrag pro Tag vereinbart.
Je nach Tarif werden zusätzlich unterschiedliche Tagessätze je nach Jahreszeit festgelegt. So wird eine höhere Entschädigung bei Ausfall der
Fotovoltaikanlage in den Sommermonaten erreicht. Der Ausfall einer Anlage mit 20 kWp über 15 Tage wird bei einer Tagesentschädigung von
2,50 € also mit 750 € entschädigt (20 kWp x 15 Tage x 2,50 Euro). Eine evtl. vereinbarte Selbstbeteiligung ist hier noch in Abzug zu bringen.


Ertragsausfall längstens

Der Ertragsausfall wird nur über eine begrenzte Dauer gezahlt. Üblich sind 3-6 Monate, je nach Versicherer können auch längere Zeiten gegen
Beitragszuschlag versichert werden.


Einschluss Minderertragsdeckung möglich

Scheint die Sonne mal nicht, so kann mit diesem Deckungseinschluss der Ausfall aufgefangen
werden. Die Minderertragsdeckung greift, wenn der Jahresertrag der Anlage
einmal unter der Prognose liegt. Auch ohne Sachschaden, bei unberechenbaren Einflüssen
von außen, wie z.B. einem extrem verregneten Jahr oder anderen Ursachen, wird so
der geplante Ertrag der Anlage beinahe ausgeglichen. Minderertragsdeckungen sehen
in aller Regel eine Selbstbeteiligung vor.


Feuerlöschkosten

Hierzu zählen Kosten, die der Versicherungsnehmer zur Brandbekämpfung für geboten
halten durfte. Auch Aufwendungen für Leistungen der Feuerwehr oder anderer im öffentlichen
Interesse zur Hilfeleistung Verpflichteter zählen dazu.


Schadenbedingte Arbeiten am Gebäude

Als Folge eines versicherten Schadens an der Photovoltaikanlage kann auch ein Schaden
am Gebäude (Dach oder Fassade) entstehen. Je nach Versicherer sind auch diese
Reparaturarbeiten mitversichert.


Rechtsschutz

Was ist die Rechtsschutzversicherung?

In allen Lebenslagen gibt es Streit und Missverständnisse. Wenn man zu seinem Recht kommen möchte, bleibt in vielen Situationen nur noch der Weg über einen Anwalt oder vor Gericht. Mit der richtigen Absicherung kann man jedoch diesen Fällen entspannter entgegensehen. 

Eine Rechtsschutzversicherung hilft beispielsweise bei: 

- Mietrechtsstreit
- Arbeitsrechtstreitigkeiten
- Nachbarschaftsstreitigkeiten
- Durchsetzung von Schadenersatzforderungen
- Steuerrechtlichen Angelegenheiten vor Gericht
- Verkehrsunfällen 

Die Rechtsschutzversicherung kann mit verschiedenen Leistungsbausteinen individuell gestaltet werden (siehe weiter unten Die Leistungsbausteine).



Was leistet die Rechtsschutzversicherung?

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel folgende Kosten bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme:

 

- die gesetzlichen Anwaltsgebühren eines vom Versicherten gewählten Rechtsanwalts
- Gerichtskosten
- Zeugengelder und gerichtliche Sachverständigenhonorare
- Kosten des Gegners, soweit der Versicherte sie übernehmen muss
- Kosten für Mediationsverfahren


In welchen Fällen leistet die Rechtsschutzversicherung?

  1. Bei einem Teilerfolg vor Gericht:
    Wenn der Richter die Kosten zwischen den Parteien aufteilt.
  2. Bei Zahlungsunfähigkeit des Gegners:
    Die eigenen Anwalts-/ Gerichtskosten, wenn man einen Prozess gewinnt – der Gegner aber zahlungsunfähig ist.
  3. Bei außergerichtlichen Streitigkeiten:
    Wenn der Gegner nicht verpflichtet ist, die fremden Anwaltskosten zu erstatten.

Kosten, die ohne gesetzliche Verpflichtung übernommen worden sind, werden nicht erstattet. Dazu zählen z. B. Anwaltshonorare, die über den gesetzlichen Gebührensätzen liegen oder Kosten des Gegners, die man freiwillig übernommen hat.


Die Leistungsbausteine

Die Rechtsschutzversicherung kann mit verschiedenen Leistungsbausteinen an den persönlichen Bedarf angepasst werden. Zum Beispiel:

 

Kraftfahrzeuge

Der Versicherungsschutz rund ums Fahrzeug.

 

Selbstständige

Je nach individueller Situation können nur der berufliche, nur der private oder beide Bereiche versichert werden.

 

Nichtselbstständige

Man kann zwischen einem „großen“ und einem „kleinen“ Versicherungspaket wählen, sich zusätzlich in Miet- und Grundstückssachen versichern oder als älterer Mensch den beruflichen Bereich ausschließen. Dafür bieten die Versicherer verschiedene Rechtsschutzpakete an, die aus unterschiedlichen Leistungsbausteinen bestehen.

 

Arbeitsrechtsschutz

Für Auseinandersetzungen rund um das Arbeitsverhältnis, z. B. wenn einem gekündigt wird oder der Arbeitgeber einem Geld schuldet. Oder bei dienst- und versorgungsrechtlichen Ansprüchen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis, zum Beispiel Streitigkeiten hinsichtlich der Einstufung in eine bestimmte Besoldungsgruppe, Beförderungen, Versetzungen oder Beihilfen im Krankheitsfall.

 

Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz

Wenn man seine Interessen als Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümer oder als Mieter behaupten muss, zum Beispiel bei Mieterhöhungen, Kündigungen oder Streit um Betriebskostenabrechnungen.

Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten

Wenn wegen der Steuer oder anderer Abgaben, zum Beispiel Gebühren oder Zölle, ein Prozess notwendig wird, z. B. weil das Finanzamt die Einkommensteuererklärung nicht anerkennen will.

 

Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht

Wenn man im Privatbereich Ansprüche aus Verträgen des täglichen Lebens geltend machen oder abwehren muss, zum Beispiel aus einem Kaufvertrag, einem Reparaturauftrag oder einem Reisevertrag.

 

Opfer-Rechtsschutz

Wenn man als Opfer einer Gewaltstraftat Ansprüche in einem Strafgerichtsprozess als Nebenkläger geltend machen möchte. Beispiel: Aufgrund eines Angriffs wird man als Fahrgast im öffentlichen Nahverkehr schwer verletzt.

 

Verkehrs-Verwaltungs-Rechtsschutz

Wenn es in einem Widerspruchsverfahren vor der Verwaltungsbehörde und in einem anschließenden Verfahren vor dem Verwaltungsgericht um den Führerschein geht, z. B. wenn einem der Führerschein wegen Verletzung von Verkehrsvorschriften entzogen wird.

 

Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Wenn man sich in einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Verletzung von Strafvorschriften oder in einem Bußgeldverfahren verteidigen muss, zum Beispiel wenn man beschuldigt wird, sich im Straßenverkehr vorschriftswidrig verhalten oder fahrlässig einen Menschen verletzt zu haben.


Beratungs-Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht

Wenn sich in Fragen des Familien­ und Erbrechts die Rechtslage ändert und man sich anwaltlich beraten lässt, zum Beispiel wenn man nach einem Erbfall wissen möchte, welche Ansprüche man hat.


Schadenersatz-Rechtsschutz

Für die Durchsetzung der Ansprüche auf Schadenersatz, z. B. nach einem Verkehrsunfall.

 

Disziplinar- und Standesrechtsschutz

Wenn einem z. B. als Beamter eine Disziplinarmaßnahme wegen eines angeblichen Dienstvergehens angedroht wird.

 

Sozialgerichts-Rechtsschutz

Bei Prozessen vor einem deutschen Sozialgericht, zum Beispiel wenn die gesetzliche Kranken-, Unfall-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung nicht angemessen leistet.

 


Wartezeiten in der Rechtsschutzversicherung

Bei der Rechtsschutzversicherung gibt es für manche Leistungsbausteine Wartezeiten. In der Regel beträgt dieser drei Monate. Gemeint ist damit der Zeitraum zwischen Vertragsbeginn und der Beginn ab dem der Versicherungsschutz greift. Dadurch soll vermieden werden, dass ein Versicherungsvertrag erst kurz vor einer absehbaren rechtlichen Auseinandersetzung abgeschlossen wird.

 

3 Monate Wartezeit für…

Arbeits-Rechtsschutz

Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz

Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht

Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten

Sozialgerichts-Rechtsschutz

Verkehrs-Verwaltungs-
Rechtsschutz

 

Keine Wartezeit für…

Schadenersatz-Rechtsschutz

Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz

Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Interessenwahrnehmung bei Kauf- und
Leasingverträgen über ein fabrikneues Fahrzeug

Beratungs-Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht

 

Wichtige Klauseln und Begriffe in der Rechtsschutzversicherung!

Auf welche Besonderheiten ist in der Rechtsschutzversicherung allgemein zu achten?


Deckungssumme

Ein Rechtsstreit kann sehr teuer werden – vor allem dann, wenn er durch mehrere Instanzen geht. Ausgehend vom Streitwert fallen Anwalts-
und Gerichtsgebühren an. Hinzu können ggf. noch weitere Kosten kommen (Zeugen, Gutachten, etc.). Ihre Rechtsschutzversicherung
zahlt dann maximal bis zur vereinbarten Deckungssumme. Allerdings beruhen viele alte Tarifen noch auf kalkulierten Deckungssummen, die
heute unzeitgemäß niedrig sind. Existenzbedrohende Prozesse gegen einen finanzstarken Gegner wie z. B. die Schadenersatzklage nach
einem Verkehrsunfall mit unklarer Schuldfrage, können die Summe schnell aufzehren. Auf eine ausreichend hohe Deckungssumme sollte
daher unbedingt geachtet werden.


Strafkaution

Wenn es Sie oder andere mitversicherte Personen einstweilen vor Strafverfolgungsmaßnahmen verschont, leistet der Versicherer innerhalb
der vertraglich vereinbarten Summe die Kaution (z. B. bei Untersuchungshaft oder beim Vorwurf einer Straftat im Ausland). Verfällt die Kaution
(z. B. bei Nichterscheinen des Beschuldigten zur Verhandlung), muss der Versicherungsnehmer die Kaution an den Versicherer zurück
zahlen. Dazu steht - je nach Vertrag - eine gesondert ausgewiesene Summe in der Rechtsschutzversicherung zur Verfügung.


Selbstbeteiligung

Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung, die Sie selbst bei jedem Rechtsschutzfall übernehmen, wirkt sich immer prämienmindert auf den
Beitrag aus, den Sie zahlen müssen. Führt eine Ursache zu mehreren Streitfällen, verzichten manche Versicherer darauf, die Selbstbeteiligung
mehr als einmal anzurechnen.


Wartezeiten

Erst wenn die vertraglich vereinbarte Wartezeit vorüber ist, beginnt die Leistungspflicht des Versicherers. Dadurch wird die Versichertengemeinschaft
vor den Auswirkungen geschützt, die durch Kunden entstehen, die nur deshalb eine Rechtsschutzversicherung abschließen, weil
„das Haus schon brennt“.


Geltungsbereich

Grundsätzlich gilt die Rechtsschutzversicherung in Deutschland und im restlichen geographischen Europa. Darüber hinaus gilt auch im
außereuropäischen Ausland Versicherungsschutz. Dort können jedoch die abgesicherten Summen und die zeitliche Geltung deutlich
eingeschränkt sein. Ebenso können einzelne Rechtsgebiete aus dem Versicherungspaket ausgeklammert werden. Bei einem bevorstehenden
längeren außereuropäischen Auslandsaufenthalt sollten Sie daher Ihren konkreten Einzelfall von Ihrem Versicherungsmakler beim
Versicherer abklären lassen.


Versicherter Personenkreis

Grundsätzlich sind alle Mitarbeiter Ihrers Unternehmens über den gewerblichen Rechtsschutzvertrag abgesichert, sofern es sich um Streitigkeiten
handelt, die aus der Tätigkeit für die Firma resultieren. Normalerweise bietet ein gewerblicher Rechtsschutzvertrag auch für mind.
eine namentlich zu benennende Person (z. B. Inhaber oder Geschäftsführer) auch im Privatbereich Deckung. Hier gilt außer dem Benannten
auch Versicherungsschutz für dessen Ehe-/ Lebenspartner und deren unverheiratete, minderjährige Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und
Pflegekinder) sowie volljährige Kinder, die sich noch in der Schulausbildung oder in der direkt anschließenden Berufsausbildung befinden.
Dieser Einschluss gilt, solange die häusliche Gemeinschaft besteht. Je nach gewähltem Versicherer und Tarif kann der Kreis mitversicherter
Personen noch umfangreicher sein (z. B. Eltern des Versicherungsnehmers, wenn im Ruhestand und in häuslicher Gemeinschaft, etc.).
Ob in einem versicherten Fall Versicherungsschutz gewährt wird, entscheidet letztlich der Versicherungsnehmer als Vertragspartner des
Versicherers.


Versicherte Rechtsgebiete / Rechtsschutz-Bausteine

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten eines Rechtsstreits nur dann, wenn auch das entsprechende Rechtsgebiet bzw.
der entsprechende Rechtsschutz-Baustein versichert ist. So fallen Streitigkeiten bzgl. des Garantieanspruchs eines Fahrzeugs zwar ins
versicherte Vertrags-Recht, Sie bräuchten jedoch eine Verkehrs- oder Fahrzeug-Rechtsschutzdeckung in Ihrem Vertrag. Auch Ihr Risiko als
Vermieter wird nicht automatisch über den Haus- und Grundstücks-Rechtsschutz mit abgedeckt, da z. B. die Kosten einer Wohnungsräumung
schnell den Rahmen sprengen können. Ihr Versicherungsmakler stimmt Ihren versicherbaren Bedarf gerne mit Ihnen ab.


Risikoausschlüsse

Damit Rechtsschutzversicherungsschutz dauerhaft bezahlbar bleiben kann, ist es nicht möglich, für wirklich alle Rechtsbereiche Versicherungsschutz
bieten zu können. Einige Rechtsstreitigkeiten, die erfahrungsgemäß sehr häufig auftreten oder unkalkulierbar hohe Kosten
verursachen, sind daher vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Unter diesen Ausschluss fallen regelmäßig z. B. alle Rechtsstreitigkeiten
aus der Neuerrichtung eines Gebäudes, aus Kapitalanlagegeschäften, aus dem Urheber-, Marken- und Personenrecht, sowie Studienplatzklagen
und das Vertragsrecht (im gewerblichen Bereich). Diese Aufzählung ist nicht abschließend und dient nur der Veranschaulichung.


Deckungszusage

Eine Rechtsschutzversicherung wird die Deckung für Ihren Fall immer nur dann übernehmen, wenn nach Schilderung des Sachverhalts auch
Aussicht auf Erfolg besteht. Manche gesetzlichen oder behördlichen Regelungen mögen Ihnen ungerecht vorkommen und Ihrer eigenen
Rechtsauffassung gänzlich zuwider laufen – das Begehen des Rechtswegs kann aber dennoch vom Start weg ohne jede Erfolgsaussicht
sein. Holen Sie daher vor dem ersten Gespräch mit Ihrem Anwalt immer erst eine Deckungszusage bei Ihrem Rechtsschutzversicherer ein.
Bedenken Sie dabei, dass Ihr Anwalt nicht wissen kann, welchen Umfang Ihr Rechtsschutzvertrag hat. Nur im vorherigen Gespräch mit dem
Versicherungsunternehmen können Sie vermeiden, ggf. auf den Kosten eines Rechtsstreits sitzen zu bleiben, der nicht versichert ist, bzw.
bei dem keine Deckungszusage erteilt wird.


Gerichtliches Verfahren

Nicht immer kommt ein Rechtsschutztarif für das komplette Verfahren auf. Gerade sehr preiswerte Tarife leisten zumindest in manchen
Bereichen erst ab dem Zeitpunkt, zu dem eine gerichtliche Verhandlung angestrebt wird. Die Kosten, die Ihnen im Vorfeld beim Anwalt
entstanden, müssen dann von Ihnen selbst getragen werden.


Beratungs-Rechtsschutz

Je nach Tarif und Rechtsgebiet kann auch nur die reine Erstberatung zu einem rechtlichen Sachverhalt versichert sein. Bringt Ihr Anwalt
dann mit weiteren Schritten die Sache voran, entfällt meist auch die Deckung für die Erstberatung, da diese dann in der Gesamtbetrachtung
hinfällig ist. Im Gegenzug erlassen Ihnen manche Rechtsschutzversicherer die Selbstbeteiligung, wenn sich eine Angelegenheit allein mit
der Erstberatung erledigen lässt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die meisten Anbieter inzwischen sehr kompetente Rechtsberatungs-
Hotlines anbieten, bei denen Sie Ihren Fall besprechen und auch auf den Prozesserfolg hin prüfen lassen können.


Erweiterter Beratungs-Rechtsschutz

Hier übernimmt der Rechtsschutzversicherer auch die Kosten, die über die reine Erstberatung hinaus gehen – zumindest bis zu einer vereinbarten
Obergrenze. Oft sind hier auch grundsätzlich nicht versicherbare Bereiche gedeckt, damit Sie als Kunde zumindest bei einfacheren
Fällen nicht allein gelassen werden.


Mediation

In vielen Fällen kommt es nur deshalb zum Rechtsstreit, weil beide Seiten unterschiedlicher
Rechtsauffassungen sind. Bei einer Mediation unternimmt man den Versuch,
unter der Moderation eines geschulten Mediators (oft ein Anwalt) gemeinsam eine
Lösung zu erarbeiten, mit der beide Seiten leben können.


Vergleich / Kostenbeschluss

Mit einem Urteil ergeht in der Regel auch ein Kostenbeschluss, welche Streitpartei
welche Kosten des Verfahrens zu übernehmen hat. Auch bei einem gerichtlich erzielten
Vergleich ergeht ein solcher Kostenbeschluss. Ihr Rechtsschutzversicherer übernimmt
die Kosten dieses Beschlusses –
sowohl bei Urteil wie auch beim Vergleich.


Kapitalanlage-Rechtsschutz

Für Streitigkeiten aus Kapitalanlagen wird grundsätzlich keine uneingeschränkte
Deckung mehr angeboten. Dieser Grundsatz wird insoweit jedoch wieder aufgeweicht,
als dass viele Versicherer zumindest „einfaches Anlagegeschäft“ wie z. B. Altersvorsorgeprodukte
oder VWL-Sparverträge trotz des allgemeinen Ausschlusses decken. Ganz vereinzelt wird auch für spekulativere Kapitalanlagen
Deckung geboten, wobei hier immer eine Obergrenze bei der Anlagesumme festgelegt wird.


Erweiterter Straf-RS (privat/beruf/ehrenamtlich)/Spezial-Straf-RS (gewerblich)

Ihr Rechtsschutzvertrag bietet bereits eine Deckung für strafrechtliche Probleme, die aus dem Vorwurf eines fahrlässig begangenen Vergehens
oder einer Ordnungswidrigkeit resultieren (hierunter fällt z. B. der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung durch einen von Ihnen
verursachten Verkehrsunfall). Ausdrücklich nicht versichert sind Straftaten, die nur vorsätzlich begangen werden können (z. B. Steuerhinterziehung
oder Mord). Bedenken Sie dabei bitte, dass der reine Tatverdacht ausreicht, um ein Ermittlungsverfahren zu beginnen und Sie
ggf. in Untersuchungshaft zu bringen. Mit einem erweiterten Straf-RS bzw. einem Spezial-Straf-RS werden Ihre Verteidigungskosten (inkl.
angemessener Honorarvereinbarungen mit Ihrem Strafverteidiger) auch beim Vorwurf von Vorsatzdelikten übernommen. Bei den am Markt
erhältlichen Tarifen kann es Unterschiede geben, ob der private, berufliche oder ehrenamtliche Bereich gedeckt ist.


Verzicht auf Einrede der Vorvertraglichkeit / Kausaltheorie / Folgeereignistheorie

Grundsätzlich besteht Versicherungsschutz nur für solche rechtlichen Streitigkeiten, die erst während der Vertragslaufzeit aufgetreten sind.
Bei der Feststellung, wann ein Fall begann, können jedoch zwei Theorien angesetzt werden: Ist die Schaffung eines neuen Umstands als
ursprünglicher Beginn des Streifalls anzusehen (z. B. der Kauf eines Neuwagens), oder erst der Zeitpunkt, an dem das eigentliche Problem
ersichtlich ist (z. B. Hinweis der Werkstatt, dass der Wagen schon einmal einen schweren Unfall gehabt haben muss, von dem Sie nichts
wussten)? Besteht Ihr Rechtsschutzvertrag seit mindestens fünf Jahren, verzichten viele Versicherer generell auf die Prüfung, ob ein Schaden
als vorvertraglich angesehen werden kann.


Pflegeversicherung und Pflegezusatzversicherung

Was ist die Pflegezusatzversicherung?

Durschnittliche Pflegekosten im Pflegeheim

Eine zusätzliche Pflegeversicherung schließt die Versorgungslücke welche die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung nicht deckt.

Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht gerade für das Nötigste und kann die tatsächlichen Kosten im Pflegefall bei weitem nicht decken.

Vor allem für eine Platz im Pflegeheim müssen Sie, unabhängig von der Schwere Ihrer Pflegebedürftigkeit, je nach Heim mit rund 1.500 € Eigenanteil rechnen und das jeden Monat.

Durch eine Pflegezusatzversicherung können Sie finanziell für den Pflegefall vorsorgen und die zur freien Verfügung stehenden finanziellen Mittel für Pflegeleistungen nach Ihren Vorstellungen verwenden.

Sie können selbst bestimmen ob eine Pflege zu Hause, in der Tagespflege oder in einem Heim erfolgen soll.



Für wen ist eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll?

Eine private Pflegezusatzversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn kein großes Vermögen verfügbar ist um anfallende Pflegekosten privat zu bezahlen.

Beinahe 2 von 3 Deutschen werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Auch jüngere Menschen kann die Pflegebedürftigkeit treffen. Ursachen sind z. B. Verkehrs- und Sportunfälle, ein Zeckenbiss, ein Schlaganfall, Epilepsie oder andere Erkrankungen.

Dabei gilt, wie bei allen Biometrie Versicherungen, je früher man eine Pflegezusatzversicherung abschließt, desto geringer sind die Beiträge. Auch die Gesundheitsfragen sind in der Regel unkritischer zu beantworten als bei älteren Antragstellern.

Sollten sich die Eltern die monatlichen Beiträge nicht leisten können, ist es unter Umständen auch sinnvoll dass die Kinder die Zahlungen übernehmen. Zum einen kann mit einem guten Tarif das Pflegerisiko abgesichert werden, zum anderen muss für die Pflegekosten nicht das Vermögen und Erbe aufgebraucht werden.

Wie hoch ist Ihre persönliche Versorgungslücke im Pflegefall?


Besondere Klauseln in der Pflegeversicherung

Worauf muss in der Pflegeversicherung geachtet werden?


Beitragsbefreiung im Leistungsfall

Bei Tarifen mit Beitragsbefreiung muss der Versicherte beim Erreichen eines bestimmten Pflegegrades keine Beiträge mehr bezahlen.


Dynamik

In der Pflegeversicherung wird seitens der Gesellschaft eine Dynamik zum Ausgleich der stetigen Geldentwertung (Inflation) angeboten. Diese
bietet die Möglichkeit, die Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung um einen gewissen Prozentsatz zu erhöhen. Der Beitrag steigt dabei
ebenfalls im selben Verhältnis. Der Dynamik kann auch widersprochen werden. Achtung: Wer drei mal (je nach Gesellschaft auch zwei mal)
hintereinander der Dynamik widerspricht, für den entfällt der Anspruch auf weitere planmäßige Erhöhungen.


Dynamik im Leistungsfall

Bedeutet, dass die Leistung der Pflegeversicherung auch im Leistungsfall um einen Faktor angepasst wird, um auch hier der Inflation entgegen
zu wirken


Kontrolle der Pflegebedürftigkeit durch den Versicherer

Der Versicherer prüft unter Umständen in regelmäßigen Abständen den Fortbestand einer Pflegebedürftigkeit, indem er einen Nachweis
anfordert oder den Versicherten verpflichtet, eine Veränderung seines Zustandes unverzüglich zu melden.


Kur- oder Rehamaßnahmen

Während Kur- oder Rehamaßnahmen kürzen oder streichen Versicherer unter Umständen die Pflegeleistung.


MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen)

Prüft alle neuen Antragsteller auf Pflegeleistungen persönlich anhand eines Fragenkatalogs auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit.
Für die Beantwortung der Fragen gibt es Punkte. Entsprechend des Gutachtens entscheidet die zuständige Pflegekasse, ob und
welchen Pflegegrad sie ihrem Versicherten zubilligt oder ob sie seinen Antrag ablehnt.


Teilstationäre Pflege

Die teilstationäre Betreuung bietet Betroffenen die Möglichkeit, trotz Pflegebedarfs weiterhin zu Hause zu wohnen und sich im Rahmen der
Nacht- oder Tagespflege in Pflegeeinrichtungen vom professionellen Personal betreuen zu lassen.


Verzicht auf ordentliches Kündigungsrecht durch den Versicherer

Wird auf dieses Kündigungsrecht nicht verzichtet, hat das Versicherungsunternehmen die Möglichkeit, Sie „ohne Angabe von Gründen“ aus
dem bestehenden Vertrag zu kündigen. Das ist vor allem dann problematisch, wenn Sie aufgrund verschiedener Erkrankungen nirgendwo
anders Versicherungsschutz bekommen.


Wartezeit

Die Wartezeit ist eine tariflich festgelegte Frist, während der die versicherte Person trotz bestehendem Versicherungsschutz noch keine
Ansprüche geltend machen kann. Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate ab Versicherungsbeginn. Es gibt besondere Wartezeiten für
Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie, diese erstrecken sich sogar über acht Monate. Bei einem Unfall entfallen
die Wartezeiten. Wartezeiten können in den besonderen Bedingungen eines Versicherers verkürzt werden, wodurch sie von Versicherer zu
Versicherer stark variieren können.


KFZ

Was ist die Kfz-Haftpflichtversicherung?

Kfz-Haftpflichtversicherung - Klick mich -

Die Kfz-Haftpflichtversicherung als Pflichtversicherung schützt Sie vor zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen, wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug
Andere schädigen.


Beispiel 1 – Personenschaden:
Beim Rechtsabbiegen übersehen Sie einen Fußgänger, welcher bei grüner Fußgängerampel die Straße überqueren wollte. Bei der Kollision mit
Ihrem Fahrzeug und dem darauffolgenden Sturz auf die Fahrbahn zieht sich der junge Mann Prellungen und einen Bruch des Handgelenks zu.
Die Behandlungskosten inkl. Transport und Aufenthalt im Krankenhaus belaufen sich auf über 10.000 Euro.


Beispiel 2 – Sachschaden:
Bei Eisglätte verlieren Sie die Kontrolle über Ihr Fahrzeug und rutschen in den Gartenzaun eines Anwohners. Die Reparatur der hölzernen
Zaunelemente sowie der gemauerten Zaunpfosten schlägt mit über 2.000 Euro zu Buche



Was ist die Kfz-Kaskoversicherung?

Kaskoversicherung (allgemein)  - Klick mich-

Die Kaskoversicherung ersetzt Schäden, die Ihnen durch die Beschädigung, die Zerstörung oder den Verlust Ihres eigenen Fahrzeugs entstehen.
Mitversichert sind auch bestimmte Teile, soweit sie im Fahrzeug eingebaut sind, wie z.B. eine Soundanlage oder ein Navi. Mit dem
Fahrzeug beförderte Sachen sind in der Kaskoversicherung nicht versichert. Solche Schäden können über die Hausratversicherung (abhängig
vom Tarif) oder eine Transportversicherung abgesichert werden


Was ist die Kfz-Teilkaskoversicherung?

 

Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko)

Hiermit haben Sie eine Grunddeckung und sind abgesichert bei:


• Schäden durch Brand oder Explosion
• Schäden durch Entwendung, Diebstahl, Raub, Unterschlagung und unerlaubten Gebrauch durch fremde Personen
• Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung
• Schäden durch (Dach-)Lawinen
• Schäden durch Zusammenstoß mit (Wild-)Tieren
• Schäden durch Tierbiss und Folgeschäden daraus
• Schäden an der Verkabelung durch Kurzschluss
• Glasbruchschäden


In der Regel wird bei der Teilkaskoversicherung eine Selbstbeteiligung von 150 Euro oder 300 Euro je Schadensfall vereinbart. Die Höhe der
Selbstbeteiligung hat Auswirkungen auf Ihren Beitrag.


Was ist die Kfz-Vollkaskoversicherung ?

 

Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko)

Die Vollkaskoversicherung rundet den Schutz für Ihr Fahrzeug ab. Zunächst einmal beinhaltet die Vollkasko die Leistungen der Teilkasko.
Darüber hinaus aber auch:


• Schäden am eigenen Fahrzeug bei Unfall
• mut- und böswillige Beschädigung durch fremde Personen (Vandalismus)


Nicht versichert sind Schäden, die auf Verschleiß oder Abnutzung beruhen sowie Betriebs-, Brems- und reine Bruchschäden. Auch bei der Vollkaskoversicherung kann eine Selbstbeteiligung vereinbart werden, welche üblicherweise 300 Euro oder 500 Euro je Schadensfall beträgt.
Auch hier hat die Höhe der Selbstbeteiligung Auswirkungen auf die Höhe des Beitrags.

Kfz-Umweltschadensversicherung

Die Kfz-Umweltschadensversicherung leistet bei öffentlich-rechtlichen Ansprüchen zur Sanierung von Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz
(USchadG), die durch einen Unfall, eine Panne oder eine unfallartige Störung beim Gebrauch des Fahrzeugs verursacht
worden sind


Typklassen

Für jedes der über 15.000 Automodelle in Deutschland gibt es eine Typklasse für die Haftpflicht-, die Teil- und die Vollkaskoversicherung.
Diese spiegeln u. a. den Schadenverlauf der Fahrzeugtypen in den vergangenen drei Jahren wieder und werden jährlich durch einen unabhängigen
Treuhänder überprüft und neu festgelegt. Auch die Kosten für eine etwaige Reparatur und Ersatzteilpreise haben Einfluss auf die
Einstufung eines Fahrzeugs. Die Typklassen sind für die einzelnen Versicherungsarten unterschiedlich. Es ist also nicht so, dass ein großes
Auto automatisch in eine höhere Typklasse eingestuft wird. Häufig sind auch die typischen „Anfängerautos“ eher hoch eingestuft. Die Höhe
der Typklassen beeinflusst die zu zahlende Prämie erheblich. Je nach der Entwicklung der Schäden für ein bestimmtes Fahrzeug kann die
Typklasse mit den Jahren steigen oder fallen.


Regionalklassen

Auch der Zulassungsort beeinflusst den Versicherungsbeitrag. In den Regionalklassen zeigt sich der Schadenverlauf der letzten fünf Jahre
in den einzelnen deutschen Zulassungsbezirken. Sie werden jährlich durch einen unabhängigen Treuhänder überprüft und marktweit neu
festgelegt. Die Regionalstatistik für die Kaskoversicherung berücksichtigt auch örtliche Besonderheiten wie Hochwasser, Hagel oder Diebstahlhäufigkeit.


Schutzbrief

Kostenfreie Hilfe durch den Versicherer im Falle einer Panne, eines Unfalls oder eines Diebstahls des versicherten Fahrzeuges. Dies kann sein:
Pannendienst, Abschleppen, Übernachtung. Der Autoschutzbrief ist ein eigenständiger Bestandteil des Kfz-Versicherungsvertrags, deshalb
haben seine Leistungen keinen Einfluss auf die Schadenfreiheitsklasse.
Je nach Umfang des Schutzbriefes (abhängig vom Versicherer) haben Sie auch Anspruch auf personenbezogene Leistungen, welche mitunter
auch bei Flug- oder Bahnreisen gelten.


Internationale Versicherungskarte (Grüne Karte)

Wenn Sie eine internationale Versicherungskarte in Ihrem Fahrzeug mitführen, erstreckt sich Ihr Versicherungsschutz in der Kraftfahrzeug-
Haftpflichtversicherung auch auf die dort genannten Länder, soweit Länderbezeichnungen nicht durchgestrichen sind. Bei Fahrten ins Ausland
sollten Sie die Grüne Karte deshalb als Versicherungsbestätigung immer dabei haben.
Die Karte erhalten Sie vom Versicherer mit Ihrem ersten Versicherungsschein. Diese ist in der Regel jedoch nur für 3 Jahre gültig. Prüfen Sie
daher also vor einer Fahrt ins Ausland die Gültigkeit. Eine neue Internationale Versicherungskarte erhalten Sie bei Ihrem Versicherer. Übrigens:
Wenn Sie Ihr Auto verkaufen, müssen Sie die grüne Karte vernichten. Der Versicherungsschutz geht nicht auf den neuen Eigentümer über!


Freie Werkstattwahl / Werkstattbindung im Schadensfall (Kaskoschäden)

Bei Tarifen mit Werkstattbindung verzichten Sie als Versicherungsnehmer im Schadenfall auf eine freie Wahl der Autowerkstatt, d. h. Sie
verpflichten sich, eine Partnerwerkstatt des Versicherers aufzusuchen. Hierfür erhalten Sie i. d. R. einen Beitragsrabatt, sind allerdings verpflichtet,
die Reparatur in der vom Versicherer vorgeschriebenen Werkstatt durchführen zu lassen. Lassen Sie Ihr Fahrzeug dann doch in einer
anderen, nicht vom Versicherer vorgegebenen Werkstatt reparieren, so müssen Sie mit z. T. hohen Abzügen bei der Leistungserbringung durch
den Versicherer oder einer höheren Selbstbeteiligung rechnen. Neben einem Beitragsrabatt können Sie jedoch auch von einigen Serviceleistungen,
wie z. B. die kostenlose Nutzung eines Mietwagens für die Dauer der Reparatur profitieren.


Sonderausstattung

Beitragsfreie Mitversicherung von Fahrzeug- und Zubehörteilen bis zu einem vorgegebenen Wert. Üblicherweise sind bereits werkseitig eingebaute
Soundanlagen oder Navigationsgeräte etc. mitversichert. Die einzelnen, versicherten Fahrzeugteile beschreibt die Versicherungsgesellschaft
in der Liste der mitversicherten Fahrzeug- und Zubehörteile. Sondereinbauten und nachträgliche Umrüstungen müssen meist separat
beantragt werden.


GAP-Versicherung für leasing- oder kreditfinanzierte Fahrzeuge

Im Fall eines Totalschadens ist die Restleasingforderung oder der Finanzierungs-Restbetrag häufig höher als der Wiederbeschaffungswert,
den eine „normale“ Kfz-Versicherung erstattet. Die Vollkaskoversicherung kann gegen einen Zusatzbeitrag um die „GAP-Deckung“ erweitert
werden, mit der diese Deckungslücke geschlossen wird. Ein Beispiel: Ihr finanziertes oder geleastes Fahrzeug hatte einen Neuwert von 42.000
Euro. Nach zwei Jahren haben Sie einen Unfall, der bei Ihrem Auto zum Totalschaden führt. Obwohl bei der Bank noch eine Restforderung
von 35.000 Euro in den Büchern steht, wird die Kfz-Versicherung nur den von einem Sachverständigen ermittelten Restwert von 28.000 Euro
übernehmen – die Differenz von 7.000 Euro müsste nun von Ihnen übernommen werden. Der Einschluss der „GAP-Deckung“ in Ihren Kfz-
Versicherungsvertrag übernimmt diese finanzielle „Lücke“ für Sie.


Neuwertentschädigung

Wenn Ihr Fahrzeug gestohlen wird oder einen Totalschaden erleidet, ersetzt die Versicherung normalerweise nur den Zeitwert, und nicht den
kompletten Neupreis. Wenn Sie diesen Baustein mit abgeschlossen haben und auch Erstbesitzer des Fahrzeugs sind, wird Ihnen je nach
Versicherungsgesellschaft und Tarif Neuwerterstattung für einen bestimmten Zeitraum (i. d. R. mind. 12 bis zu 24 Monaten) ab dem Tag
der Erstzulassung gewährt. Da Neufahrzeuge gerade im ersten Jahr einen erheblichen Wertverlust haben, gibt Ihnen ein solcher Tarif so die
Sicherheit, beim Ersatzfahrzeug auf nichts verzichten zu müssen.
Ist eine Neuwertentschädigung vereinbart, erhöht sich die Leistungsgrenze auf den Neupreis des Fahrzeugs, also auf den von Ihnen aufzuwendenden
Kaufpreis eines neuen Fahrzeugs in der versicherten Ausführung oder, falls der Fahrzeugtyp nicht mehr hergestellt wird, eines
gleichwertigen Typs in gleicher Ausführung. Abhängig vom Bedingungswerk des jeweiligen Versicherers ist die Anschaffung eines Neuwagens
Voraussetzung für die Neuwertentschädigung.


Mietfahrzeuge im Ausland (Mallorca-Police)

Hierbei handelt es sich um eine Haftpflicht-Zusatzversicherung für im Ausland privat gemietete und versicherungspflichtige Fahrzeuge, meistens
beschränkt auf das europäische Ausland und die Mittelmeeranliegerstaaten. Zweck: Ist die für das Mietfahrzeug abgeschlossene
Haftpflicht-Deckungssumme geringer, als die Höhe des Schadens, muss der Mieter des Fahrzeugs für die Differenz aufkommen. In diesem
Fall springt die Mallorca-Police (bis zur Höhe der in Deutschland für Ihren Kfz-Versicherungsvertrag abgeschlossenen Deckungssumme) ein.


Tierbiss-/Marderbissschäden

Der Versicherer übernimmt Kosten für Schäden an Kabeln, Leitungen, Schläuchen, Gummimanschetten und Dämmmaterialien, die durch
Marder- oder andere Tierbisse (je nach Tarif) unmittelbar an Ihrem Fahrzeug verursacht wurden.


Folgeschäden Tierbiss-/Marderbissschäden

Ein durchtrennter Kühlmittelschlauch kann zur Überhitzung des Motors führen. Im Extremfall muss danach der Motor ausgetauscht werden.
Mit Einbau sind da schnell vier- oder gar fünfstellige Summen erreicht. Wenn sich ein Zusammenhang zwischen dem Tierbiss und dem Motorschaden
eindeutig nachweisen lässt, leistet die Versicherung, sofern Tierbissfolgeschäden versichert sind. Die einfache Klausel für Tierbiss/
Marderbissschäden wäre nicht ausreichend.


Mietwagen

Erleidet Ihr Fahrzeug einen Unfall (und ist nicht mehr fahrtüchtig), einen Totalschaden oder wird es gestohlen und Sie als Versicherungsnehmer
mieten sich deswegen ein gleichartiges oder klassentieferes Ersatzfahrzeug im Inland, übernimmt der Versicherer die Mietwagenkosten
für den Zeitraum der Ersatzbeschaffung. Dabei ist entweder der maximale Zeitraum, für den die Kosten für einen Mietwagen übernommen
werden, oder eine Höchstsumme für die Mietwagen-Kosten festgelegt


Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse

Die Schadenfreiheitsklasse bestimmt mit, wie hoch der Beitrag zur Kfz-Vollkaskoversicherung oder zur Kfz-Haftpflichtversicherung ausfällt
(die Teilkaskoversicherung ist von dieser Regelung nicht betroffen). Wer schon lange unfallfrei fährt hat eine hohe Schadenfreiheitsklasse
(SF-Klasse). Nach einem über die Kfz-Haftpflicht oder die Kfz-Vollkasko regulierten Schaden wird Ihre SF-Klasse anhand der vom Versicherer
festgelegten Rückstufungstabelle reduziert.

Wichtig: Nicht die Kosten des Unfalls sind für die Rückstufung entscheidend, sondern die Zahl der Unfälle. Mehrere kleine Unfälle können zu
einem höheren Rabattverlust führen als ein großer Schaden. Günstige Anbieter stufen oft schneller, d. h. über mehrere SF-Klassen, zurück.
Wirksam wird die Neueinstufung stets zur ersten Beitragsfälligkeit im neuen Kalenderjahr.


Besserstufung der Schadenfreiheitsklasse

Nach einem Jahr ohne einen von der Versicherung regulierten Schaden in der Kfz-Haftpflicht und in der Kfz-Vollkasko werden Sie zur nächsten
Hauptfälligkeit in die nächst höhere SF-Klasse eingestuft. Sie kommen z. B. von der SF 10 in die SF 11. Voraussetzung für die Besserstufung
ist neben einem schadenfreien Verlauf auch, dass der Vertrag für mindestens 6 Monate im Jahr bestand. Diese 6 Monate können auch über
das Jahr verteilt werden z. B. für ein Winterauto von Januar bis März und dann wieder von Oktober bis Dezember. Auch bei Fahrzeugen mit
Saisonkennzeichen müssen die 6 Monate während eines Jahres eingehalten werden.


Schadenrückkauf

Nicht immer lohnt es sich, jeden entstandenen Schaden vom Versicherer regulieren zu lassen, denn ein kleiner Schaden kann sich eine lange
Zeit beitragsbelastend auswirken. Wenn der Versicherer einen gegnerischen Kfz-Haftpflicht-Anspruch reguliert, ist oft erst nach Abschluss der
Regulierung die Höhe der Ersatzleistung bekannt. Um Ihnen die Möglichkeit der Selbstregulierung zu geben, ist der Versicherer verpflichtet,
Sie bei Schadenersatzleistungen unter einer bestimmten Grenze (z. B. 500 Euro) darüber zu informieren, dass die Möglichkeit des Schadenrückkaufs
besteht. Nach dieser Mitteilung haben Sie i. d. R. sechs Monate Zeit, den bereits regulierten Schaden zurückzukaufen um eine
SF-Rückstufung im Folgejahr zu vermeiden.


Bauleistung

Was ist eine Bauleistung - Versicherung?

Für alle Bauherren oder Bauträger / Bauunternehmer.

Versichert sind alle Lieferungen und Leistungen die für den Neu- oder Umbau des versicherten Gebäudes sind. 

Schadenursache können extreme Unwetter, Überschwemmungen, Vandalismus oder Ungeschicklichkeit sein.


Bild von Capri23auto auf Pixabay

Versicherte Kosten

Zu Vertragsbeginn wird in der Bauleistungsversicherung eine Versicherungssumme bestimmt. Diese soll der Bausumme entsprechen und
bildet die Höchstentschädigungssumme des Versicherers. Da neben den Kosten für den Wiederaufbau oft zusätzliche Kosten (z.B. für Aufräumarbeiten,
Eil- und Expressfrachten, Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit) entstehen, ist die Versicherungssumme im
Schadenfall nicht unbedingt ausreichend. Daher bieten viele Versicherer zusätzliche Entschädigungsgrenzen für derartige Kosten an.


Schadensuchkosten

Nicht immer ist offensichtlich, wo die Schadenursache liegt. Z.B. kann die Tatsache, dass eine Wand nass ist, verschiedenste Ursachen haben.
Die Suche, nach der Schadenursache durch den Handwerker/Spezialist kann einige Zeit in Anspruch nehmen und verursacht deshalb hohe
Kosten. Grundsätzlich werden in der Bauleistungsversicherung jedoch nur die Reparaturen der beschädigten Bauteile versichert. Schadensuchkosten
sind daher nur über eine entsprechende Klausel versicherbar.


Sachen im Gefahrenbereich

Generell gelten im Rahmen der Bauleistungsversicherung als versicherte Sachen alle Lieferungen und Leistungen für das versicherte Bauvorhaben.
Auf einer Baustelle (im Gefahrenbereich) können sich jedoch auch Sachen befinden, die selbst nicht Teil des Bauvorhabens sind (z.B.
Eigentum der Handwerker/Bauarbeiter). Werden diese Sachen infolge eines entschädigungspflichtigen Schadens beschädigt oder zerstört,
besteht über diesen Punkt auch hierfür Versicherungsschutz. Zu beachten sind die Ausschlüsse der einzelnen Versicherer.


Diebstahlrisiko

In der Bauphase sind viele - stellenweise hochwertige Gebäudebestandteile (z.B. Heizkörper, Kupferdachrinnen, usw.) für Fremde leicht
zugängig. Gerade in Neubaugebieten fehlt es zudem an Anwohnern, die eine gewisse Abschreckung für Kriminelle sind. Daher ist das
Diebstahlrisiko verhältnismäßig hoch. Hier bietet die Bauleistungsversicherung in aller Regel Versicherungsschutz für Gebäudebestandteile,
die mit dem Gebäude fest verbunden sind. Einige Versicherer bieten auch Versicherungsschutz für Gebäudebestandteile, die vorübergehend
abgebaut wurden.


Glasbruchrisiko

Schäden an der Gebäudeverglasung sind grundsätzlich zunächst nicht vom Versicherungsschutz erfasst. Da aber gerade während der Bauphase
das Risiko einer Beschädigung der Scheiben relativ hoch ist, ermöglichen viele Versicherer den Einschluss von Glasbruch in den
Bedingungswerken.


Baugrund und Bodenmassen

Bei einem Bauvorhaben sind Kosten für den Austausch oder die Verfüllung von Baugruben in aller Regel nicht berücksichtigt, da hierfür der
Aushub genutzt wird. Daher werden diese Kosten auch bei der Festlegung der Versicherungssumme normalerweise nicht berücksichtigt. Viele
Versicherer schließen diese Kostenposition jedoch (mit unterschiedlichen Maximalentschädigungen) ein.


Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe

Auch Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe sind Positionen, die bei der Planung des Gebäudes nicht berücksichtigt werden und daher nicht in die
Versicherungssumme eingerechnet werden. Man rechnet mit einem unproblematischen und planmäßigen Bau. Nach einem Schaden (z.B.
einem Starkregen mit Erdrutsch) sind jedoch häufig Hilfsbauten nötig um das geplante Gebäude fertig zu stellen.


Nachhaftung

Der Versicherungsschutz aus der Bauleistungsversicherung endet mit Bezugsfertigkeit, Bauabnahme oder Ende des versicherten Zeitraumes.
Auch nach diesem Zeitpunkt können noch Schäden auftreten, die ihre Ursache während der Bauphase hatten. Im Regelfall wird die Versicherungsgesellschaft
die Kosten für die Schadenbeseitigung übernehmen, auch wenn der Schaden erst nach Ende der Versicherung bemerkt
wurde. Mögliche Folgeschäden sind aber nicht gedeckt.
Ein Beispiel hierfür kann eine durch Baustoffe verstopfte Grundleitung sein. Die Versicherung wird zwar die Reinigung der Leitung übernehmen,
nicht aber eine mögliche Überflutung der Kellerräume nach Beendigung des Bauleistungsvertrages. Denn dies ist ein weiteres Schadenereignis,
dass außerhalb des versicherten Zeitraumes geschehen ist. Abhilfe schafft die Nachversicherung, die derartige Schäden für einen
gewissen Zeitraum abdeckt.


Gewässergefährdung

Das Ansteigen des Grundwassers oder Wassereinbrüche bei Nachbarn können eine Folge eines Schadens am versicherten Gebäude sein.
Z.B. kann dies der Fall sein, wenn bei einem Unwetter Gebäudeteile einstürzen und die Abwasserkanäle verstopfen. Kommt es dann zu einem
Wassereinbruch beim Nachbarn, so ist dieser Schaden in einigen Bedingungswerken versicherbar. Bitte beachten Sie, dass hierfür jedoch
regelmäßig Obliegenheiten zu beachten sind.


Altbauten gegen Sachschäden infolge Schadens an Neubauleistung infolge Leitungswasser, Sturm/Hagel
(Klausel TK 5180) versichern

Die Bauleistungsversicherung bezieht sich in erster Linie auf Schäden an der neu gebauten Sache. Aber auch Schäden am Altbau (bei Umoder
Anbauten), können versichert werden. Über die Klausel TK 5180 werden Schäden abgesichert, die als Folge eines Schadens am Neubau
entstehen. Auch Schäden durch Leitungswasser oder Sturm/Hagel sind dabei versichert.


Altbauten gegen Sachschäden für unvorhersehbar eintretende Beschädigungen/Zerstörungen (Klausel
TK 5181) versichern

Eine umfassende Absicherung der Altbauten ist bei An- und Umbauten empfehlenswert. Denn der Altbau bildet in vielen Fällen einen großen
Bestandteil eines Anbaus und befindet sich damit im direkten Bereich der Baustelle. Eine unvorhergesehene Beschädigung - z.B. durch
herunterfallende Werkzeuge oder durch Arbeitsmaschinen - ist relativ hoch.


Mitversicherung von Altbauten gegen Einsturz (Klausel TK 5155)

Bedingt durch die Veränderung der Bodenbeschaffenheit im Zuge eines Anbaus (Ausschachtungen, Betonarbeiten, usw.) oder auch fehlerhafte
Annahmen zur Statik eines Gebäudes, ist das Einsturzrisiko eines Altbaus durchaus gegeben. Eine separate Klausel bietet Schutz vor
einer drohenden zusätzlichen finanziellen Belastung.


Feuerrisiko

Die Möglichkeit eines Brandes besteht natürlich auch bei Roh- und Ausbauten. Je nach Versicherungsunternehmen kann der Versicherungsschutz
über die Bauleistung versichert werden. Eine Alternative dazu bietet auch die Feuerrohbauversicherung beim jeweiligen Gebäudeversicherer.


Verzicht auf Rückgriff gegen versicherte Unternehmer

Werden einzelne Gewerke an Subunternehmer vergeben, so haften diese grundsätzlich
für Schäden, die sie verursacht haben. Zwar leistet der Bauleistungsversicherer in
diesem Fall zunächst, versucht jedoch in der Folge den Subunternehmer in Regress zu
nehmen und sich den Schaden von diesem ersetzen zu lassen. Da unter Umständen sehr
hohe Schadenersatzforderungen auf den Subunternehmer zukommen können und dessen
Existenz damit gefährdet ist, verzichten einige Tarife auf diese Regressmöglichkeit
zu Gunsten Ihres Subunternehmers.


Versehensklausel

Werden Gefahrerhöhungen versehentlich nicht angezeigt oder vertragliche Obliegenheiten versehentlich nicht beachtet, kann dies zum Verlust
des Versicherungsschutzes führen. Umfassende Tarife gestehen dem Versicherungsnehmer jedoch eine gewisse „Unerfahrenheit“ zu und
bieten bei einem versehentlichen Fehlverhalten des Versicherungsnehmers weiterhin Versicherungsschutz.


Gefahrerhöhung

z. B. besondere Baumaßnahmen, Abdichtungsmaßnahmen (Berliner Verbau, Spundwände, Sperrbeton usw.)


Repräsentantenklausel

Werden Obliegenheiten vom Versicherungsnehmer oder dessen Repräsentanten verletzt, so kann dies zur Leistungsfreiheit führen. Damit der
Versicherungsnehmer sich jedoch keine Fehler zurechnen lassen muss, die er nicht selbst begangen hat, sind bei einigen Versicherungsgesellschaften
sogenannte „Repräsentantenklauseln“ vereinbart. Durch diese Klausel wird klargestellt, wer Repräsentant des Versicherungsnehmers
ist und stellenweise auch, dass der Versicherungsnehmer das Verhalten des Repräsentanten nicht verantworten muss.


Bauherrenhaftpflichtversicherung

Was ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Eine der wichtigsten Versicherungen für einen Bauherren.

Sie sind als Bauherr gemäß BGB in unbegrenzter Höhe haftbar, wenn auf Ihrer Baustelle Dritte zu Schaden kommen. Auch wenn Sie mit der Bauausführung eine Firma beauftragt haben.


Bauzeit

In der Bauherrenhaftpflichtversicherung wird der Beitrag nicht jährlich, sondern als einmalige Zahlung geleistet. Das heißt: Der Versicherungsschutz
beginnt mit dieser einmaligen Beitragszahlung und ist bis zum Schluss der Bauarbeiten, üblicherweise aber maximal bis spätestens
bis zwei Jahre nach Versicherungsbeginn, gültig. Danach läuft der Vertrag automatisch aus, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Bei
vielen Versicherungen ist eine Verlängerung auf 3 Jahre mit einem Beitragsaufschlag möglich.


Eigenleistung / Nachbarschaftshilfe

Eigenleistungen erfreuen sich beim Hausbau einer immer größer werdenden Beliebtheit. Es handelt sich dabei um Arbeiten an Ihrem Bauvorhaben,
die unentgeltlich von Ihnen, Freunden oder Angehörigen ausgeführt werden. Damit auch für Schäden, die die Helfer einem Dritten
zufügen, Versicherungsschutz besteht, ist ein entsprechender Einschluss in den Bedingungen nötig.


Planung / Bauleitung

Ob Spitz- oder Walmdach, Terrasse oder Balkon? Sie wollen die Planung Ihres Bauprojektes übernehmen? Dann hat dieser Passus ganz
besonderen Stellenwert für Sie. Viele Versicherer sichern die Bauleitung / Bauplanung nur bis zu einer bestimmten Bausumme ab, welche
sich gegen einen Beitragszuschlag auch erhöhen lässt. Bei manchen Gesellschaften ist die eigene Bauleitung / Bauplanung nur möglich,
wenn Sie über die nötige Qualifikation verfügen. Sie müssten also Architekt oder Bauingenieur sein. Diese sollten sie beachten, denn fast
kein Versicherer am Markt überlässt Ihnen die Bauleitung über das komplette Projekt. Warum das so ist? Es handelt sich letztendlich um
eine Laienarbeit, da Sie die Planung eines Bauvorhabens nicht von der Pike auf gelernt haben und dies birgt einfach ein höheres Risiko.


Abbruch- u. Einreißarbeiten

Sehr wichtig für Bauvorhaben, bei denen der Abriss eines älteren Gebäudes vorangeht. Der Deckungsinhalt fängt Ihre Kosten ab, wenn
beispielsweise die fallende Mauer nicht abgefangen wird und auf das Nachbarhaus fällt.


Schäden durch Kfz - soweit nicht versicherungs- u. zulassungspflichtig

Egal um was für ein Gefährt es sich handelt: Von motorisierten Fahrzeugen geht immer eine hohe Gefahr aus. Beispielsweise kann auf der
Baustelle ein Besucher von einem Gabelstapler (bis 20 km/h) angefahren werden. Neben den Arztkosten sind auch Schmerzensgeld und
ein eventueller Arbeitsausfall gedeckt. Da diese Kraftfahrzeuge nicht versicherungspflichtig sind, besteht meist auch keine separate Kfz-
Versicherung für derartige Schäden. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre Bauherrenhaftpflicht für die Schäden aufkommt.


Schäden an geliehenen Sachen und gemieteten Kfz / Arbeitsmaschinen

Beim Hausbau kommen die unterschiedlichsten Arbeitsgeräte zum Einsatz. Häufig handelt es sich dabei um Leihgeräte. Ob es sich dabei
um eine vom Nachbarn geliehene Bohrmaschine, einen Minibagger oder sonstige nicht zulassungs- und versicherungspflichtige Arbeitsmaschinen
handelt, spielt jedoch keine Rolle. Wo gehobelt wird, fallen Späne und auch die geliehenen Geräte können schnell in Mitleidenschaft
gezogen werden. Damit Sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben und der Nachbarschaftsfrieden gewahrt wird, müssen Sie auf diese Klausel
achten.


Be- u. Entladeschaden

Gerade bei den Schäden durch die Beladung und Entladung trennt sich bei der Bauherrenhaftpflicht die Spreu vom Weizen. Die wenigsten
Produktgeber bieten derzeit Schutz gegen diese Risiken. Aber nicht nur der klassische Schaden an der Bordwand des Lkw ist abgesichert.
Auch Schäden an Containern, durch das Heben auf Land- und Wasserfahrzeuge durch Kräne und Winden, sind abgesichert.


Leitungsschaden (Erdleitungen, elektr. Frei- u. Oberleitungen)

Leitungsschäden sind Schäden an Erdleitungen jeglicher Art und an elektrischen Frei- und Oberleitungen. Die durch ein zerstörtes Erdkabel
und den damit verbundenen Stromausfall entstehenden Schäden können erheblich sein. Das gilt nicht nur für die Reparaturkosten sondern
auch für Folgekosten, wie z. B. die in einem ganzen Stadtteil verdorbenen Kühlwaren, nach einem längeren Stromausfall.


Senkungs- u. Erschütterungs- / Erdrutschungsschaden

Nehmen wir einmal an Ihr Haus ist bereits fertig. Beim Bau der Einfahrt wollen Sie den Parkplatz vor dem Haus pflastern. Der Boden wird
mit einem Rüttler bearbeitet oder das Erdreich muss bearbeitet werden. Durch diese Bauarbeiten kommt es zu verschiedenen Gefahrenszenarien.
Vor allem treten starke Erschütterungen auf. Gar nicht so selten entstehen durch die Arbeiten am eigenen Objekt Risse an dem
benachbarten Gebäude.


Vorsorge

Neue hinzukommende Risiken - wie z.B. ein ungeplanter Anbau, der die Kosten das Baumaßnahme und somit das Risiko erhöhen - müssen
dem Versicherer angezeigt werden. Da während eines Hausbaus nicht sofort an die Anpassung der Versicherung gedacht wird, haben die
allermeisten Versicherer eine sogenannte Vorsorgeversicherung in Ihren Bedingungen verankert. Die hinzu gekommenen Risiken sind automatisch
über die Vorsorgeversicherung mitversichert. So genügt es, den Versicherer von dem neuen Risiko zu informieren, sobald er nach
hinzu gekommenen Risiken fragt. Die Vorsorgeversicherung bietet jedoch maximal Deckung bis zur nächsten Hauptfälligkeit.


Gewässerschaden-Restrisiko

Die Absicherung des Gewässerschaden-Restrisiko sagt aus, dass die gesetzliche Haftpflicht des für mittelbare oder unmittelbare Folgen
von Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit eines Gewässers, einschließlich des Grundwassers
(Gewässerschäden), versichert ist. Dies aber nur, wenn Sie kein Inhaber einer Anlage zur Lagerung von gewässerschädlichen Stoffen, z.B.
eines Öltanks, sind.


Kleingebinde

Jeder, auch der Bauherr, haftet nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ohne Verschulden für Gewässerschäden. Die Ursache für einen
solchen Schaden muss nicht unbedingt eine größere Tankanlage sein. Auch auf der Baustelle verwendete Farben, Lacke oder Reinigungsmittel
können Gewässerschäden verursachen.


Öl- u. Gastanks

Sie allein haften aus dem Besitz eines Öl- oder Gastanks, wenn aus dieser Anlage unbeabsichtigt Stoffe in ein Gewässer gelangen und einen
Schaden verursachen. Versichert sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch eine über die Luft, Wasser oder den Boden
übertragene Umwelteinwirkung entstehen.


Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Was ist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht?

Kommt es bei Ihrem Gebäude durch den Einsturz oder die Ablösung von Teilen zu Schäden an Menschen oder Sachen, so haften Sie nach § 836 BGB, egal ob Sie die Schuld trifft oder nicht. Ausnahme ist nur, wenn Sie beweisen können, dass die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet wurde.

Es ist also sinnvoll für alle Eigentümer von vermieteten Wohnung und Häusern, Mehrfamilienhäusern und Eigentümergemeinschaften sich dagegen abzusichern


Forderungsausfallversicherung

Unter Forderungsausfall versteht man die Absicherung eigener Schadenersatzforderungen für den Fall, dass der Schuldige nicht zahlen
kann. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn der Schadenverursacher keine Privathaftpflichtversicherung besitzt und für den Schaden auch nicht
anderweitig aufkommen kann. Da nur etwa 70% der Bevölkerung eine Privathaftpflichtversicherung haben und gerade bei Personenschäden
schnell hohe Schadenersatzforderungen möglich sind, ist dies schnell passiert. Voraussetzung für die Leistung ist meist ein rechtskräftiger
gerichtlicher Titel.


Mitversicherung von Kleingebinden

Kleingebinde sind kleine, leicht zu transportierende Behälter. Sie kommen oft zum Einsatz, wenn Substanzen, wie beispielsweise Reinigungsbenzin,
beim Kunden benötigt werden. Fällt ein mitgeführter Kanister mit Reinigungsbenzin um, ist das Erdreich auf dem Grundstück des
Auftraggebers schnell verunreinigt. Die Kosten um das Erdreich von den Schadstoffen zu reinigen, tragen Sie als Verursacher.


Behälter für sonstige Stoffe

Ähnlich wie bei Kleingebinden können sonstige Stoffe, z. B. ungelöschter Kalk , in kleinen, leicht zu transportierenden Behälter aufbewahrt
werden. Fällt ein solcher mitgeführter Kanister um, kann das Erdreich auf dem Grundstück des Auftraggebers schnell verunreinigt werden. Die
Kosten, um das Erdreich von den Schadstoffen zu reinigen, tragen Sie als Verursacher.


Lagerung und Verwendung von Tankanlagen der WGK 1-2

Auf dem Lagerplatz Ihres Unternehmens befindet sich eine Betriebstankstelle. Durch einen Rückwärtsfahrenden Gabelstapler wird die Verbindungsleitung
der Zapfsäule zum Tank beschädigt. Eine erhebliche Menge Diesel tritt aus und gelangt in den angrenzenden Bach.


Öffentlich-rechtliche Ansprüche nach dem Umweltschadengesetz

Bietet Versicherungsschutz in Hinsicht auf öffentlich-rechtliche Ansprüche durch plötzlich und unfallartig, während der Wirksamkeit des Versicherungsvertrages
eingetretene Störfälle an. Gedeckt werden die Kosten einer primären / ergänzenden Sanierung oder Ausgleichssanierung
von geschützten Arten und natürlichen Lebensräumen und von Oberflächengewässern außerhalb des eigenen oder gemieteten Grundstückes.
Sanierungskosten am Boden dieser fremden Grundstücke jedoch nur, soweit ein erhebliches Risiko einer Beeinträchtigung der menschlichen
Gesundheit besteht.


Mitversicherung des Anlagenrisikos Heizöl- / Gastank

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung für Heizöltanks wird zwischenzeitlich in vielen Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherungen
eingeschlossen. In der Regel werden allerdings Begrenzungen hinsichtlich des Fassungsvermögens der Heizöltanks vereinbart. Sofern
die Tanks ein höheres Fassungsvermögen aufweisen, ist eine separate Gewässerschadenhaftpflichtversicherung nötig und auf jeden Fall
empfehlenswert.


Mitversicherung des Anlagenrisikos Flüssiggastank

Flüssiggastanks sind in vielen Bedingungswerken automatisch mitversichert. Aber eben nicht in allen. Besitzer von Flüssiggastanks sollten
daher ein besonderes Augenmerk darauf haben.


Ansprüche gegenüber WEG, Teileigentümer (auch aus Vermietung) u. Verwalter ebenso Ansprüche dieser
untereinander

In der Haftpflichtversicherung werden neben dem Versicherungsnehmer üblicherweise auch weitere Personen versichert. Dies hat jedoch
einen Nachteil: Ansprüche der versicherten Personen gegeneinander sind nicht vom Versicherungsschutz erfasst. So ist z.B. der Rückbau
einer Parabolantenne durch einen Mieter von der Eigentümergemeinschaft (also nicht nur des einzelnen Eigentümers) nicht Gegenstand des
Versicherungsschutzes. Es sei denn, dies ist explizit anders in den Bedingungen geregelt.


Sonder- und Teileigentum (auch aus Vermietung) bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

Grundsätzlich besteht Versicherungsschutz für die gesetzliche Haftpflicht der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer aus dem gemeinschaftlichen
Eigentum. Das sogenannte Sonder- oder Teileigentum, welches nur einen Wohnungseigentümer gehört und nicht der WEG wie z. B. eine
Eigentumswohnung ist in der Regel nicht über die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht (HuG) der WEG versichert. Für die Absicherung dieses
Risikos ist allein der jeweilige Eigentümer/Vermieter verantwortlich. Manche Versicherer schließen dieses Risiko jedoch auch in die HuG der
WEGI ein, manchmal auch nur sofern nicht anderweitig Versicherungsschutz besteht.


Eigenleistung in der Bauherrenhaftpflicht

Bei An- oder Umbaumaßnahmen eines Gebäudes vergrößert sich automatisch für einen begrenzten Zeitraum das Risiko in Haftung genommen
zu werden. Baugruben, Lagerung von Material, herumliegendes Werkzeug, sowie die damit verbundenen Vorschriften zur Bausicherung
stellen viele Bauherren vor eine ungewohnte Situation. Viele Versicherungstarife lassen aber auch hier den Haus- und Grundbesitzer nicht im
Stich und bieten Versicherungsschutz gegen Haftpflichtansprüche, allerdings nur bis zu einer gewissen Bausumme. Zu beachten ist dabei
dann auch der Anteil erbrachter Eigenleistungen. Sehr umfassende Baumaßnahmen, oder wenn diese zu einem großen Anteil in Eigenleistung
erbracht werden, sollten in jedem Fall separat abgesichert werden.


Planung und / oder Bauleiter in der Bauherrenhaftpflicht

Ob Spitz- oder Walmdach, Terrasse oder Balkon? Sie wollen die Planung Ihres Bauprojektes übernehmen? Dann hat dieser Passus ganz
besonderen Stellenwert für Sie. Viele Versicherer haben ihn jedoch mit einer Begrenzung der Versicherungssumme versehen. Diese sollten
sie beachten, denn fast kein Versicherer am Markt überlässt Ihnen die Bauleitung über das komplette Projekt. Warum das so ist? Es handelt
sich letztendlich um eine Laienarbeit, da Sie die Planung eines Bauvorhabens nicht von der Pike auf gelernt haben und dies birgt einfach ein
höheres Risiko.


Abbrucharbeiten in der Bauherrenhaftpflicht

Sehr wichtig für Bauvorhaben, bei denen der Abriss eines älteren Gebäudes vorangeht. Der Deckungsinhalt fängt Ihre Kosten ab, wenn beispielsweise
die fallende Mauer nicht abgefangen wird und auf das Nachbarhaus fällt.


Deckungssumme für Neu-, An- und Umbaumaßnahmen

Neu, An- oder Umbaumaßnahmen eines Gebäudes erhöhen automatisch für einen begrenzten Zeitraum das Risiko, in Haftung genommen
zu werden. Baugruben, Lagerung von Material, herumliegendes Werkzeug, sowie die damit verbundenen Vorschriften zur Bausicherung
stellen viele Bauherren vor eine ungewohnte Situation. Eigentlich benötigt man für die Baumaßnahmen eine separate Bauherrenhaftpflichtversicherung.
Viele Versicherungstarife lassen aber auch hier den Haus- und Grundbesitzer nicht im Stich und bieten Versicherungsschutz
gegen Haftpflichtansprüche, allerdings nur bis zu einer gewissen Bausumme. Sobald die im Tarif versicherte Bausumme überschritten wird
muss man eine separate Bauherrenhaftpflicht abschließen, da die Baumaßnahme dann gar nicht mehr im Rahmen der HuG mitversichert ist.


Summen- und Konditionsdifferenzdeckung

Nach Antragsannahme des neuen Vertrags genießen Sie bis zum Ablauf Ihres bestehenden
Vertrages bereits alle Leistungserweiterungen des neu abgeschlossenen Vertrages
ab dem Tag der Antragstellung. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Schaden zunächst
dem alten Versicherer gemeldet wird. Lehnt dieser wegen einer Deckungslücke die Regulierung
ab, die aber beim neuen Versicherer mitversichert ist, übernimmt der neue
Versicherer den Schaden. So profitieren Sie ab Antragstellung bereits von den verbesserten
Vertragsbedingungen.


Schäden an geliehenen beweglichen Sachen

Generell sind Schäden an gemieteten, gepachteten, geliehenen oder geleasten Sachen
nicht versichert. Oft können Schäden an geliehenen mobilen Sachen jedoch in der Hausund
Grundbesitzerhaftpflichtversicherung eingeschlossen werden. So ist dann z.B. auch
die geliehene Heckenschere vom Versicherungsschutz umfasst.


Verzicht auf Leistungsfreiheit/-kürzung bei grob fahrlässiger Obliegenheitsverletzung

Beim Abschluss des Versicherungsvertrages und auch im Leistungsfall, müssen Sie bestimmte Obliegenheiten erfüllen. Eine wichtige Obliegenheit
ist es z.B. einen entstandenen Schaden unverzüglich zu melden, damit der Schadenhergang prüfbar bleibt. Geschieht die Meldung des
Schadens beispielsweise erst nach erfolgter Reparatur, kann dies zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen. Einige Versicherer verzichten
aber auf ihr Recht auf Leistungsfreiheit/-kürzung.


Abhandenkommen von Besucherhabe

“Für Garderobe wird nicht gehaftet“. Dieses Schild hat jeder Restaurantbesucher schon einmal gesehen und tatsächlich entbindet es den Wirt
von der Haftung. Anders sieht es aber für Hausverwalter oder eine Wohnungseigentümergemeinschaft aus: Denn hier gilt eine Haftung für die
Besucherhabe. Beispiel: Ein Besucher Ihres Mieters stellt sein Fahrrad im Hausflur ab. Beim Gehen bemerkt er, dass das Rad verschwunden
ist. Es stellt sich heraus, dass die Hauseingangstür nicht mehr richtig schließt und so jeder einfach ins Haus gelangen konnte.


Abhandenkommen von Schlüsseln oder Codekarten

Ein Schlüsselverlust oder der Verlust einer Codekarte kann zu hohen Schadenersatzansprüchen führen. Gerade dann, wenn Generalschlüssel
verloren werden. Die gesetzliche Haftpflicht aus dem Verlust von Schlüsseln, die sich rechtmäßig in Ihrem Besitz befunden haben, lässt sich
jedoch versichern. Der Versicherungsschutz beschränkt sich in der Regel auf die Kosten für die Auswechselung von Schlössern und Schließanlagen
sowie für ein vorübergehendes Notschloss.


Neuwertentschädigung auf Wunsch des VN

Grundsätzlich ersetzt der Versicherer im Schadenfall den sog. Zeitwert. Dies führt besonders bei technischen Geräten (aber auch Kleidung
usw.) in der Regel zu hohen Differenzen zwischen Neuwert bzw. Wiederbeschaffungskosten und Zeitwert (= Entschädigung des Versicherten).
Mit dieser Klausel ersetzt der Versicherer Ihnen auf Wunsch sogar den Neuwert.


Leistungs-Update-Garantie

Im Laufe der Zeit ändern und verbessern sich die Vertragsbedingungen. Durch die Mitversicherung der Bedingungsweiterentwicklung profitieren
vor allem Sie, denn dadurch unterliegt Ihr Vertrag immer den aktuellsten Bedingungen. Werden die Bedingungen zu Ihrem Vorteil geändert,
so gelten die neuen Bedingungen auch für Ihren Vertrag, soweit Sie einer etwaigen damit verbundenen Beitragserhöhung nicht widersprechen.


Repräsentantenklausel

Neben dem Versicherungsnehmer sind auch dessen Repräsentanten für die Einhaltung von Obliegenheiten, verantwortlich. Der Versicherungsnehmer
muss sich also auf das richtige Verhalten anderer Personen verlassen, um im Schadenfall keine Probleme wegen einer Obliegenheitsverletzung
(z.B. unverzügliche Schadenmeldung) zu bekommen. Wer Repräsentant des Versicherungsnehmers ist, klären die
Vertragsbedingungen nicht immer eindeutig. Mit der sogenannten Repräsentantenklausel wird sichergestellt, dass neben dem Versicherungsnehmer
nur bestimmte Personen als Repräsentanten zählen.


Versehensklausel

Haben Sie es als Versicherungsnehmer - fahrlässig - versäumt, Ihren Pflichten nachzukommen? Dann sind Sie froh, wenn die Versehensklausel
in Ihrem Deckungsumfang enthalten ist. Denn Sie schützt davor, dass die Versicherung ggf. von Ihrer Leistungspflicht befreit werden kann.
Zu den Pflichten und Obliegenheiten gehört unter anderem, die fristgerechte und zeitnahe Meldung von verursachten Schäden. Jedoch auch
die Mitteilung über mögliche Veränderungen von Risiken etc. können Sie glaubhaft nachweisen, dass es sich beim Versäumen seiner Pflichten
um ein Versehen gehandelt hat und diese nach Kenntnisnahme unmittelbar nachgeholt hat, so genießt er weiterhin den Versicherungsschutz.


Regressverzicht

Durch starken Wind löst sich ein Dachziegel des Hauses und beschädigt den ordnungsgemäß geparkten PKW eines Mieters. Da der betroffene
Bereich des Dachs erst vor einigen Monaten nach einem Sturmschaden erneuert worden war, besteht begründeter Verdacht, dass die Dachdeckerfirma
nicht ordentlich gearbeitet hat. Diese Firma gehört jedoch dem Schwiegervater des Versicherungsnehmers. Er wünscht keine
Regressnahme bei diesem, um den Familienfrieden zu waren.


Gewerblicher Betrieb von Fotovoltaik-/Solaranlagen

Da die allermeisten Fotovoltaik-/Solaranlagen in der Regel auf dem Dach montiert werden, besteht hier auch immer die Gefahr, dass durch
herabfallende Module oder Montagegestelle ein Schaden an Dritten, wie z. B. parkenden Autos, entsteht. Dasselbe gilt für Brände einer Fotovoltaik-/
Solaranlage, die durch die Anlage selbst verursacht zwar sehr selten auftreten, aber dennoch große Schäden an z. B. Nachbargebäuden
anrichten können. In diesen Fällen hilft die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung. Ob eine automatische Mitversicherung gilt,
variiert je nach Versicherer und muss ggf. individuell geklärt werden. Der Betrieb einer Fotovoltaikanlage gilt als gewerbliche Tätigkeit. Diese
Tätigkeit kann oft im Rahmen der HuG mitversichert werden.


Tierhalterhaftpflichtversicherung

Für was ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung?

Als Tierhalter sind Sie gemäß Bürgerlichen Gesetzbuch dazu verpflichtet, für Schäden die Ihr Tier verursacht aufzukommen.

Dabei ist egal ob eine Person oder eine Sache geschädigt wird als Tierhalter haften Sie in unbegrenzter Höhe auch wenn Ihr Tier den Schaden verursacht hat und Sie selbst keine Schuld trifft.



Tierhüterrisiko

Tierhüter ist, wer für den Tierhalter auf dessen Tier „aufpasst“. In der Regel besteht Versicherungsschutz nur beim „privaten Tierhüten“ (nicht
gewerblich) und oft sind die Ansprüche des Tierhüters ausgeschlossen, wenn dieser während des Hütens Ihres Tieres z.B. durch Biss/Tritt
einen Personen- oder Sachschaden erleidet.

Schäden an gemieteten Immobilien

Dies sind Schäden, die Ihr Hund/Pferd an gemieteten Immobilien verursacht. Z.B. an Ihrer Mietwohnung, an der gemieteten Stallung oder
auch in der Ferienwohnung/im Hotelzimmer im Urlaub.


Schäden an gemieteten beweglichen Sachen

Hierunter fallen z.B. Schäden an gemieteten Pferdeanhängern, an der Einrichtung der Ferienwohnung oder des Hotelzimmers oder an einem
geliehenen Sattel.


Flurschäden

Schäden, die Ihr Tier beispielsweise an Feldern, Weiden, Forsten oder sonstigen landwirtschaftlichen genutzten Flächen verursacht (auch der
Ernteausfall), sind in der Flurschadenklausel abgedeckt.


Auslandsaufenthalte

Auch im Ausland sollte für Ihren Vierbeiner Versicherungsschutz bestehen. Je nach Versicherer gibt es teilweise Beschränkungen hinsichtlich
der Dauer in Jahren und des Geltungsbereiches (Europa, USA, weltweit).


Welpen

Da man evtl. nicht sofort an den Versicherungsschutz denkt, versichern manche Versicherer Welpen bis zu einem bestimmten Alter zunächst
beitragsfrei mit.


Kampfhunde

Bei vielen Versicherern sind Kampfhunde nicht versicherbar. Dazu gehören u.a. folgende Rassen und Kreuzungen mit diesen (nicht abschließend!):
American Pit, Bull Terrier bzw. Pit Bull Terrier, Akbas, American Stafford Terrier bzw. American Staffordshire Terrier, American Bulldog,
Bandog, Bordeaux-Dogge, Dogue de Bordeaux, Bullmastiff, Bull Terrier, Carpatin, Chinesischer Kampfhund, Dobermann, Dogo Argentino,
Estrela-Berghund, Fila Brasileiro, Kangal (Karapas), Karsthund, Kaukasischer Owtcharka, Komondor, Kraski Ovcar, Mastiff, Mastin de los Pirineos,
Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Mioritic, Mittelasiat. Owtcharka, Staffordshire Bull Terrier, Perro de Presa Canario, Perro de Presa
Mallorquin, Pit Bull, Podhalaner, Pyrenäenberghund, Römischer Kampfhund, Rottweiler, Sarplaninac, Südruss. Owtcharka, Tibetanischer
Mastiff,Tornjak; Tosa-Inu, usw. Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Ihr Hund beim jeweiligen Versicherer als Kampfhund eingestuft wird, holen
wir Ihnen die entsprechende Bestätigung direkt ein.


Fohlen

Auch hier sehen viele Versicherer eine zeitlich begrenzte Mitversicherung vor, um Sie vor einer Deckungslücke zu bewahren.


Deckschäden

Sind Schäden die bei einem Deckakt entstehen. Hierbei wird zwischen gewolltem und ungewolltem Deckakt unterschieden. Neben evtl.
Verletzungen sind auch die Abtreibungskosten versichert.


Kutschfahrten/Hundeschlitten

Kutschfahrten werden normalerweise nur versichert, sofern es sich um private und unentgeltliche Fahrten handelt. Bitte beachten Sie, dass
manche Versicherer nur dann Versicherungsschutz bieten, wenn sämtliche Zugtiere bei dem Versicherer versichert sind.


Unentgeltlicher Verleih/Fremdreiterrisiko

Ist das Fremdreiterrisiko/der unentgeltliche Verleih in der Pferdehalterhaftpflicht mitversichert, dann besteht Versicherungsschutz für Schäden,
die Ihr Tier dem Fremdreiter zufügt. Aber auch Schadenersatzansprüche von Dritten sind mitversichert. Achtung: Durch den unentgeltlichen
Verleih und das Fremd-/Gastreiterrisiko sind Reitbeteiligungen nicht automatisch mitversichert.


Reitbeteiligungen

Reitbeteiligungen sind auf gewisse Dauer angelegte Rechtsverhältnisse über die regelmäßige Benutzung des versicherten Reitpferdes. Oft
werden separate Verträge hierüber geschlossen. Aber auch wenn Unterhaltskosten und/oder die Mithilfe bei der Stallarbeit als Gegenleistung
erfolgt, kann ein (formloser) Reitbeteiligungsvertrag entstanden sein. Sofern Reitbeteiligungen vorliegen, informieren Sie sich bitte im Detail
zu den jeweiligen Bestimmungen des Versicherers. Stellenweise ist eine namentliche Nennung der Reitbeteiligung nötig, stellenweise sind
die Ansprüche der Reitbeteiligung nicht mitversichert, usw.


Turniere/Pferderennen

Wegen der besonderen Situation in der sich die Tiere bei derartigen Veranstaltungen befinden, bietet nicht jeder Versicherer Versicherungsschutz
für die Teilnahme an Pferde-/Hunderennen (auch Schlittenrennen), Turnieren und deren Vorbereitungen (Training).


Zurverfügungstellung zu Vereinszwecken/Veranstaltungen

Gleiches gilt für Schäden, die infolge der Teilnahme an Schauvorführungen, Zurverfügungstellung zu Vereinszwecken und deren Vorbereitungen
(Training) hierzu entstehen.


Verwendung zu Zwecken des Reitunterrichtes
Tätigkeit als Reitlehrer mit dem eigenen Pferd

Die Tätigkeit als Reitlehrer ist nicht unbedingt vom Versicherungsschutz einer Privathaftpflichtversicherung erfasst. Manche Pferdehalterhaftpflichtversicherungen
schließen diese Lücke jedoch zwischenzeitlich. Bitte informieren Sie sich hier aber im Detail über die Bedingungen. Oft
wird z.B. eine gewerbliche (entgeltliche) Nutzung ausgeschlossen.


Teilnahme am Reitunterricht (keine Abhaltung)

Nehmen Sie an einem Unterricht, z. B. Reitunterricht oder Hundeschule, teil, kann ihr Tier möglicherweise dort ein anderes Tier bzw. Menschen
schädigen. Entsprechende Schäden werden von manchen Versicherern innerhalb der Tierhalterhaftpflicht versichert. Dies variiert
jedoch. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Versicherungsmakler hierüber.


Konditions-/Summendifferenzdeckung

Besteht ein Vorvertrag, ist dieser stellenweise hinsichtlich der Bedingungen schlechter als der neue. Damit Sie nach Vertragsschluss aber
sofort von den besseren Bedingungen profitieren, bieten manche Versicherer eine Konditionsdifferenzdeckung bis zum Versicherungsbeginn
des Folgevertrages an. Sollte bei einem Schaden also Versicherungsschutz über den neuen Vertrag möglich sein, springt dieser Versicherer
zusätzlich mit ein.


Forderungsausfalldeckung

Der Forderungsausfall bietet Ihnen Schutz für den Fall, dass Ihnen selbst ein Haftpflichtschaden
zugefügt wird und der Halter des schadenverursachenden Tieres weder
eine eigene Haftpflicht hat, noch selbst für die Kosten aufkommen kann (z.B. weil dieser
mittellos ist). In diesem Fall zahlt Ihre eigene Tierhalterversicherung den entstandenen
Schaden. Voraussetzung für die Leistung ist u.a. oft die Erwirkung eines rechtskräftigen,
vollstreckbaren Titels gegen den Verursacher.


Personenschäden mitversicherter Personen untereinander
(Schmerzensgeld)

Fügt Ihr Haustier, beispielsweise Ihr Pferd beim Reiten, einer mitversicherten Person
einen Personenschaden zu, so ist ein solcher Anspruch üblicherweise ausgeschlossen.
Eingeschlossen werden können jedoch Ausnahmefälle wie z. B. Ansprüche von
Fremdreitern oder Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern, die gegenüber
einer mitversicherten Person geltend gemacht werden.


Tierkrankenversicherung

Was ist die Tierkrankenversicherung

Foto von jaminriverside--4030285

Die Krankenversicherung übernimmt wie auch bei uns Menschen alle Kosten, die im Krankheitsfall durch die Behandlung beim Tierarzt entstehen.
Ausgaben für Impfungen, Wurmkuren und andere Vorsorgemaßnamen gehören ebenfalls dazu. Die meisten Tierkrankenversicherer
bieten verschiedene Versicherungsmodelle an. So haben Sie die Möglichkeit, zwischen Vollschutz und abgespeckten Schutzvarianten zu
wählen. Abhängig von der Versicherungsprämie ist die Rasse, das Alter und eventuelle Vorerkrankungen.

Was ist eine Tier-OP-Versicherung?

Eine Operationskostenversicherung übernimmt alle Kosten des Eingriffs und kommt auch für eine stationäre Unterbringung bis (bspw.) zehn
Tage nach der OP auf. Anfallende Tierarztgebühren für Vor- und Nachbehandlungen, Medikamente und Verbandsmaterial werden beglichen.
Falls Sie bereits eine bestehende Tierkrankenversicherung mit geringen OP-Leistungen haben, ist es empfehlenswert, eine zusätzliche Operationskostenversicherung
abzuschließen.


Unfallversicherung

Die Unfallversicherung für Tiere ersetzt Kosten für die tierärztliche Behandlung, falls sich das Tier in Folge eines Unfalles verletzt. Dazu zählen
Untersuchungen, stationäre sowie ambulante Heilbehandlungen, Nachbehandlungen und Medikation des versicherten Tiers. Manche Versicherer
decken auch Physiotherapien, um körperliche Funktionsfähigkeiten wiederherzustellen.


Erstattung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) regelt, welche Vergütungen Tierärzten für ihre Leistungen zustehen. Die GOT dient einerseits zur
Ihrem Schutz vor überteuerten Abrechnungen, andererseits soll verhindert werden, dass durch einen aggressiven Preiswettbewerb die Qualität
der Behandlung gefährdet wird. Je nach Versicherer ist in der Regel der 1-fache (z. B. Untersuchungen) und 2-fache (z. B. komplizierte, aufwendige
Operationen) GOT-Satz versichert und für absolute Ausnahmen (z. B. Notfälle) evtl. auch der 3-fache Satz der Gebührenordnung für
Tierärzte. Gute Tarife erstatten also bis zum 2-fachen und 3- fachen Satz, sehr gute Tarife erstatten über die Höchstsätze der GOT.


ambulante und stationäre Behandlung

Die Behandlung einer Krankheit oder Unfallverletzung kann ambulant oder stationär erfolgen. Zur ambulanten Behandlung zählen bspw. ambulante
ärztliche Beratungen, Untersuchungen aller Art (Röntgen, Ultraschall, Labor etc.) und verschiedene Therapieformen einschl. Operationen
bis zur Strahlentherapie, außerdem Arzneien, Verbandsmittel, Heilmittel und Hilfsmittel. Bei stationärer Krankenhausbehandlung gehören
die Unterbringung und Verpflegung, die Behandlung sowie die Krankenpflege dazu.


Auslandsaufenthalte

Auch im Ausland sollte für Ihren Vierbeiner Versicherungsschutz bestehen. Je nach Versicherer gibt es teilweise Beschränkungen hinsichtlich
der Dauer in Jahren und des Geltungsbereiches (Europa, USA, weltweit).


Vorsorgemaßnahmen

Vorsorgemaßnahmen wie z. B. Entwurmung oder Impfungen gegen viele grundsätzlich unheilbare oder gar tödliche Erkrankungen stellt eine
äußerst wichtige Vorbeugemaßnahme dar. Auch für Tiere, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, sollten gegen bestimmte
Krankheiten geschützt werden. Die regelmäßige Entwurmung dient der Gesundheit Ihres Tieres und verhindert die Übertragung von Krankheiten
auf andere Tiere oder auf den Menschen. Eine große Bedeutung als Krankheitsüberträger haben in der letzten Zeit die Zecken erlangt.
Sie sind für das Auftreten von zahlreichen “neuen“ Erkrankungen verantwortlich. Zecken sind mittlerweile in unsern Breiten ein ganzjähriges
Problem.


bestimmte Vorerkrankungen

Bei einigen Versicherern sind bestimmte Vorerkrankungen nicht versicherbar. Dazu gehören u. a. folgende Erkrankungen:
operative Eingriffe erforderlich oder ärztlich angeraten, Epilepsie, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Allergien, Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogengelenksdysplasie,
Umfangsvermehrung/Tumore.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Tier mit Vorerkrankungen versicherbar ist oder nicht, holen wir Ihnen die entsprechende Bestätigung
direkt ein.


Kastration/Sterilisation

Spätestens mit dem Eintritt der ersten Läufigkeit stellen Sie sich die Frage, ob eine Kastration oder Sterilisation notwendig sei. Die Entscheidung
sollte vor dem Hintergrund der Vor- und Nachteile des Eingriffes gemeinsam mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens gut abgewogen werden.
Je nach Tarif ist die Kostenübernahme ein- oder ausgeschlossen.


Zahnzusatzversicherung

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt die zahnärztlichen Behandlungskosten, die nur teilweise oder gar nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Besonders wenn Zähne ersetzt werden müssen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur einen geringen Festzuschuss. Z. B. so viel wie eine Brücke kosten würde.

Einen hochwertigen Zahnersatz wie etwa ein Implantat müssen Sie daher Größtenteils selber tragen was schnell mehrere Tausend Euro kosten kann.

Eine Zahnzusatzversicherung schließt eben diese Leistungslücke zwischen den tatsächlichen Kosten und den Leistungen der GKV



Preis-Leistung-Verzeichnis

Im Gegensatz zu zahnärztlichen Honoraren, welche in der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) einheitlich geregelt sind, gibt es für Zahnersatz Materialien
keine Einheitspreise – die Kosten schwanken je nach zahntechnischem Labor teilweise erheblich. Um sich hier abzusichern,
arbeiten einige Versicherungsgesellschaften mit festgelegten Preisverzeichnissen, in dem maximal erstattungsfähige Beträge für zahntechnische
Laborleistungen und Materialkosten aufgeführt werden.

IGeL-Leistungen

Es gibt medizinische Leistungen, die Sie als Kassenpatient in der Arztpraxis selbst bezahlen müssen. Diese Leistungen heißen Individuelle
Gesundheitsleistungen oder kurz IGeL.


Prof. Zahnreinigung (PZR)

Die professionelle Zahnreinigung ist eine Intensivreinigung Ihrer Zähne mit Spezialinstrumenten. Ziel ist es, krank machende und kosmetisch
störende Beläge zu entfernen, die das Risiko für Karies und Parodontitis erhöhen. Die sog. PZR ist eine IGeL-Leistung.


Alterungsrückstellungen

Bildet ein Vertrag Alterungsrückstellungen, legt die Versicherung von dem gezahlten Beitrag immer einen kleinen Teil als Sparbeitrag zurück.
Mit diesem Sparstrumpf soll die Preissteigerung durch steigendes Alter und damit höherem Risiko ausgeglichen werden. Theoretisch zahlt der
Versicherte also während der gesamten Vertragslaufzeit den gleichen Beitrag.


GOZ

Die Gebührenordnung für Zahnärzte bestimmt die Vergütung der zahnärztlichen Leistungen für Versicherte. Darüber hinaus regelt sie die
Abrechnungshöhe für den Anteil von Behandlungen, die von den Kassenpatienten selbst übernommen werden müssen.


Höchstsätze GOZ

Unter dem Höchstsatz in der GOZ wird allgemein der 3,5-fache Satz für Zahnarzthonorare, der 2,5-fache für technische Leistungen und
1,3-fache Satz für Laborleistungen verstanden.


Wartezeiten

Die Wartezeit ist eine tariflich festgelegte Frist, während der die versicherte Person trotz bestehendem Versicherungsschutz noch keine
Ansprüche geltend machen kann. Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate ab Versicherungsbeginn. Es gibt besondere Wartezeiten für
Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie, diese erstrecken sich sogar über acht Monate. Bei einem Unfall entfallen
die Wartezeiten. Wartezeiten können in den besonderen Bedingungen eines Versicherers verkürzt werden, wodurch sie von Versicherer zu
Versicherer stark variieren können.


Heil- und Kostenplan

Der Heil- und Kostenplan wird von Ihrem Zahnarzt erstellt, wenn Sie Zahnersatz benötigen. Ihr Zahnarzt dokumentiert dort den aktuellen
Zahnstatus, welche Behandlungen erfolgen sollen und wie hoch die voraussichtlichen Kosten sind.


Wurzelbehandlung

Eine Wurzelbehandlung, auch Wurzelkanalbehandlung, ist eine zahnmedizinische Methode, abgestorbene oder entzündete Zähne von ihrer
Entzündung zu befreien und sie dadurch vor der Herausnahme zu bewahren.


Paradontalbehandlung

Als Parodontose wird umgangssprachlich oft die Parodontitis bezeichnet, die eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats ist und die
einen Rückgang von Knochen und Zahnfleisch bewirkt. Unbehandelt führt diese früher oder später zunächst zur Lockerung und später zum
Verlust der Zähne.


Fissurenversiegelung

Die Fissurenversiegelung ist eine prophylaktische Maßnahme. Fissuren sind kleine Einkerbungen auf der Kaufläche eines Zahnes, welche an
den großen Backenzähnen oft besonders ausgeprägt sind. Diese sind in der Tiefe meist so fein, dass sie nur schlecht zu reinigen und daher
besonders anfällig für Karies sind. Um einer Karies vorzubeugen, werden die Fissuren versiegelt.


Brackets

Brackets sind kleine Halterungen für kieferorthopädische Bogendrähte, die im Zuge einer Behandlung mit einer festen Zahnspange mit Hilfe
eines speziellen Klebers auf dem Zahn befestigt werden.


Invisalign

Die „unsichtbare Zahnspange“. Dabei werden transparente, herausnehmbare Schienen („Aligner“) gefertigt, die dann getragen werden. Diese
herausnehmbaren Schienen sind aufgrund des durchsichtigen Materials auf den Zähnen fast nicht zu sehen.


Kieferorthopädische Funktionsanalyse

Gnathologie, auch Funktionsdiagnostik oder Funktionsanalyse genannt, befasst sich mit der Funktion der Kiefer, also der Beziehung von Oberund
Unterkiefer zueinander. Hier können vielfältige Störungen auftreten, die wiederum eine Vielzahl von Beschwerden verursachen können, z.
B. schmerzende oder knackende Kiefergelenke. Mittels der Funktionsdiagnostik wird der Ursache der Beschwerden auf den Grund gegangen,
um nachfolgend geeignete Therapiemaßnahmen festlegen zu können.


Implantat

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel und dient dem Ersatz fehlender Zähne. Implantate sind eine sehr flexible Art des Zahnersatzes,
denn auf ihnen können, je nach vorhandener Situation, sowohl Kronen als auch Brücken oder Prothesen verankert werden. Sie bieten somit
die Möglichkeit, einen einzelnen Zahn bis hin zum vollständig zahnlosen Kiefer mit einem Zahnersatz zu versorgen.


Inlay

Ein Inlay, auch Einlagefüllung genannt, ist eine Art einer Zahnfüllung. Sie stellt eine Alternative zu einer herkömmlichen plastischen Zahnfüllung
dar. Der Unterschied zwischen plastischen Füllungen und Inlays liegt im Aufwand der Herstellung.


KIG

Die „kieferorthopädische Indikationsgruppe“ (KIG) 1 bis 5 bezeichnet den Schweregrad einer Zahn- oder Kieferfehlstellung, wobei die GKV
bei Einstufung in KIG 3 (ausgeprägte Zahnfehlstellungen), KIG 4 (stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen) und KIG 5 (extrem stark ausgeprägte
Zahnfehlstellungen) leistet, nicht bei KIG 1 (leichte Zahnfehlstellungen) und 2 (Zahnfehlstellungen geringer Ausprägung).


Farblose Bögen

Der Bogen, der einzelne Brackets einer festsitzenden Zahnspange verbindet, kann auch farblos sein. Damit sind Zahnspangen weniger
auffällig.


Lingualtechnik

Die Lingualtechnik ist ein kieferorthopädisches Behandlungsverfahren, bei dem die feste Spange (Lingualspange) auf der Zahninnenseite
angebracht wird.


Material- und Laborkosten

Die Laborkosten sind Kosten für zahntechnische Anfertigungen im Labor, z. B. Implantate. Außerdem gibt es berechenbare Verbrauchsmaterialien
in der Zahnarztpraxis (sog. „Materialkosten“), wie z. B. Material für den Zahnabdruck.


Festzuschuss

Für in Deutschland gesetzlich Krankenversicherte gibt es bei Behandlungen für Zahnersatz das so genannte befundbezogene Festzuschusssystem.
Für jede Maßnahme mit Zahnersatz muss es einen Befund geben, der dann über einen Heil- und Kostenplan der Krankenkasse zu
melden ist, sofern eine Behandlung gewünscht wird. Für jeden Befund gibt es einen in einer Liste festgesetzten Zuschuss. Der Patient kann
seinen Festzuschuss durch ein regelmäßig geführtes Bonusheft erhöhen. Im Bereich Zahnerhalt, z. B. für Wurzelbehandlungen, gibt es KEINE
befundbezogenen Festzuschüsse, sondern ein Punktesystem, wobei jeder Punkt dann einen bestimmten Wert hat.


Pauschaler/fiktiver Abzug bei Privatarzt

Eine Zahnzusatzversicherung ist normalerweise als Zusatz zur gesetzlichen Krankenversicherung konzipiert und soll somit die Lücke zwischen
der Regelversorgung durch die Krankenkasse und der höherwertigen privatärztlichen Versorgung decken. In der Regel leisten die Zahnzuatztarife
daher auch nur dann, wenn zustehende Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung auch in Anspruch genommen werden. Die
meisten reinen Privatzahnärzte haben aber keine Kassenzulassung, daher nehmen die Versicherer oft eine pauschale Leistungskürzung vor.


Ambulante und Stationäre Krankenzusatzversicherung

Was ist eine ambulante Krankenzusatzversicherung?

Download Kundenbroschüre Ambulant

Eine ambulante Krankenzusatzversicherung erweitert die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Leistungen die nur teilweise oder gar nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden, sind je nach Baustein durch eine ambulante Krankenzusatzversicherung abgesichert.

Dazu gehören u.a.:

-          Heilpraktiker,

-          Sehhilfen,

-          Kuren,

-          Vorsorgeuntersuchungen,

-          Arznei- und Verbandsmittel,

-          Hilfs- und Heilmittel.


Was ist eine stationäre Krankenzusatzversicherung?

Download Kundenbroschüre Stationär

Bei einer stationären Krankenzusatzversicherung werden Sie im Krankenhaus wie ein Privatpatient behandelt. Sie profitieren von der Behandlung durch den Chefarzt bzw. Spezialisten oder die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer.

Zudem entscheiden Sie selbst, in welches Krankenhaus mit Kassenzulassung Sie gehen möchten.


Ambulante privatärztliche Behandlung

Lassen Sie sich von Ihrem Fach- oder Hausarzt wie ein Privatpatient behandeln.

Selbstbeteiligung

Versicherer können die Leistung um einen bedingungsgemäß vereinbarten Betrag kürzen.


Höchstsätze GOÄ

Rechnen Ärzte eine Privatleistung ab, nutzen sie dafür die Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Diese sieht vor, die für eine Leistung vorgeschriebene
Gebühr je nach Schwierigkeit zu multiplizieren. Der Regelsatz ist das 2,3-Fache der Gebühr, wird es schwieriger, kann der Arzt auch das
3,5-Fache, den Höchstsatz, abrechnen.


Heilmittel

Heilmittel oder auch Heilmethoden sollen dazu dienen, Krankheiten zu heilen oder auch Verschlimmerungen der Symptome zu verhindern.
Dabei versteht man unter einem Heilmittel in der Regel Therapien und Anwendungen wie: Massagen, Physiotherapie oder Krankengymnastik,
logopädische Maßnahmen oder auch Ergotherapie.


Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen durch Krankheit oder Behinderung bedingte Einschränkungen kompensieren. Unter medizinischen Hilfsmitteln versteht man
zum Beispiel: Rollstühle (oder auch Gehhilfen), Prothesen, orthopädische Strümpfe etc., Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte.


Psychotherapie

Psychotherapie bezeichnet allgemein die „gezielte professionelle Behandlung psychischer Störungen und/oder psychisch bedingter körperlicher
Störungen mit psychologischen Mitteln“.


Ambulante Krankentransporte

Fahrten zu einer stationären oder ambulanten Behandlung, z. B. eine Operation, Chemotherapie oder Dialyse


Ambulante Entbindung

Entbindungen in den eigenen vier Wänden mit Unterstützung einer Hebamme


GebüH

Gebührenordnung der Heilpraktiker


Hufelandverzeichnis

Das „Hufeland-Leistungsverzeichnis der besonderen Therapierichtungen“ ist eine Abrechnungshilfe für naturheilkundlich tätige Ärzte. Es
enthält alle naturheilkundlichen Diagnostik- und Therapieverfahren, die theoretisch erklärbar und praktisch bewährt und die lehr- und lernbar
sind.


Naturheilverfahren

Naturheilverfahren ist ein relativ unscharf definierter Begriff, der im weitesten Sinn therapeutische Maßnahmen umfasst, die sich keiner
technologischen Hilfsmittel bedienen und vor allem auf Selbstheilungskräfte setzt


LASIK/LASEK

Die LASEK-Methode (auch als Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy bekannt) und LASIK-Methode (Laser-in-situ-Keratomileusis) werden
zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten per Laser eingesetzt.


Zuzahlung in der GKV

Versicherte müssen gemäß § 61 SGB V ff. Zuzahlungen leisten, z. B. für Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Hilfsmittel.


Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung von Krankheiten.


Schutzimpfungen

Impfungen sind präventive Maßnahmen. Dabei soll die Gabe eines sog. Impfstoffes den Geimpften immunisieren und so vor einer (ansteckenden)
Krankheit schützen.


Wahlleistung

Viele Krankenhäuser bieten mittlerweile neben den allgemeinen Krankenhausleistungen sogenannte Wahlleistungen an. Wahlleistungen sind
Wunschleistungen, die über den im Einzelfall zu bestimmenden Umfang der allgemeinen Krankenhausleistungen hinausgehen und die der
Patient freiwillig wählen kann. Es gibt grundsätzlich drei Kategorien von Wahlleistungen: Wahlarztbehandlungen (z.B. Chefarztbehandlung),
Unterkunft (z.B. Einzelzimmer, TV, Telefon) und medizinische Wahlleistungen (z.B. Massagen, Homöopathie).


Ein- oder Zweibettzimmerunterbringung

Die Regelversorgung für einen Kassenpatienten umfasst nur die Unterbringung in einem Mehrbettzimmer. Krankenhäuser bieten jedoch
gegen Aufpreis auch Zwei- und Einbettzimmer an. Diesen Aufpreis hat der Patient selbst zu tragen oder er schließt einen entsprechenden
Versicherungsvertrag ab.


Ausgleichszahlungen bei Verzicht auf Wahlleistungen/ Zweibettzimmer

Stationäre Krankenhauszusatztarife enthalten oft die Unterbringung in Ein- oder Zweibettzimmern und die privatärztliche Behandlung. Verzichtet
der Versicherte auf eine oder mehrere dieser Leistungen im Schadenfall, zahlen die Versicherer zum Ausgleich ein Tagegeld.


Wartezeiten

Die Wartezeit ist eine tariflich festgelegte Frist, während der die versicherte Person trotz bestehendem Versicherungsschutz noch keine
Ansprüche geltend machen kann. Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate ab Versicherungsbeginn. Es gibt besondere Wartezeiten für
Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie, diese erstrecken sich sogar über acht Monate. Bei einem Unfall entfallen
die Wartezeiten. Wartezeiten können in den besonderen Bedingungen eines Versicherers verkürzt werden, wodurch sie von Versicherer zu
Versicherer stark variieren können.


Privatärztliche Behandlung

Der Begriff privatärztliche Behandlung beschreibt einen Umfang an Leistungen und Behandlungsformen, die privat versicherte Patienten bei
Aufenthalt in einem Krankenhaus bzw. einer Klinik für sich geltend machen können.


Honorarvereinbarung

Spezialisten und Privatkliniken rechnen in manchen Fällen mit gesonderten Honorarvereinbarungen ab. Honorarvereinbarungen regeln die
Vergütung der ärztlichen Leistungen außerhalb der Gebührenordnung.


Mehrkosten für freie Krankenhauswahl

„Wählen Versicherte ohne zwingenden Grund ein anderes als ein in der ärztlichen Anweisung genanntes Krankenhaus, können die Mehrkosten
ganz oder teilweise auferlegt werden.“ heißt es im Sozialgesetzbuch (§ 39, Abs. 2).


Rooming-in

Rooming-in erlaubt den Müttern und Vätern oder anderen Bezugspersonen, mit einem kranken Kind im Krankenhaus oder auf der Säuglingsstation
zu leben und dort auch zu übernachten.


Gemischte Anstalten

Gemischte Krankenanstalten sind spezielle Krankenhäuser, in welchen die Patienten nicht nur die üblichen Leistungen eines Krankenhauses
in Anspruch nehmen können, sondern diese bieten den Patienten zusätzlich auch Sanatoriumsbehandlungen oder Kuren an.


Vor-/Nachstationäre Behandlungen

Häufig sind rund um einen Krankenhausaufenthalt Vor- und Nachbehandlungen notwendig, z.B. ambulante Aufnahme- und Abschlussuntersuchungen.


Leistungen im Ausland

Wer plant, längere Zeit ins Ausland zu gehen, sollte bei seinem Tarif auch darauf achten, inwiefern die Leistungen in dieser Zeit eingeschränkt
sind. Häufig zahlen die Versicherungen für einen Aufenthalt im Europäischen Wirtschaftsraum, teilweise sind die Erstattungen dann aber auf
Kosten gedeckelt, wie sie auch in Deutschland angefallen wären. Weltweit sind die Leistungen meist eingeschränkt.


Ambulante Operationen

Operationen müssen nicht unbedingt mit einem Krankenhausaufenthalt kombiniert werden. Manchmal kann der Patient auch nach der OP
wieder nach Hause. Die Kosten für die ärztliche Behandlung fallen trotzdem an.


Krankentagegeld

Was ist eine Krankentagegeldversicherung?

Download Kundenbroschüre

Eine Krankentagegeld Zusatzversicherung schließt im Krankheitsfall die Lücke zum Verdienstausfall. Im Krankheitsfall zahlt bei einem Arbeitnehmer der Arbeitgeber in der Regel sechs Wochen weiterhin das volle Gehalt.

Nach Ablauf der sechs Wochen Lohnfortzahlung erhalten gesetzlich versicherte von ihrer Krankenversicherung ein Krankengeld. Dieses ist im Durchschnitt bei etwa 60 % des Bruttoeinkommens.

Diese Versorgungslücke kann durch eine Krankentagegeldversicherung geschlossen werden.

Beispielrechnung

Pflichtversicherte

Freiwillig Versicherte

Monatliches Nettogehalt

1.800,00 €

3.400,00 €

Krankengeld (Höchstsatz*)

1.620,00 €

3.045,00 €

./. 9,30 % gesetzliche Rentenversicherung

150,66 €

284,58 €

./. 1,2 % Arbeitslosenversicherung

19,44 €

36,54 €

./. 1,525 % gesetzliche Pflegeversicherung

24,71 €

46,44 €

Monatliches Netto-Krankengeld

1.425,19 €

2.677,44 €

Monatliche Versorgungslücke

374,81 €

722,56 €

Absicherungsbedarf täglich (gerundet)

15,00 €

25,00 €

* 70 % des Bruttogehaltes, max. 90 % des Nettoeinkommens bzw. max. 70 % der Beitragsbemessungsgrenze

 

Vor allem für Selbständige die keine Lohnfortzahlung erhalten ist eine Krankentagegeld Zusatzversicherung interessant.


Karenzzeit

Das eigentliche Krankentagegeld, die vom Versicherer je nach Vertrag gewährte Leistungshöhe pro Tag, wird dem Versicherten nicht schon ab
dem Eintritt des Leistungsfalles, sondern erst nach Ablauf einer Karenzzeit gezahlt, in der kein Leistungsanspruch besteht. Bei Arbeitnehmern
beträgt die Karenzzeit in der Regel 42 Tage, da die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber sechs Wochen beträgt. Abweichend hierzu können
Selbständige eine deutlich kürzere Karenzzeit vereinbaren.

Alkoholklausel

Liegt der Arbeitsunfähigkeit eine Unfallfolge oder eine Erkrankung zugrunde, die alkoholbedingt ist, besteht gemäß den allgemeinen Versicherungsbedingungen
keine Leistungspflicht.


Ordentliches Kündigungsrecht §14 MB/ KT

Der Versicherer kann das Versicherungsverhältnis zum Ende eines jeden der ersten drei Versicherungsjahre mit einer Frist von drei Monaten
kündigen, sofern kein gesetzlicher Anspruch auf einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers besteht.


Teil-Arbeitsunfähigkeit

Ist ein Arbeitnehmer beschränkt einsatzfähig, z.B. während einer Wiedereingliederungsmaßnahme ist er zum Teil arbeitsunfähig.


Kurklausel

Ist im Verlauf der Genesung eine Kur- oder eine Rehamaßnahme erforderlich, zahlen viele Versicherer kein Tagegeld.


Mutterschutzzeiten

Die gesetzliche Schutzfrist ist auf sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt festgelegt. Ensteht der weiblichen Versicherten
während dieser Zeit ein Verdienstausfall, zahlt der Versicherer das Tagegeld im vertraglichen Umfang. Stehen der Versicherten anderweitige
Leistungen in diesem Zeitraum zu (z.B. Mutterschaftsgeld oder Elterngeld), so werden diese angerechnet.


Wartezeiten

Wartezeit ist eine tariflich festgelegte Frist, während der die versicherte Person trotz bestehendem Versicherungsschutz noch keine
Ansprüche geltend machen kann. Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate ab Versicherungsbeginn. Es gibt besondere Wartezeiten für
Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie, diese erstrecken sich sogar über acht Monate. Bei einem Unfall entfallen
die Wartezeiten. Wartezeiten können in den besonderen Bedingungen eines Versicherers verkürzt werden, wodurch sie von Versicherer zu
Versicherer stark variieren können.


Sterbegeldversicherung

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Mit einer Sterbegeldversicherung sorgen Sie für den Todesfall vor. Wie bei einer Lebensversicherung wird eine vorher vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Damit können dann Bestattungskosten und andere Aufwendungen nach dem Ableben gezahlt werden. Der Zweck der Sterbegeldversicherung ist also, eine würdige Bestattung zu garantieren und gleichzeitig die Angehörigen vor der finanziellen Belastung schützen.



Für wen ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Grundsätzlich ist für jeden eine Sterbegeldversicherung sinnvoll! In Deutschland gilt eine Bestattungspflicht. Die Kosten dafür müssen seit 2004 von den Angehörigen getragen werden. Das heißt die nächsten Verwandten müssen die Ausgaben für Sterbeurkunden, Erbschein, Grabstein, Trauerkarten und Blumenkränze selber tragen was sich schnell zu mehreren Tausend Euro summieren kann.

Übernehmen Sie vorher Verantwortung und machen sich darüber Gedanken wie Ihre Beerdigung aussehen soll.

-          Entlasten Sie Angehörige finanziell und organisatorisch

-          Legen Sie den Ablauf Ihrer Bestattung selber fest

-          Vergewissern Sie sich, dass für die Beisetzung genug Geld vorhanden ist

-          Decken Sie auch laufende Grabpflegekosten


Was kostet eine Beerdigung?

Um für die Sterbegeldversicherung die passende Versicherungssumme ermitteln zu können, finden Sie hier eine Übersicht an Kosten mit denen Sie im Todesfall für eine Bestattung rechnen sollten.

Sterbeurkunden

200 €

Friedhofsverwaltung

1.200 €

Bestatter

2.000 €

Grabnutzungsgebühr

500 €

Gärtnerleistung

300 €

Steinmetz

3.000 €

Gesamt

7.200 €

 

Die Preise schwanken regional und je nach Ausführung sehr stark. Eine umfangreichere Übersicht gibt es auf der Stiftung Warentest Seite.


Welche Wartezeitregelung hat die Sterbegeldversicherung?

Wichtige Information zum Abschluss über den Online Rechner!

 

Beim Sterbegeld der LV 1871 beträgt die Wartezeit nur 6 Monate ab Versicherungsbeginn. Verstirbt der Versicherungsnehmer in den ersten 6 Monaten werden die eingezahlten Beiträge abzüglich 100€ ausgezahlt. Liegt die Summe der eingezahlten Beiträge darunter, erfolgt keine Erstattung.
Nach Ablauf von 6 Monaten Wartezeit gilt für die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme die folgende Staffelung, wobei immer mindestens die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt werden:

  • Bei einem Eintrittsalter bis 49 Jahren werden ab dem 7. Monat nach Versicherungsbeginn sechs 36stel der Versicherungssumme, ab dem 8. Monat sieben 36stel, ab dem 9. Monat acht 36stel usw. ausgezahlt. Voller Versicherungsschutz in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme besteht somit nach 3 Jahren.
  • Bei einem Eintrittsalter von 50 bis 59 Jahren werden ab dem 7. Monat nach Versicherungsbeginn sechs 24stel der Versicherungssumme, ab dem 8. Monat sieben 24stel, ab dem 9. Monat acht 24stel usw. ausgezahlt. Voller Versicherungsschutz in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme besteht somit nach 2 Jahren.
  • Bei einem Eintrittsalter ab 60 Jahre werden ab dem 7. Monat nach Versicherungsbeginn sechs Zwölftel der Versicherungssumme, ab dem 8. Monat sieben Zwölftel, ab dem 9. Monat acht Zwölftel usw. ausgezahlt. Voller Versicherungsschutz in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme besteht somit schon nach 1 Jahr.

Reiseversicherung

Was ist eine Reiseversicherung?

Eine Reiseversicherung schützt Sie vor den unangenehmen Ereignissen, an die kaum jemand denkt. Diese können während einer Reise aber auch schon davor passieren. Gepäckverlust am Flughafen oder eine plötzliche Erkrankung, die das Reisen unmöglich machen sind nur zwei Beispiele von vielen.

Mit einer Reiseversicherung können Einzelpersonen aber auch Familien abgesichert werden. Besondere Pakete gibt es zu dem für Studenten und Au-pairs.

Eine Reiseversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn Sie gerne unbeschwert verreisen. Im Ernstfall ist dann alles geklärt. Wie teure Behandlungskosten bei einem Arzt im Ausland oder hohe Zahlungen bei einem Unfall mit einem Mietwagen.

Am beliebtesten sind übrigens die Reisekrankenversicherung und die Reiserücktrittversicherung.


Welche Reiseversicherungen gibt es?

Für viele Menschen ist die Urlaubszeit die schönste Zeit des Jahres. Umso wichtiger ist daher der richtige Versicherungsschutz – egal ob man eine Pauschalreise macht, mit dem Rucksack unterwegs ist oder auf hoher See die Seele baumeln lässt.

Die erholsame Stimmung ist schnell verloren wenn ins Hotelzimmer eingebrochen wird oder man aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung die Reise gar nicht erst antreten kann. Reiseversicherungen schützen Urlauber vor den finanziellen Folgen solcher Situationen.

Zu den „typischen“ Reiseversicherungen zählen:

- die Reiserücktrittskosten- und Reiseabbruchversicherung
- die Auslandsreise-Krankenversicherung
- Mietwagenschutz
- die Reisegepäckversicherung
- der Reise-Schutzbrief 
- (auch Soforthilfe- oder Nothilfeversicherung genannt)


Welche Vorteile hat eine Reiseversicherung?

Reiserücktrittversicherung:

Eine Reiserücktrittversicherung schützt Sie vor den Stornokosten der Reisestornierung. Die Reiserücktrittversicherung leistet bei Nichtantritt der Reise wegen Krankheit oder wenn die Reise abgebrochen werden muss durch Unfall oder Tod z. B. eines nahen Familienangehörigen.

Auslandskrankenversicherung:

Eine Auslandskrankenversicherung oder Reisekrankenversicherung bietet Ihnen Schutz, wenn Sie im Ausland erkranken, schmerzen haben oder ärztliche Hilfe aufsuchen müssen. Schon ein schmerzender Zahn und der darauffolgende Arztbesuch wird schnell teuer. Eine Reisekrankenversicherung übernimmt die Kosten für medizinisch notwendige Arztbehandlungen, Medikamenten, Rettungs- und Bergungskosten nach einem Unfall sowie Rücktransporte nach Deutschland, wenn sie medizinisch sinnvoll sind. Mit einer Reisekrankenversicherung können Sie jederzeit und überall eine gute Behandlung ohne finanzielle Folgen in Anspruch nehmen und im besten Fall geht dann der Urlaub ohne Schmerzen weiter.



Rentenrechner


Grüne Versicherung / Altersvorsorge

Was ist eine Grüne Versicherung?

Leitbild: "Versichert sein und Gutes tun"

Das Thema der Nachhaltigkeit ist in aller Munde; immer mehr Menschen berücksichtigen bei Kaufentscheidungen auch ihr soziales und ökologisches Gewissen und suchen gezielt nach "grünen" Versicherungen.

Der Begriff "Nachhaltigkeit" stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und besagt, dass innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht mehr Holz eingeschlagen werden soll, als zeitgleich nachwachsen kann. Es handelt sich somit um ein ökonomisches Prinzip zur dauerhaften Sicherung eines Baumbestandes, dass die Substanz unangetastet lässt und lediglich die Erträge verwertet.

Auch von Versicherungen und Versicherungsprodukten erwarten Kunden zunehmend, dass diese "grün" bzw. nachhaltig sind; die Bedeutung von Nachhaltigkeit wird dabei sehr unterschiedlich interpretiert und reicht vom "grünen Deckmäntelchen" isolierter Einzelmaßnahmen bis zur konsequenten systematischen Integration in sämtliche Geschäftsprozesse.

Bei Kompositprodukten geht es in der Regel darum, dass gegen kleinen Mehrbeitrag nachhaltige Projekte gefördert sowie Mehraufwendungen für ökologisch optimierte Ersatzbeschaffungen übernommen werden. 

Bei Altersvorsorgeprodukten wird Nachhaltigkeit meist dahingehend interpretiert, dass zumindest ethisch fragwürdige sowie ökologisch oder sozial destruktive Investitionen (z.B. in Atomenergie oder Rüstungsbetriebe) ausgeschlossen werden und darüber hinaus zusätzlich Mindeststandards für Investitionen gelten. Dies führt übrigens nicht zwangsläufig zu einer geringeren Rendite.

Bei einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsanspruch muss ein Versicherer bei all seinen Entscheidungen immer auch die Nachhaltigkeit im Blick haben; beginnend vom ressourcenschonenden und ökologisch ausgeglichenen Geschäftsbetrieb bis hin zu nachhaltigen Kapitalanlagen.

 Die EU plant eine Vorschrift, nach der die Kunden künftig gefragt werden müssen, ob sie nachhaltig anlegen möchten oder nicht. Die europäischen Versicherer müssen spätestens dann zumindest alternativ auch nachhaltige Anlagen anbieten.


Fondssparplan mit Steuerersparnis

betriebliche Altersvorsorge (Betriebsrente)

Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Betriebliche Altersversorgung

Als betriebliche Altersversorgung (bAV)  werden alle finanziellen Leistungen, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zur

• Altersversorgung,

• Versorgung von Hinterbliebenen bei Tod oder

• Invaliditätsversorgung bei Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit

zusagt, bezeichnet.

 

Dabei besteht ein Rechtsanspruch für den Arbeitnehmer auf Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber muss dann Teile des Lohnes oder Gehalts in einen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung umwandeln.

Der Staat fördert die betriebliche Altersversorgung mit beachtlichen Steuervorteilen von denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren.

Zudem spart der Arbeitgeber Lohnnebenkosten und kann Mitarbeiter zusätzlich motivieren und binden.



Wer hat Anspruch auf betriebliche Altersversorgung?

Jeder Arbeitnehmer, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, hat einen Anspruch darauf, einen Teil seines Lohnes oder Gehalts für die betriebliche Altersversorgung zu verwenden. Dies gilt auch für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die Teilzeit arbeiten, sowie für geringfügig Beschäftigte. Zum Kreis der Berechtigten gehören

• unbefristet angestellte Mitarbeiter,

• Teilzeitkräfte,

• Auszubildende,

• Angestellte mit einem befristeten Arbeitsvertrag und

• Geschäftsführer.

Der Rechtsanspruch auf betriebliche Altersversorgung besteht aber nur, wenn der Arbeitnehmer den Aufbau selbst finanziert (Entgeltumwandlung). Der Arbeitgeber ist ab 2019 verpflichtet, sich hierbei mit einem Zuschuss zu beteiligen.

Den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung erfüllt das Unternehmen, wenn es • eine Pensionskasse,

• eine Direktversicherung oder

• einen Pensionsfonds

als Durchführungsweg anbietet. Macht der Arbeitgeber kein Angebot, kann der Arbeitnehmer den Abschluss einer Direktversicherung verlangen. Allerdings bestimmt der Arbeitgeber das Versicherungsunternehmen.

Viele Arbeitgeber leisten schon freiwillig einen Zuschuss zumindest in der Höhe, in der der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart.

Für Entgeltumwandlungsvereinbarungen, die ab dem Jahr 2019 neu abgeschlossen werden, ist der Zuschuss aber verpflichtend. So muss der Arbeitgeber hier 15 Prozent des Entgeltumwandlungsbetrages zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss an den eingesetzten externen Versorgungsträger (Pensionskasse, Pensionsfonds oder Direktversicherung) weiterleiten, soweit er durch die Entgeltumwandlung tatsächlich Sozialversicherungsbeiträge einspart.

Ab dem Jahr 2022 gilt diese Verpflichtung auch für bereits bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen.


Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung

Der Arbeitgeber hat fünf verschiedene Möglichkeiten zum Aufbau und zur Gestaltung der betrieblichen Altersversorgung zur Verfügung:

- Direktzusage/Pensionszusage

- Unterstüzungskasse

- Direktversicherung

- Pensionskasse

- Pensionsfonds


1. Direktzusage/Pensionszusage

Direktzusage/Pensionszusage

Durch eine Direkt- bzw. Pensionszusage wird dem Arbeitnehmer bei Erreichen des Rentenalters eine vereinbarte monatliche Betriebsrente vom Arbeitgeber gezahlt. Der Umfang der Leistung richtet sich dabei in der Regel nach der Höhe des Einkommens während der Erwerbstätigkeit und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Aber auch wenn das Rentenalter nicht erreicht wird, etwa durch einen Unfall, sind der Arbeitnehmer bzw. die Hinterbliebenen vielfach über die Direktzusage des Arbeitgebers finanziell abgesichert.

Sogar wenn der Arbeitgeber im Fall der Insolvenz nichts mehr bezahlen kann, übernimmt der Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) die Leistungsverpflichtung.

 

Im Normalfall wird eine Direktzusage allein vom Unternehmen finanziert. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich jedoch darauf einigen, dass Teile des Lohns oder Gehalts für eine Direktzusage umgewandelt werden.

 

Bei dieser Zusageform wird der Betrieb durch mögliche vorzeitige Versorgungsfälle mit einem vergleichsweise hohen finanziellen Risiko belastet. Das gilt vor allem, wenn nur wenige Mitarbeiter im Betrieb Angestellt sind.

 

Die Lösung um diese betriebsfremden Risiken abzusichern und bei Eintritt des Versorgungsfalles das erforderliche Kapital garantiert zur Verfügung zu haben, ist eine Rückdeckungsversicherung.


Arbeitnehmer:

Arbeitgeber:

 

VORTEILE

• unbegrenzte steuerfreie Entgeltumwandlung möglich, darum besonders geeignet für die Altersvorsorge von Arbeitnehmern mit höherem Einkommen

• unbeschränkte Leistungshöhe, weil keine Obergrenze für Zuwendungen

• bei Entgeltumwandlung Sozialversicherungsfreiheit bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze

• Invaliditäts- und Hinterbliebenenabsicherung möglich

• arbeitgeberinsolvenzgeschützt

 

VORTEILE

• Pensionsrückstellungen als steuermindernder Aufwand

• Liquiditätsvorteil, da Mittel im Unternehmen verbleiben

• Fachkräfte werden an das Unternehmen gebunden

• Pensionszahlungen sind Betriebsausgaben

• bei Arbeitgeberfinanzierung keine Sozialversicherungs­beiträge

• bei Entgeltumwandlung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialversicherungsbeiträge

 

NACHTEILE

• keine Fortführung mit eigenen Beiträgen nach Ausscheiden möglich

• kein Anspruch auf Übertragung bei Arbeitgeberwechsel

 

NACHTEILE

• Bilanzverlängerung

• hoher Verwaltungsaufwand

• keine Beitragszusage mit Mindestleistung möglich

• Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG)


2. Unterstützungskasse („U-Kasse“)

Unterstützungskasse ("U-Kasse")

Eine Unterstützungskasse oder auch „U-Kasse“ genannt, ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung eines oder mehrerer Unternehmen in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins.

Die Zahlungen an die U-Kasse werden vom Arbeitgeber geleistet. Entweder finanziert er diese direkt oder der Arbeitnehmer leistet durch Entgeltumwandlung die Finanzierung seiner Rente selbst. Ähnlich wie bei der Direktzusage sind die Ansprüche der Arbeitnehmer im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) geschützt.

Die Unterstützungskasse kann über die Anlage des Vermögens frei bestimmen weil sie nicht der Versicherungsaufsicht unterliegt. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise das Vermögen in das jeweilige Trägerunternehmen, quasi als Darlehen, anzulegen.

Um im Leistungsfall nicht die erheblichen Risiken einer Unterstützungskassenzusage selbst tragen zu müssen, sollte das Unternehmen – wie auch bei der Direktzusage – zur Sicherstellung der späteren Versorgungsleistungen eine Rückdeckungsversicherung abschließen. Steuerlich kann der Arbeitgeber diese rückgedeckte Unterstützungskasse als Betriebsausgaben ansetzen was durchaus attraktiv ist.   

Im Insolvenzfall hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, die Rückdeckungsversicherung auf deren Leistungen die Zusage des Arbeitgebers verweist („kongruente Rückdeckung“), als Versicherungsnehmer privat fortzuführen.

 

Um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich für den Arbeitgeber zu halten, bietet es sich für kleine und mittlere Unternehmen an ihre Versorgung über sogenannte Gruppenunterstützungskassen abzuwickeln. Der Großteil des Verwaltungsaufwand wird dann gegen Gebühr übernommen.


Arbeitnehmer

Arbeitgeber

 

VORTEILE

• unbegrenzte Steuerfreiheit der Aufwendungen, darum besonders geeignet für die Altersvorsorge von Arbeitnehmern mit höherem Einkommen

• bei Entgeltumwandlung keine Sozialversicherungs­beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze

• Invaliditäts- und Hinterbliebenenabsicherung möglich

• arbeitgeberinsolvenzgeschützt

 

VORTEILE

• für Aufwendungen Betriebsausgabenabzug

• Bilanzneutralität beim Trägerunternehmen

• bei Arbeitgeberfinanzierung keine Sozialversicherungs­beiträge

• bei Entgeltumwandlung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialversicherungsbeiträge

 

NACHTEILE

• keine Fortführung mit eigenen Beiträgen nach Ausscheiden möglich

• kein Anspruch auf Übertragung bei Arbeitgeberwechsel

 

NACHTEILE

• gegebenenfalls Nachschusspflicht bei Leistungsbeginn, wenn nicht rückgedeckt

• eingeschränkte Flexibilität bei der Finanzierung

• keine Beitragszusage mit Mindestleistung möglich

• Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG)


3. Direktversicherung

Direktversicherung

Bei einer Direktversicherung schließt der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer, als Einzel- Gruppenvertrag, eine Lebensversicherung ab. Versicherungsnehmer und Beitragsschuldner ist dabei der Arbeitgeber, Leistungsbegünstigter ist der Arbeitnehmer bzw. seine Hinterbliebenen im Todesfall. Die Aufwendungen sind für den Arbeitgeber steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben.

Eine Direktversicherung eignet sich vor allem für kleinere und mittlere Betriebe, da der Verwaltungsaufwand für den Arbeitgeber relativ gering ist und er faktisch kein finanzielles Risiko tragen muss. Aber auch für den Arbeitnehmer ist dieser klassische Durchführungsweg der bAV sehr attraktiv. Die Leistungen der Direktversicherung setzten sich aus einem von der Kapitalmarktlage unabhängigen Garantieteil und der sogenannten Überschussbeteiligung.

Zurzeit liegen die garantierten Zinsen bei 0,9 % bei den klassischen Direktversicherungen. Zudem geben die meisten Versicherer über 95 % ihrer darüber hinaus erwirtschafteten Erträge an die Versicherten weiter. Bereits zugewiesene Überschüsse bleiben dem Versicherten dabei erhalten, so dass sich negative Entwicklungen am Kapitalmarkt nur auf die zukünftige Überschussbeteiligung auswirken.

 

Direktversicherungen unterliegen der staatlichen Versiche­rungsaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleis­tungsaufsicht (BaFin) und der Anlageregulierung nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Dabei steht die Sicherheit der zugesagten Leistung im Vordergrund. So müssen die Versiche­rungsunternehmen sämtliche Vermögenswerte so anlegen, dass Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des Portfo­lios als Ganzes sichergestellt werden. Auch bei der fondsgebun­denen Direktversicherung werden Mindestleistungen gewährt. So ist auch hier der Kapitalerhalt durch vorsichtige Kapitalanlage gesichert. Bei der Direktversicherung ist der Arbeitgeber bis auf bestimmte Ausnahmefälle nicht zur Zahlung von Beiträ­gen an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) verpflichtet.


Arbeitnehmer

Arbeitgeber

VORTEILE

• Lohnsteuerfreiheit der Beiträge bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze

• bei Entgeltumwandlung Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze

• Riester-Förderung möglich

• Invaliditäts- und Hinterbliebenenabsicherung möglich

• in der Regel lebenslange garantierte Rentenleistung

• garantierte Mindestleistung

• Rechtsanspruch auf Übertragung bei Arbeitgeber­wechsel (bei Zusagen nach dem 1. Januar 2005)

• bei Arbeitgeberwechsel einfache Übertragung auf Grund von Übertragungsabkommen

• zusätzlicher Schutz der Leistungen durch Sicherungs­fonds Protektor

VORTEILE

• geringer Verwaltungsaufwand

• die Ansprüche des Versicherten richten sich direkt an den Lebensversicherer

• Bilanzneutralität

• Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei

• Rechtsanspruch des Arbeitnehmers mit Möglichkeit der Riester-Förderung erfüllbar

• Beitragszusage mit Mindestleistung möglich

• keine Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG)

• zusätzlicher Schutz der Leistungen durch den Sicherungsfonds Protektor

NACHTEILE

• Steuer- und Sozialversicherungsbeitragsfreiheit der Beiträge ist begrenzt

NACHTEILE

• Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeitragsfreiheit der Beiträge ist begrenzt


4. Pensionskasse

Pensionskasse

Bei Pensionskassen handelt es sich um rechtlich selbstständige Unternehmen. Diese werden von einem oder mehreren Arbeitgebern getragen und sind aufsichtsrechtlich gesehen Versicherungen. Pensionskassen gewähren den Arbeitnehmern und im Todesfall deren Hinterbliebenen einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen bei Vertragsschluss. Finanziert werden die Pensionskassen über Zuwendungen der Trägerunternehmen und aus Vermögenserträgen. Wie alle anderen Versicherungen unterliegt die Pensionskasse der staatlichen Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die Pensionskassen müssen ihr Vermögen konservativ anlegen weil eine kontinuierliche und sichere Rendite im Vordergrund steht. Deshalb muss auch der Arbeitgeber nicht in den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVag) einzahlen.

 

Es werden zwei Arten von Pensionskassen unterschieden: zum einen die sogenannte Wettbewerbspensionskasse und zum anderen die Arbeitgeber gebundene Firmenpensionskasse.

Die Wettbewerbspensionskassen sind in der Regel von Lebensversicherungsunternehmen gegründet weshalb dieselben aufsichtsrechtlichen Regeln wie für Lebensversicherer gelten („deregulierte“ Pensionskassen). So ist beispielsweise eine Kürzung der Leistung ausgeschlossen. Zusätzlich sind Wettbewerbspensionskassen in der Regel Mitglied im gesetzlichen Sicherungsfonds „Protektor“, sodass der Leistungsanspruch des Arbeitnehmers zusätzlich geschützt ist.

 

Für die Firmenpensionskassen gelten besondere aufsichtsrechtliche Regelungen. Die Versicherungstarife unterliegen etwa dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Versicherungsaufsicht. Ein besonderes Merkmal ist, dass die Leistungen der Pensionskassen gekürzt werden können, sollte es einmal zu einer Unterdeckung kommen. In einem solchen Fall hätte der Arbeitgeber aber für die entstandene Lücke einzustehen.


Arbeitnehmer

Arbeitgeber

VORTEILE

• Lohnsteuerfreiheit der Beiträge bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze

• bei Entgeltumwandlung Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze

• Riester-Förderung möglich

• Invaliditäts- und Hinterbliebenenabsicherung mög­lich

• in der Regel lebenslange garantierte Rentenleistung

• garantierte Mindestleistung

• Rechtsanspruch auf Übertragung bei Arbeitgeberwechsel (bei Zusagen nach dem 1. Januar 2005)

• bei Arbeitgeberwechsel einfache Übertragung auf Grund von Übertragungsabkommen

• bei Wettbewerbspensionskassen zusätzlicher Schutz der Leistungen durch Sicherungsfonds Protektor

VORTEILE

• geringer Verwaltungsaufwand

• die Ansprüche des Versicherten richten sich direkt an die Pensionskasse

• Bilanzneutralität

• Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei

• Rechtsanspruch des Arbeitnehmers mit Möglichkeit der Riester-Förderung erfüllbar

• Beitragszusage mit Mindestleistung möglich

• keine Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG)

NACHTEILE

• Steuer- und Sozialversicherungsbeitragsfreiheit der Beiträge ist begrenzt

NACHTEILE

• Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeitragsfreiheit der Beiträge ist begrenzt

• bei Firmenpensionskassen gegebenenfalls insoweit Haftung des Arbeitgebers, als die Pensionskasse zugesagte Leistungen nicht erfüllen kann


5. Pensionsfonds

Pensionsfonds

Ein Pensionsfonds ist ein rechtlich selbstständiger Versorgungsträger, der Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf vertraglich zugesagte Leistungen einräumt.

Der Pensionsfonds bietet für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein höheres Maß an Flexibilität als die herkömmlichen Modelle der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Denn Pensionsfonds unterliegen nicht den strengen Restriktionen der herkömmlichen Lebens- und Rentenversicherungen und dürfen daher ihr Vermögen in höherem Maße auch am Aktienmarkt anlegen, um dessen Renditechancen zu nutzen. Natürlich ergeben sich daraus auch höhere Risiken durch schwankende Kurse.

 

Den Pensionsfonds gibt es in zwei Formen. Zunächst in einer Versicherungsförmigen Ausgestaltung, bei der der Pensionsfonds die Leistungen wie ein Lebensversicherer garantiert. Der Pensionsfonds kann aber seine Leistungen auch in einer nicht versicherungsförmigen Form zusagen, beispielsweise in Fällen der Übernahme einer vom Arbeitgeber erteilten Direktzusage. In diesem Szenario werden die vom Arbeitgeber für die Übertragung aufzubringenden Beiträge an den Pensionsfonds mit einem marktnahen Zins berechnet. Problematisch für den Arbeitgeber dabei ist, wenn die im Pensionsfonds vorhandenen Mittel nicht zur vollständigen Finanzierung der zugesagten Leistungen ausreichen, ist der Arbeitgeber zum Beginn der Auszahlungsphase nachschusspflichtig.

Jedoch bei einer Insolvenz des Arbeitgebers sind die Anwartschaften und Ansprüche der Arbeitnehmer über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) abgesichert. Der Beitrag für den Pensions-Sicherungs-Verein beträgt hier lediglich ein Fünftel des normalen Beitrags für den Arbeitgeber.


Arbeitnehmer

Arbeitgeber

 

VORTEILE

• Lohnsteuerfreiheit der Beiträge bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze

• bei Entgeltumwandlung Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze

• Riester-Förderung möglich

• Invaliditäts- und Hinterbliebenenabsicherung möglich

• höhere Renditechancen

• in der Regel lebenslange garantierte Rentenleistung

• bei Arbeitgeberwechsel in der Regel einfache Über­tragung auf Grund von Übertragungsabkommen

 

VORTEILE

• Bilanzneutralität

• Rechtsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber dem Pensionsfonds

• Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsbeitragsfrei

• Beitragszusage mit Mindestleistung möglich

• Rechtsanspruch des Arbeitnehmers mit Möglichkeit der Riester-Förderung erfüllbar

• Umwandlung von Direktzusage oder Unterstützungs­kassenzusage in Pensionsfondszusage ist grundsätzlich steuerneutral möglich

 

NACHTEILE

• höheres Ertragsrisiko

 

NACHTEILE

• Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeitragsfreiheit der Beiträge ist begrenzt

• Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG), aber nur 20 % des Regelbeitrags

 


0 9369 / 9061 0 (keine Hotline)

Zum Seitenanfang